Zigaretten in Griechenland um bis zu fast 90 Prozent teurer

12. Januar 2010 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 7.617

Aufregung verursacht bei Inhabern von Kiosken und Tabakläden die für ihren Geschäftszweig „katastrophale“ Erhöhung der Tabaksteuer. Die Händler sehen im oberen Preissegment der Zigaretten eine Verteuerung von derzeit 3,20 Euro auf 5,40 Euro pro Schachtel voraus.

Gemäß den Berechnungen der Branche werden sich aufgrund der am 08. Januar 2010 beschlossenen Erhöhung der Tabaksteuer in Griechenland die Preise für die teureren Zigaretten auf 5,40 Euro, im mittleren Preissegment auf 4,00 Euro und im Niedrigpreissegment auf 2,40 Euro pro 20-er Päckchen erhöhen. Seitens der Regierung wurde dagegen anfänglich dargestellt, dass sich selbst bei den teureren Zigaretten der bisherige Preis von 3,20 Euro pro Päckchen um nur etwa 0,50 Euro erhöhen werde.

Die Händler vertreten die Ansicht, dass sich die Konsumenten aufgrund des hohen Preisunterschiedes den Billigzigaretten zuwenden werden. Dies werde sowohl erhebliche Einnahmeverluste für den Staat als auch großer Schaden für den Tabakeinzelhandel zum Resultat haben.

Es sei angemerkt, dass 52% des Umsatzes der Kiosk-Geschäfte aus Tabakprodukten herrührt.

Der Vorsitzende des Verbandes der gewerblichen Kiosk-Mieter und Tabakhändler Griechenlands I. Plakopoulos erklärte, dass sich mit der Erhöhung der analogen Besteuerung auf 70% des zu ermittelnden Preises in Kombination mit der Mehrwertsteuer und der pauschalen Basissteuer die Gesamtbesteuerung des Endpreises auf 84,23% bestimmt.

Unter den derzeitigen Gegebenheiten werden somit die teureren Zigaretten zu 3,20 Euro pro 20-er Päckchen, die bisher einen Marktanteil von 47% ausmachten, einen Preis von 5,40 Euro erreichen und auf einen Marktanteil von etwa 10% sinken.

Selbst die Zigaretten des mittleren Preissegmentes, die bisher 2,40 Euro pro 20-er Päckchen kosteten und einen Marktanteil von 27% hielten, werden einen Preis von 4,00 Euro erreichen und ebenfalls auf einen Marktanteil bei 10% sinken.

Die Billigzigaretten zu bisher 2,00 Euro pro 20-er Päckchen und mit einem Marktanteil von 26% werden dagegen fortan 2,40 Euro pro Päckchen kosten und einen Marktanteil von 80% der Summe aller Tabakprodukte erreichen.

All dies wird gemäß den Einschätzungen der Branche zu deren völligem Zusammenbruch führen. Weiter sieht der Verband einen explosiven Anstieg des Schmuggels und Schwarzhandels voraus.

  1. FDominicus
    12. September 2011, 09:37 | #1

    Zigaretten als Geld?
    Nicht unbekannt.

  2. Peter
    7. Oktober 2011, 07:14 | #2

    Hallo, jetzt sind schon fast 2 Jahre vergangen und die Branche mit den Zigaretten ist scheinbar noch nicht zusammen gebrochen. Leider bekommt man in Deutschland fast keine Aussagen darüber oder ich habe sie noch nicht endeckt. Aber die Bevölkerung wird wohl weiter auf die Billigzigaretten umgestiegen sein. Könnten Sie vielleicht ein Update zu den evtl. Steuererhöhungen in den letzten Tagen einstellen? Oder auf Inhalte verweisen, die dazu Informationen haben. Vielen Dank

  3. admin
    7. Oktober 2011, 17:17 | #3

    @Peter
    Die Branche soll ja in Wirklichkeit auch gar nicht zusammenbrechen, schließlich ist die ständig steigende Tabak- bzw. Zigarettensteuer fest in den Haushaltsplan eingerechnet.
    Die letzte Erhöhung der Zigarettensteuer kam August 2011 bei den Konsumenten an und schlug sich bei den „Billigzigaretten“ mit 40 Cent pro Päckchen nieder – womit in diesem Segment die Preise nun im Bereich bei 3,50 € – 4,00 € liegen.

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