Mehr Urlaub für Soldaten in Griechenland soll Kosten sparen

13. November 2010 / Aufrufe: 607

Die Befehlshaber bestimmter Militäreinheiten in Griechenland schreiten aus Kostengründen zur Erhöhung der gestatten Ausgänge und Beurlaubungen.

Soweit nicht der Wachdienst und allgemein die Arbeiten innerhalb der Kasernen beeinträchtigt werden, erteilen die Kommandeure etlicher militärischer Einheiten den Soldaten häufiger Ausgang und Übernachtungs- oder Kurzurlaub von 2 – 3 Tagen, um auf diese Weise Kosten für Essensportionen einzusparen. Da die Soldaten auf Ausgang oder Urlaub nicht in den Kasernen verpflegt werden müssen, fallen somit insbesondere über die Wochenenden die Ausgaben für den Einkauf von Lebensmitteln geringer aus.

Laut in der Tageszeitung To Vima publizierten und erstmalig der Öffentlichkeit preisgegebenen Angaben gibt der Staat 3,60 Euro bzw. in den Spezialeinheiten bis zu über 5 Euro für die tägliche Verpflegung eines Soldaten aus, wenn sich dieser in seiner Einheit aufhält. Die Verköstigung der Wehrpflichtigen kommt folglich nicht besonders teuer zu stehen, jedoch möchte die Führung des Verteidigungsministeriums bei den Betriebskosten sparen – allerdings natürlich ohne dadurch die Wehrbereitschaft der Streitkräfte zu mindern.

Indem den Soldaten häufiger Ausgang und Übernachtungen außerhalb der Kasernen gestattet werden und weniger Essensrationen einzukaufen sind, wird also Geld gespart. Die wirtschaftliche Krise, das Moratorium und die Beschlüsse des IWF bescherten laut der selben Quelle dem griechischen Pentagon erkleckliche Schulden. Dabei wird allerdings noch am wenigsten für Lebensmittel geschuldet, auch wenn es in Gebieten in Nordgriechenland militärische Einheiten gibt, die sogar bei Metzgereien mit Schulden in der Kreide stehen.

Wie weiter angeführt wird, liegen die Verbindlichkeiten des Militärs für Lebensmittel bei 4 Millionen Euro,  und kürzlich wurde deswegen ein gewisser Betrag zur endgültigen Bezahlung der Lieferanten bereitgestellt. Die meisten (Alt-) Schulden der Streitkräfte wurden allerdings seit 2005 „vererbt“ und rühren aus der Beschaffung von Treibstoff her. In diesem Sinn kommt es nicht von ungefähr, dass Treibstoff für Militärfahrzeuge bei Raffinerien „auf Pump“ gekauft wurde. Gemäß den Berechnungen von Militärs belaufen sich die Verbindlichkeiten aus unbeglichenen Treibstoffkäufen auf insgesamt etwa 200 Millionen Euro, allerdings fanden sich unlängst Mittel in Höhe von etwa 100 Millionen Euro für die Reduzierung der Verbindlichkeiten.

Ein – und zwar beachtenswertes – Defizit besteht seit Jahren auch auf dem Bereich der Versorgung der Militärkrankenhäuser, hauptsächlich mit Medikamenten und medizinischem Material. Hier werden ebenfalls Anstrengungen zum Abbau der Verbindlichkeiten unternommen.

  1. Felix
    10. Januar 2011, 18:42 | #1

    Mit Urlaub Geld sparen helfen, na, wenn das nichts ist… 🙂

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