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Archiv für August, 2011

Griechenland verlängert wegen Wirtschaftskrise den Wehrdienst

31. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 676 5 Kommentare

Das Verteidigungsministerium in Griechenland plant infolge der rigorosen Kürzungen auch des Militäretats die Verlängerung der Dauer des gesetzlichen Pflichtwehrdienstes.

Laut Informationen der Tageszeitung Zeitung „To Vima“ ist der Beschluss zur Verlängerung der Dauer des gesetzlichen Pflichtwehrdienstes auf 12 Monate als gegeben anzusehen, womit nur noch der Modus der Umsetzung der Wehrdienstverlängerung offen steht.

Im Rahmen der einschlägigen Beratungen sollen viele Vorschläge zur Diskussion gestanden haben, wie beispielsweise die – wie in Zypern und Israel gegebene – Musterung im Alter von 18 Jahren und die weitere Einschränkung der Zurückstellungen der Einberufung, aber auch die „Jagd“ auf Wehrdienstflüchtige und ungemusterte Wehrdienstpflichtige.

Die Verlängerung der gesetzlichen Wehrdienstzeit wurde für notwendig befunden, da wegen der wirtschaftlichen Krise die Einstellungen auf fünf Jahre verpflichteter und entsprechend besoldeter Berufssoldaten erheblich eingeschränkt wurden.

Jedenfalls führten Quellen des Verteidigungsministeriums an, dass bezüglich der Pläne zur Verlängerung der Wehrdienstzeit ein öffentlicher hauptsächlich mit den Jugendorganisationen der politischen Parteien und den Studentenfraktionen stattfinden werde.

(Quelle: To Vima)

Lebensmitteltransporte in Griechenland mit kontaminierten Tankwagen

29. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 866 3 Kommentare

Laut der Lebensmittelkontrollbehörde in Griechenland werden flüssige Nahrungsmittel und toxische Chemikalien fallweise in den selben Tankwagen befördert.

Laut dem griechischen Träger für Lebensmittelkontrollen (EFET bzw. ΕΦΕΤ) werden flüssige Lebensmittel und Chemikalien teilweise in den selben Tankwagen befördert. Nach ständigen Meldungen des Berufsverbands der Transporteure flüssiger Nahrungsmittel stellte der EFET fest, dass gewisse „Spezies“ Milch, Speiseöl, Säfte und andere flüssige Lebensmittel mit Tankwagen befördern, die vorher mit Biodiesel, Bremsflüssigkeit und anderen toxischen Chemikalien beladen worden waren.

Es gibt tatsächlich Unternehmen, die Biotreibstoff und Nahrungsmittel mit den selben Tankwagen befördern„, erklärte der Vorsitzende des EFET Ioannis Michas in Beantwortung einer Anfrage der Zeitung To Vima und kündigte an: „In den kommenden Tagen wird der EFET die Namen der Unternehmen und die Gesamtheit aller Befunde veröffentlichen.
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Investitionen oder Ausverkauf in Griechenland?

28. August 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.214 9 Kommentare

In Griechenland wird befürchtet, dass die Privatisierung staatlicher Unternehmen in einem Ausverkauf des nationalen Reichtums an Konzerne der Gläubigerstaaten resultieren wird.

Griechenland ist auf Basis des Moratoriums und der Forderungen der Troika verpflichtet, zur zügigen Privatisierung staatlicher Unternehmen bzw. zum Verkauf im Staatsbesitz befindlicher Aktienpakete zu schreiten und die Erlöse ausschließlich für die Tilgung seiner Schulden zu verwenden. Abgesehen von der Tatsache, dass die mit insgesamt rund 50 Milliarden Euro angesetzten Einnahmen aus diesen Verkäufen von Anfang an völlig utopisch waren, zeichnet sich angesichts der aktuellen Entwicklung der Aktienkurse nun allerdings ab, dass die Veräußerungen inzwischen nicht einmal mehr auch nur im Entferntesten die vor noch einigen Monaten durchaus realistisch erscheinenden Einnahmen einbringen werden.

Die Treffen des deutschen Staatssekretärs für Wirtschaft und Technologie Stefan Kapferer mit den griechischen Ministern für Finanzen, Wettbewerbsfähigkeit und Umwelt sowie auch den Umstand, dass sich ausgerechnet jetzt deutsche Politiker und Vertreter der Wirtschaft in Athen einstellen, kommentiert der Chefredakteur Panos Kolokotronis der Zeitung “Vradyni” in einem am 25. August 2011 publizierten Artikel, der nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.


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Griechenland hofft auf Investitionen aus Deutschland

27. August 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.020 2 Kommentare

In Athen traf sich der deutsche Staatsekretär Stefan Kapferer mit drei griechischen Ministern, um Möglichkeiten zu Kooperationen und Investitionen in Griechenland zu erörtern.

Im Rahmen des Besuchs des deutschen Staatsekretärs des Ministeriums für Wirtschaft und Finanzen in Athen wurden die Möglichkeiten zu Investitionen aus Deutschland und Kooperationen auf den Sektoren der Energie bzw. speziell der erneuerbaren Energiequellen und Solarenergie, des Tourismus und des Handels erörtert sowie auch das Thema der Gründung einer griechischen Investitionsbank angesprochen.

Es gibt eine Offensive der Investitionsmöglichkeiten und Interessen„, erklärte charakteristisch der deutsche Staatssekretär und bezog sich auf das günstige Investitionsklima, das sich in Griechenland herausbildet.

Die Aussichten dieser Kooperation wurden kontinuierlich bei den Begegnungen erörtert, die Stefan Kapferer mit den griechischen Ministern für Entwicklung, Finanzen und Umwelt hatte. Der deutsche Staatssekretär verharrte speziell auch bei den Möglichkeiten, die auf der Ebene nicht nur von Regierungsträgern, aber auch Unternehmen existieren.
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Unfähigkeit zur Umsetzung der Gesetze in Griechenland

26. August 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 631 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland stellt es eher die Regel als eine Ausnahme dar, dass verabschiedete Gesetze nicht oder nur unzureichend umgesetzt werden oder selektiv zur Anwendung kommen.

Es ist fraglich, ob es einen anderen „zivilisierten“ Staat gibt, in dem dermaßen viele (und obendrein häufig zueinander widersprüchliche) Gesetze wie in Griechenland existieren, die entweder einfach überhaupt nicht umgesetzt werden oder aber aus welchen Gründen und Anlässen auch immer selektiv zur Anwendung kommen.

Anlässlich der zeitweise äußerst hitzig verlaufenen Debatte des neuen griechischen Hochschulgesetzes, in deren Rahmen die Umsetzung des Gesetzes sogar bereits im Parlament von Mitgliedern einer konkreten – oppositionellen – Fraktion mehr oder weniger unverblümt in Frage gestellt wurde, publizierte Chefredakteur Panos Kolokotronis in der Zeitung „Vradyni“ am 27. August 2011 unter der Kolumne „EFIMERA“ einen Beitrag, der nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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Rückzug griechischer Investoren aus der Türkei

26. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 622 Kommentare ausgeschaltet

Geschäftliche Misserfolge und Probleme bei der Kooperation führten zu einem Anstieg der Beendigung von Investment-Kooperationen griechischer Unternehmen in der Türkei.

Zahlreiche griechische Unternehmer bzw. speziell auch (Groß-) Investoren entschieden sich während der vergangenen Jahre für die Türkei, um dort ihre Aktivitäten auszuweiten und Investitionen zu tätigen. Abgesehen von allen übrigen Aspekten erfolgten diese Engagements nicht zuletzt auch unter Berücksichtigung der Aussicht auf eine Entwicklung Griechelands zu einer „wirtschaftlichen Drehscheibe“ auf dem Balkan.

In einigen Fällen beschlossen die Investoren jedoch inzwischen, die Investition insgesamt aufzugeben oder einen Teil davon zu veräußern, weil entweder – wie in den Fällen des Konzerns HYGEIA und des Bekleidungsunternehmens BSB – die Vorhaben fehlschlugen, oder weil wie bei der Eurobank und der griechischen Nationalbank Kapital benötigt wird.
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Die internationale Erniedrigung Griechenlands

25. August 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.600 14 Kommentare

Die aktuelle Diskussion um die dingliche Besicherung der Hilfskredite an Griechenland bestätigt zunehmend die Einsicht, dass Griechenland de facto unter Kolonialherrschaft steht.

Die seitens der Gläubigerstaaten erhobenen Forderungen nach dinglichen Absicherungen des neuen Kreditpakets für Griechenland, aber auch die Handhabung des Themas seitens der griechischen Regierung kommentiert Chefredakteur Panos Kolokotronis der Zeitung „Vradyni“ in einem am 24. August 2011 publizierten Artikel, der nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.

Internationale Erniedrigung

Die Verunglimpfung des Landes geht weiter und die Regierung trägt schwerste Verantwortung – und zwar nicht nur, weil sie dies duldet, sondern auch, weil sie es … verlangt. Der Fall Finnlands und seiner Forderungen wegen seiner Beteiligung an dem neuen Kreditpaket ist ein Beispiel für die Weise, auf welche die Europäer die Griechen betrachten, aber hauptsächlich auch für die Weise, auf welche unsere politische Führung das Land und die Bürger sieht.
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Rapider Anstieg der Kriminalität in Griechenland

24. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 5.325 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland nahm während der vergangenen 5 Jahre die Kriminalität um 100 Prozent zu und verlagerte sich zunehmend auch in provinzielle Regionen.

Innerhalb von gerade einmal fünf Jahren verdoppelte sich in Griechenland die Kriminalität und breitete sich über das gesamte Land aus. In der Provinz werden inzwischen doppelt so viele Banküberfälle wie in Athen ausgeübt, während im vergangenen Jahr noch das Gegenteil galt.

Sowohl die Offiziere der griechischen Polizei (ELAS bzw. EL.AS.) als auch die Verantwortlichen der Banken befürchten, dass sich die Stunde nähert, wo die Gangster den nächsten Schritt tun, und erachten es als eine Frage der Zeit, dass auch in Griechenland die kurzfristigen Entführungen leitender Bankangestellter beginnen werden, mit denen die Bankräuber die Überwindung der Sicherheitsmaßnahmen der in ihr Ziel genommenen Bankfilialen zu gewährleisten beabsichtigen.
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Rezession in Griechenland übertrifft erneut alle Prognosen

23. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 544 Kommentare ausgeschaltet

Die tiefe Rezession in Griechenland übertrifft auch 2011 wieder alle Prognosen der Troika und der Regierung und stellt die auferlegten volkswirtschaftlichen Ziele zunehmend in Frage.

Die Erreichung der volkswirtschaftlichen Ziele unter der beständigen Rezession ist schwierig„, betonte bei einer Pressekonferenz nach dem Treffen mit den sozialen Partnern am 22. August 2011 Finanzminister Evangelos Venizelou, der inzwischen von einer erheblich höheren als anfänglich prognostizierten Rezessionsrate für das Jahr 2011 ausgeht und mit „über 4,5%“ rechnet, sich jedoch den von anderen Seiten geschätzten 5,3% nicht anschloss.

Wie Evangelos Venizelos äußerte, will er Gespräche mit der Troika führen, „da sich die Prognosen nicht bestätigten„, und ließ die Möglichkeit offen, die für Anfang September 2011 beschlossene Erhöhung der Mehrwertsteuer im Bereich der Gastronomie von 13% auf 23% möglicherweise nicht wie vorgesehen durchzusetzen. (Es ist allerdings anzumerken, dass die Einnahmen aus der erneuten Erhöhung der Mehrwertsteuer in dem Kredithilfeabkommen bzw. „Moratorium“ festgeschrieben wurden und somit gegebenenfalls durch alternative Maßnahmen zu gewährleisten sind).
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FOCUS-Prozess in Griechenland erneut vertagt

21. August 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 1.687 8 Kommentare

Der in Griechenland gegen 13 Journalisten und Verantwortlich des deutschen Magazins FOCUS wegen des Schmähartikels von Februar 2010 angestrengte Prozess wurde erneut vertagt.

Die ursprünglich für Juni 2011 angesetzte Hauptverhandlung in dem wegen des FOCUS-Artikels vom 22. Februar 2010 gegen 13 Journalisten und Verantwortliche des Magazins angestrengten Prozess wurde am 19. August 2011 aufgrund ein und des selben Formfehlers zum zweiten Mal vertagt und soll nun am 29. November 2011 stattfinden (siehe auch FOCUS-Artikel entfacht große Empörung in Griechenland).

Über den Verlauf der geplatzten Verhandlung berichtet Fanis Karampatzakis in seinem Artikel „Mit dem Mittelfinger stechen wir uns das Auge aus“, der am 20. August 2011 in der Zeitung Vradyni erschien und nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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