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Archiv für Februar, 2012

Senkung der Mindestlöhne in Griechenland ab März 2012

29. Februar 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.620 1 Kommentar

In Griechenland treten rückwirkend ab Mitte Februar 2012 die Lohnkürzungen in Kraft, welche mit dem neuen Memorandum erzwungen wurden.

Ab dem 01. März 2012 und mit der Möglichkeit zur rückwirkenden Anwendung ab dem 14. Februar 2012 treten in Griechenland auf dem privaten Sektor die von der Troika erzwungen Senkungen der gesetzlichen Mindestlöhne des nationalen Manteltarifvertrags um 22% – 32% in Kraft.

Gesetzliche Mindestlöhne auf Basis des nationalen Manteltarifvertrags in Griechenland
DienstjahreBruttobezüge vor dem neuen Memorandum fürBruttobezüge nach dem neuen Memorandum für
LedigeVerheirateteLedigeVerheiratete
0 – 3751,39 €826,53 €586,08 €644,69 €
3 – 6813,98 €889,12 €634,40 €693,50 €
6 – 9887,98 €963,12 €692,62 €751,23 €
9 und mehr961,97 €1.037,11 €760,34 €808,94 €

Der Vollständigkeit halber sei betont, dass die vorstehend angeführten neuen gesetzlichen Mindestlöhne für Arbeitnehmer ab 25 Jahren gelten, während für junge Arbeitnehmer unter 25 Jahren die Kürzung der Mindestlöhne nicht 22%, sondern 32% beträgt!

Für Arbeitnehmer, die derzeit auf Basis von Branchentarifverträgen entlohnt werden, können die Lohnkürzungen abhängig davon, ob rechtzeitig neue Tarifverträge ausgehandelt und unterzeichnet werden oder nicht, die Lohnkürzungen bis zu fast 50% erreichen.

(Quellen: in.gr, Vradyni)

Zehntausende Firmenschließungen in Griechenland

29. Februar 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 3.105 4 Kommentare

In Griechenland wird mit zehntausenden Firmenschließungen im Jahr 2012 gerechnet, die unter anderem erheblich zum weiteren Anstieg der Arbeitslosigkeit beitragen werden.

In einer Untersuchung des Instituts für Kleinunternehmen, die von dem Zentralen Dachverband der Freiberufler, Gewerbetreibenden und Kaufleute in Griechenland (GSEVEE bzw. griechisch ΓΣΕΒΕΕ) präsentiert wurde, wird notiert, dass im Jahr 2012 wegen der erwarteten Schließung von rund 180.000 Unternehmen die Arbeitslosigkeit um weitere 240.000 Personen steigen wird.

Wie der Präsident des Dachverbands Dimitris Asimakopoulos betonte, befinden sich – in absoluten Zahlen ausgedrückt – von den 743.000 kleinen und mittleren Unternehmen des Marktes 180.000 (24,3%) Unternehmen im „roten Bereich“, während bei weiteren 200.000 Unternehmen (26,9%) die Wahrscheinlichkeit besteht, sich mit der Einstellung ihres Betriebs konfrontiert zu sehen. Zu den hoch gefährdeten Unternehmen (Anteil von mehr als 50%) zählen die Unternehmen mit weniger als zehn Beschäftigten sowie auch jene, die einen Jahresumsatz von unter 100.000 Euro haben.
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Französische Fluggesellschaft bietet Entlassenen griechische Löhne

28. Februar 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 547 3 Kommentare

Eine Französische Fluggesellschaft entlässt Flugpersonal und bietet die Wiedereinstellung bei einer Tochtergesellschaft in Griechenland … zu griechischen Löhnen an.

Die betroffenen Arbeitnehmer – Piloten und Flugbegleiter – sollen demnach wie bisher auf den selben Flugstrecken und Flügen zwischen Frankreich und Griechenland die selben Aufgaben wahrnehmen, jedoch auf Basis der neuen griechischen Tarifordnung entlohnt werden. Die Bezüge eines Piloten reduzieren sich damit von 6.000 Euro auf 3.700 Euro, während Flugbegleiter, deren Grundlohn bei 1.300 Euro liegt, 900 Euro verdienen werden!

Wie die französische Zeitung „Le Parisien“ anführt, hat die Nachricht in Frankreich viele Reaktionen hervorgerufen, da sie als Enthüllung der wahren Pläne der Stäbe in Brüssel gewertet wurde.

(Quelle: Marketbeast)

Anstieg der Viehdiebstähle in Griechenland

28. Februar 2012 / Aufrufe: 322 Kommentare ausgeschaltet

In den kontinuierlichen Anstieg der Viehdiebstähle in Griechenland reiht sich eine neuer Fall ein, in dem 38 Lämmer im Gesamtwert von etwa 2500 Euro gestohlen wurden.

Am Sonntag (26. Februar 2012) wurde in Griechenland erneut ein Viehdiebstahl – diesmal bei Rethymnos auf Kreta – gemeldet. Wie ein 45-jähriger Viehzüchter anzeigte, drangen am Vorabend unbekannte Täter in seinen im Gemeindeteil Akoumion des Gemeindeverbands Agios Vasilios gelegenen Schafstall ein und stahlen 38 Lämmer mit einem geschätzten Wert von insgesamt rund 2.500 Euro.

Es sei angemerkt, dass in Griechenland in letzter Zeit ein beachtlicher Anstieg der – in der Vergangenheit zeitweise sogar mit der Todesstrafe geahndeten! – Viehdiebstähle verzeichnet wird, der speziell hinsichtlich einschlägiger „Kleindiebstähle“ nicht zuletzt auf die wirtschaftliche Not der Bevölkerung zurückgeführt wird.

(Quelle: Zougla)

Sperrung der Bahnstrecke Athen – Thessaloniki in Griechenland

28. Februar 2012 / Aufrufe: 498 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland musste am frühen Nachmittag des 27 Februar 2012 die Bahnstrecke Athen – Thessaloniki wegen eines Erdrutsches bei der Station Asopo gesperrt werden.

Konkret wurde am Sonntag, dem 27. Februar 2012, um 15:30 Uhr der Verkehr auf der Bahnstrecke Athen – Thessaloniki bei Streckenkilometer 203 unterbrochen, nachdem ein Erdrutsch auf die Gleise niedergegangen war und bei dem Bahnhof Asopo ein leerer Personenzug eingeschlossen wurde.

Die an der konkreten Stelle herabgestürzten Erdmassen und Steine blockierten die Bahngleise, was die Entgleisung des leeren Personenzugs zur Folge hatte. Bis zur Wiederherstellung des Bahnverkehrs müssen die Fahrgäste zur Überbrückung des gesperrten Streckenabschnitts an den Bahnhöfen Lianokladi oder / und Tizhorea in Busse umsteigen.

Seitens der Eisenbahngesellschaft OSE vermochte noch nicht eingeschätzt werden, wann der gesperrte Streckenabschnitt wieder freigegeben werden kann, da dies nach der Aufgleisung des entgleisten Personenzugs „dann von dem Umfang des Schadens an den Gleisen und der für die Reparatur benötigten Zeit abhänge“.

(Quelle: in.gr)

Iran dementiert Verweigerung von Erdöllieferung an Griechenland

28. Februar 2012 / Aktualisiert: 13. August 2017 / Aufrufe: 596 1 Kommentar

Aus dem Iran wurde dementierte, eine Rohöl-Lieferung an Griechenland beziehungsweise den griechischen Staatskonzern Hellenic Petroleum verweigert zu haben.

Entgegen einer am Sonntag (26. Februar 2012) von der Nachrichtenagentur Reuters unter Berufung auf die halboffizielle iranische Nachrichtenagentur Fars bekannt gegebenen Meldung dementierte der Iran, die Ausführung einer Bestellung Griechenlands bzw. des staatlichen Konzerns Hellenic Petreleum über 500.000 Barrels Rohöl verweigert zu haben.

Auch die iranische Agentur ISNA hatte bereits gemeldet, dass kein Öltransport „nach Griechenland oder in irgend ein anderes Land“ blockiert worden sei, während der Funktionär Pirouz Mousavi der iranischen Ölindustrie betonte, dass es bei dem Lieferprogramm keinerlei Änderungen gegeben habe. Im übrigen war die von Reuters in Umlauf gebrachte Information Information bereits auch von der Hellenic Petroleum prompt dementiert worden.
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Minister für Zivilschutz in Griechenland tritt zurück

27. Februar 2012 / Aktualisiert: 13. August 2017 / Aufrufe: 262 Kommentare ausgeschaltet

Der Minister für Bürgerschutz in Griechenland, Christos Papoutsis, reichte am Montag, dem 27 Februar 2012 offiziell seinen schriftlichen Rücktritt ein.

Wie der Minister in seinem Schreiben erklärt, will er aus der Regierung ausscheiden, um für den Parteivorsitz der PASOK-Partei zu kandidieren. Premierminister Lukas Papadimos war über die Pläne des Herrn Papoutsis bereits bei dem letzten Treffen vor ungefähr zehn Tagen informiert worden.

Laut Informationen soll am 09/10 März 2012 der Parteikongress der PASOK-Partei stattfinden, bei dem dann am zweiten Tag auch die Kandidaturen für die Nachfolge des bisherigen Parteivorsitzenden Georgios Papandreou bekannt gegeben werden sollen, damit am 18. März 2012 der Wahlgang zur Wahl des neuen Parteivorsitzenden erfolgt.

(Quelle: To Vima)

Pro-Griechische Demonstration vor der deutschen Botschaft in Rom

27. Februar 2012 / Aktualisiert: 13. August 2017 / Aufrufe: 390 1 Kommentar

In Italien brachten vor der deutschen Botschaft in Rom griechische Studenten und philhellinische Demonstranten ihren Beistand an Griechenland zum Ausdruck.

Eine Gruppe griechischer Studenten und Philhellenen schritt am vergangenen Samstag (25. Februar 2012) vor der deutschen Botschaft in Rom mit Spruchbändern wie „Griechenland ist kein verglühender Stern“ und „Griechenland muss eine essentielle Chance gegeben werden“ zu einer symbolischen Demonstration.

Mit ihrer Aktion wollten die die Studenten demonstrieren, dass „außer den Maßnahmen zur Sanierung der Wirtschaft und der Einschränkung der öffentlichen Verschuldung dringend Initiativen auf europäischer Ebene erforderlich sind, damit das Land umgehend wieder auf den Weg des gesunden wirtschaftlichen Aufschwungs gelangt„.

(Quelle: in.gr)

Griechen suchen sogar in Argentinien nach Arbeit

27. Februar 2012 / Aufrufe: 369 Kommentare ausgeschaltet

Auslandsgriechen in Argentinien erhalten derzeit dutzende Lebensläufe aus Griechenland, um bei der Suche nach Arbeitsstellen behilflich zu sein.

Griechische Bürger suchen selbst in Ländern wie Argentinien, die den Alptraum der Staatsinsolvenz durchlebten und sich heute auf einem Kurs des wirtschaftlichen Aufschwungs befinden, nach einer Zukunftsperspektive. Nachdem inzwischen rund eineinhalb Millionen Arbeitslose die Realität in Griechenland reflektieren, ziehen immer mehr Griechen in der Hoffnung auf einen – sei es auch nur bescheidenen – Lebensunterhalt sogar auch eine Auswanderung nach Buenos Aires in Betracht.

Wie die Zeitung „Typos tis Kyriakis“ anführt, verschicken hauptsächlich junge Leute, die ihre Arbeit verloren haben und in Griechenland nicht mehr zu überleben vermögen, in der Hoffnung auf einen Arbeitsplatz in Australien, Amerika oder Kanada nun auch zu Dutzenden Lebensläufe an in Argentinien lebende Griechen.

(Quelle: Newsbeast)

Jugendliche in Griechenland brechen Schule ab

27. Februar 2012 / Aufrufe: 455 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland brechen infolge der Wirtschaftkrise immer mehr Jugendliche die Schule ab, um sich als Kellner und mit sonstigen Jobs in der Gastronomie durchzuschlagen.

Je mehr sich in Griechenland die Rezession vertieft und die Einkommen sinken, desto häufiger sind in den Schulklassen leere Bänke anzutreffen. Nach Schätzungen des Zentrums für Bildungspolitik der GSEE beläuft sich der Anteil der Schulabbrecher auf Landesebene bereits auf 14% und liegt lokal teilweise noch erheblich höher.

Laut einem Artikel der „Real News“ wird der Anteil der Schulabbrecher im Raum von Attika auf 17% geschätzt. Ähnliche Verhältnisse seien auch auf Kreta und den Ionischen Inseln zu verzeichnen, wo Jugendliche anstatt auf Schulhöfen immer häufiger in Cafeterien und Restaurants anzutreffen sein, wo sie sich als Hilfskräfte anbieten, um sich ein Taschengeld zu verdienen und ihre Familien finanziell zu unterstützen.

(Quelle: Newsbeast)