Mikis Theodorakis spricht von Verschwörung gegen Griechenland

15. Februar 2012 / Aktualisiert: 01. November 2016 / Aufrufe: 45.553

In einem offenen Brief an die internationale öffentliche Meinung bezichtigt Mikis Theodorakis Politiker und Banken der Verschwörung gegen das griechische Volk.

Mikis Theodorakis (2004)
Mikis Theodorakis (2004)
(Foto: Gwagner1000)

Der heute (fast) 87-jährige griechische Komponist, Schriftsteller und Politiker Mikis Theodorakis spricht in einem offenen Brief an die internationale öffentliche Meinung von einer Verschwörung griechischer und ausländischer Akteure gegen das griechische Volk und der drohenden Gefahr, dass Griechenland durch Arbeitslosigkeit, Hunger und Verelendung in den kommenden Jahren endgültig ausgelöscht wird.

Das nachstehend ungekürzt in deutscher Übersetzung wiedergegebene Schreiben wurde am Dienstag (14. Februar 2012) publiziert, jedoch von Mikis Theodorakis bereits am Sonntag (12. Februar 2012) aufgesetzt, bevor er zusammen mit dem als Widerstandkämpfer gegen die deutsche Besatzung bekannt gewordenen heute 89-jährigen Politiker und Schriftsteller Manolis Glezos anlässlich des im Eilverfahren debattierten Gesetzentwurfs zur Ratifizierung des neuen Kreditabkommens und der damit einhergehenden drakonischen Sparmaßnahmen das Parlamentsgebäude aufsuchen wollte, wobei jedoch beide dem ungezügelten Einsatz von Chemikalien durch die Polizei zum Opfer fielen.

An die Internationale Öffentliche Meinung – Die Wahrheit über Griechenland

Es gibt eine internationale Verschwörung mit dem Ziel der Vollendung der Zerstörung meines Landes. Sie begannen 1975 mit Ziel die neugriechische Kultur, sie fuhren mit der Perversion unserer neueren Geschichte und unserer nationalen Identität fort und versuchen jetzt, uns mit Arbeitslosigkeit, Hunger und Verelendung auch biologisch auszulöschen. Wenn sich das griechische Volk nicht vereint erhebt um sie zu aufzuhalten, ist die Gefahr der Auslöschung Griechenlands existent. Ich siedele sie in den nächsten zehn Jahren an. Von uns wird nur das Andenken an unsere Zivilisation und unsere Kämpfe für die Freiheit verbleiben.

Bis 2009 gab es kein ernsthaftes wirtschaftliches Problem. Die großen Wunden unserer Wirtschaft waren die unangemessen Aufwendungen für den Kauf von Kriegsmaterial und die Korruption eines Teils des politischen und finanzvolkswirtschaftlichen Raums. Für beide dieser Wunden waren jedoch auch die Ausländer mitverantwortlich. Wie beispielsweise Deutsche, Franzosen, Engländer und Amerikaner, die aus dem jährlichen Verkauf von Kriegsmaterial Milliarden Euro zu Lasten unseres nationalen Reichtums verdienten. Dieser kontinuierliche Aderlass zwang uns in die Knie und gestatte uns nicht, voranzuschreiten, während er den fremden Nationen Reichtum brachte. Das selbe geschah auch mit dem Problem der Korruption. Beispielsweise hatte die deutsche Siemens eine spezielle Abteilung zur Bestechung griechischer Funktionäre, um ihre Produkte auf dem griechischen Markt platzieren zu können. Das griechische Volk war folglich Opfer des räuberischen Duetts Deutscher und Griechen, die sich zu seinen Lasten bereicherten.

Es ist offensichtlich, dass die beiden großen Wunden hätten vermieden werden können, wenn die Führungen der beiden pro-amerikanischen Machtparteien nicht von korrupten Elementen zerfressen worden wären, die zur Kaschierung des Abflusses des Reichtums (der Produkt der Arbeit des griechischen Volkes war) in die Kassen der fremden Länder in der überdimensionalen Verschuldung Zuflucht gesucht hätten, mit dem Ergebnis, dass die Staatsverschuldung 300 Mrd. Euro, also 130% des Bruttoinlandprodukts erreicht.

Mit diesem Trick verdienten die vorstehend angeführte Ausländer doppelt. Erstens an dem Verkauf ihrer Waffen und ihrer Produkte. Und zweitens an den Zinsen der Gelder, welche sie den Regierungen und nicht dem Volk liehen. Weil – wie wir gesehen haben – das Hauptopfer in beiden Fällen das Volk war. Allein ein einziges Beispiels wird Sie überzeugen. Die Zinsen für den Kredit von einer Mrd. Dollar, den Andreas Papandreou 1986 von einem großen europäischen Land aufnahm, erreichten 54 Mrd. Euro und wurden schließlich … 2010 abbezahlt!

Herr Juncker erklärte vor einem Jahr, dass er den großen Aderlass der Griechen durch die unangemessenen (und erzwungenen) Ausgaben für den Kauf von Kriegsmaterial konkret von Deutschland und Frankreich festgestellt hatte. Und folgerte, dass uns die Verkäufer so in die sichere Katastrophe führen. Er gesteht jedoch ein, dass er zu keinerlei Handlung schritt, um nicht den Interessen der befreundeten Länder zu schaden!

2008 gab es die große Wirtschaftskrise in Europa. Es war zu erwarten, dass auch die griechische Wirtschaft in Mitleidenschaft gezogen wurde. Der Lebensstandard, der hoch genug war, um unter den 30 reichsten Ländern der Welt eingeordnet zu werden, blieb allerdings grundsätzlich der selbe. Es gab aber einen Anstieg der Staatsverschuldung. Die Staatsverschuldung führt jedoch nicht zwangsweise zu einer Wirtschaftskrise. Die Schulden großer Länder wie beispielsweise der USA und Deutschlands belaufen sich auf Billionen Euro. Das Problem ist, ob wirtschaftliche Entwicklung und Produktion existieren. Dann kann man bei den großen Banken Kredite mit einem Zinssatz von bis zu 5% aufnehmen, bis die Krise vorbei geht.

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  1. Yoss Neuman
    15. Februar 2012, 05:26 | #1

    etwas beschränkte sichtweise, die zeigt, dass alter nicht vor dummheit schützt. internationale verschwörung? erpressung? die böse EU, die guten russen?
    genau diese art hohlen pathos verhindert eine realistische selbstwahrnehmung. schuld sind immer die andern, das ist ja teil der griechischen krankheit.
    die erkenntnis, dass nicht die deutsche nazi-kanzlerin, sondern eigene kurzsichtigkeit und gier zum schuldenberg führten, ist ein unausweichlicher erster schritt, um der misere zu entkommen. das entwickeln persönlicher integrität und ökonomischen hausverstandes ist in einer gutteils korrupten gesellschaft schwer, aber im bereich des möglichen. die öffnung hin zu liberaleren, aufgeklärteren kulturen ist durch die internationalen medien in reichweite. jeder grieche kann sehen, wo er steht, dafür braucht es keine einpeitscher aus verqueren berufsverbänden und keine ewiggestrigen.

  2. Pi_der_Grieche
    15. Februar 2012, 07:31 | #2

    Natürlich hat Theodorakis seine Worte, die übrigens hier nicht sehr gut ins Deutsche übertragen wurden, mit einem Gefühl der Verzweiflung und im patriotischen Überschwang geschrieben. Ihm allerdings beschänkte Sichtweise zu unterstellen und das auch noch seinem hohen Alter anzurechnen und ihm damit die politische Erfahrung abzusprechen , ist pure Gehässigkeit, die aus einer inzwischen bereits gefährlichen Unwissenheit entsteht.

    Wie man aus dem Kommentar von Yoss Neumann erkennen kann, hätte man das Geld in die europäische Bildung stecken müssen, anstatt es sinnlos in zweifelhafte Rettungsschirme zu werfen.

  3. miks
    15. Februar 2012, 08:42 | #3

    von was für einem reichtum spricht er eigentlich???

  4. Widukind
    15. Februar 2012, 08:45 | #4

    Der Beitrag von Yoss Neuman zeigt mir schon am Namen so in etwa, woher der Wind weht. Neuman und nicht Newman und auch nicht Neumann. Dieses eine N erinnert mich so an Goldman. Und wie sagt der CEO von Goldman-Sachs, Lloyd Blankfein? „Ich bin ein Banker, der Gottes Werk verrichtet“. Ist ja wohl unschwer zu erraten, welcher Gott hiermit gemeint ist.

    Informieren Sie sich, wie Griechenland von Goldman-Sachs mithilfe von CDS (Credit Default Swaps) und griechischen Verrätern in diese Lage gebracht wurde.
    http://www.t-blog.de/blog/faul-ouzo-schlurfende-olivenkern-spuckende-griechen/
    http://bueso.de/node/5093

  5. Holger Lippert
    15. Februar 2012, 08:55 | #5

    ….großartig! Was haben gerade wir Deutschen – SS und Wehrmacht – den Griechen angetan! Und nun soll mit deutscher “Konsequenz“ und mit Wuergezinsen eine “Talfahrt“ gebremst werden, die durch den “Expirtweltmeister“ mit bewirkt wurde. – Und wir haben die Stirn, uns als Vergleichs- oder Konkursverwalter aufzuspielen! Pfui Kuckuck!!!

  6. Maria P.
    15. Februar 2012, 09:01 | #6

    @Yoss Neuman ,
    vollkommen richtig! Und, ich wage es sogar zu sagen dass, wegen so solche „Aüßerungen“, hat in Athen, letztens, gebrannt! oder waren es die deutscher die, das „angeordnet“ haben?
    Dass wir in den puren Kapitalismus leben, glaube ich zweifelt keinee aber, die andere für die Misere in meinem Haushalt verantwortlich zu machen, ist nicht nur dumm, ist tatsächlich beschränkt!

  7. Bernd
    15. Februar 2012, 09:02 | #7

    Aus wirtschaftspolitischer Sicht könnte er recht haben. Aber: es war mit größter Sicherheit geplant, dass man beginnt mit Griechenland ein weiteres Billiglohnland aufzubauen. Ein Baustein dazu war, dass man die Wirtschaft „vernichtet“. Und der nächste Baustein, das Neuwachsen aus dem Nichts auf ein Niveau „-1“; und die Bürger werden es bejubeln, weil etwas mehr als Nichts zu haben fast als Erleichterung empfunden wird.

    Freunde, hier findet ein perfides tiefenpsychologisches Spiel statt, in dessen Mittelpunkt der verblödete Bürger steht, manipulierbare Masse für die, die das Spiel und die Spielregeln bestimmen.

    Übrigens: je mehr mir das klar wird, je deutlicher wird mir, dass Exzesse eingeplant sind, sie sind fester Bestandteil dieses Spiels!

    Und warum klappt das Ganze? Weil von der Bürgeropposition NIEMAND nur annähernd ein gesellschaftliches Gegenkonzept hat, NIEMAND nur annähernd die Regierungsfähigkeit hat, NIEMAND nur annähernd eine menschliche Größe hat.

    The show will go on.

  8. janz
    15. Februar 2012, 09:11 | #8

    Merkst du denn nicht das griechenland nur der anfang der merkelschen politik ist, die völker europas zum wohle, des großkapitals auszupressen wie die zitronen. leute wie du, werden erst wach wenn sie selbst aus mülltonnen fressen müssen. du scheinst nicht zu begreifen, dass der zweite rettungsschirm wieder einmal nur den verbrecherbanden der banken zu gute kommt, und nicht dem griechischem volk. aber villeicht bist du ja selbst banker. anscheinend findest du auch gut, dass unsere ackermann freundin in china geradezu hündnisch zu kreuze kriecht, und um kohle für die zockerbanden zu betteln. Mit dem ergebnis,das uns die chinesen aufkaufen werden, um auch hier die chinesischen Hungerlöhne einzuführen. dann hat merkel ihr ziel erreicht!

  9. Georg
    15. Februar 2012, 09:30 | #9

    Deutschland kann auf Vieles Stolz sein und muss sich für Vieles schämen, das gilt auch für meine Heimat Österreich.

    Wenn die Herrenrasse mit laufenden Kameras italienische Campingplätze bewertet und den Autofahrern in Istanbul das Leben mit einem TÜV verdriest, muss sie sich über Ablehnung nicht wundern.

    Griechenland ist ein liebenswürdiges Land mit ebenso liebenswürdigen Menschen. Die Aufforderung des britischen Premiers, nicht wegzulaufen, wenn das Haus des Nachbarn brennt, sondern dazubleiben und zu helfen, wird von allen klugen Menschen mitgetragen, auch ausserhalb Europas.

    Hilfe im Sinne einer Germansierung Europas ist da ebenso der falsche Weg, wie die Entsendung eines Gauleiters nach Athen; darauf können die Griechen, wie alle anderen Europäer auch, herzlich pfeiffen.

    Lasst die Griechen Griechen sein und helft den Griechen dabei, ihren eigenen Weg zu finden!

  10. Leo
    15. Februar 2012, 09:39 | #10

    Ich kann das nur auf das fortgeschrittene Alter dieses großen Komponisten zurückführen.
    Verständnis für seine wirren Ausführungen kann ich beim besten Willen nicht aufbringen.

  11. Philipp
    15. Februar 2012, 09:46 | #11

    @Yoss Neuman
    Herr Neumann, haben Sie den Artikel nicht gelesen? Oder wie kommen Sie auf Ihre, voller Pathos vorgetragene Selbstwahrnehmung, die ohne Zweifel Beweis Ihrer persönlichen Integrität und Ihres herausragenden ökonomischen Hausverstandes ist, was für Sie in einem liberalen, aufgeklärten Kulturumfeld dank internationaler Medien aber auch wirklich kein Kunststück zu sein scheint. Jeder kann sehen, wo SIE stehen, Herr Neumann. Sie auch?

  12. Nobody
    15. Februar 2012, 10:07 | #12

    Bleibt nur zu hoffen, dass Herr Mikis Theodorakis auch immer seine Steuern gezahlt hat.

  13. Ottfried Storz
    15. Februar 2012, 10:19 | #13

    Das ist „best of“ griechische Verschwörungstheorien:

    1) Schuld sind IMMER die anderen.

    2) Das Geschehen der Welt kreist um Griechenland, d.h. fast alle anderen 7.000 Millionen Menschen (=99,86 Prozent der Weltbevölkerung) machen sich immer nur Gedanken, wie sie die 11 Mio Griechen (= 0,14 Prozent Weltbevölkerung) maximal schaden können.
    Korruption kommt eigentlich nur von außen (war Theodorakis mal in einem Krankenhaus ….).

    3) Die Familie Papandreou ist eigentlich nur in Griechenland, um dem Land maximal zu schaden. Kurios auch die Behauptung mit den rechnerisch über einhundert Prozent Zinsen: „Die Zinsen für den Kredit von einer Mrd. Dollar, den Andreas Papandreou 1986 von einem großen europäischen Land aufnahm, erreichten 54 Mrd. Euro und wurden schließlich … 2010 abbezahlt!“.

  14. P.Zwegat
    15. Februar 2012, 10:52 | #14

    Ick wusste jar nich, det die jriechische Jeschichte erst 2009 anjefangen hat. Denn muss ick dem Oppa mal ne neue Jeschichte erzehln, wa:
    „Das goldene Jahr 2004 scheint unendlich weit zurückzuliegen. Erst wenige Wochen vor den Olympischen Spielen hatte Otto Rehhagel die griechische Fußball-Nationalmannschaft zum Europameistertitel geführt. Dann die fröhliche, friedliche Olympia-Show. Es war das Jahr der Griechen. Es war auch ein Jahr des politischen Wandels. Im Frühjahr musste der sozialistische Premier Kostas Simitis abtreten. Er hatte Griechenland zwar Ende der 90er Jahre in die Wirtschafts- und Währungsunion geführt, aber dafür seinen Landsleuten ein hartes Konsolidierungsprogramm zugemutet. Der Euro war damals populär in Griechenland, die Sparmaßnahmen waren es nicht. Und so servierten die Griechen Simitis ab und wählten den konservativen Kostas Karamanlis zu ihrem Ministerpräsidenten.

    Die Griechen waren entschlossen, den Euro für sich zu nutzen. Dank billiger Kredite ermöglichte ihnen die neue Währung einen Wohlstand, den sie sich mit der chronisch kränkelnden Drachme nie hätten leisten können. Auch der Staat ließ sich von den niedrigen Zinsen und der erstklassigen Bonität, die das Land als Euro-Staat anfangs besaß, verführen.

    Die Auflagen des Stabilitätspaktes nahm man in Athen nie besonders ernst, zumal niemand den Griechen auf die Finger zu sehen schien. In fünf Regierungsjahren verdoppelte Karamanlis das Haushaltsdefizit von 7,5 auf 15,5 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. Vor allem dadurch, dass er zehntausende Griechen in den Staatsdienst einschleuste und Parteigänger mit Posten versorgte. Es sollte ein Wiederwahlmechanismus sein. Denn der eine Job, den die Regierung einem Getreuen im Apparat bescherte, sicherte der konservativen Partei Nea Dimokratia 30 Stimmen einer Großfamilie. Als Karamanlis 2009 das Finanzdesaster über den Kopf wuchs, ergriff er die Flucht. Er führte Neuwahlen herbei, die er nicht gewinnen konnte. Staatsschulden von 183 Milliarden Euro hatte er 2004 übernommen, Verbindlichkeiten von 325 Milliarden hinterließ er.“
    http://www.tagesspiegel.de/politik/finanzkrise-griechenland-steht-vor-dem-staatsbankrott-seite-2/5442958-2.html

  15. encolere
    15. Februar 2012, 11:22 | #15

    @ Yoss Neumann

    Dem ist entschieden zu wiedersprechen ! Und zwar ihrer etwas eingeschränkter Sichtweise !
    Sicher ist die Steuersituation in Griechenland völlig unbefriedigend, ebenso der völlig überhöhte Rüstungsetat ! Aber ist das wirklich die Ursache für die heutige Situation ?
    Was würden Sie, wenn Sie Grieche wären, arbeitslos und abhängig von der Stütze, empfinden wenn der (Ex-)Exportweltmeister daher kommt und fordert, sie müßten sparen und weniger verbrauchen, obwohl Sie schon am Minimum sind ? Und die Wirtschaft in Hellas bringt dieser deflationistische Sparkurs auf nicht auf die Beine. Irgentjemand hat errechnet, würde die griechische Wirtschaft jedes Jahr 10 % wachsen, sie nur erst einmal die Zinsen bezahlen würden, die Schulden würden sich auch mit diesem Wachstum nicht reduzieren. Ob das so stimmt weiß ich nicht, aber es zeigt zumindest ansatzweise die Dramatik des Situation. Daher auch der bisher halbherzige Versuch eines Schuldenschnittes. M.E. muß eine vollständige Entschuldung her.
    Die Ursache ist allerdings im brachialen Exportkurs der deutschen Wirtschaft zu sehen, und das gegenüber allen EU-Staaten. 50 % geht in die EU. Das hat alle EU-Länder, einschließlich Frankreich, in Bedrängnis, d.h. einem massiven Minus, gebracht. Viele Länder mußten Kredite aufnehmen, meist bei deutschen oder britischen Banken. Nun können Sie natürlich mit der bei uns üblichen und überheblichen Sprechblase antworten, dann hätten sie über ihre verhältnisse gelebt. M.E. gibt es keinen dümmeren Spruch, der die Teilung der Gesellschaft nicht überhaupt berücksichtigt. Die Arbeitslosen in Griechenland oder die Hartz 4-Empänger leben wohl kaum über ihre Verhältnisse. Dazu kommen noch die sogenannten Verpflichtungen in der NATO. Die Deutschen haben Griechenland vorher noch gezwungen zwei U-Boote zu kaufen, und die USA haben noch 200 Panzer verkauft.
    Das nächste ist, daß diese Art von Wirtschafts- und Gesellschaftspolitik allen EU-Staaten aufgezwungen werden soll. Das sieht nach Thatcherismus aus. Diese Frau hatte geäußert, so etwas wie eine Gesellschaft gäbe es nicht. Was den Griechen zugemutet wird ist ein unsozial und gesellschaftszerstörend.
    Daher ist die Äußerung von Mikis Theodorakis nicht nur berechtigt , sondern auch wichtig.

  16. dermitderdickentanz
    15. Februar 2012, 11:25 | #16

    Geistiger Tschihad – Anstatt sich mit seinem Einfluss für einen Neustart in Griechenland einzusetzen – in welcher Form auch immer – Wird mal wieder die Platte „ Wir sind nicht Schuldig, aber wer auch immer, holt uns hier raus „ gespielt. Warum nicht mal zur Abwechslung die Schuld den Marsmännchen zu schieben.

  17. Yass D.
    15. Februar 2012, 11:26 | #17

    @ Yoss Neumann,
    ich kann in dem offenen Brief das nicht erkennen, was Sie vorwerfen. Vielmehr lässt Ihr Kommentar vermuten, dass sie „einer realistische Wahrnehmung“ der Lage nicht fähig sind.
    Ihre dummdreiste Einschätzung , dass die Griechen allein wegen Korruption und angeblich nicht vorhandenen Hausverstandes in die jetztige Lage gerieten, entbehrt jeder Grundlage.
    Nur ein kleines Beispiel, damit auch Sie das denken anfangen:
    Sie wollen sich ein Haus kaufen wollen – sagen wir für 500’000 EUR. Sie Finanzieren 400’000 zu 4%Zins. Nehmen wir weiter an sie verdienen 30’000EUR im Jahr Netto und wollen wenigstens 1% tilgen.
    Rechnung:
    Zinsen: 4% von 400’000 = 16’000
    Tilgung: 1% von 400’000 = 4’000
    Kosten= 20’000; Einkommen 30’000

    Was geschieht, wenn Ihre Kreditwürdigkeit innerhalb drei Jahren plötzlich und unerwartet anders gewertet wird. Ihr Zinssatz steigt auf 8%, oder sie bekommen erst gar keinen Kredit mehr.

    Rechnung nun wie folgt:
    Zinsen: 8% von 388’000 = 31’400
    Tilgung: 1% von 388’000 = 3’880
    Kosten= 35280; Einkommen 30’000

    Ihr Einkommen hat sich nicht verändert (in Griechenland ist das Einkommen von Privathaushalten um MINDESTENS 20% gesunken, oder wegen Kündigung ganz weg gefallen! Ähnlich sieht es beim Staat aus, weil die Wirtschaftsleistung gesunken ist).
    Hoppala! Plötzlich sind sie ohne eigene Schuld überschuldet und Pleite.
    UND? Was machen sie nun? Was sagen sie Leuten, die ihnen vorwerfen, nicht haushalten zu können???

    DAS sind die Gründe der Überschuldung Griechenlands – nicht die Korruption! Diese trägt zwar zu einem gewissen Teil auch dazu bei, dieser ist jedoch weitaus geringer als dargestellt – und, sind wir doch einmal ehrlich: Wie läuft es denn in Deutschland? Da werden Milliarden an Steuern hinterzogen und Geld ins Ausland verschoben und sobald ein Steuerfahnder Banken-CD’s ankauft, wird mal schnell ein Gesetz geschrieben, welches die Nutzung dieser CD jetz und für die Zukunft verbieten soll… Aber HALLO! Bei „uns“ gibt es ja keine Korruption – das ich nicht lache…

  18. Hiltrud Hartmann
    15. Februar 2012, 11:37 | #18

    Lieber Herr Neumann,
    ich lebe seit 30 Jahren in Griechenland. Sind Sie wirklich so naiv, zu glauben, dass z.B. die Afrikaner selbst dafür verantwortlich sind, dass sie trotz reicher Rohstoffe so arm sind? Dass der Irak den Krieg Amerikas verschuldet hat? Dass Strauss Kahn wirklich mit einem Zimmermädchen…? Ich will nicht sagen, dass Theodorakis in allem Recht hat, aber dumm ist er nicht.
    Ich war dumm, als ich hierher kam. Aber ich sehe die in den letzten jahren neu entstandenen Villen gewisser Politiker. Ich habe mit meiner Lehrtätigkeit nie Reichtum anhäufen können, keine eigene Wohnung und ein zwölfjähriges Auto.
    Der kleine Mann ist immer derjenige, der diese Villen jetzt mit seiner Arbeit bezahlen muss.

  19. Max
    15. Februar 2012, 11:50 | #19

    „Das griechische Volk ist anarchistisch und schwer zu bändigen. Deshalb müssen wir tief in ihre kulturellen Wurzeln stossen. Vielleicht können wir sie dann zur Konformität zwingen. Ich meine natürlich in ihre Sprache, ihre Religion, ihrer Kultur und historischen Reserven stossen, damit wir ihre Fähigkeit sich zu entwickeln neutralisieren können, um sich zu unterscheiden, oder sich zu erhalten, um sie damit als Hindernis bei unseren strategisch wichtigen Plänen im Balkan, im Mittelmeer und im Nahen Osten zu entfernen.“

    Henry Kissinger vor verbürgten Zeugen 1974

    dies ist nur der Testfall ,ob die NWO Strategen auch Resteuropa so in die Hand bekommen könnten. Dem wird man wahrscheinlich nur Herr werden, wenn man sich wieder der Methoden eines Marat oder Robespiere gegen die Volksfeinde bedient, und spätestens nach dem richtigen Chrash könnte dies der Fall sein

  20. Elgreco
    15. Februar 2012, 12:01 | #20

    Beschränkte Sichtweite und Dumm? Bestimmt nicht, vielleicht ein bißchen zu viel Pathos, daß sicherlich. Dennoch gibt es in seinem Text genug Fakten, die so mancher nicht gerne hört. Bravo Theodorakis, weiter so.

  21. Das Sprachrohr
    15. Februar 2012, 12:30 | #21

    @Yoss Neumann

    Und zum „Neumann Syndrom“ gehoert es gelesene Dinge nicht zu verstehen bzw. so umzubauen oder aufzufassen wie es einen am besten passt.

    Zitiere mir bitte die stelle, wo im Brief stehen sollte dass Griechenland nichts damit zutun hat…

    Haettest du den Brief durchgelesen, haettest du auch die zeilen mit der korruption gelesen!

    Aber es liegt solchen leuten wie dir leider im Blut auf alles und jeden seinen minderbemittelten Senf hinzuzufuegen.

    Ich hoffe dass nicht soviele Menschen mit dem „Neumann Syndrom“ frei herumlaufen, denn das waren und sind die ersten, die in den Krieg gegen unschuldige Voelker ziehen weil Sie den Sachverhalt nicht verstehen.

    Jetzt hast du es gelesen, antworten werde ich dir aber trotzdem nicht da es sonst in eine endlos diskussion mit verdummten Quellangaben, Unterstellungen und eventuell mit veroeffentlichung von nicht vorhandenen wissens enden wird.

    Bringen tut es nichts.
    Und die Zeit habe ich auch nicht mit unbelehrbaren zu kommunizieren…

    Warum habe ich eigentlich geantwortet, obwohl es eh nichts bringt….? Das frag ich mich auch…

    Schuetze uns vor der globalen verdummung der unwissenden…

    Herr Mikis Theodorakis wird wohl in seinem 86-Jaehrigen leben mehr gesehen und erlebt haben als ein „Yoss“… komm erstmal in seine Position und dann kannst du weiter herum quaken – klar im Vorteil wer lesen und denken kann…

    Histrory ist nicht die staerke von jeden… dies wurde uns heute mal wieder bewiesen!

  22. MaxPayne
    15. Februar 2012, 13:46 | #22

    Ein wirrer alter Mann!

    Im schlechtesten Fall stirbt man, wenn man einen Cocktail aus verschiedenen Drogen und Alkohol einnimmt (siehe Amy Winehouse, Withney Houston).

    Mikis Theodorakis scheint Glück gehabt zu haben, da er im Wahn lediglich ein völlig verdrehtes, aberwitziges Pamphlet zusammengekritzelt hat und glücklicherweise nicht auf die Idee gekommen ist ein Bad zu nehmen oder Auto zu fahren… 🙂

  23. ein halber Grieche
    15. Februar 2012, 14:16 | #23

    Bravo Mikis, ein sehr gute Analyse und ein Brief, der mir aus der Seele spricht. Hier spricht der wahre Patriot und Europäer! Auch mit weit über 80 besitzt dieser Mann noch mehr Verstand in seinem kleinen Finger als viele sogenannte ‚Experten‘. Ich werde ihn ausdrucken und weiterverteilen. Ergänzend dazu möchte ich (insbesondere auch für diejenigen Kleingeister, die immer noch nicht an eine politische Verschwörung glauben und alles einer sog. griech. Unfähigkeit unterstellen) noch anfügen: Europa ist ein kulturell und ökonomisch differnzierter Raum. Kulturell haben wir uns gegenseitig beeinflußt und teilen Grundwerte. Ökonomisch gesehen, sind wir nicht gleich stark – und das können bzw. müssen wir auch nicht. Deutschland im Herzen Europas ist anders beeinflußt und gefordert, als periphere Länder. 80 Millionen Menschen haben mehr Kraft, als 10 Millionen. Ein Land mit einer starken und seit dem 19 Jh. bestehenden industriellen Tradition und entsprechenden Know-how wirtschaftet anders, als ein Land mit agrarisch-mittelständischer Tradition. Vergessen sei dabei übrigens auch nicht, dass es die USA waren, die das in Trümmern liegende Europa ökonomisch stützten und insb. Deutschland zum Bollwerk gegen den sowjet. Einfluß im Osten umwandelten; hierzu wurde massiv investiert, die es Deutschland ermöglichten, wieder Tritt zu fassen (Marshall-Plan). Aber das ist eine andere Geschichte, die gerne vergessen wird. Zurück zu Griechenland: man wußte in Brüssel, Paris und Berlin bereits vor der Einführung des Euro, dass ein kleines Land, dass nur 3% am Gesamt-BIP in der EU leistet, nicht imstande sein würde, die Unmengen an Waffenlieferungen zu finanzieren und dafür gegebene Kredite zurückzuzahlen. Im Gegenteil, man forcierte die Lieferungen und exportierte allerlei deutsche Produkte in die peripheren Regionen Europas und warf auch noch billige Kredite hinterher, damit diese Produkte verkauft werden konnten. Was für eine vollkommen schizophrene Politik! Das diese Rechnung nicht aufgehen würde, und die immens auswuchernden Zins und Zinseszins-Verpflichtungen nicht mehr kontrollierbar sein würden, muß jedem Dorftrottel bekannt gewesen sein. Aber es wurde nicht interveniert – und darin liegt die auch eine erheblice Schuld Brüssels und seiner unfähigen Wirtschaftsberater. Oder soll man hier nicht doch bewußt Vorsatz unterstellen? Aber das Spiel ging noch weiter und wurde sogar noch krimineller: korrupte Eliten, die das Geld aus Griechenland absaugten wurden in die Schweiz, nach England, nach Lichtenstein und sogar nach Deutschland gelockt, um ihr durch Korruption und Bestechung erworbenes Vermögen dort zu investieren. Das diese “Eliten“ das Geld jemals wieder in ihrer Heimat rückinvestieren werden, ist wohl nicht mehr zu erwarten. Hier muß also die Justiz einschreiten und das bald und hart!
    Großbanken und Zocker verdienen sich eine goldene Nase; währenddessen läuft über die großen Medienkonzerne (allesamt Freunde der global vernetzten Eliten) eine schmierige Hetzkampagane, die ein ganzes Volk als betrügerisch diskreditiert und kübelweise Schadenfreude auskippt. So funktioniert der Zocker-Kapitalismus: Eliten grasen alles ab, zurück bleibt das darbende Volk, dass sich im Elend gegenseitig die Köpfe einschlägt oder entkräftet zu Sklaven machen läßt. Irgendwann kehren die Zocker nach Griechenland zurück und lösen die Reste des Landes auf. Das ist nicht das Europa was wir wollen, dass ist ein gefährlicher Blindgänger, der uns alle noch um die Ohren fliegen wird.
    Griechen, haltet zusammen und wehrt euch gegen die Verbrecher und schützt die Demokratie! Irgendwann wird es auch der Rest Europas danken!

  24. Xerxes
    15. Februar 2012, 14:23 | #24

    So sehr ich diesem Mann schätze, das ist pures Geschwätz. Da zeigt sich wieder Godwin´s Law, je länger man diskutiert, desto wahrscheinlicher ist, dass einer aufsteht und einen Nazi-Vergleich rauskramt. Halten wir also fest, schuld sind alle, nur der arme Grieche nicht. der wurde förmlich gezwungen Waffen zu kaufen und wird es noch…. Aber was soll man von einem Land erwarten, das vom Steuernzahlen nichts hält, die Reichen immer Reicher werden, sauer ist weil Tote keine Rente mehr bekommen und in dem es überproportional öffentlichen Dienst gibt, indem man, wen man etwas will Geldkuverts rumschiebt usw. Ich bin der Meinung, die Griechen haben Recht, man sollte sie endlich in Ruhe lassen, sie sollen alleine auf die Beine kommen, dieses Gejammere kann ich nicht mehr hören. Deutsche müssen seit Jahrzehnten auf Steuergerechtigkeit gerade für Familien warten, und werden vertröstet, dass man das Geld jetzt eher für die Griechen braucht und dann wird gejammert. Einfach bankrott gehen lassen und liebe Griechen, die meisten Deutschen denken bisher so, ihr solltet Frau Merkel hofieren, sie hält euch noch die Stange.

  25. Mich
    15. Februar 2012, 14:57 | #25

    Was für eine bemitleidenswerte Mischung aus Paranoia, Senilität, Selbstmitleid und ideologischer Verblendung eines so verdienstvollen Mannes …
    Leider passt dies zum gegenwärtigen Alptraum Griechenland.

  26. 0177translator
    15. Februar 2012, 15:32 | #26

    Ja, die Erinnerung an sie wird bleiben. Und daß sie die Mathematik erfunden haben. Und neu erfunden. Ich wünschte mir nur, wir hätten in Deutschland Entscheidungsträger, die auf solche Verbal-Fäkalien angemessen reagieren, anstelle dieser Berufs-Nationalmasochisten in Form der heutigen Protektoratsverwaltung. Von Nikita Chruschtschow stammt der Ausspruch, daß „nicht einmal ein Schwein in den Trog scheißt, aus dem es frißt“. Ist es müßig, die Welt daran zu erinnern, daß Rußland (unter Präsident Jelzin) noch die Zarenanleihen von vor dem 1. WK bedienen mußte? Und daß wir Deutschen den Versailler Vertrag auf’s Auge gedrückt bekamen (260 Mia. Goldmark, zu zahlen bis 1989) für einen Krieg, den andere gegen uns losgetreten haben?

  27. Tayssen
    15. Februar 2012, 16:01 | #27

    Ich stimme Yoss Neuman zu immer sind die anderen schuld!!!!? Nicht nur das alle GR. wussten was los ist ( korrution) Jeder zog sein vorteil da raus… Meine meinung ist GR Raus aus der EU!!! Und neu anfangen es tut mir leid für die die es nicht verdint haben aber das ist der kleinste teil….. sorry ich bin GR. und ich weiss wo von ich spreche…
    Ps. Zu Mikis Theodorakis man soll nicht wasser predigen und wein SELBER tringen…

  28. oram
    15. Februar 2012, 18:47 | #28

    lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende ! also lieber bankrot gehen (wie damals Island und Argentinien) und dann neu mit einer eigenen Währung wieder beginnen. Nur so geht es und Griechenland wird wieder seine würde zurückerhalten. Hingegen mit der Troika wird das land ausgeplündert und die menschen werden versklavt und es wird jahrzehnte gehen, bis sich griechenland wieder erholt wenn überhaupt. Die troika wird alles ausplündern und ausrauben, die schönsten gebäude, die besten grundstücke, alle öffentlichen firmen und institutionen privatsieren, telekom, bahn, flughäfen, strassen, hafenanlagen,elektrizität, die schönsten inseln, die besten hotels und bungalows,alle stiftungen, alles wird in den händen der internationalen heuschrecken landen und es gibt keine möglichkeit mehr dies je wieder zurückzuerhalten. Griechenland hat wunderschöne inseln, meere, strände, buchten, etc. Ein paradies für touristen und lebensqualität für die einheimischen, und davon können sie leben, bescheiden aber gut. Die troika und die verräter liegen wie ein riesiges schwarzes ungeheur auf dem volk und traumatisieren es sodass es parallisiert wird und nicht weiterkommen wird. Das hat griechenland nicht verdient !

  29. Apateonas
    15. Februar 2012, 18:53 | #29

    conspiracy theory reloaded:
    NEU 1. Es begann 1975!
    D.h. die Verschwörung ist jetzt schon mindestens 36 Jahre alt, oder kennt er sein eigenes Alter nicht mehr ? (1. Satz vom Thema: „Der heute 84-jährige“ / letzter Absatz Text: „Heute bin ich 87 Jahre“ alt…er wurde geboren am 29.07.1925 ?)
    NEU 2. Dass G.Papandreou, der ja 1952 in Amerika geboren wurde, als Alien auf Area 51 abgeworfen wurde, um im Jahr 2008, von Ausserirdischen Mächten (oder deutsch-französisch-amerikanischen etc.) gelenkt, das griechische Volk dem Untergang weihen sollte.. so oder ähnlich.

    Wenn der Hr. Thodorakis 1990 ins Parlament gewählt, und unter der Regierung Mitsotakis als „Minister ohne Geschäftsbereich“ gedient hat, frage ich mich ob er vielleicht an dem ganzen auch beteiligt war (…Verschwörungstheorie…?)?
    Warum stellt er eigentlich keine Reparationsforderungen an die Türken? Die waren ja schliesslich von 1456-1821 hier und mit dem angeführten Beispiel von D hochgerechnet, wären das ja dann ungefähr 60834 Milliarden Euro, ohne Zinsen!
    Das interessanteste an seiner Demagogie ist aber, der immerhin vorhandene, Lösungsansatz:
    „Dass eine andere Lösung existiert. Und diese ist, radikal den Kurs unserer Nation zu ändern und uns Russland zuzuwenden, für eine wirtschaftliche Kooperation und die Bildung von Konsortien, die uns bei der Hervorhebung des natürlichen Reichtums unseres Landes zu Konditionen helfen werden, welche unsere nationalen Interessen gewährleisten.“
    Dann wäre der nächste Präsident, äh Oligarch Griechenlands also Hr. Putin?
    Ich geh schon mal die Oligarchen Internationale üben..

  30. admin
    15. Februar 2012, 19:09 | #30

    Apateonas :

    … (1. Satz vom Thema: “Der heute 84-jährige” / letzter Absatz Text: “Heute bin ich 87 Jahre” alt …)

    Danke für den Hinweis, der Übertragungsfehler wurde korrigiert.

  31. Hiltrud Hartmann
    15. Februar 2012, 19:28 | #31

    Einiges ist sicherlich übertrieben, oder, wie weiter oben gesagt wird, zu viel Pathos. Und das mit Russland ist natürlich ganz fehlgeleitet. Aber wenn es eine Verschwörung ist, dann kommen sowieso alle europäischen Staaten nach und nach dran…

  32. Ottfried Storz
    15. Februar 2012, 19:31 | #32

    An Originalität und Weltfremdheit nicht zu überbieten ist sein „“Lösungsvorschlag““:
    (Zitat)
    „Dass eine andere Lösung existiert. Und diese ist, radikal den Kurs unserer Nation zu ändern und uns Russland zuzuwenden, für eine wirtschaftliche Kooperation und die Bildung von Konsortien, die uns bei der Hervorhebung des natürlichen Reichtums unseres Landes zu Konditionen helfen werden, welche unsere nationalen Interessen gewährleisten.“

    Ich gehe JEDE Wette ein, dass Russland Griechenland NICHT hunderte Milliarden Euro Kredit geben wird (wie IWF & EU).

  33. Apateonas
    15. Februar 2012, 19:35 | #33

    @Admin
    Eigentlich müsste es unten und oben 86 Jahre heissen.
    Erst am 29.07.12 sind es 87 Jahre, oder liege ich da falsch?

  34. enttaeuscht
    15. Februar 2012, 20:02 | #34

    Liebe Leute,
    wenn ich irgendwas in der deutschen Presse lese, was mir nicht gefaellt, gebe ich mir zuerst Zeit, frage ich mich, ob sie doch Recht haben koennten, versuche mich zuerst aufzuklaeren und dann bilde ich meine Meinung. Warum tut ihr das auch nicht?Koennte Theodorakis doch in manchen Sachen Recht haben: er begruendet unter anderem, wie unsere Schulden zustande gekommen sind und spricht mit den besten Worten ueber das dt. Volk.

    Es ist leider eine Tatsache, dass die dt. Konzerne hier keine gute Rolle gespielt haben, genauso wie unsere Politiker. Das Geschaeft lief folgendermassen: Die dt. Konzerne, Siemens, Waffenindustriellen und die anderen gaben unseren Potikern Bestechungselder, daher die dicken Rechnungen unserer Politiker auf schweitzer Banken. Dann war der Weg fuer die dt. Konzerne frei. Sie bekamen hier fast alle Arbeitsautraege und Kassierten fuer ihre Dienste und ihre Waren (hauptsaechlig Waffen) das 4-fache als wo anders.Hat etwa das dt. Volk etwas damit zu tun? Naturlich nicht. Es sei denn alle heissen Siemens, Hochtief usw. Fuehle ich mich etwa verletzt, wenn man ueber unsere Politiker und unsere Oligarchen schlecht spricht? Natuerlich nicht, es sei denn ich identifiziere mich mit denen. Amerikanische Firmen bekamen hier kaum Arbeitsauftraege,sie haben dann nach dem Grund gesucht und haben das Siemensskandal ans Licht gebracht. Die Amerikaner also, nicht die Griechen. Warten wir ab. Die Wahrheit kann nicht lange versteckt bleiben. Klaert euch auf.Das macht mich ganz traurig, wenn beide Voelker so mit einander umgehen.

  35. admin
    15. Februar 2012, 20:56 | #35

    @Apateonas
    Falls es dem substantiellen Verständnis dient: In Griechenland ist es üblich, bei der Angabe des Alters in Jahren das noch nicht vollendete Lebensjahr mit einzubeziehen.
    Nachdem bereits der Krümmungsradius von Bananen und Gurken normiert wurde, sollte die Kommission nun vielleicht auch endlich verfügen, dass Altersangaben grundsätzlich nur noch in Sekunden zu erfolgen haben.

  36. Apateonas
    15. Februar 2012, 21:34 | #36

    @Admin
    Danke für die Erklärung, jetzt verstehe ich besser, warum viele Menschen in GR sehr alt werden 😀

    @enttaeuscht
    Ich habe mich gefragt, ob er recht haben koennte..wenn man aber in der internationalen Presse nachforscht und in Geschichte ein wenig aufgepasst hat, kommt man zu einem anderen Schluss.
    Mir gefällt die Darstellung auf beiden Seiten oft auch nicht, aber das ist Leider ein Teil von Demokratie, naemlich Meinungsfreiheit. Von Hr. Theodorakis haette ich eine objektivere Einschaetzung der Lage erwartet, da er ja in Frankreich studiert hat und schon international weit herum gekommen ist. Damit meine ich, dass die Meinungen von Menschen, die ihr Land noch nie verlassen haben, leider oft voreingenommen sind. Das wird dadurch gefördert, wenn man nur eine Sprache spricht, die international fast niemand versteht.

  37. muss sowas sein………
    15. Februar 2012, 21:38 | #37

    Erbsenzähler – wenn man sich aufhält ob jetzt 86 oder 87,
    einen sehr aktiven Mann wie Mikis Theodorakis als alt und senil darzustellen ist eine Frechheit, solche Menschen wie ihn sollte es viel öfters geben……. ich denke, von dem könnten hier Einige viel lernen……. er kümmert sich um Menschen und zeigt Verantwortung, traurig – und zum Dank wird verspottet…
    Manche lernen es wohl erst dann, wenn sie es am eigenen Leib verspüren und die….. die werden dann das größte Geschrei haben, denn die sind es nicht gewohnt Leid zu ertragen, wie es nur 1 Generation vor uns erlebt hat.
    Ja – manche Menschen scheinen ein sehr kurzes Gedächtnis zu haben…..

    Freiheit ist unser wichtigstes Gut,
    auch wenn dies oft belächelt wird –
    merken wir es erst, wenns mit der Freiheit vorbei ist?
    Mikis Theodorakis sieht das in meinen Augen gar nicht so arg verkehrt!

  38. Widukind
    15. Februar 2012, 21:45 | #38

    Schade, daß die Moderation so zeitverzögert arbeitet. Zu vielen Kommentaren gäbe es was zu sagen. Aber einen, den ich positiv sehe, gerade auch für Herrn Theodorakis, möchte ich herausgreifen. Ich danke hier Max für sein Kissinger-Zitat. Dem möchte ich einen Ausspruch Alan Greenspans aus der Zeit vor der Einführung des Euro hinzufügen: „Der Euro wird kommen, aber er wird keinen Bestand haben.“ Jetzt können sich alle mal überlegen, warum denn der Euro überhaupt eingeführt wurde. Sonst wendet Euch an Max.
    Und griechische Politiker, welche diese Krise mit verursacht haben, arbeiten sicher nicht für das griechische Volk, sondern wohl eher für den selben Gott, wie Lloyd Blankfein. Vielleicht bezieht auch Yoss Neuman mit seinem Antigriechenblog sein Salär von Goldman Sachs. Wer weiß.

  39. Dr. P. Hase
    15. Februar 2012, 22:05 | #39

    Lasst doch die armen Griechen in Frieden! Die haben genug Arbeit damit um Panzer zu bestellen und Schützengräben auszuheben um sich gegen die bösen zu verteidigen. Die Griechen sind schneller aus der EU draussen und die Türken drinnen wie man kucken kann. Die Stimmung kippt der Grieche momentan ganz allein und selbst!

    @Yoss Neuman: 100% Zustimmung

  40. B. Schnider
    15. Februar 2012, 22:25 | #40

    Selten so eine verzerrte, demagogische Wahrnehmung gelesen. Theodorakis muss wirklich von Sinnen sein.

  41. Silvio
    15. Februar 2012, 23:00 | #41

    In GR findet Klassenkampf statt: Viele Griechen wehren sich gegen die „Roßkur“ und Auflagen der EU, die „Systemimmanenz“ (Neusprech für „Interessen der Wirtschaft“) gegen die Interessen des Volkes durchsetzen will.
    Theodorakis, der seit den vierziger Jahren sich unter Gefahr für Leib und Leben für „das Wohl des Volkes“ und seit vielen Monaten gegen die EU-Auflagen – s.auch seine Webseite, auch in D – einsetzt, und Glezos, die beiden Nationalhelden in GR, haben völlig recht.
    Auch wenn Pathos und Gefühle mitgeschrieben haben und dazu noch schlecht übersetzt worden ist.
    Wir sollten uns für GR engagieren (auch uns wurde einst mit dem Marshallplan geholfen) und gegen die Interessen der Wirtschaft, Banken und der von ihnen bestimmten Politik(erInnen) und Medien wehren.
    GR kann auch als Blaupause gesehen werden, was für Europa und die Euro-Staaten geplant ist, auch in unserer Zwei-Drittel-Gesellschaft gegen die Interessen des Volkes.

  42. KClemens
    15. Februar 2012, 23:31 | #42

    Dr. P. Hase :
    Lasst doch die armen Griechen in Frieden! Die haben genug Arbeit damit um Panzer zu bestellen und Schützengräben auszuheben um sich gegen die bösen zu verteidigen. Die Griechen sind schneller aus der EU draussen und die Türken drinnen wie man kucken kann. Die Stimmung kippt der Grieche momentan ganz allein und selbst!
    @Yoss Neuman: 100% Zustimmung

    sorry, aber das ist schmarrn. einmal weil griechenland sich theoretisch aus der eurozone verabschieden kann ohne die EU verlassen zu müssen.

    und die türkei kommt niemals in die EU. da sind die löhne schon viel zu hoch um als drohkulisse z.b. der deutschen bevölkerung herzuhalten. darüber hinaus arbeiten die türken sich seit ein paar jahren in eine fette blase hinein. einen auf kreditkartennutzung basierenden wohlstand. hat man vor ein paar jahren noch auf raten im laden sich jeweils ein sofa oder ein fernsehgerät gekauft. haben heute nahezu alle kreditkarten in der tasche und kaufen, daß die schwarte kracht .

    vor ein paar monaten sah sich die türkische bankenaufsicht gezwungen, da mal einzugreifen und hat einem teil der leute die kreditkartenlimits drastisch reduziert.

    von daher wäre die türkei aus sicht der EU-eliten natürlich ein willkommener partner, aber wenn da die kreditkarten-konsumblase platzt, ist schluss mit lustig. soviel zur türkei.

    was griechenland betrifft. griechenland hat mit hilfe von goldman-sachs seine bilanzen schöngerechnet, wie übrigens alle €-kandidaten auch, und das kann niemandem in oberen rängen in der EU verborgen geblieben sein. man hat es in kauf genommen. so wie man es in kauf genommen hat, daß deutschland auch mittels niedriglöhnen ein kräftiges außenhandelspluls in der €- und EU-zone verschafft hat.

    das große problem bei der einheitswährung ist, daß es dann auch annähernd gleiche steuersätze für unternehmen und dienstleistungen die innerhalb dieser zone gehandelt und angeboten werden, geben muss.

    das hat man aber nicht gemacht. und so konnten sich länder wie irland mit niedrigsten steuersätzen und laxer finanzmarktkontrolle zum „irischen tiger“ aufschwingen, nur um ein paar jahre später als bettvorleger zu landen.

    theodorakis mag vielleicht nicht unrecht haben mit seiner sicht der dinge. etwas ähnliches ist übrigens in deutschland nach der wiedervereinigung gelaufen. die systematik hinter solchen aktionen kann man übrigens in einem etwas älteren buch, schocktherapie, von naomi klein nachlesen. das buch mag sicherlich seine schwächen haben, zeigt aber deutlich strategien auf, mit denen man auch noch das störrischste volk in jammernde angsthasen verwandelt.

    hat bei den deutschen anstandslos geklappt, die erstarren ja in der regel schon ich schockstarre, wenn jemand „autobahn“ sagt.

  43. Aufmunterung
    16. Februar 2012, 00:20 | #43

    Liebe Griechen,

    jedes Volk in der EU hat die Politiker, die es sich gewählt hat.

    Wenn nun alles eine Verschwörung gegen Griechenland ist, dann frage ich mich Eines:

    Wo bleiben die aufrechten, stolzen Griechen, die sagen:

    „Wir verlassen die Euro-Zone, wir werden das alleine schaffen und wir wollen selbstständig über alles entscheiden, was unsere Zukunft betrifft“!

    Stattdessen will sich der bisher von mir sehr geschätzte Komponist an die Russen anhängen….

    Dazu fällt mir dann nichts mehr ein.

    Yassas

  44. Widukind
    16. Februar 2012, 01:59 | #44

    Warum ist denn mein Hinweis zum Schuldgeldsystem und der Federal Reserve im Kommentar 38 entfallen? Wenn Geld künstlich aus Schulden generiert wird (fiat money) und in der Endphase dieses Systems immer häufiger Kredite platzen, müssen natürlich immer neue Schulden entstehen, sonst wäre natürlich kein Geld mehr da. Dem Guthaben muß auf der anderen Seite immer dieselbe Menge Schuld gegenüber stehen. Derjenige, der noch in der Produktion steht, der Arbeiter, ist hiervon besonders betroffen. Und das ist natürlich in dem Land, welches nun als erstes in der Eurozone ausgewählt wurde, besonders krass zu spüren.
    90 Prozent dieses Systems sind als Verlierer zu bezeichnen.

  45. propeace
    16. Februar 2012, 02:33 | #45

    „Bravo Mikis, ein sehr gute Analyse und ein Brief, der mir aus der Seele spricht. Hier spricht der wahre Patriot und Europäer! Auch mit weit über 80 besitzt dieser Mann noch mehr Verstand in seinem kleinen Finger als viele sogenannte ‘Experten’. Ich werde ihn ausdrucken und weiterverteilen.“

    Besser könnte zu diesem Thema wohl kaum formuliert werden, deshalb an dieser Stelle noch einmal als Zitat hervorgehoben und danke für die Anregung zum Ausdrucken und Verteilen des Textes.

    Andererseits möchte man fast zu rufen „der Fernseher ist nicht dein Freund“, angesichts, wie ich finde, wunderbarer Paradebeispiele gelungener Gehirnwäsche, die ihren Ausdruck in offenbar seelig unbewusster Selbstbeschreibung finden:

    „etwas beschränkte sichtweise, die zeigt, dass alter nicht vor dummheit schützt. internationale verschwörung? erpressung? die böse EU, die guten russen?“

    „die erkenntnis, dass nicht die deutsche nazi-kanzlerin, sondern eigene kurzsichtigkeit und gier zum schuldenberg führten, ist ein unausweichlicher erster schritt, um der misere zu entkommen…“

    Wirklich, fast alle gängigen Propagandabegriffe kommen vor, wie gewünscht völlig unreflektiert, undifferenziert und ohne jede plausible Begründung, sinnfrei aneinandergereiht wiedergegeben. Bravo, gut aufgepasst, ein Vorbild erfolgreicher Flachbildschulung.

    Angesichts eines komplexen Themas mit infantil trotziger Haltung in Simplifizierungen zu verfallen hilft jedoch niemandem. Eine beschränkte Sichtweise könnte demnach auch in einer nicht ganz vollständig verstandenen Bedeutung des Begriffes Verschwörung begründet sein. Verschwörungen sind in Wirklichkeit real existierende Straftatbestände und klar definiert als geheime Absprachen zum Nachteil Dritter. Wie sollte dieses, als Länderretten getarnte, Ersetzen der Wettschulden des „Pleitekapitalismus“, den es ohne uns schon lange nicht mehr geben würde, geplant und ausgeführt in geheimen Absprachen und zum Nachteil der Bürger, denn wohl sonst genannt werden?

    Leistungslose Einkommen aus Zinsprofiten sind nunmehr genügend eingesackt worden in den letzten Jahrzehnten, – es reicht. Über die Isländer z.B. wird nach deren erfolgreich erteilter Abfuhr an die Finanzextremisten fast nichts mehr berichtet.

    Einige Vorschläge zum Erhalt und Ausbau der europäischen Demokratien bzw. Abwenden der Kapitaldiktatur, am Beispiel Griechenlands:

    – Abwertung der neuen eigenen Währung, unabdingbar und nur möglich durch Abschied von der Falle des gescheiterten Euro, der offensichtlich nur noch als strategischer Hebel zur Zerstörung der europäischen Verfassungsdemokratien benutzt wird, um eine Zentraldiktatur ungewählter Technokraten zu ermöglichen.
    – Streichung der illegalen Schuldforderungen der Finanzindustrie.
    – Finanzpolitischer Neustart, ohne die gnadenlosen Kredithaie vom UNO/IWF und ohne dem Kraken des privaten globalen Zentralbankensystems zu erlauben, in Form einer Filiale, die Fangarme nach dem Vermögen und der Arbeitskraft der griechischen Bevölkerung auszustrecken.
    – Schluss mit einem der Grundübel, der privatbanklichen Kreditschöpfung aus dem Nichts. Unsere Schulden und damit uns, kontrollieren wir selbst.
    – Gewählt werden müssen direkte demokratische Volksräte, bei denen die Macht liegt, um so eine echte Verteilungsreform durchsetzen zu können, damit nicht länger die Armen für die Reichen zahlen und die direkte teilnehmende Demokratie verwirklicht werden kann.
    – Schluss mit dem „Privatisierung“ genannten Ausverkauf des öffentlichen Sektors an ferne Konzernzentralen, denn soll eine neue Regierung nicht schon bei Amtsantritt abgedankt haben, muss Substanz vorhanden sein, das öffentliche Eigentum muss also öffentlich bleiben und ausgebaut werden.

    Wer wettet erhält die Gewinne und trägt die Verluste. Doch die Verluste sollen jetzt auf Menschen abgewälzt werden, die darüber in keinerlei Art und Weise und zu keinem Zeitpunkt entscheiden konnten, denn sie wurden ganz offensichtlich auch noch vollkommen falsch informiert.
    Falls sich im Zuge der nun umgehend einzuleitenden strafrechtlichen Ermittlungen ein Verschwörungsverdacht erhärten sollte, würde es in dieser Sache, außer für die Staatsanwaltschaften, vorerst für niemanden mehr etwas zu entscheiden geben. Nichts anderes wird von Mikis Theodorakis in letzter Konsequenz gefordert, mit einer legitimen Theorie, als der möglichen Erklärung dazu.

    „Griechenland ist ein Tatort. Das Volk ist Opfer von Täuschung, Betrug, Schieberei, faulem Zauber. Und – haltet den Kindern bitte die Ohren zu, während ich das sage – eine Bank namens Goldman Sachs hält die „smoking gun“, den unwiderlegbaren Beweis, in der Hand.“
    Quelle: t-blog.de/blog/faul-ouzo-schlurfende-olivenkern-spuckende-griechen
    (Dankeschön Widukind für den Link zu einem Text durch dessen Inhalt vieles verständlicher wird.)

    Was die „Nazi-Kanzlerin“ angeht, so entbehrt diesbezüglich generierte Empörung zwar nicht einer gewissen Komik, dafür jedoch jeglicher Grundlage, sind besagte Vorgehensweisen des organisierten Geldes und ihrer Vertreter, in Zusammenarbeit mit dessen bewaffnetem Arm, doch seit mindestens 200 Jahren bestens bekannt:

    „Es gibt zwei Wege, eine Nation zu erobern und zu unterwerfen. Einerseits durch das Schwert. Andererseits durch Schulden.” – US Präsident John Adams

    Um die griechische Nation zu erobern und zu unterwerfen, kommen die Schulden zum Einsatz, ermöglicht durch Verrat, Betrug und hetzerische Falschmeldungen gegen das griechische Volk.
    Um die libysche Nation zu erobern und zu unterwerfen, kommt das Schwert zum Einsatz, ermöglicht durch Verrat, Betrug und hetzerische Falschmeldungen gegen das libysche Volk.

    Fast scheint es, als sei nun alles möglich und keiner mehr sicher.

    Überall werden schamlos Gesetze gebrochen und sogar der Weltfrieden gefährdet, durch fortgesetzten Bruch des Völkerrechts. Überall wird Echtes durch Fälschung ersetzt, humanitäre Begriffe gegenteilig missbraucht und Tatsachen auf den Kopf gestellt, ins Gegenteil verdreht. Einzelne Menschen, Gruppen und ganze Völker werden mit dreisten Lügen gegeneinander gehetzt, damit sie sich nicht gemeinsam vor ihren wahren Feinden schützen können. Beschützer werden als Angreifer diffamiert, echte Terroristen zu falschen Freiheitskämpfern erklärt und zu Anschlägen gegen die Bevölkerung ermutigt, ausgebildet und bewaffnet. Staaten brüsten sich lautstark damit Terroanschläge in anderen Ländern zu verüben. Wer Konflikte mit Worten lösen will wird erschossen und Verhandlungen werden generell abgelehnt. Doch wer in Athen gegen die Kapitaldiktatur vorgeht, der wird sofort Randalierer genannt. Völkerrechtliche Souveränität und Selbstbestimmung der Völker werden mit militärischen Überfällen einfach niedergewalzt, doch wenn man selbst Ölfelder vor 8000 km entfernten Inseln in Gefahr sieht, dann wird das gerade eben noch als nichtig erachtete Völkerrecht plötzlich wieder ganz wichtig. Gröbste Lügen der Verdummung sind flächendeckend und nur im Internet klingen noch die echten Stimmen der „humanitär“ bombardierten Familien, die um ihre toten Kinder weinen, denen ihre Freiheit genommen sowie ihre Lebensgrundlagen verbrannt und gestohlen wurden und werden.

    Man muss Russland und China wohl kaum ihre Fehler vorhalten, während sie an einer entscheidenden Stelle der Menschheitsgeschichte etwas so vollkommen richtig machen wie, durch Verhinderung des 3. Weltkriegs, für die Menschheit überhaupt erst die Möglichkeit zu eröffnen, weiterhin Fehler machen, also lernen zu können. Unnötig zu erwähnen, dass nach seinen gern und oft hervorgehobenen Werten, dies der Job des Westens wäre. Aber so ist das mit einer Welt die auf dem Kopf steht.

    Mit den täglichen Kopfstandübungen des politisch-medialen Tatsachen-Yoga, auch zu Griechenland, wird es weitergehen, falls wir nicht sagen, dass es so nicht weitergehen kann, bis wir selbst an der Reihe sind.

    Im Namen der echten Demokratie und der echten Menschenrechte!
    Versuchen wir die echte Freiheit uns zu organisieren, demokratisch mit gegenseitigem Respekt, in Solidarität, Zusammenarbeit und Freundschaft! Entwickeln wir Konzepte und Strategien, damit wir etwas haben, um gegenhalten und unsere Lieben vor der Gewalt schützen zu können; der Gewalt der Schulden und der Gewalt des Schwertes. Wir können das, denn kein Volk will Krieg! Doch noch sind es andere, die die Politik bestimmen und von der Macht gebracht werden müssen, damit die Völker selbst die Politik bestimmen können und Frieden gemacht wird. Es sind diese Friedensgegner mit ihren Lakaien und Vasallen, die vom Klassenkrieg sprechen, welcher nun ganz offen gegen uns alle geführt wird.

    Der Kapitalismus in der Existenzkrise wird nicht untergehen, ohne vorher nach innen und außen aggressiv zu werden, ist eine alte historische Erkenntnis, die sich im Moment kaum besser beweisen könnte.

    Niemand hat gesagt, dass es leicht ist, aber wenn wir unsere Prinzipien verlieren, handeln wir nicht mehr als Menschen.

    Nur wer seine wahren Interessen erkannt hat und sich durch nichts desinformieren oder als Bewegung spalten lässt, kann weniger leicht zum Verräter, Mitläufer oder Kollaborateur seiner objektiven Gegner gemacht werden. Die Kapitaldiktatur der wenigen paranoiden Kontrollfreaks wird scheitern. Es stellt sich lediglich die Frage, wie viel Schaden sie bis dahin noch angerichtet haben werden. Das Böse geht an sich selbst zugrunde, denn es besitzt keine eigene Kreativität.

  46. Tayssen
    16. Februar 2012, 10:31 | #46

    @Xerxes
    Bravo gut gesagt…. sehr gut!

  47. muss sowas sein………
    16. Februar 2012, 13:05 | #47

    @propeace

    Lehrreicher Bericht, danke!

  48. Astromeritis
    16. Februar 2012, 14:24 | #48

    Viele Kommentare sind richtig Feindselig gegenüber Griechenland und eines der 9 Opfer der Neonazi Mordserie war Grieche. Was will eigentlich Deutschland von den Griechen? Als Dämpfungsmasse für die Ableitung von Aggressionen des deutschen Duckmäusertums eignet sich Griechenland nicht. Ich schlage vor, wir vergessen einfach Europa. Es sind zu viele unterschiedliche Rassen, Geschichten, Mentalitäten und Deutschland als Führungsmacht Europas ist einfach zu kleinkariert.

  49. Monalisa
    16. Februar 2012, 15:19 | #49

    …aber seine Musik ist unsterblich.

  50. 16. Februar 2012, 18:51 | #50

    Wir muessen diesem Mann zu 100% Recht geben.

    Grusz,

    marreg

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