Geiselnahme in der Deutschen Schule in Thessaloniki – Griechenland

3. Dezember 2009 / Aktualisiert: 16. August 2011 / Aufrufe: 558

Ein bewaffneter 55-jähriger Mann drang am Mittwoch, dem 02. Dezember 2009, in die im Vorort Thermi der Stadt Thessaloniki in Griechenland gelegene Deutsche Schule ein und hielt vorübergehend drei Geiseln fest.

Nach Angaben der Polizei nahm der bewaffnete Täter in der Schule drei Geiseln, nämlich den Direktor der Schule, den Kassenwart und einen Lehrer. Nach 40 Minuten ließ er die Geiseln jedoch wieder frei und stellte sich etwas später der Kriminalpolizei Thessaloniki. Der Geiselnehmer hatte anfänglich ein Lösegeld in Höhe von 10 Millionen Euro verlangt.

Von Seite der Behörden wurde bekannt gegeben, dass der selbe Mann bereits zum zweiten Mal die Schule in Angst und schrecken versetzte. Im Mai 2006 war er einen Sprengstoffgürtel tragend in die Schule eingedrungen und hatte den Direktor und noch einen weiteren Angestellten entführt.

Die Schule wurde mit dem Bekanntwerden der Geiselnahme sofort evakuiert, ohne dass einer der Schüler gefährdet wurde, während in dem Gebiet starke Polizeikräfte anrückten und auch einen speziell geschulten Vermittler mitbrachten.

Der deutsche Außenminister Gido Westerwelle äußerte seine Erleichterung über den unblutigen Ausgang der Geiselnahme und bedankte sich in einer diesbezüglichen Pressemitteilung bei den griechischen Polizeikräften für die erfolgreiche Meisterung der Lage.

In Berlin war während der Dauer der Geiselnahme im Außenministerium bereits der für Sachen dieser Natur zuständige Krisenstab einberufen worden.

Pressemitteilung der Polizei

Im Rahmen seiner Mitteilung an die Presse betonte der Leiter der Kriminalpolizei Thessaloniki Dimitrios Tsaknakis, der Täter sei zur Durchführung seiner Pläne entschlossen gewesen. Bisher ist allerdings nicht bekannt, wie sich der Geiselnehmer in den Besitz der Waffen und des Sprengstoffes gebracht hat.

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