Datenschutzbehörde in Griechenland verbietet Hotelkameras

7. Februar 2011 / Aktualisiert: 08. Februar 2011 / Aufrufe: 496

Der Besitzer eines Strandhotels in Griechenland muss auf Beschluss der griechischen Datenschutzbehörde in seiner Hotelanlage installierte Überwachungskameras entfernen.

Konkret monierten die Datenschützer sowohl die Kameras auf den Gängen vor den Zimmern der Gäste als auch jene, die den Bereich am Swimmingpool und die Straße erfassten. Die Videoüberwachung wurde in diesen Fällen als unangemessener Eingriff in die Privatsphäre und Persönlichkeit der Gäste, des Personals und Dritter befunden.

In dem einschlägigen Beschluss der Datenschutzbehörde wird hinsichtlich der außerhalb des Hotels platzierten Kamera betont, dass „die Möglichkeit, mit der Außenkamera Bilder des Areals über den Eingangsbereich und den Parkplatz hinaus aufzuzeichnen, den in Artikel 1 Paragraph 2b der Verordnung 1122/26.09.200 der Behörde vorgesehenen Bestimmungen widerspricht„.

Zu den Kameras innerhalb des Hotelgebäudes entschied die Behörde, dass die Videoüberwachung der Zimmereingänge auf den Korridoren „eine übermäßige Beeinträchtigung des Privatlebens und der Persönlichkeit der Gäste, des Personals und dritter Personen und somit eine Verletzung des Grundsatzes der Verhältnismäßigkeit darstellt„.

Ebenfalls befand die Behörde bezüglich der Kamera im Bereich des Swimmingpools, dass „der angestrebte Zweck, also der Schutz der Gäste, im Fall des Poolbereichs durch weniger belästigende Mittel wie durch die physische Anwesenheit eines Hotelangestellten mit Rettungskenntnissen erreicht werden kann„.

Folglich können laut der Beurteilung der Datenschutzbehörde die strittigen Kameras „für die Erzielung des Zwecks der Verarbeitung der Daten der internen Video-Überwachungsanlage nicht als absolut notwendig angesehen werden„.

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