Finanzministerium in Griechenland verfügt temporären Zahlungsstopp

29. Juli 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 411

Das Finanzministerium in Griechenland wies mit sofortiger Wirkung alle Finanzämter des Landes an, bis Ende Juli 2011 keinerlei fällige Zahlungen mehr auszuzahlen.

Mit einem Runderlass verlangte der Generalsekretär des griechischen Finanzministeriums, Giannis Kapeleris, von den Dienststellenleitern der Finanzämter (DOY / ΔΟΥ) des Landes, alle Zahlungen (Gehälter, Steuerrückzahlungen usw.), die an den beiden letzten Werktagen des Monats (28. und 29. Juli 2011) fällig gewesen wären, erst nach dem 01. August 2011 zur Auszahlung zu bringen.

Die Verschiebung dieser Auszahlungen in den nächsten Monat wird sich unmittelbar auf die Höhe des staatlichen Kassendefizits des Monats Juli 2011 auswirken.

Der stellvertretende Verantwortliche für den Sektor „Politische Verantwortung und Wirtschaft“ der Partei Nea Dimokratia (ND / ΝΔ) kommentierte den Runderlass mit der Bemerkung, dass es sich um einen der bekannten Buchhführungstricks handelt, deren sich die Regierung in dem Bestreben bedient, ein von der Realität abweichendes Bild sowohl der öffentlichen Einnahmen als auch Ausgaben des Monats 2011 zu präsentieren.

Es sei angemerkt, dass eine dermaßen unverblümt angeordnete Verschleppung fälliger Verbindlichkeiten selbst in Griechenland (zumindest noch) Aufsehen erregt, im übrigen jedoch den schon seit langer Zeit eine Realität darstellenden inoffiziellen nationalen Zahlungsstopp bestätigt (siehe auch Zahlungsstopp in Griechenland an Kassen und Lieferanten).

(Quelle: To Vima)

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