ALDI zieht sich endgültig aus Griechenland zurück

21. Juli 2010 / Aufrufe: 3.989

Der Konzern ALDI Süd gab bekannt, aufgrund der ungünstigen Bedingungen in Griechenland den Betrieb seiner Tochtergesellschaft ALDI Hellas bis Ende 2010 endgültig einzustellen.

Die griechische Tochtergesellschaft ALDI Hellas des Konzerns ALDI Süd betreibt derzeit in Griechenland 38 Verkaufsgeschäfte und verfügt über ein Logistik-Zentrum in Thessaloniki und ein zentrales Auslieferungslager in Patras. Weiter beschäftigt die Gesellschaft in Griechenland zur Zeit ungefähr 700 Arbeitskräfte und kooperiert auf dem Sektor der Produktion mit mehr als 130 griechischen Industriebetrieben, und Manufakturen zu denen unter anderem etablierte und namhafte Unternehmen wie Nikas (Fleisch- und Wurstwaren), MEVGAL und AGNO (Molkereiprodukte), die Getreidemühlen Loulis, Melissa – Kikizas (Nudeln / Teigwaren), Gebr. Haitoglou (Sesam-Produkte) und die Papierfabriken Patras zählen.

Es sei angemerkt, dass der Tengelmann-Konzern seine griechische Tochtergesellschaft Plus Hellas bereits 2009 an die griechische Supermarkt-Kette Alfa Beta Vassilopoulos verkaufte und die griechische Kette ATLANTIS kürzlich einen Konkursantrag stellte.

Der endgültige Beschluss bezüglich der Aufgabe der ALDI Hellas bzw. des griechischen Markts wegen Unrentabilität soll von der Muttergesellschaft ALDI Süd bereits im Juni 2010 getroffen worden sein. Marktkreisen zufolge konnte ALDI in Griechenland nicht das erhoffte Vertrauen der Konsumenten gewinnen, was vorrangig auf die starke Konkurrenz durch die in Griechenland seit Jahren auf dem Sektor der Niedrigpreis-Supermärkte etablierten LIDL HELLAS zurückgeführt wird.

Die Offizielle Bekanntmachung der ALDI Süd

Nachdem bereits seit geraumer Zeit Gerüchte bezüglich der Aufgabe der ALDI Hellas und den Rückzug aus Griechenland kursierten, welche sowohl die Arbeitnehmer als auch die Lieferanten und kooperierenden Unternehmen verunsicherten, publizierte die ALDI Süd schließlich folgende lapidare Bekanntmachung:

„Der Konzern ALDI Süd beabsichtigt die Einstellung des Betriebs der 38 Filialen in Griechenland. Es laufen Verhandlungen mit Interessenten über den Aufkauf und die Weiterführung der Aktivitäten.

Der Konzern ALDI Süd wird sich auf den weiteren Ausbau des Netzes in den übrigen neun Ländern (Deutschland, Österreich, Schweiz, Slowenien, Ungarn, Großbritannien, Irland USA, Australien) konzentrieren, wo er mit großem Erfolg aktiv und mit insgesamt 4.200 Filialen präsent ist.

Die ALDI Hellas bedankt sich bei ihren Kunden für das entgegengebrachte Vertrauen.“

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