Iran dementiert Verweigerung von Erdöllieferung an Griechenland

28. Februar 2012 / Aktualisiert: 13. August 2017 / Aufrufe: 628

Aus dem Iran wurde dementierte, eine Rohöl-Lieferung an Griechenland beziehungsweise den griechischen Staatskonzern Hellenic Petroleum verweigert zu haben.

Entgegen einer am Sonntag (26. Februar 2012) von der Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die halboffizielle iranische Nachrichtenagentur Fars bekannt gegebenen Meldung dementierte der Iran, die Ausführung einer Bestellung Griechenlands bzw. des staatlichen Konzerns Hellenic Petreleum über 500.000 Barrels Rohöl verweigert zu haben.

Auch die iranische Agentur ISNA hatte bereits gemeldet, dass kein Öltransport „nach Griechenland oder in irgend ein anderes Land“ blockiert worden sei, während der Funktionär Pirouz Mousavi der iranischen Ölindustrie betonte, dass es bei dem Lieferprogramm keinerlei Änderungen gegeben habe. Im übrigen war die von Reuters in Umlauf gebrachte Information Information bereits auch von der Hellenic Petroleum prompt dementiert worden.

Reuters spricht von Verhandlungen über Ersatzlieferungen

In der Reuters-Meldung lautete es: „Die Tanker, die im Iran eingetroffen waren, um 500.000 Barrels iranischen Rohöls zu übernehmen und zu einer griechischen Raffinerie zu transportieren, kehrten leer zurück, da der Iran die Übergabe des Öls verweigerte. … Amtsträger des Erdölministeriums des Irans kommentierten die Informationen nicht.“ Der Direktor für Public Relations des griechischen Konzerns Hellenic Petroleum, Angelos Stranis, dementierte dagegen in seinen Erklärungen gegenüber der Athener Nachrichtenagentur die Meldung bezüglich der Weigerung des Irans, die Gesellschaft mit Erdöl zu beliefern.

Reuters merkte an, seit dem vergangenen Freitag (24. Februar 2012) Kenntnis davon erlangt zu haben, dass die schweizerische Tochtergesellschaft des Ölkonzerns Total sowie auch die Handelsgesellschaft Mercuria sich in unabhängigen Verhandlungen mit der Hellenic Petroleum befinden, um zu helfen, die iranischen Schweröllieferungen durch entsprechende Lieferungen anderer Ländern zu ersetzen. Laut den selben Quellen könne die Glencore, eine schweizerische Top-Handelsgesellschaft, ebenfalls in der selben Richtung mitwirken.

Der Vollständigkeit halber sei daran erinnert, dass die EU im Januar 2012 beschlossen hatte, den Import von Erdöl aus dem Iran zu stoppen, um Druck auf den Teheran auszuüben, sein Nuklearprogramm einzustellen.

(Quelle: in.gr)

  1. Ariadne
    28. Februar 2012, 09:54 | #1

    Soweit ich mich erinnere hat der Iran gedroht, Öllieferungen nach GB und F zu stoppen. Von GR war nie die Rede. Wenn in der Tat ein griechischer Tanker nicht befüllt wurde, hatte das evtl. andere Gründe. Finanzen?
    Oder wäre es möglich, dass hier lediglich ein Gerücht in die Welt gesetzt werden soll um damit drastische Preissteigerungen in GR zu rechtfertigen?

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