Pay-TV-Piraten in Griechenland verhaftet

4. September 2011 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 461

In Griechenland wurden drei Personen festgenommen, die illegal die Programme eines bekannten griechischen Pay-TV-Senders über das Internet verbreitet haben sollen.

Beamten der neuen Wirtschaftspolizei und des Dezernats für elektronische Verbrechen nahmen drei Personen fest, die in Lamia und Karditsa ein komplettes Netz zur Verbreitung der Programme eines bekannten griechischen Pay-TV-Kanals eingerichtet haben sollen. Bei den Verhafteten handelt es sich um drei Griechen im Alter von jeweils 32, 35 und 37 Jahren, gegen welche Strafverfahren wegen Abfangens, Dekodierung und illegaler Verteilung des Fernsehsignals eines Pay-TV-Senders per Internet eingeleitet wurden.

Die ganze Sache wurde ins Rollen gebracht, nachdem das betroffene Unternehmen Strafanzeige wegen der Verteilung seines per Satellit ausgestrahlten Bezahlfernsehens über das Internet an eine große Anzahl illegaler Teilnehmer erstattet hatte. Laut dem Ergebnis der polizeilichen Ermittlungen sollen die drei „TV-Piraten“ das verschlüsselte Signal des Senders an wenigstens 723 Internet-Nutzer verteilt haben, die über spezielle Decoder verfügten.

Beamten des Departments für elektronische Verbrechen führten in den Wohnungen und Geschäften der Verhafteten bereits vor rund zwei Wochen Hausdurchsuchungen durch und beschlagnahmten

  • zehn Satellitenempfänger
  • zwei Laptops
  • sieben externe Festplatten und USB-Sticks
  • einen Router mit Modem
  • drei Kartenleser
  • sechs Karten für Satelliten-TV-Kanäle
  • zwei PCs, von denen einer ausschließlich als Server betrieben wurde
  • fünfzehn Seiten mit den Daten (Namen, Telefon, Geldbeträgen) der Kunden eines der Festgenommenen

Der finanzielle Schaden, der durch die illegale Verteilung der Pay-TV-Programme verursacht worden sein soll, wird auf insgesamt 978.000 Euro beziffert, wovon ein Teil auch auf den Verlust des griechischen Fiskus aus nicht abgeführter Mehrwertsteuer entfällt.

Die drei Festgenommen wurden den lokalen Staatsanwälten vorgeführt und dann an reguläre Untersuchungsrichter überstellt, welche die Beschuldigten unter Auflagen vorläufig auf freien Fuß setzten. Parallel wurden die zuständigen Finanzämter verständigt, um den steuerlichen Aspekt der Sache zu untersuchen.

(Quelle: Ethnos)

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