Straßenblockaden der Bauern in Griechenland kosten Unternehmen in Thessaloniki eine halbe Milliarde Euro

28. Januar 2010 / Aufrufe: 367

Die Straßenblockaden der protestierenden Bauern in Griechenland haben die bei der IHK Thessaloniki registrierten Unternehmen bisher fast eine halbe Milliarde Euro gekostet. Diese Angabe geht aus einer Untersuchung der Industrie- und Handelskammer Thessaloniki hervor, welche von dem Unternehmen „Palmos Analysis“ mittels eines strukturierten Fragenkatalogs durchgeführt wurde.

Gemäß dem Ergebnis der Erhebung geben 83% der befragten Unternehmen an, dass die Proteste der Bauern und die an zahlreichen Punkten des nationalen Straßennetzes errichteten Verkehrsblockaden sich auf ihren Geschäftsbetrieb ausgewirkt haben. Die insgesamt für die befragten Unternehmen durch die Proteste verursachte wirtschaftliche Belastung beläuft sich auf durchschnittlich jeweils 20.000 Euro, was auf die Summe aller Mitglieder der IHK Thessaloniki hochgerechnet einen wirtschaftlichen Gesamtschaden von bisher etwa 440 Millionen Euro bedeutet.

Von den befragten Unternehmen, welche eine Beeinflussung ihres Geschäftsbetriebes angaben, führten 8 von 10 Verzögerungen bei der Belieferung ihrer Kunden und 7 von 10 Verzögerungen bei ihrer eigenen Belieferung mit Grundmaterialien und Waren seitens ihrer Lieferanten an. Fast 5 von 10 Unternehmen bekundeten einen Rückgang ihres Umsatzes oder einen Rückschlag in der Zuverlässigkeit des Unternehmens gegenüber seinen Kunden.

Ebenfalls gefragt wurde in der Erhebung nach den Auswirkungen für die Unternehmen infolge der Sperrung der Nationalstraße Thessaloniki – Athen im Tal von Tempi wegen der im Dezember 2009 verzeichneten Bergrutsche. Etwa 75% gaben an, von der Sperrung betroffen worden zu sein, während auf Basis der Antworten bezüglich der wirtschaftlichen Auswirkungen aufgrund von Verzögerungen und erhöhten Transportkosten der Schaden für die Mitglieder der IHK Thessaloniki auf bisher etwa 140 Millionen Euro veranschlagt wird.

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