Gastwirte in Griechenland wollen Rauchverbot kippen

14. Oktober 2010 / Aktualisiert: 16. Oktober 2010 / Aufrufe: 633

Die Gastwirte in Griechenland verlangen unter Berufung auf die finanziellen Folgen für ihre Branche eine Aussetzung des allgemeinen Rauchverbots.

Unter Berufung auf die ernsthaften wirtschaftlichen Auswirkungen des in Griechenland Anfang September 2010 in Kraft getretenen verschärften Rauchverbots auf die Gastronomiebetriebe fordern die Gastwirte die Aussetzung des Rauchverbots und erklären sich entschlossen, ab Montag (18. Oktober 2010) wieder Aschenbecher in ihren Betrieben aufzustellen. (Es sei angemerkt, dass derzeit schon allein das Vorhandensein eines Aschenbechers in einem Restaurant mit gepfefferten Geldstrafen bzw. im Wiederholungsfall bis hin zum Entzug der Lizenz geahndet wird – und zwar auch dann, wenn definitiv nicht geraucht wird!)

Der Vorstand des Panhellenischen Dachverbandes der Gastronomie- und verwandten Betriebe (POESE) und das Plenums der Vorsitzenden seiner Mitgliedsverbände beschlossen bei einer gemeinsamen Sitzung, deren Thema die Ergreifung von Maßnahmen zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Auswirkungen durch die Umsetzung des Rauchverbots und die Folgen für die Überlebensfähigkeit der Betrieb war, einstimmig:

  • Bis zum 17. Oktober 2010 mit dem Gesundheitsministerium den Dialog darüber fortzuführen, das Anti-Raucher-Gesetzes auszusetzen bis das Land die Wirtschaftskrise überwunden haben wird.
  • Bevollmächtigung des Vorstand des POESE, seine Mitglieder nach dem Verstreichen der Frist (17.10.2010) dazu aufzurufen, in den Betrieben der Branche die Aschenbecher wieder aufzustellen und eine Ausweitung der Protestaktionen zu beschließen.

Der POESE merkt an, der Regierung bereits vor der Ratifizierung des Rauchverbots abgesehen von allen übrigen Argumenten auch seinen Einwand bezüglich des des Zeitpunktes des Inkrafttretens angesichts der Tatsache dargelegt hatte, dass sich der Umsatzrückgang der Branche auf fast 40% beläuft und in gewissen Präfekturen sogar noch höher liegt.

Weiter lautet es seitens des Verbandes: „Wenn auch noch der aufgrund des Rauchverbotes erwartete Umsatzrückgang (im EU-Durchschnitt -25%) hinzugerechnet wird, besteht nicht nur die Gefahr sondern ist sicher, dass tausende Unternehmen der Branche schließen werden„.

  1. Apateonas
    14. Oktober 2010, 12:47 | #1

    Als Nichtraucher wird man in GR regelrecht „zugequalmt“.
    Nichtraucher haben bisher überhaupt keine Rechte.
    In Restaurants gehe ich dort NUR, wenn man draußen sitzen kann!
    Es ist auch eine UNVERSCHÄMTHEIT den KINDERN gegenüber, wie sich so manches „Raucherschwein“ verhält. Das sage ich genau so, weil ich vor Jahren schon mal Raucherräume reinigen durfte. Die Sauereien vom Teer den die hinterlassen kriegt man nicht mal mit Nitroverdünnung ab !!!

  2. Tomas Andersson
    16. Oktober 2010, 13:47 | #2

    Irgendwie bin ich grad nicht sicher, ob ich den Beitrag jetzt gut oder schlecht finden soll

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