Giftfisch Lagocephalus Sceleratus bei Chalkidiki und Methoni in Griechenland

18. August 2011 / Aktualisiert: 03. November 2018 / Aufrufe: 4.776

Der giftige Fisch Lagocephalus Sceleratus breitet sich weiter im Mittelmeer aus und wurde in Griechenland aktuell auch in den Gewässern bei Chalkidiki und Methoni ausgemacht.

Bei dem Vergiftungszentrum des Kinderkrankenhauses „Aglaia Kyriakou“ gingen Meldungen über das Auftreten des in Griechenland „Hasenkopf“ (Λαγοκέφαλος) oder „Hasenfisch“ (Λαγόψαρο) genannten giftigen Fisches Lagocephalus Sceleratus aus Nordgriechenland ein.

Aktuellen Meldungen zu Folge wurde der Giftfisch sowohl in den Gewässern bei Chalkidiki in Nordgriechenland als auch bei Methoni im Südwesten der Peleponnes ausgemacht. Die Wissenschaftler ermahnen die Bürger zur Vorsicht und warnen ausdrücklich vor dem Verzehr des Fisches sowie auch anderer Fische, die mit dem Giftfisch in Berührung gekommen sind, da das toxische Sekret allein über den direkten Kontak übertragen werden kann.

Giftfisch Lagocephalus Sceleratus breitet sich kontinuierlich in der Ägäis aus

Der im Roten Meer heimische Lagocephalus Sceleratus war über den Suez-Kanal in das Mittelmeer gelangt und während der vergangenen Jahre hauptsächlich in den Gewässern von Kreta bis zur südlichen Peleponnes und seltener auch in der Nordägäis ausgemacht worden. Die diesjährigen Meldungen aus Chalkidiki und Methoni belegen jedoch die kontinuierliche Ausbreitung des Fisches über die gesamte Ägäis.

Dr. Polyxeni Neou, Kinderärztin und Leiterin des Vergiftungszentrums des Kinderkrankenhauses „Aglaia Kyriakou“, betont: „Die Haut und die inneren Organe des Fisches enthalten ein Nervengift, das Vergiftungen verursachen kann. Größere Fische dieser Art sind leicht zu erkennen, solange sie jedoch noch klein sind, ähneln sie einer Sardelle, und deswegen ist besondere Vorsicht angebracht. Wer einen solchen Fisch fängt und anfasst, muss sich sehr gut die Hände sowie auch die anderen Fische waschen, die mit dem Giftfisch in Berührung kamen und möglicherweise kontaminiert wurden.

Der „Hasenkopf“ oder „Hasenfisch“ ist auch in seichten Gewässern anzutreffen und an den schwarzen Flecken auf dem Rücken und seinem monströsen Kopf zu erkennen. Der Fisch ist wie alle Vertreter der sogenannten „Tetraodontidae“ sehr gefährlich, weil die in seiner Haut und seinen Eingeweiden enthaltenen Toxine Vergiftungserscheinungen wie Muskellähmung, Atemlähmung, Kreislaufversagen verursachen, die durchaus tödlich verlaufen können.

(Quelle: Ta Nea)

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