Arbeitslosigkeit in Griechenland bis Ende 2011 bei wenigstens 20 Prozent

5. September 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.867

Die Regierung in Griechenland rechnet bis Ende 2011 mit einem Anstieg der offiziellen Arbeitslosenquote auf wenigstens 20 Prozent.

Der griechische Arbeitsminister Jorgos Koutroumanis kündigte ünverblümt an, dass bis Ende des Jahres 2011 zwei von zehn Griechen arbeitslos sein werden und räumte ein, dass sich in Griechenland die offizielle (!) Arbeitslosenquote derzeit bei 16,5% bewegt und steigende Tendenzen aufweist.

Ebenfalls gemäß den Berechnungen des Arbeitsministeriums „werden sich in den nächsten ein bis zwei Monaten mit dem Auslaufen der touristischen Saison weitere 100.000 bis 120.000 Arbeitslose bei der Arbeitslosenkasse einfinden und zu den ungefähr 200.000 Arbeitslosen, die derzeit von der OAED Arbeitslosenhilfe erhalten, und den 800.000 bei der OAED registrierten Arbeitslosen hinzukommen„.

Diese Antwort gab der Minister der Generalsekretärin der kommunistischen Partei (KKE) Aleka Papariga, die verlangt hatte, über die Maßnahmen der Regierung zur Unterstützung der Arbeitslosen informiert zu werden.

Minister dementiert Vermögenskriterien für Zahlung von Arbeitslosengeld

Weiter stellte der Minister klar Ich habe oft gehört wie diskutiert wird, dass der Arbeitslose kein Arbeitslosengeld erhalten wird, wenn er ein Haus besitzt oder seine Ehefrau berufstätig ist. Die Regelungen sehen jedoch weder Einkommens noch Vermögenskriterien vor„, und fügte hinzu, dass sich keine Praktiken wie die Stage-Programme mit 450 Euro wiederholen werden.

Unser Programm sieht für 5 Monate, 1 Jahr und 2 Jahre eine Vergütung von 625 Euro (den Nettobetrag des Manteltarifvertrags) bei vollem Versicherungsschutz vor. Der OAED zahlte 1,2 Milliarden Euro für Hilfsleistungen, nun belaufen sich diese auf über 2 Milliarden – wobei diese Beihilfen nicht von den eingezahlten Beiträgen abhängen, da der Träger staatliche Finanzierung sicherstellt. Wir unterstützen den Arbeitslosen mit den Möglichkeiten, die wir haben …„.

Aleka Papariga wiederholte dagegen im Rahmen ihrer Anfrage die Position der KKE, dass „die Arbeitnehmer für den Unternehmer ein Einkommen und keine Kosten darstellen“, und äußerte die Ansicht, dass „die Arbeitslosen noch mehr dazu eingesetzt werden, um die Gehälter, die Tageslöhne und die Renten noch weiter nach unten zu drücken„.

Bezüglich der Realisierung von Beschäftigungsprogrammen im Bereich gemeinnütziger Arbeit unter der Federführung nicht gewinnorientierter Organisationen (MKO) sagte Minister Jorgos Koutroumanos verbindlich zu, dass „alle Einstellungen mit objektiven Kriterien mittels des ASEP erfolgen werden„, wobei ihm jedoch offensichtlich entfallen war, was der Vorsitzende des ASEP Jorgos Beis enthüllt hatte – nämlich dass nicht vorgesehen sei, die MKO der Kontrolle des ASEP zu unterstellen.

Erklärend sei angemerkt, dass der Disput um die Einmischung der MKO in die Realisierung der Beschäftigungsprogramme unter dem Aspekt entbrannte, dass die Einstellung von Arbeitslosen unter Umgehung des ASEP zur Bedienung politischer Interessen missbraucht werden könnte und außerdem die involvierten MKO mit pauschal 5% der jeweiligen Mittel „schadlos“ gehalten werden sollen.

(Quelle: Vradyni)

  1. Ottfried Storz
    5. September 2011, 09:34 | #1

    Zu
    „Aleka Papariga wiederholte dagegen im Rahmen ihrer Anfrage die Position der KKE, dass “die Arbeitnehmer für den Unternehmer ein Einkommen und keine Kosten darstellen”, und äußerte die Ansicht, dass “die Arbeitslosen noch mehr dazu eingesetzt werden, um die Gehälter, die Tageslöhne und die Renten noch weiter nach unten zu drücken“.

    Frau Papariga ist die Generalsekretärin der kommunistischen Partei, die mit ihrem Denken noch im vorletzten Jahrhundert („Das kommunistische Manifest“) steckt.
    Ein Arbeitsnehmer bedeutet nach Verständnis der Kommunisten Einkommen für Unternehmen, und keine Kosten.

    Meine Wahrnehmung der Unternehmerrealität in Griechenland ist, das es allen mir bekannten Unternehmern dort extrem schlecht geht. Von Bereicherung durch Niedriglöhne keine Spur.

    Ich kann mich nicht erinnern, wann ich das letzte Mal so einen Quatsch gelesen habe.

  2. Antidummschwätzer
    6. September 2011, 21:50 | #2

    Arbeitnehmer= Ausgaben und höhere Einnahmen. So Kommunistisch und schwierig ist das nicht.
    Man kann sich des Eindrucks nicht erwähren, dass der Griechenland Block korrektes Deutsch und auch Doitsch denkt und schreibt aber egal.

    MFG

  3. Antidummschwätzer
    7. September 2011, 15:05 | #3

    Korrektur denn ich habe mich falsch ausgedruckt:
    Man kann sich des Eindrucks nicht erwähren, dass der Griechenland Block korrekt Deutsch schreibt und Doitsch denkt….

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