SOS für Arbeitnehmer multinationaler Konzerne in Griechenland

13. Juli 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 497

Gerüchte über den geplanten Rückzug multinationaler Konzerne vom Markt in Griechenland schüren die Befürchtungen bezüglich des möglichen Verlustes tausender Arbeitsplätze.

Der Abgeordnete der SYRIZA-Partei Panagiotis Lafazanis reichte eine an die Minister für Finanzen, Arbeit und Sozialversicherung und Entwicklung, Wettbewerbsfähigkeit und Seefahrt gerichtete parlamentarische Anfrage bezüglich des Schutzes der Beschäftigung und der Rechte der Arbeitnehmer vor unternehmerischer Willkür und dem eventuellen Rückzug multinationaler Gesellschaften aus Griechenland ein.

 „Laut uns zur Kenntnis gelangten Informationen, aber auch Publikationen der Presse zeichnet sich die unmittelbare Gefahr ab, dass sich die deutschen Interessen unterliegende Mediamarkt aus unserem Land zurückziehen oder in signifikanter Einschränkung ihrer Aktivitäten und Präsenz in unserem Land eine Reihe ihrer „Töchter“ (Saturn) schließen wird„, merkt Panagiotis Lafazaris an und betont, dass ein eventueller Rückzug des Unternehmens abgesehen von allem Übrigen ein brisantes Beschäftigungsproblem für seine tausende Beschäftigten verursachen wird.

Es sei angemerkt, dass schon seit einiger Zeit die Befürchtungen wachsen, dass multinationale Konzerne angesichts der aktuellen Entwicklungen in Griechenland die Profite der „fetten Jahre“ ohne jede Rücksicht auf die Vernichtung tausender (in der Regel massiv subventionierter) Arbeitsplätze zu retten und sich möglichst unbeschadet von dem griechischen Markt zurückzuziehen versuchen könnten.

(Quelle: Vradyni)

KategorienWirtschaft
Tags: ,
  1. White Tower
    14. Juli 2011, 06:57 | #1

    Es währe mal an der Zeit , dass sich griechische Politiker ernsthaft und regelmäßig mit den jeweiligen Entscheidungsträgern der Konzerne zusammensetzen und langfristige Strategien festlegen. Die Handelskammern stellen schon seit langem ein Informationsmanko fest , welches auf mangelnde Erfahrung der griechischen Politik mit Internationalen Konzernen zurückzuführen ist.

  2. Theodora v.d. Tank-Stelle
    16. Juli 2011, 18:50 | #2

    Allerhand, da beklagt ein griechischer Politiker „unternehmerische Willkür“, was außerhalb Nordkoreas wahrscheinlich als das geringste Problem Griechenlands angesehen wird! Das ist mal wieder tolle Werbung für den Standort GR, geht’s noch? Es ist ja nicht so, dass es vor Germanen-Geizmarkt und Bundes-Blödmarkt keine Elektrokistenschubser in Griechenland gab. Nachfrage wird also auch in Zukunft gedeckt werden, wenn Herr Lafazanis und andere die Händler nicht davon abhalten. Möchte Wettbewerbsfähigkeits-Experte Lafazanis die ungedeckten Kosten internationaler Unternehmen in Griechenland aus irgendwelchen europäischen Unterstützungsfonds bezahlen oder beispielsweise lieber aus der Privatschatulle von Otto Beisheim, weil der Metro-Konzerngründer früher bei der SS war?

Kommentare sind geschlossen