Anzeigen wegen rechtswidriger Lebensmitteltransporte in Griechenland

4. September 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 302

In Griechenland wurden Anzeigen gegen Besitzer von Tankwagen erstattet, die flüssige Nahrungsmittel und toxische Ladungen in den selben Tanks beförderten.

Der griechische Träger für Lebensmittelkontrollen (EFET) leitete an die Staatsanwaltschaft Athen die Fälle von fünf Tankwagenbesitzer weiter, die mit ihren Fahrzeugen Biotreibstoffe nach Bulgarien verbrachten, obwohl ihre Tankwagen ausschließlich für den Transport flüssiger Nahrungsmittel lizenziert waren. In die Angelegenheit ist als Vermieter der Tankwagen auch ein Unternehmen aus Thessaloniki verwickelt. Weitere drei Tankwagenbesitzer wurden der Justiz wegen Übertretungen überstellt, die sich auf die Eignung und Hygiene der Fahrzeuge und Behinderung der Kontrolle beziehen.

Die Befunde ergaben sich nach Kontrollen der Direktion für Laborkontrollen des Zentralamts und der Direktion der Bezirksverwaltung Attika des EFET in Kooperation sowohl mit dem Dezernat für Wirtschaftskriminalität (SDOE) als auch der Direktion der Verkehrspolizei, aber auch nach elektronischen Recherchen in Kooperation mit dem Ministerium für Infrastrukturen (siehe auch Lebensmitteltransporte in Griechenland mit kontaminierten Tankwagen).

Seitens des EFET läuft das Verfahren zur Verhängung von Geldstrafen, während über die Angelegenheit auch das Ministerium für Infrastrukturen schriftlich informiert wurde, um zu den vorgesehenen Verwaltungssanktionen bezüglich der Einziehung der Lizenzen der Tankwagen zu schreiten.

Laut einer Bekanntmachung des EFET machten seine Bediensteten nach wiederholten Recherchen einschlägiger Handelsunterlagen vier Tankwagen für den Transport flüssiger Lebensmittel aus, die in 17 Fällen Biotreibstoffe (Biodiesel) von Griechenland nach Bulgarien transportiert hatten, obwohl die Tankwagen ausschließlich für den Transport flüssiger Nahrungsmittel zugelassen waren.

Die Missachtung der Bedingungen der Lizenzierung der Tankwagen für den Transport flüssiger Lebensmittel stellt einen Risikofaktor für die öffentliche Gesundheit dar, und folglich handelt es sich um ein ernsthaftes Vergehen, gegen das der EFET mit besonderer Strenge vorgehen wird. Unsere Kontrollen in Zusammenarbeit auch mit Staffeln der Bezirksverwaltungen werden gezielt sein um zu gewährleisten, dass in Zukunft keine derartigen Phänomene auftreten werden„, erklärte der Vorsitzende des EFET Giannis Michas an.

(Quelle: in.gr)

Kommentare sind geschlossen