Immobilienbesitzer in Griechenland protestieren gegen teuren Energiepass

29. Oktober 2010 / Aufrufe: 461

Die Immobilienbesitzer in Griechenland protestieren gegen die hohen Kosten für den obligatorischen Gebäude-Energiepass und fordern einen einjährigen Aufschub der Maßnahme.

Der Panhellenische Verband der Immobilienbesitzer (POMIDA) fordert von der Regierung die Aufhebung der gesetzlich festgesetzten Mindestvergütungen für die Ausstellung der in Griechenland ab Anfang 2011 auch für ältere Immobilien obligatorischen Energiezertifikate und einen einjährigen Aufschub der Pflicht, diese Zertifikate den Kauf- und Mietverträgen beifügen zu müssen.

Konkret muss in Griechenland gemäß der aktuellen Gesetzeslage ab dem 09. Januar 2011 jedem Vertrag über den Verkauf oder die Vermietung einer Immobilie eine Bescheinigung über die Energiebilanz des Objekts beiliegen, was bei den Immobilienbesitzern auf energischen Protest stößt, da die hohen Kosten für die Ausstellung des Energiepasses die finanziellen Möglichkeiten zahlreicher Eigentümer übersteigen.

In diesem Zusammenhang ist anzumerken, dass erst neulich mit dem Präsidialdekret 100/2010 ein „Schema für Mindesthonorare“ der Energie-Inspekteure für die Begutachtung der ab dem 09. Januar 2011 zur Veräußerung oder Vermietung gebrachten Immobilien verabschiedet wurde, wonach sich folgende (Netto-) Kosten ergeben:

  • 3,07 Euro je Quadratmeter für jede Art von Gebäuden und Wohnungen, bei einer Mindestvergütung von 369 Euro.
  • 2,46 Euro je Quadratmeter für jede einzelne in einem Mehrfamilienhaus gelegene Wohnung, bei einer Mindestvergütung von 246 Euro.
  • 1,85 Euro je Quadratmeter für jede Art von Einfamilienhäusern, bei einer Mindestvergütung von 246 Euro.
  • 1,23 Euro je Quadratmeter für ein gesamtes Mehrfamilienhaus (sofern sich alle Wohnungseigentümer einigen und zustimmen), bei einer Mindestvergütung von 246 Euro.
  • 221 – 369 Euro für die Heizkessel und Zentralheizungsanlagen der älteren Mehrfamilienhäuser.
  • 369 – 615 Euro für die Klimaanlagen von Gebäuden und Wohnungen mit mehr als vier Austauscheinheiten.

Laut dem POMIDA ist die vorstehende Preisliste insbesondere auch hinsichtlich der gesetzlich verfügten obligatorischen Mindestvergütung der Inspekteure „einfach unannehmbar“, zumal die resultierenden Beträge die von der vorherigen Regierung angekündigte Höchstvergütung von maximal 1,00 Euro pro Quadratmeter um bis zu einem Mehrfachen übersteigen.

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