Rentner in Heimen in Griechenland müssen Pflegekostenanteil tragen

1. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 973

In Griechenland müssen sich Rentnern, die in staatlich bezuschussten Heimen untergebracht sind, pauschal mit bis zu 80 Prozent ihrer Rente an den Pflegekosten beteiligen.

Auf Beschluss des griechischen Gesundheitsministers Andreas Loverdos müssen sich Rentner, die in Einrichtungen juristischer Personen des öffentlichen Rechts (hauptsächlich für Alte und psychisch Kranke) untergebracht sind, ab sofort pauschal an den Pflegekosten beteiligen. Der aktuelle Beschluss betrifft alle Heimbewohner der ungefähr 100 staatlich subventionierten Pflegeeinrichtungen in ganz Griechenland.

Gemäß dem in Rede stehenden Beschluss erfolgt die Zwangsbeteiligung der Heimbewohner an den Pflegekosten mittels der Einbehaltung eines Betrags der Rentenbezüge, die sie von ihrem Versicherungsträger erhalten. Ein entsprechender Teil der Rente wird entweder direkt oder über den Versicherungsträger an die Pflegeeinrichtungen entrichtet werden. Der Satz, der von der monatlichen Rente einbehalten und an die juristische Person öffentlichen Rechts abgeführt wird, ergibt sich nach der folgenden Staffelung:

  • Von einer Rente bis zu 360 Euro ein Anteil von 40%.
  • Von einer Rente ab 360,01 Euro bis zu 500 Euro ein Anteil von 50%.
  • Von einer Rente ab 500,01 Euro bis zu 1.000 Euro ein Anteil von 60%.
  • Von einer Rente ab 1.000,01 Euro bis zu 1.500 Euro ein Anteil von 70%.
  • Von einer Rente ab 1.500,01 Euro und mehr ein Anteil von 80%.

Der Betrag der Selbstbeteiligung, der anteilmäßig den Tagen entspricht, an denen ein Heiminsasse nicht in der Einrichtung versorgt wird, sondern sich bei seiner Familie aufhält, wird ihm entweder per Direktzahlung oder mittels Verrechnung mit der Pflegekostenbeteiligung im nächsten Monat erstattet werden.

(Quelle: To Vima)

  1. Maria
    1. August 2011, 22:41 | #1

    Ist in Deutschland, nicht anderes!

  2. Artemis
    2. August 2011, 11:39 | #2

    Ich finde das gut so,weil in der Schweiz,in Östreich und in Deutschland müssen sie den Aufenthalt in den Heimen auch aus der Rente bezahlen,,und wenn es nicht reicht,werden die Angehöhrigen zur Kasse gebeten

  3. Rupert
    2. August 2011, 21:28 | #3

    Die Qualität der Pflege und Betreuung in CH, AT und DE ist mit der in staatlichen Einrichtungen GRs allerdings nicht zu vergleichen. In diesem Fall: ohne umfangreiche zusätzliche, unvergütete Leistungen durch Angehörige sieht es ganz übel aus.

    Wie üblich in Griechenland: kassiert wird europäisch; geliefert wird Balkan – die Spanne bleibt im leichenartig aufgeblähten Staatswesen und bei den Systemprofiteuren hängen.

  4. Maria
    3. August 2011, 15:10 | #4

    Lieber Hr. Rupert,
    das was sie schreiben, zeigt dass sie die Situation in den Dt. Heime nicht kennen. Dort wird auch „europäisch“ bezahlt und so wie sie meinen, „balkanisch“ geliefert!

  5. 9. Januar 2012, 15:35 | #5

    Hallo Maria,
    das kannst du nicht so pauschalisieren. Ich bin selbst Altenpflegerin in einem Seniorenheim und dort wird nicht „balkanisch“ geliefert. Wir haben auch eine grichische Bewohnerin, die von bekannten aus Grichenland ganz andere Dinge berichtet. Es gibt bestimmt auch schlechte Heime in Deutschland, aber in den letzten 15 Jahren hat sich zum Glück einiges zum Guten verändert.

    Liebe Grüße
    Biggi

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