Griechenland verlängert wegen Wirtschaftskrise den Wehrdienst

31. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 672

Das Verteidigungsministerium in Griechenland plant infolge der rigorosen Kürzungen auch des Militäretats die Verlängerung der Dauer des gesetzlichen Pflichtwehrdienstes.

Laut Informationen der Tageszeitung Zeitung „To Vima“ ist der Beschluss zur Verlängerung der Dauer des gesetzlichen Pflichtwehrdienstes auf 12 Monate als gegeben anzusehen, womit nur noch der Modus der Umsetzung der Wehrdienstverlängerung offen steht.

Im Rahmen der einschlägigen Beratungen sollen viele Vorschläge zur Diskussion gestanden haben, wie beispielsweise die – wie in Zypern und Israel gegebene – Musterung im Alter von 18 Jahren und die weitere Einschränkung der Zurückstellungen der Einberufung, aber auch die „Jagd“ auf Wehrdienstflüchtige und ungemusterte Wehrdienstpflichtige.

Die Verlängerung der gesetzlichen Wehrdienstzeit wurde für notwendig befunden, da wegen der wirtschaftlichen Krise die Einstellungen auf fünf Jahre verpflichteter und entsprechend besoldeter Berufssoldaten erheblich eingeschränkt wurden.

Jedenfalls führten Quellen des Verteidigungsministeriums an, dass bezüglich der Pläne zur Verlängerung der Wehrdienstzeit ein öffentlicher hauptsächlich mit den Jugendorganisationen der politischen Parteien und den Studentenfraktionen stattfinden werde.

(Quelle: To Vima)

  1. P.Zwegat
    31. August 2011, 15:40 | #1

    Welche verkalkten Minister und Generäle haben denn das entschieden?
    Wozu braucht Griechenland eine solche Geldverschwendung?
    Investiert lieber in die Bildung der jungen Laute anstatt sie Krieg spielen zu lassen, gegen einen Feind den es nicht mehr gibt!

  2. Monalisa
    1. September 2011, 07:13 | #2

    nomas :

    P.Zwegat :Wozu braucht Griechenland eine solche Geldverschwendung?

    warum wurde diese frage auf griechenland beschränkt?

    Wenn das Thema: Militärausgaben in Europa, Amerika oder sonst wo heißen würde, wäre Ihre Frage berechtigt. Aber in diesem Artikel geht es um Griechenland, oder?

  3. RME-Thé au Tanke
    1. September 2011, 13:15 | #3

    Als Grund der griechischen Entscheidung sehe ich eher, dass potentiell aufrührerische Jugend von der Straße geholt wird. Oder dass in Griechenland in absehbarer Zeit eine nicht unerhebliche Zahl bewaffnete Kräfte für den Einsatz im Innern und für Kapitalverkehrskontrollen gebraucht wird, die man aus im Freund/Feind-Denken trainierten Militärkräften rekrutieren will statt aus gesetzten Dorfpolizisten mit Familie.

    Hinweis für Vorurteils-Riecher:
    In der BRD wurde durch weitgehende Komprimierung des allgemeinbildenden Gymnasiums auf 8 Jahre und die Abschaffung der Militärdienstpflicht versucht, die volkswirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit zu steigern und das zukünftige Rentnergenerationen benachteiligende Rentensystem noch eine Weile durch früheres Einzahlungsalter zu stützen.

  4. P.Zwegat
    2. September 2011, 09:51 | #4

    Der Zusammenhang des Artikels ist doch eigentlich klar!?
    Geldverschwendung steht insofern mit dem Artikel im Zusammenhang, dass der griechische Staat lieber seine Jugend zu „Soldaten“ ausbildet, anstatt in deren (auch moralische) Bildung, in Form von Investition im Bildungswesen (z.B. mehr Lehrer einzustellen), zu investieren, oder kosten „Soldaten“ etwa nichts (Militärausgaben)??
    @nomas
    Bitte immer schön beim Thema bleiben und die (Nazi) Vorurteile (die mit diesem Artikel nun wirklich NICHTS zu tun haben) in der Schublade lassen!

  5. Bank Knacker
    15. September 2011, 23:19 | #5

    @RME-Thé au Tanke: das ist was wahres dran!

    Ich habe das Gefühl das Griechenland eine Art Baueropfer Rolle spielt um Länder wie DE, Fr den Rücken zu decken. Spanien und Portugal sind meiner Meinung nach die Nächsten. Dann bestimmt Italien. Aber alles nur Vermutung.

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