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Archiv für Juni, 2011

Anstieg sexueller Belästigung am Arbeitsplatz in Griechenland

3. Juni 2011 / Aktualisiert: 24. August 2018 / Aufrufe: 400 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurde in den ersten fünf Monaten des Jahres 2011 ein rapider Anstieg der von Frauen angezeigten sexuellen Belästigungen an ihren Arbeitsplätzen verzeichnet.

Bei einer von dem griechischen Innenministerium organisierten und der Generalsekretärin für die Gleichberechtigung der Geschlechter Maria Stratigaki koordinierten öffentlichen Podiumsdiskussion führte die zuständige Assistentin des öffentlichen Ombudsmanns Matina Giannakourou an, dass dem Ombudsmann während der ersten fünf Monate des Jahres bereits 12 Fälle sexueller Belästigung am Arbeitsplatz angezeigt wurden, während in den beiden vergangenen Jahre 2008 – 2010 insgesamt nur 17 Fälle gemeldet worden waren.

Den Grund für den imposanten Anstieg der gemeldeten Fälle sexueller Belästigungen am Arbeitsplatz sieht die Assistentin des Ombudsmanns „in der Verschlechterung der Arbeitsbedingungen auf dem öffentlichen und privaten Sektor infolge der wirtschaftlichen Krise sowie auch in dem Umstand, dass die Frauen unter den herrschenden Verhältnissen leichter entlassen werden„.
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Griechenland hebt Preiskontrolle bei Obst und Gemüse auf

2. Juni 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 466 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland wurden mit sofortiger Wirkung die staatliche Preiskontrolle bei Obst, Gemüse und Säuglingsmilch aufgehoben und diverse wettberwerbsrechtliche Bestimmungen gelockert.

Wie heute (02. Juni 2011) der griechische Minister für periphere Entwicklung und Wettbewerbsfähigkeit Michalis Chrysochoidid bekannt gab, werden mit sofortiger Wirkung die gesetzlichen Höchstgewinnspannen im Obst- und Gemüsehandel aufgehoben. Der Minister hofft auf Preissenkungen von bis zu 40%, da resolut gegen überhöhte Rechnungsstellungen vorgegangen und ein strenges Kontrollsystem eingeführt werden soll, über welches der gesamte Vertriebsweg der Produkte vom Erzeuger bis zum Endverkaufspunkt nachverfolgt werden kann.

Parallel erfolgte auch die Freigabe der Preise für Säuglingsmilch und die Aufhebung der einschlägigen Vertriebsbindung. Diese Produkte dürfen demnach anstatt wie bisher ausschließlich über Apotheken fortan auch von Supermärkten vertrieben werden, was laut dem Minister zu Preissenkungen von bis zu 20% führen wird.
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Griechenland senkt Tarife in der Küstenschifffahrt

2. Juni 2011 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 338 Kommentare ausgeschaltet

In Griechenland kommen ab Anfang Juni 2011 Preissenkungen von bis zu 10 Prozent bei den Beförderungstarifen in der Küstenschifffahrt zum Tragen.

Dank der Ratifizierung einer einschlägigen Novellierung durch das griechische Parlament bezüglich der Abschaffung einer Reihe von Abgaben, Provisionen und Steuern, die bisher zugunsten Dritter auf Beförderungsentgelte in der nationalen Küstenschifffahrt erhoben wurden,  gestalten sich die Tarife ab dem 01. Juni 2011 um ungefähr 8 – 10 Prozent günstiger.

Das Ministerium für maritime Angelegenheiten, Inseln und Fischerei hat den entsprechenden Runderlass bereits an die Küstenschifffahrtsverbände und die Schifffahrtskammer zugestellt, woraufhin inzwischen die Gesellschaften Attica Group, Aegean Speed Lines und Hellenic Seaways mit Wirkung ab dem 01. Juni 2011 entsprechende Preissenkungen bekannt gegeben haben. Grundsätzlich sind erst einmal alle Unternehmen zur Senkung der Beförderungstarife verpflichtet, auch wenn einige Gesellschaften danach unter Berufung auf die gestiegenen Treibstoffpreise möglicherweise wieder zu Tariferhöhungen schreiten werden.

Es sei angemerkt, dass anlässlich der Streichung der bisher zugunsten Dritter erhobenen Steuern und Provisionen neulich die beiden Küstenschifffahrtsverbände EEN und SEEN mit dem zuständigen Minister zu einem „Gentleman-Agreement“ bezüglich der Reduzierung der Beförderungstarife geschritten waren.

(Quelle: in.gr / 31.05.2011)

Areopag in Griechenland verneint Kommunikationsgeheimnis im Internet

1. Juni 2011 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 411 1 Kommentar

Der Oberste Gerichtshof in Griechenland verneinte zum wiederholten Mal die Geltung des Schutzes des Kommunikationsgeheimnisses im Internet.

In dem inzwischen bereits dritten Gutachten des obersten Gerichtshof in Griechenland (Areopag) wird erneut wiederholt, dass das Kommunikationsgeheimnis nicht für das Internet gelte. Dies bedeutet in der Praxis, dass die Organe der Justiz ohne Genehmigung der Behörde für den Schutz des Kommunikationsgeheimnisses (ADAE) von den Providern die Herausgabe der Daten von User verlangen dürfen, die auf Blogs beleidigende Artikel publizieren oder zu anderen rechtswidrigen Handlungen schreiten.

Im Wesentlichen steht das Gutachten des stellvertretenden Staatsanwalts des Areopags Athanasios Katsirodis in Einklang mit den früheren Gutachten des ehemaligen Staatsanwalts des Areopags Jorgos Sanidas und des derzeitigen Staatsanwalts des Areopags Ioannis Tente.
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