Griechenland stehen schwerste Zeiten bevor

3. September 2011 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 811

In Griechenland gestehen inzwischen sogar Minister der Regierung ein, dass der Bevölkerung die schwersten Monate bevorstehen, die sie zu überstehen gehabt haben wird.

Trotz aller eklatanten Fehlprognosen und der mehr oder weniger vorsätzlich verursachten katastrophalen Rezession in Griechenland setzt die Troika die griechische Regierung erneut unter Druck, auf jeden Fall die utopischen volkswirtschaftlichen Zielvorgaben der Gläubiger zu erfüllen (siehe auch Troika verlangt von Griechenland neue Maßnahmen).

Die Vehemenz der Troika, zugunsten der Befriedigung der Gläubiger Griechenlands auf Maßnahmen zu bestehen, die zunehmend den Bestand der Wirtschaft, der Gesellschaft und sogar des Staates als solchen in Frage stellen, aber auch die augenscheinliche Unfähigkeit der griechischen Regierung, die Staatsfinanzen zu handhaben, kommentiert der Chefredakteur Panos Kolokotronis der griechischen Zeitung “Vradyni” in einem am 01. September 2011 publizierten Artikel, der nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.

Eine Gesellschaft in Verzweiflung

Es ist nunmehr offensichtlich, dass die Regierung unfähig ist, die öffentlichen Finanzen zu verwalten. Die Vertreter der Troika scheinen Druck auf die Regierung auszuüben, die erforderlichen Maßnahmen zu ergreifen, während sogar die Funktionäre der Regierung und der Premierminister weiterhin behaupten, dass die Regierungspolitik nicht von den Zielen abweichen wird, die in dem „Mittelfristigen Volkswirtschaftlichen Rahmenprogramm 2011- 2015“ gesetzt worden sind.

Allerdings straft die Realität die Regierung natürlich Lügen, und zwar auf die schlimmste Weise, da die volkswirtschaftlichen Daten nicht nur einfach aus der Bahn geworfen bleiben, sondern aufzeigen, dass das „Rezept“ der Troika einerseits die Gesellschaft und den Markt demontiert und andererseits das Land in die Rezession versenkt und das Problem der öffentlichen Verschuldung verstärkt anstatt es zu lösen.

Dennoch wechselt die Regierung nicht die Taktik … . Sie beugt sich den Zwängen und setzt ihre Schleuderpolitik fort, wobei sie nicht nur einfach von den Vertretern der Troika, sondern auch durch die allgemeinen Diskussion um die Forderungen nach Garantien unter Druck gesetzt wird, welche Länder wie Finnland erheben und auf diese Weise das neue Finanzierungspaket der Gläubiger blockieren. Die Regierung ging sogar soweit, dass der Finanzminister Helsinki Sicherheiten in Form von … Bargeld zusagt. In dem Moment also, wo Paris und Berlin die bilaterale Vereinbarung zwischen Griechenland und Finnland ablehnen, versichert der zuständige griechische Minister, dass wir Helsinki Geld geben werden – allerdings ohne uns zu sagen, woher dieses Geld aufgetrieben werden kann und speziell zu einem Zeitpunkt, wo auf Basis der Daten des Etats alle Prognosen bezüglich der Einnahmen gesprengt worden sind.

Die griechische Regierung moniert „Katastrophologie“

Die Regierung mag erachten, dass all dies der Sphäre der „Katastrophenbeschwörung“ zuzuweisen ist. Es ist jedoch klar, dass die nächsten Monate – wie auch die Minister selbst eingestehen – die schwersten sein werden, welche das Volk zu überstehen gehabt haben wird. Und sie beziehen sich natürlich nicht nur auf die kontinuierlichen und kritischen Verhandlungen mit der Troika über eine Lösung, damit die zusätzliche Finanzierung des Landes fortschreitet, sondern auf die Überlebensbedingungen, die an andere Epochen der Besatzung erinnern.

Die kleinen und mittleren Unternehmen, also die in der realen Wirtschaft aktiven Unternehmen und nicht die großen internationalen Konzerne, schließen jedoch eins nach dem anderen. Und die Ankündigungen über Finanzierungen reichen nicht aus, da sie das Problem weder lösen und ihm hauptsächlich auch nicht zuvorkommen. Bis die Gelder, die möglicherweise bereits genehmigt worden sind oder genehmigt werden, wann auch immer bei den Unternehmen ankommen, wird das Unglück bereits geschehen sein.

Und all dies, ohne dass die anschwellende Flut der Arbeitslosigkeit, die Schrumpfung des Einkommens der Arbeitnehmer und die bei einer Reihe von Konsumgütern und hauptsächlich bei dem Heizöl anstehenden Preiserhöhungen berücksichtigt werden, das ab Mitte nächsten Monats aufgrund der Erhöhung der Besteuerung deutlich teurer verkauft werden wird. Und nachher diskutieren wir über eine … Volksabstimmung.

(Quelle: Vradyni)

  1. Athanasios Papapostolou
    3. September 2011, 09:04 | #1

    Der Druck der hier von der Troika ausgeübt wird ist mittlerweile logisch nicht mehr zu erklären. Ich persönlich glaube, dass die Nord-Europäer sich stillschweigend darauf geeinigt haben Griechenland aus der Euro-Zone rauszumobben. Damit hätten sie ein Problem nach ihrem Gusto gelöst und der ganze populistische Mob würde endlich Blut sehen. Denn ohne den Euro wird Griechenland zugrunde gehen. Ich hoffe dass Papandreou jetzt die Nerven behält.

  2. yannis
    3. September 2011, 11:19 | #2

    so geht es einfach nicht, das land wird verbluten. griechenland und euro wird nie funktionieren.
    je früher der ausstieg aus der währungsunion, desto weniger geld wird in den sand gesetzt.
    man tut dem land nichts gutes, mit aller gewalt den euro zu erhalten, wann begreift ihr das?

  3. Niemand
    3. September 2011, 13:42 | #3

    Wie kommt es, dass Irland und Portugal, mit den schweren Lasten, die ihnen aufgebürdet wurden, leidlich zurechtkommen, die Griechen aber nicht ?

    Der Fehler muß irgendwo bei den Griechen liegen. Und sie können IHRE Probleme nur selbst lösen. Dazu bekommen sie nicht alle Zeit der Welt. Ihr Beispiel könnte nämlich andere dazu verleiten, auch auf Kosten anderer leben zu wollen.

    Die Geduld der EU dürfte Grenzen haben. Sollte der EU der Kragen platzen, ist Schluß mit Griechenland – Hilfen. Dann bekommt Griechenland seine Drachme und wird aus der EU ausgeschlossen, direkt oder indirekt.

  4. Europäer
    4. September 2011, 00:44 | #4

    Die EU Gemeinschaft (ALLE POLITIKER) wissen sehr genau, dass Griechenland die Probleme nicht innerhalb kurzer Zeit (ein Jahr) lösen kann. Und wenn sich das Land noch so sehr bemüht. Die Frage ist ob die oben genannten dem Land wirklich helfen möchten. Offensichtlich gibt sich die griechische Regierung Mühe. Sie wird auch von vielen Bürgern unterstützt.. Je mehr um so leichter. Auch die Griechen die im Ausland leben können hilfreich sein. Richtig ist auch, dass die EU unter den jetzigen Bedingungen nicht lange überleben kann. Das hat nichts mit Griechenland zu tun (das Land ist zu klein um der EU ernsthaft schaden zu kann) aber mit den vielen Fehlern im Konzept.. Die Kreditgeber verdienen sehr viel Geld (Zinsen) an Griechenland. Sie sind die Gewinner. Sonst Niemand. Sie und ihres gleichen werden die EU vernichten wenn sie nicht gesoppt werden. Lasst die Banken sterben damit die Menschen (alle Eu Länder überleben können). Fangt endlich damit an! Mut tut gut!

    Mit freundlichen Grüßen

  5. Ouzo
    4. September 2011, 11:07 | #5

    @ Niemand

    Griechenland würde nicht aus der EU ausgeschlossen sondern lediglich aus dem gemeinsamen ‚Währungsverbund Euro‘ entlassen. Das sind zwei vollkommen unterschiedliche Paar Schuhe. Es gibt nämlich auch Länder, die in der EU sind und gar keinen Euro haben.

    Im Übrigen liegt der Fehler sowohl im ineffizienten Staat (was ein griechisches und strukturelles Problem wäre) als auch bei den führenden Wirtschaftsnationen der EU und den USA: wohlwissend, dass Griechenland eine kleine Volkswirtschaft ist, wurden mehr als großzügig Kredite vergeben und Rüstungsgüter verkauft, die in keinem Verhältnis zum BIP des Landes stehen. Ein Land, das sicher eingebettet in EU und NATO ist, wird bis zum Ruin hochgerüstet. Warum eigentlich? Jedem hätte klar sein müssen, dass die Rechnung niemals hätte beglichen werden können. Und warum hat die damalige Bundesregierung unter Schröder/Fischer/Eichel eigentlich ihr okay für die Aufnahme in den Euroraum gegeben, obwohl sie die ökonomischen Fakten in jedem Schulbuch hätte nachschlagen können? Ich unterstelle mal bewußte Absicht! Griechenland wurde immer als das kleine störrische Land im Süden empfunden, das wichtige Entscheidungen blockiert und torpediert (Jugoslawien-Krieg, Kosovo-Anerkennung, Namenstreit mit FYROM, Öl in der Ägais, Verhältnis zur Türkei, etc. pp.). Das Land in die Pleite zu treiben und sprichwörtlich über einen Ausverkauf zu übernehmen, wäre da gelinde gesagt Kriegsführung mit neuen Mitteln.

  6. Monalisa
    4. September 2011, 15:26 | #6

    Sorry, aber abgesehen davon, dass immense Schulden auch anderen Staaten die Luft abdrücken werden: Griechenland kommt nie auf einen grünen Zweig. Maßlose Selbstüberschätzung, Beratungsresistenz, Ignoranz gegenüber Regeln und mangelnde Kontrolle bzw. Konsequenz in fast allen Bereichen sind in der griechischen Mentalität tief verwurzelt. Über vierhundert Jahre Fremdherrschaft schaffte so tiefes Misstrauen gegenüber staatlicher Macht, dass die heutige Demokratie massiv darunter leidet. Griechische Jungen werden in dem Glauben erzogen, sie seien die Größten, Besten und Klügsten, dass die wenigsten erkennen können oder wollen, was in ihrer Heimat alles im Argen liegt. Rücksichtslos wird Griechenland von der eigenen Bevölkerung ausgebeutet und zerstört. Es fehlt einfach der Respekt gegenüber Tier und Umwelt. Was keinen kurzfristigen Nutzen bringt, ist nichts wert. Auch heute noch wartet man bei der Miete eines Sonnenschirms am Strand vergeblich auf eine Quittung und nicht nur dort. Mit eigenen Augen sah ich, wie mit Dynamit gefischt wurde. Im Meer gibt es kaum noch Fische. Hunde, die für die Jagd nicht taugen, werden haufenweise ausgesetzt. Man muss nur einmal erlebt haben, wenn in Griechenland die Jagdsaison beginnt. Kolonnen von Pickups mit Hundeboxen auf der Ladefläche ergießen sich in die Natur. Geballert wird auf alles und wenn kein Wild vorhanden, auf Verkehrsschilder. Die Felder werden in größter Mittagshitze mit gewaltigen Wasserwerfern gewässert, als gäbe es kein Wasserproblem. Plastikmüll, wie Spritzmittelbehälter, Wasserflaschen, Düngemittelsäcke bleibt tonnenweise auf den Feldern liegen, er zerbröselt in der Sonne oder wird einfach untergepflügt. Durch Absicht und Nachlässigkeit verbrennen jeden Sommer riesige Waldflächen. Energieverschwendung ohne Ende. Klimaanlagen brummen bei offenen Türen, Eisboxen stehen in der prallen Sonne, Fernseher laufen ununterbrochen in allen Geschäfte und Haushalten. Helm, Gurt, Verkehrsregeln, alles uninteressant. Das Land rangiert mit seiner Unfallstatistik an europäische Spitze, im sozialen Engagement am Ende der Skala. Beim Anflug auf griechische Flughäfen sieht man das Ausmaß der wilden Müllkippen. Das Land ist damit übersät. Mülltrennung, Pfand auf Plastikflaschen gibt es so gut wie nicht. Alles landet am Straßenrand, im Flussbett und im Meer. Die Liste ist noch lange nicht zu Ende, ich könnte ein Buch über dieses griechische Drama schreiben.
    Wenn die Griechen die Alltagsdinge, auf die sie selbst Einfluss haben im Sinne der Umwelt und ihrer Gemeinschaft ändern würden, Griechenland wäre ein Paradies.

    Ich lernte die allermeisten Griechen als lebensfrohe, aufgeweckte, interessierte, gastfreundliche und im eigenen Bereich als äußerst hilfsbereite Menschen kennen, dass mich der brutale Egoismus wenn es um ihren eigenen Vorteil geht umso mehr entsetzt.

    Unsere Politiker haben anscheinend überhaupt keinen Begriff von diesen Zuständen.
    Es muss den Deutschen klar sein: Jeder Hilfseuro nach Griechenland ist rausgeworfenes Geld, wofür wir und unsere Kindeskinder noch lange bezahlen müssen. Das Land ist ein Fass ohne Boden.

    Ich glaube auch, dass Griechenland eine sehr schwere Zeit bevorsteht. Dagegen wird ihnen auch der momentan sehr weit verbreitete pathetische Patriotismus nicht helfen. Vielleicht ist die Krise ja eine Chance, endlich mal offen den Tatsachen ins Auge zu sehen und mit Gemeinsinn zusammen zu stehen um die schwere Zeit zu meistern. Jedoch aus meiner langjährigen Erfahrung befürchte ich, dass wieder temperamentvoll und viel geredet wird, aber keine Taten folgen werden.

  7. Niko
    4. September 2011, 17:03 | #7

    @Monalisa
    Ich stimme dir voll und ganz zu.
    Stellt man sich vor eine griechische Schule, sieht man wie die Schüler in der Pause herauskommen, sich gegenüber beim Bäcker eine Pita holen, und auf dem Weg zurück zur Schule einfach das Papier auf den Boden fallen lassen.
    Erziehung pur.
    Sechs Monate muss man warten, um an seinem neuen Haus einen Stromanschluss zu bekommen.
    Im Finanzamt stehen lange Schlangen und überall wird geraucht. Selbst in den einzelnen Abteilungen des Finanzamtes stehen Leute unter den Rauchverbotschildern und rauchen.

    In den meisten Banken können die meisten Mitarbeiter nicht einmal englisch oder kennen sich überhaupt mit EU Überweisungen aus.

    Im Rathaus sind 20 Schreibtische besetzt aber nur an einem wird gearbeitet.

    In einer Stadt mit 60.000 Einwohnern gibt es nur ein Postamt und das macht um 14.00 Uhr zu.

    Überall, ob im privaten oder öffentlichen Sektor, arbeiten größtenteils unqualifizierte Menschen, die nur eingestellt wurden, um der Vetternwirtschaft genüge zu tun.

    In den Cafenios sitzen Staatsdiener, die sich morgens um 8.00 Uhr im Rathaus anmelden, sich dann bis 14. Uhr volllaufen lassen, um sich kurz danach wieder von der Arbeit abzumelden.

    Vollbesetzte Tavernen mit einem Monatsumsatz jenseits der 30.000€ geben beim Finanzamt ein Einkommen von 1500€ im Monat an.

    Die Gemeindepriester lassen sich bei jeder Beerdigung klammheimlich Briefumschläge mit Geldgaben von den Trauernden aushändigen.

    Eine Strafanzeige ist aussichtslos, da eine Gerichtsverhandlung erst nach 10 Jahren, wenn überhaupt, zur Sache eröffnet wird.

    Ich selbst bin Grieche und sehe leider zu oft was in GR hinter den Kulissen vorgeht.

    Weder die EU noch sonst jemand kann etwas für die derzeitige Situation Griechenlands.

    Es ist einfach nur diese egoistische Mentalität. Nur die Einzelperson ist wichtig sonst niemand.
    Jeder sieht zu das er seine Taschen füllt.

    Nur nichts für die anderen übrig lassen. Leider denken auch die meisten GR Politiker so.

    So lange die Politiker nicht anfangen umzudenken wird sich nie etwas ändern.

    Der Staatsapparat muss viel kleiner werden.
    Unternehmer, Rechtsanwälte und Ärzte sollen endlich zur Kasse gebeten werden.

    Die Umwelt muss mehr geschont werden.

    Ich könnte noch viel mehr aufschreiben aber ich habe keine Hoffnung mehr.

  8. yannis
    4. September 2011, 17:08 | #8

    MONALISA – Danke für deine treffenden Zeilen!

  9. Apateonas
    4. September 2011, 18:55 | #9

    Zur Drachme zurückzukehren bringt gar nichts, weil die Schulden in Euro bleiben!
    Das haben unabhängige Wirtschaftsexperten schon am Anfang der Krise deutlich erklärt.
    Schuldzuweisungen nützen jetzt noch weniger. Mag sein, dass die Regierung Schröder einiges verbockt hat, aber niemend hat GR gezwungen dem Euro beizutreten! Was hat die Regierung Karamanlis gegen den drohenden untergang getan? NICHTS, sie haben sich immer tiefer in den Strudel begeben, obwohl die eigenen Finanzexperten schon seit Jahren (2004) wussten, dass irgendwann der grosse Knall kommen wird.
    Leider hat „Monalisa“ in allen Punkten recht =

    Monalisa : Maßlose Selbstüberschätzung, Beratungsresistenz, Ignoranz gegenüber Regeln und mangelnde Kontrolle bzw. Konsequenz in fast allen Bereichen sind in der griechischen Mentalität tief verwurzelt. Dagegen wird ihnen auch der momentan sehr weit verbreitete pathetische Patriotismus nicht helfen.

    Auch das andauernde pathetische gejammer des Hr.Kolokotronis passt bestens in dieses Bild!
    Zum Glück bleibt mir der Weg zurück nach D offen, obwohl auch dort einiges nicht so ist wie es sein sollte…

  10. Ottfried Storz
    5. September 2011, 09:26 | #10

    Selbstverständlich stehen Griechenland sehr harte Zeiten bevor.
    Denn die Wettbewerbsfähigkeit ist in den letzten 10 bis 15 Jahren deutlich gesunken – und jetzt muss Griechenland sich „am Markt“ behaupten, d.h. sehr große Rückstände in kurzer Zeit aufholen.
    Selbst bei sehr langen nachdenken fällt mir kein relevanter Prozeß ein, der in Griechenland effektiver abläuft. Überall Ineffizienz und Korruption. Das Bankwesen kommt mir wie in den 90er in Deutschland vor, die Verwaltung wie Deutschland in den 70er Jahren.
    Objektiv betrachtet, könnten bei Post, Militär, Verwaltung mindestens die Hälfte der Menschen für gesellschaftlich produktive Tätigkeiten freigesetzt werden.
    Nur haben Griechen es scheinbar nicht gelernt, effektiv produktiv tätig zu sein.

    (Zitat aus Artikel vor einigen Wochen )
    „Die Wettbewerbsfähigkeit der Euro-Staaten ist seit Gründung des Währungsraumes stark auseinandergedriftet. Das geht aus einer Berechnung von Daten der EU-Kommission hervor. Demnach müsste das hoch verschuldete Griechenland seine Gehälter um 25 Prozent kürzen, wenn es allein den Wettbewerbsrückstand aufholen wollte, den es seit 1999 gegenüber Deutschland aufgebaut hat. Dies belegt die Entwicklung der Lohnstückkosten (LSK) im Euroraum. Sie drücken aus, wie viel Gehalt für eine Produkteinheit bezahlt werden muss, und gelten als ein Gradmesser für die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Nach Angaben der Kommission sind die LSK in Griechenland seit 1999 um über 40 Prozent gestiegen. Grund dafür sind hohe Lohnsteigerungen: Zwischen 2005 und 2009 stiegen Gehälter im Mittelmeerstaat jährlich um 4,1 Prozent und damit stärker als die Produktivität, die nur um 1,1 Prozent zulegte. Als eine Daumenregel gilt unter vielen Ökonomen, dass die Löhne maximal um den Produktivitätsfortschritt plus die Inflationsrate steigen dürfen. „

  11. heidi klamm
    5. September 2011, 11:32 | #11

    @Monalisa
    Ich stimme vollständig überein, aber alles ist umsonst.
    Mehr Geld kann das Problem nicht lösen und DE hat keine Ahnung von diesem Land !!!

  12. Niko
    6. September 2011, 09:31 | #12

    Geld kann dieses Problem auf keinen Fall lösen.
    Egal wie viel Kohle nach GR transferiert wird, es wird alles in irgendwelchen dunklen Kanälen versickern.

    So lange sich nicht das ganze System ändert, so lange wird es GR nicht schaffen auf die Beine zu kommen.

  13. yannis
    7. September 2011, 09:55 | #13

    Wird sich das System rechtzeitig ändern oder werden vorher die Geberstaaten verbluten?
    Die Antwort kennen alle.
    Nur nicht die (un)verantwortlichen Politiker, die warten auf Ihre Abwahl, dann wissen sie alles.

  14. nikos
    9. Dezember 2011, 13:46 | #14

    @Monalisa
    arbeiten sie für die bildzeitung???

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