Freigabe der Straße Athen – Thessaloniki bei Tempi rückt in weite Ferne

26. Dezember 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 477
Landstraße
Umleitung über Landstraßen nach Sperrung der Nationalstraße 1 im Tal von Tempi

Spezialisten und Wissenschaftler stufen inzwischen das Szenarium, die nach umfangreichen Bergrutschen und Felsschlägen im Tal von Tempi gesperrte Nationalstraße 1 bzw. Europastraße 75 Athen – Thessaloniki in drei oder vier Monaten wieder freigeben zu können, als äußerst optimistisch ein. Einerseits setzen sich die Erdrutsche und Bergrutsche weiter fort, und andererseits wird auf die in ähnlichen Fällen gesammelten Erfahrungen wie beispielsweise in Malakasa verwiesen, wo die Widerherstellung des von erheblich weniger nachhaltigen Erdbewegungen verwüsteten Straßenabschnittes etwa drei Jahre in Anspruch nahm.

Die Verwüstung des im Ausbau befindlichen Abschnittes der griechischen Nationalstraße Athen – Thessaloniki im Tal von Tempi (Tempe) ereignete sich vor inzwischen mehr als einer Woche. Die Bergrutsche und Steinschläge setzen sich jedoch bis heute fort, was darauf hindeutet, dass sich die Erdbewegungen immer noch in Entwicklung befinden. Die ausgedehnten Erdrutsche und Bergrutsche bei Malakasa und auch auf dem Abschnitt der Nationalstraße Korinth – Tripolis im Gebiet bei Paradisia – Tsakonas werden als weniger schwer eingestuft und sind somit nur bedingt vergleichbar. Trotzdem benötigte die Widerherstellung der Straße bei Malakasa fast drei Jahre, während auf der Nationalstraße Korinth – Tripolis die Arbeiten immer noch nicht abgeschlossen sind.

Die Freigabe des gesperrten Straßenabschnittes der Nationalstraße Athen – Thessaloniki im Tal von Tempi rückt folglich zunehmend in die Ferne und Griechenland wird verkehrstechnisch für lange Zeit in zwei Teile geschnitten bleiben. Je nach Fahrtrichtung und Fahrzeugtyp bedeuten die eingerichteten weiträumigen Umleitungen zusätzliche Entfernungen von rund 100 bis fast 200 Kilometern, während sich die Fahrtzeiten von Thessaloniki nach Athen aufgrund der Nadelöhre auf den Umleitungsstrecken in etwa verdoppeln.

Die Behörden werden sich vorerst primär darauf konzentrieren, die zum Teil in einem völlig unzureichenden Zustand befindlichen Landstraßen der vorläufigen Umgehungsstrecken auszubauen, um einem völligen Zusammenbruch des Straßenverkehrs auf der Nord-Süd-Achse vorzukommen. Es gilt allerdings praktisch als gegeben, dass im Fall – bisher glücklicherweise ausgebliebener – stärkerer Schneefälle der Verkehr definitiv zum Erliegen kommen wird.

  1. krinitsas
    10. März 2010, 15:14 | #1

    es ist eine unverschämte zumutung,so lange dafür zu brauchen,die EINE strasse,die
    nord und süd verbindet, in ordnung zu bringen.es ist gerade so,als ob man heute
    noch mit schaufel und spizthacke die schäden beseitigen müsste.aber das ist so
    typisch für griechenland,scheissegal was die bürger machen,wir fliegen sowieso
    mit dem hubschrauber durch die gegend.

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