Bombenanschläge in Athen und Thessaloniki in Griechenland

14. Mai 2010 / Aktualisiert: 25. August 2015 / Aufrufe: 618

Bei zwei Bombenanschlägen in Griechenland detonierten am 13. Mai 2010 im Stadtteil Korydallos in Athen und am 14. Mai 2010 im Zentrum von Thessaloniki starke Sprengsätze.

Am Mittag des Freitag (14.05.2010) detonierte in dem im Zentrum von Thessaloniki bzw. dem Innenstadtbezirk Vardari gelegenen Gerichtsgebäude ein starker Sprengsatz und verursachte erhebliche Sachschäden. Ein 60-jähriger Justizbeamter wurde leicht verletzt. Der Bombenanschlag ereignete sich nicht einmal 24 Stunden nach dem am Vortag im Athener Stadteil Korydallos in der Nähe der dort befindlichen Haftanstalt ausgeübten Terroranschlag.

Laut den publizierten Informationen ging um 13:01 Uhr bei dem griechischen Fernsehsender ALTER ein anonymes Telefonat ein, in dem angekündigt wurde, dass in dem zentralen Gerichtsgebäude von Thessaloniki in 20 Minuten eine Bombe explodieren werde. Eine Minute später rief in Athen ein Unbekannter bei der Redaktion der Tageszeitung Eleftherotypia an und gab bekannt, in der im Keller des Gerichtsgebäudes in Thessaloniki gelegenen Herrentoilette einen Sprengsatz deponiert zu haben, der in 30 Minuten detonieren werde.

Die Polizei sperrte die Gegend umgehend ab und werlangte die Evakuierung des Gebäudes. Etwa 20 Personen der sich in dem Gerichtsgebäude befindlichen Menschenmenge sollen sich allerdings geweigert haben, das Gebäude zu verlassen, da sie den Bombenalarm als eine der üblichen Farcen erachteten. Glücklicherweise wurde außer dem erwähnten Justizbeamten niemand verletzt.

Zwei Bombenanschläge innerhalb von 24 Stunden

Mit dem Bombenanschlag in Thessaloniki ereignete sich in Griechenland der zweite Terroranschlag innerhalb von nur 24 Stunden. Am Abend des Donnerstag (13. Mai 2010) detonierte in Athen um 22:12 Uhr ein Sprengsatz in der Nähe der Gefängnisanlagen im Stadtteil Korydallos. Auch hier wurde glücklicherweise nur eine einzige Person leicht verletzt, die starke Explosion verursachte jedoch umfangreiche Sachschäden und brachte sogar noch in einer Entfernung von bis zu fast einem Kilometer Fensterscheiben zum Zersplittern.

Auf Basis konkreter Indizien erachten die Beamten der mit dem Fall beschäftigten Anti-Terror-Behörde als möglich, dass hinter dem Anschlag die Organisation „Kerne des Feuers“ steht, ohne jedoch gleichzeitig jede andere Möglichkeit auszuschließen. Gemäß den selben Einschätzungen war angesichts der Tatsache, dass in den Gefängnisanlagen in Korydallos einige der festgenommenen Mitglieder der Terrororganisation „Kerne des Feuers“ inhaftiert sind, das Ziel des Bombenanschlages symbolisch. Vor diesem Hintergrund wird als möglich erachtet, dass die Täter ein Signal der Solidarität setzen und parallel deutlich machen wollten, dass die „urbane Guerillas-Bewegung“ ihre Aktivitäten fortsetzt.

Die Feuerwerker schätzen, dass der starke Sprengsatz aus rund 10 Kilo Sprengstoff bestand. Die Polizei forscht nach möglichen Zusammenhängen zwischen dem Bombenanschlag in Korydallos vom 13. Mai 2010 und dem am darauffolgenden Tag verübten Bombenanschlag auf das Gerichtsgebäude in Thessaloniki.

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