Deutschland bringt Griechenland auf Trab

7. Dezember 2011 / Aktualisiert: 06. März 2015 / Aufrufe: 4.084

Bundeskanzlerin Merkel hat einen Weg gefunden, wie Deutschland den Mitgliedlstaaten des Südens und speziell Griechenland helfen kann, nicht den Anschluss an die EU zu verlieren.

Bundeskanzlerin Merkel hilft Griechenland, nicht den Anschluss an die EU zu verlieren

(Quelle: To Pontiki)

KategorienAllgemein
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  1. 7. Dezember 2011, 11:45 | #1

    😀 Großes Kino das Bild ^^

    Leider ist es realistischer als uns allen lieb ist.

  2. mazu
    7. Dezember 2011, 15:00 | #2

    Und, was soll uns diese antideutsche-antieuropäische Zeichnung sagen: nix.
    Tscha, wer sich nicht bewegt, wird abgehängt…oder wie Gorby mal sagte: wer zu spät kommt, den bestraft das Leben.
    Das hat man halt davon, wenn man in der Bundesliga mitspielen will. Ansonsten zurück in die Kreisklasse, GR.

  3. Andreas
    7. Dezember 2011, 17:28 | #3

    Ja man kann sich wirklich nur wundern, was Admin einem mal wieder sagen will.

    Die Meisten von uns Blogbesuchern sind doch Deutsche, die aus den unterschiedlichsten Gruenden in Griechenland leben, arbeiten und ihre Steuern zahlen. Da wir ausserdem oft nicht das notwendige Wissen, die Verbindungen oder einfach nur die Unverfrohrenheit besitzen um all die hiesigen Lebensvereinfachungstricks auszunutzen, sind wir in der Regel, auch noch die gestraften Doofen die alles korrekt machen und brav ihre Steuern bezahlen.

    Fuer uns ist solch ein Blog eigentlich Gold wert, weil sich hier jemand die Muehe macht uns auf den Stand der tagtaeglichen Veraenderungen und Notwendigkeiten des hiesigen Lebens zu bringen.

    Dafuer auch Vielen Dank. Was aber dieses seit einiger Zeit zu beobachtende German bashing ploetzlich zu bedeuten hat verstehe ich ueberhauptnicht.

    Vielleicht solte Admin lieber einen Muttersprachlichen Blog von Griechen fuer Griechen aufmachen, wo sich der Hass mal so richtig austoben kann.

  4. Helmut K.
    7. Dezember 2011, 18:12 | #4

    Griechenlands Staatsapparat außer Kontrolle

    Ein Bericht der OECD offenbart: Die griechische Verwaltung ist zersplittert und verbrennt seit Jahren Geld. Dem Pleiteland kann nur noch eine „Big-Bang-Reform“ helfen.
    Es waren überraschende Reaktionen für die Fachleute der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD), als sie in Athen Beamte verschiedener Ministe-rien trafen.
    Immer freuten sich die griechischen Funktionäre über die einmalige Gelegenheit, bei den Treffen mit den aus Paris angereisten Fachleuten endlich einmal Kollegen anderer Ministe-rien persönlich zu treffen und über Themen von gemeinsamem Interesse zu diskutieren. Denn gewöhnlich, so stellte sich schnell heraus, haben in Griechenland selbst hohe Ministe-rialbeamte nichts miteinander zu tun.
    Der Mangel an Zusammenarbeit blieb nicht die einzige Überraschung für die OECD-Fachleute, die zum ersten Mal überhaupt erkundeten, wo es in Griechenland hakt. Das er-nüchternde Ergebnis: überall.
    Eine ebenso zentrale wie erschreckende Erkenntnis: Der griechische Regierungschef und seine Mitarbeiter kontrollieren viel weniger als etwa das Bundeskanzleramt. Während in Deutschland, Frankreich oder England der Chef des Bundeskanzleramts, des Pariser Präsi-dialamtes oder des englischen Premiers gewöhnlich jede Woche die Staatssekretäre der führenden Ministerien trifft, um Regierungssitzungen vorzubereiten oder Entscheidungen umzusetzen, sieht der Generalsekretär der griechischen Regierung hohe Beamte der Minis-terien nur zwei Mal im Jahr für wenige Stunden.

    Riesiger Verwaltungsapparat zerstört jeden Fortschritt

    „Das Zentrum der Regierung hat weder die Autorität noch die Kapazität, den Schlüsselminis-terien eine gemeinsame Politik aufzuzwingen“, so die OECD. Ein Großteil der Macht liegt in Griechenland nicht beim Regierungschef, sondern bei den 14 Ministerien, die in der ganzen Hauptstadt über Hunderte Gebäude verteilt sind. Die meisten griechischen Beamten pflegen nicht einmal das Gespräch mit Kollegen im eigenen Haus. Dazu passt, dass vier Fünftel aller griechischen Ministeriumsgebäude nicht einmal über ein Sitzungszimmer verfügt.
    Griechische Beamte sind gewöhnlich nicht nur von vielen Kollegen weit entfernt. In griechi-schen Ministerien fehlen auch zentrale Datenbanken ebenso wie ein übersichtliches, zu-gängliches Zentralarchiv.
    Die griechische Verwaltung „hat nicht die Gewohnheit, Akten zu führen, oder die Fähigkeit, Informationen aus Daten herauszulesen – wenn Daten überhaupt vorhanden sind“, stellen die Fachleute trocken fest. Der Mangel an Systematik ist umso fataler, als die Zuständigkei-ten im Verwaltungsapparat ständig geändert werden.
    Der griechische Regierungsapparat krankt an extremer Aufsplitterung: Jedes Ministerium vereinigt durchschnittlich 439 verschiedene Strukturen auf sich – Folge jahrzehntelanger Klientelpolitik, bei der sowohl Sozialisten wie Konservative Gefolgsleute gern mit Führungs-posten belohnten und dafür neue Abteilungen, Institute, Schulen oder Forschungsinstitute schufen. Die meisten Abteilungen haben nur zwei oder drei Mitarbeiter.
    Ein Fünftel gar besteht nur aus dem Abteilungsleiter. Die Folgen des innerbehördlichen Wirrwarrs, mangelnder Qualifikation und einer „Silo-Mentalität“, die nur die eigene Abteilung im Blick hat: Gesetze werden in engem Kreis verabschiedet – in der Regel, so die OECD, ohne zuvor „Folgen für die reale Welt“ wie etwa die Kosten zu klären. Das vernichtende Fazit der OECD: „Der zentralen Verwaltung als Ganzes fehlen die praktischen Werkzeuge, die Kultur und die Fähigkeit, aufeinander aufbauende Politik anzustoßen, umzusetzen und zu überwachen.“

    Ministerien haben freie Hand

    In der Tat: Wer den Bericht liest, versteht besser, warum in Griechenland nicht einmal der Mechanismus des Staatshaushaltes funktioniert, des zentralen Gesetzes jedes Staates. Statt sich an Vorgaben von Finanzminister oder Premier halten zu müssen, konnten griechische Ministerien bisher Ausgabenpläne nach eigenem Gutdünken aufstellen. Die Mitarbeiter des Finanzministeriums sind mehr damit beschäftigt, die absurdesten Forderungen herunterzu-schrauben, als substantiell ganze Ausgabenfelder zu prüfen.
    Die Folge: Oft sind die tatsächlichen Ausgaben später gut fünf Prozent höher als vom Haus-halt erlaubt. Umgelegt auf Deutschland hieße das, das Ministerien und Bundesbehörden jedes Jahr über 15 Milliarden Euro mehr ausgeben, als im Bundeshaushalt genehmigt.
    In Griechenland hat diese Schrankenlosigkeit keine Folgen: Weder wird ein Nachtragshaus-halt verabschiedet, noch werden Sanktionen ergriffen. Im Juli beschloss das griechische Par-lament erstmals überhaupt einen mehrjährigen Finanzplan und Ausgabengrenzen für die Ministerien. Für das auslaufende Jahr brachte dies freilich nichts: Wieder waren die Ausga-ben deutlich höher, als im Haushalt festgeschrieben.

    Keiner weiß, wie groß der Staatsapparat ist

    Nicht klären konnte der Bericht, wie groß der Staatsapparat in Griechenland eigentlich ist. Knapp 1,1 Millionen – fast ein Viertel aller arbeitenden Griechen – werden vom Staat be-zahlt, es können aber auch bis zu 1,5 Millionen sein. Die genaue Anzahl klären auch die OECD-Fachleute nicht. Gleichwohl lassen sie es nicht an Deutlichkeit fehlen.
    Um die in „etlichen Jahrzehnten aufgebaute Dysfunktion des griechischen Staatsapparates aufzubrechen, reichten keine vereinzelten Reformschritte. Einziger Ausweg sei ein Großer Wurf, eine „Big Bang-Reform“, um den Stillstand aufzubrechen, der praktisch den gesamten Staatshaushalt durchzieht.
    Dies erfordere „starkes Engagement auf höchster politischer Ebene und ein bedeutsam ge-stärktes Zentrum der Regierung, die Beteiligung und Unterstützung aller Parteien inner- und außerhalb der Regierung“, etwa der griechischen Gewerkschaften. Wie ein solcher großer Wurf angesichts der griechischen Realität funktionieren soll, ist offen.

    http://www.welt.de/wirtschaft/article13755579/Griechenlands-Staatsapparat-ausser-Kontrolle.htm

    Es gibt viel zu tun, packen Sie es an.

  5. admin
    7. Dezember 2011, 18:31 | #5

    @Andreas
    Die Beiträge und speziell auch diese Karikatur reflektieren aktuelle Stimmungen und Strömungen in Griechenland, die der Öffentlichkeit in Deutschland von Bild, Focus & Co. wohlweislich verschwiegen werden. Warum wird also immer wieder auf den Admins dieses Blogs herumgehackt, wenn sich die zitierten Quellen das persönliche Weltbild in Frage zu stellen erdreisten, anstatt einfach den Quellverweisen zu folgen und seinen Dampf dort abzulassen, wo das Feuer geschürt wird?

  6. Monalisa
    7. Dezember 2011, 18:39 | #6

    @Andreas
    Das ist die Frage aller Fragen. Aber auf die Anfrage, woher der Wind weht, hüllt man sich in Schweigen. Ich vermute, vom rechten, ziemlich nationalistischen Rand.
    Auch ich freue mich sehr für die hilfreichen Übersetzungen, wünschte mir jedoch auch mal was aus To Vima und anderen Blättern und nicht immer nur diese stupiden Vradini-Phrasen.

  7. admin
    7. Dezember 2011, 19:29 | #7

    @Monalisa
    Etwa 10% aller derzeitigen Beiträge dieses Blogs zitieren Artikel der Vradyni, von denen wiederum die absolute Mehrzahl alltägliche Themen wie Bau-, Sozial- und Steuerrecht, Rechtswesen, Sozialrecht und Wirtschaft betrifft. Die übrigen Beiträge, welche diverse – ob nun „stupide“ oder nicht – redaktionelle Beiträge wiedergeben, machen also gemessen an der Gesamtzahl aller Beiträge einen verschwindend geringen Anteil aus, an dem sich jedoch bezeichnenderweise mit schöner Regelmäßigkeit die Mehrzahl der Kommentatoren immer wieder gerne und nachhaltig mit vernichtender Kritik „hochzieht“ und das Blog nun neuerdings sogar in der nationalradikalen Ecke angesiedelt sieht ?!!

  8. 7. Dezember 2011, 20:21 | #8

    Ich kann die Probleme der vorangegangen Kommentatoren nicht so ganz nachvollziehen. Ich für meinen Teil nutze diesen Blog als einen von vielen Nachrichtenkanälen. Wenn es meine Zeit erlaubt, dann lasse ich auch schon mal Google ein paar Seiten für mich übersetzen, um mir einen groben Überblick zu verschaffen über das was in Griechenland so läuft.

    Ich bin sehr froh, dass es diesen Blog gibt und es sich mal jemand erbarmt, die Realität auf die Leute los zu lassen. Sei sie nun erträglich oder nicht. Viele Menschen haben ja schon so „abgeschaltet“, dass sie es nicht mehr ertragen können, wenn jemand eine andere Meinung hat als sie und der Mainstream und vor allem wenn man sie mit der Realität konfrontiert.

    Übrigens: Wem dieser Blog nicht gefällt der kann doch weiter im Mainstream lesen. Warum seid ihr hier wenn euch der Inhalt dieses Blogs nicht gefällt?

    Was jetzt die Karikatur angeht, so kann Deutschland ganz gut mithalten:
    http://www.eigensinnig.org/wp-content/uploads/2010/02/focus-griechenland-stinkefinger.jpg

    Da ich prinzipiell an die freie Meinungsäusserung glaube, habe ich mit derartigen Bildern keine Probleme. Wenn man genug liest, weiss man auch, dass zum Beispiel der Titel beim Focus damals ziemlich irreführend war. Meines Wissens nach geht ja der Grossteil des Geldes das Resteuropa zahlt, gleich ersteinmal in die Zinstilgung. Drei viertel kommen nie beim Griechischen Volk, oder den berüchtigten Pensionskassen an. Man möge mich (fundiert) korrigieren wenn meine Infos da komplett falsch sein sollten…

    Die Realität ist doch, dass Griechland nur noch am Tropf gedultet wird, weil sonst die Europäischen Banken einen haufen Geld verlieren würden (man denke an all die armen Banker die keine Boni zu Weihnachten bekommen!).

    So schlimm hier manche Artikel auch klingen, ich glaube ja, dass es den Griechen immer noch sehr gut geht. Immerhin unterstützen sie ja noch ihre Regierung und haben sich sogar jetzt einen nicht gewählten ins Parlament setzen lassen. Auch was die Abgaben angeht scheint noch einiges zu gehen. Ich hab noch nicht gehört, dass sich etwa Banküberfälle mehren, oder die Leute (endlich) das Recht in die eigene Hand nehmen. Oder war die Geschichte, wo die Leute sich den Strom selber wieder anstellen nur ein Anfang?

    Man könnte sich schon kapputt lachen wenn es nicht so traurig wäre. Glaubt doch die ganze Welt an den Gott Geld. Buntes, bedrucktes Papier, welches nichts wert ist. Lächerlich. Menschen werden umgebracht und ins Elend gestossen, nur damit irgendjemand Profit macht. Das einzige Ziel der Menschheit ist es Profit zu machen. Alle akzeptieren, dass man durch die Nebeneffekte unseres Systems eben unter anderem Krebs bekommt und ähnliches.
    Die Menschheit ist schon ein Witz.

    Bleibt nur zu hoffen, dass der ganze Mist so schnell wie möglich zusammenbricht. Vielleicht wachen dann ja ein paar Drohnen mehr auf und merken, dass das Spiel nur gegen sie gespielt wird.

    Ich jedenfalls komm gerne ab und zu vorbei und lese die Artikel dieses Blogs!

  9. Monalisa
    7. Dezember 2011, 22:28 | #9

    @ admin
    ..“an dem sich jedoch bezeichnenderweise mit schöner Regelmäßigkeit die Mehrzahl der Kommentatoren immer wieder gerne und nachhaltig mit vernichtender Kritik “hochzieht” und das Blog nun neuerdings sogar in der nationalradikalen Ecke angesiedelt sieht ?!!“

    @admin
    Es freut mich sehr, dass ihr euch der Kritik so offen stellt und ich bedanke mich für die Erklärung.
    Vielleicht ist es ja das übersteigerte pseudopatriotische Selbstverständnis mancher Griechen, dass vielen von uns Deutschen so sauer aufstößt. Die meisten von uns haben von dieser Art Patriotismus die Nase einfach gestrichen voll und verbinden ihn mit rechtsnationalem Gedankengut. Übrigens lief kürzlich „Akadimia Platanos“ oder „Kleine Wunder in Athen“ in arte. Filippos Tsitsos öffnete mit diesem äußerst humorvollen Film einen tiefen Einblick in die „patriotische“ griechische Seele.
    Tendenziell unterscheiden sich wahrscheinlich Griechen und Deutsche im Bezug auf ihr Nationalbewusstsein. Für den normalen Griechen kommt erst Griechenland und danach lange lange nichts. Die europäische Idee ist den meisten schnurz. Europa ist genau so nützlich wie ein Albaner, aber geliebt werden beide nicht. Ist es nicht so?

  10. admin
    7. Dezember 2011, 23:22 | #10

    Monalisa :

    Für den normalen Griechen kommt erst Griechenland und danach lange lange nichts. Die europäische Idee ist den meisten schnurz. Europa ist genau so nützlich wie ein Albaner, aber geliebt werden beide nicht. Ist es nicht so?

    Das wäre zweckmäßgerweise mit Griechen auszudiskutieren.
    Im übrigen scheint immer wieder bedeutsamer zu sein, wer (vermeintlich) etwas schreibt, als das, was er schreibt …

  11. 1453
    8. Dezember 2011, 06:35 | #11

    …ich find die Karikatur lustig und (leider) passend! Jedoch sollte nicht nur der Grieche am Deutschen Streitwagen hängen, der Italiener, der Spanier und der Portogiese fehlen und ich meine auch noch einen Strick für die Franzosen sehen zu können.

    @ Monalisa, für den normalen Griechen kommt an erster Stelle die Familie und dann das Land! Was bei anderen EU Bürger wo an welcher Stelle steht kann ich dir nicht sagen! Aber dem gefallem Partner zu helfen steht definitv nicht auf der Liste! Eher würd nach ihm getreten und anschließend halbherzig die Handgereicht aber das auch nur unter bestimmten Bedinungen! Oh warte…ich glaub wir sind immernoch beim treten der „Rettungsschirm“ kommt noch…wobei die Troika den gern behalten kann, das Griechische Volk möchte den Schirm eh nicht und viele EU Bürger auch nicht! 🙂

    Nen schönen Tag

  12. Monalisa
    8. Dezember 2011, 07:41 | #12

    „Das wäre zweckmäßgerweise mit Griechen auszudiskutieren.
    Im übrigen scheint immer wieder bedeutsamer zu sein, wer (vermeintlich) etwas schreibt, als das, was er schreibt …“

    Meinst Du wirklich, es käme nicht auch sehr darauf an, wer was sagt?

  13. nikos
    8. Dezember 2011, 10:20 | #13

    die karrikatur finde ich cool,na hoffentlich klappt es auch!

  14. Ausgenz
    8. Dezember 2011, 11:09 | #14

    Solange sich die Mehrheit der Griechen als unschuldiges Opfer in dieser
    Krise sieht, werden alle Reformen im Sand verlaufen.
    Die OECD sieht Griechenland sogar als völlig reformunfähig an:

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,802392,00.html

    Welche Ziele die Admins mit diesem Blog hier verfolgen, ist mir – wie auch einigen anderen Lesern hier im Blog -bislang verborgen geblieben.Will man hier die Stimmung im Land wiedergeben oder drückt der gerade zitierte Zeitungsartikel die Meinung der/des Admins aus? Vielleicht ist es auch in dere Tat so, dass die wirklich guten Zeitungsartikel oft zu
    wenig kommentiert werden; aber es kann doch nicht im Ernst der Fall sein, dass wir uns
    bei kritischen Kommentaren an den Herausgeber der Zeitung halten sollen und uns
    eine Kommentierung hier im Blog enthalten sollten.
    Unter den derzeit schlechten politischen Beziehungen Griechenland/Deutschland leiden
    ja nicht nur die Griechen, sondern auch die Deutschen,die sich auf Grund ihrere schulischen
    Bildung, ihrer persönlichen oder beruflichen Bindung oder aus welchen Gründen auch immer
    mit Griechenland verbunden fühlen.Von einem Blog, der sich zB „Georgios- Griechenland-Blog“nennt, kann ich nicht viel erwarten, wohl aber von dem Blog der sich „Griechenland-Blog“. Diesen Anspruch gerecht zu werden, sind die Admins- aber auch wir mit unseren
    Kommentaren – gefordert.

  15. 1453
    8. Dezember 2011, 18:49 | #15

    Ausgenz :Solange sich die Mehrheit der Griechen als unschuldiges Opfer in dieser Krise sieht, werden alle Reformen im Sand verlaufen.

    Die Sache ist, dass die meisten Griechen die wirklichen Opfer sind! Aber (sehr) viele haben die Missstände im Land lange Zeit toleriert und sogar mitgemacht! Der Regierungsapart war schon immer mies in Griechenland aber keiner hat sich darum gekümmert, weil alles „gut“ funktioniert hat. Jeder (Politiker, Beamte und das Volk) hat gut gelebt und die meisten haben sich immer ein Stück vom Kuchen abgeschnitten…der Kuchen ist jetzt leider alle, die Regierung hat keinen neuen gebacken und das Volk wird jetzt zum backen gebeten oder sagen wir eher gezwungen!

    Das Problem bei der ganzen Sache ist aber, das die Regierung eher zu Gunsten Europas backen lässt und nicht zu Gunsten Griechenlands. Zumindest war das unter der „Regierung“ von Papandreou der Fall! Mal gucken was Papadimas bringt.

    Ich persönlich bin auch der Meinung das die Troika mehr Unheil anrichtet als sie eigentlich hilft. Der Rettungsschirm ist ein schlechter Witz und Griechenland wird in die absolute Armut gestoßen bis der Punkt kommt, das das Land von außen kontrolliert werden muss um es wieder „auf die Beine“ zu bekommen!

    Wenn die Troika und Europa Griechenland wirklich helfen möchte, dann sollte die Regierung umgekrempelt werden! Griechenland braucht Reformen und vor allem ein Industrialisierungs-Programm.
    Ach ja und dann ist da noch das Öl und das Erdgas das abgebaut werden könnte. Aber das haben die Reichen Länder der Euro-Zone sicher nicht gern.

    Für Geld und Reichtum werden Völker in die Armut gestoßen und dann heißt es auch noch „selber Schuld“!

    An einem Strang ziehen, hieß es mal!

  16. KClemens
    9. Dezember 2011, 10:00 | #16

    Die Karikatur ist gar nicht so falsch.

    Helmut Schmidt hat auf dem vergangenen SPD-Parteitag eine, wie ich finde, fulminante Rede gehalten, in der er derzeitigen schwarz-gelben Koalition, aber auch der ehemaligen rot-grünen Koalition eine Watsche nach der anderen erteilt.

    In dieser Rede holt er geschichtlich weit aus, und geht auch noch einmal eindrücklich auf bestimmte deutsche gesetzliche Gegegebenheiten (Außenhandelswirtschaftsgesetz das Ausgeglichenheit im Außenhandel festlegt) ein.

    Hier ein Mitschnitt der Rede:

    http://www.youtube.com/watch?v=OYQxYuU6GwI

    Leider waren die „Genossen“ trotz Standing Ovation nicht wirklich in der Lage (oder willens?) den Sinn dieser Rede zu verstehen. Das zeigten die nachfolgenden Reden u.a. der potentiellen Kanzlerkandidaten.

  17. Andreas
    9. Dezember 2011, 11:02 | #17

    @1453 „Ach ja und dann ist da noch das Öl und das Erdgas das abgebaut werden könnte. Aber das haben die Reichen Länder der Euro-Zone sicher nicht gern.“ Na so ein Pech, jedes andere noch so droeselige Land in Lateinamerika oder Afrike schafft es sich an seinen eigenen Reserven zu bereichern (mit Verstaatlichungen per Gesetz wenn es sein muss) nur Griechenland bekommt soetwas nicht hin.
    Bei so viel verschrobener Verschwoerungspolemik muss ich echt lachen. Da spricht wiedereinmal das ewige Opfer

  18. elgreco
    9. Dezember 2011, 11:21 | #18

    @1453 Stimme dir zu

    Grundsätzlich würde ich die TROIKA nicht ablehnen, wenn sie in Griechenland währe, um dem Land wirklich zu helfen und ungenutzte Impulse, durch Bürokratieabbau, Verschlankung und Steigerung der Effizienz des Staatsapparates, Korruptionsbekämpfung zu ermöglichen und sinnvolle Einsparungen vorzunehmen.
    Jedoch in der jetzigen Form, eine hartes Sparprogramm ohne Wirtschaft und Sozialprogramm ohne Rücksicht auf alles ist beabsichtigtes Gift. Wohin es geführt hat, sieht man. Solange nur die Interessen der Finanzwelt in Vordergrund stehen, und kein Konsens zwischen beiden stattfindet sehen ich schwarz.
    Der angelachte Schuldenschnitt sieht leider nur als Schlagzeile gut aus, wenn man sich mal damit beschäftigt hat.

  19. nikos
    9. Dezember 2011, 13:35 | #19

    es leugnet niemand ,daß es in gr.massive probleme gibt!tatsache ist aber auch:seitdem die „supertroika“ im land ist,läuft alles noch schlechter als vorher!

  20. 1453
    14. Dezember 2011, 01:29 | #20

    @ Andreas, Ich sage zwar das die meisten Griechen die Opfer sind, aber in meinem zweiten Satz sag ich auch, das die Griechen die Spiele der Regierung mitgemacht haben und sich somit ‚freiwillig‘ aber sicher unwissentlich in diese Position befördert haben.

    Griechenland schafft es nicht seine Reserven abzubauen weil das Land mehr als 20 von den gleichen Korrupten Säcken regiert wird und der gute Papandreou das Öl schon den Amerikaner versprochen hat. Ich kanns leider nicht (richtig) beweisen aber sein Verhalten bezüglich des Öl-Themas lässt auf absolut nichts anderes schließen!

    Die TROIKA ist ein Witz weil die ‚Maßnahmen‘ dem Land nicht wirklich was bringen!

    Was solls…

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