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Archiv für Dezember, 2009

EFET zieht kontaminierte Vermicelli-Reisnudeln aus dem Verkehr

31. Dezember 2009 / Aufrufe: 321 Kommentare ausgeschaltet

Der griechische Träger für Lebensmittelkontrollen (EFET) hat mit dem ungenehmigten genmanipulierten Reis Bt63 kontaminierte Reisnudeln aus China aus dem Verkehr gezogen.

Wie der EFET bekannt gab, geht es um Reisnudeln Vermicelli chinesischer Herkunft, die in Griechenland unter der Handelsmarke „Double Phoenix Brand, Guangdong“ vertrieben werden. In dem Produkt wurde der in China entwickelte genveränderte Reis der Variante Bt63 (Bt63-Reis) nachgewiesen. Bei der kontaminierten Ware handelt es sich um Packungen mit 500 gr Inhalt der Produktionspartie 080914 ART NR 7415 und Verfallsdatum den 30.09.2010.

Es sei angemerkt, dass Reis und Reisprodukte aus China seit April 2008 vor dem Import in die EU obligatorisch auf Spuren gentechnisch veränderter Reissorten untersucht werden müssen.

Areopag billigt Mietminderung aufgrund sinkender Teuerungsrate in Griechenland

31. Dezember 2009 / Aktualisiert: 22. April 2010 / Aufrufe: 480 Kommentare ausgeschaltet

Der Areopag (= Oberster Gerichtshof in Zivil- und Strafsachen in Griechenland) befand, dass in Einklang mit dem Zivilgesetzbuch der Mietzins einer Immobilie gerichtlich reduziert werden kann, wenn die Inflationsrate gesunken ist.

Der Beschluss wurde anlässlich des Falles eines Unternehmens gefasst, welches im Zentrum von Athen ein mehrstöckiges Parkhaus mit 114 Stellplätzen für fünf Jahre gemietet hatte; danach wurde die Vermietung verlängert. Bei Vertragsabschluss war eine jährliche Erhöhung des Mietzinses um jeweils 15 % vereinbart worden, weil diese Erhöhung die damalige Teuerungsrate abdeckte.

Es folgte jedoch eine erhebliche Minderung der jährlichen Teuerungsrate, woraus sich eine „Unverhältnismäßigkeit zwischen Leistung und Gegenleistung“ ergab.
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Griechenland an erster Stelle bei Teuerungsrate in Eurozone

30. Dezember 2009 / Aufrufe: 326 Kommentare ausgeschaltet

Wie aus den von der Griechischen Verbraucherzentrale ausgewerteten Daten hervorgeht, liegt Griechenland innerhalb der Eurozone nach wie vor an der Spitze bei den Preiserhöhungen zahlreicher Produkte des Massenkonsums:

  • Griechenland weist mit 2,1 % die höchste Inflationsrate im Raum der EU auf, bei einem EU-Durchschnitt von 0,5 %.
  • Griechenland liegt bei Bekleidungsartikeln mit einer Teuerungsrate an der Spitze, Belgien folgt mit 0,9 % auf dem zweiten Platz, der EU-Durchschnitt liegt bei 0 %.
  • Griechenland liegt bei Schuhwerk mit einer Teuerungsrate von 2,8 % an der Spitze, gefolgt von Österreich mit 2,7 %, während der EU-Durchschnitt bei 0,7 % liegt.
  • Griechenland liegt bei Reparaturen von Haushaltsgeräten mit einer Teuerungsrate von 4,8 % auf dem ersten Platz, Spanien mit 4 % auf dem zweiten Platz, der EU-Durchschnitt liegt bei 2 %.
  • Griechenland liegt bei Dienstleistungen für Reparatur- und Wartungsarbeiten an Wohnungen mit einer Teuerungsrate von 4 % an der Spitze, Zypern mit 3,5 % auf dem zweiten Platz, der EU-Durchschnitt liegt bei 1,7 %.
  • Griechenland liegt bei Eisenbahnfahrpreisen mit einer Teuerungsrate von 36,5 % an der Spitze, auf dem zweiten Platz folgt Irland mit 8,3 %, der EU-Durchschnitt liegt bei 4,1 %.
  • Griechenland liegt bei den straßengebundenen Personenbeförderungsmitteln mit einer Teuerungsrate von 19,7 % an der Spitze, während Malta mit 5,2 % auf dem zweiten Platz folgt und der EU-Durchschnitt bei 3,2 % liegt.

OTE senkt ab 2010 Gebühren für Telefonanrufe in das Mobilnetz in Griechenland

30. Dezember 2009 / Aufrufe: 421 Kommentare ausgeschaltet

Die vormals staatliche griechische Telefongesellschaft OTE (Organismos Tileepikinonion Ellados = Träger für Telekommunikation Griechenlands) wird ab dem 01. Januar 2010 die Gebühren für Anrufe aus dem OTE-Festnetz in die Mobilnetzte aller griechischen Anbieter leicht senken.

Telefonate aus dem Festnetz der OTE an Mobiltelefone der Netze Cosmote, Vodafone und Wind werden demnach ab 2010 bis zu 14,4 % weniger kosten. Derzeit gilt für Anrufe aus dem OTE-Festnetz in die Mobilnetze aller Anbieter in Griechenland ein einheitlicher Tarif von 0,001915 Euro pro Sekunde beziehungsweise 0,1149 Euro (inkl. MwSt.) pro Minute.

Weitere Todesfälle wegen Schweinegrippe in Griechenland

30. Dezember 2009 / Aufrufe: 183 Kommentare ausgeschaltet

Obwohl die pandemische Welle der Infektionen mit der Schweinegrippe in Griechenland derzeit abzuklingen scheint, steigt die Anzahl der Todesfälle weiterhin an.

Allein am Dienstag, dem 29. Dezember 2009, verstarben fünf Menschen nach der Infektion mit dem Virus H1N1 und drei weitere Personen verstarben am Mittwoch, womit sich die Anzahl der aufgrund der Schweinegrippe verzeichneten Todesfälle auf inzwischen 71 erhöht.

Insgesamt ist in Griechenland bisher rund 1 Million Menschen an der Neuen Grippe erkrankt. Schätzungen zufolge haben sich rund weitere 200.000 Personen mit dem Virus H1N1 infiziert, jedoch keine Symptome einer Erkrankung gezeigt. Einbezüglich der Personen, die sich gegen die Schweinegrippe impfen ließen, haben sich somit bei etwa 15 % der Gesamtbevölkerung Antikörper entwickelt. Nach Ansicht der Wissenschaftler müsste dieser Anteil allerdings bei wenigstens 30 % liegen, um einer pandemischen Infektionswelle einhalt gebieten zu können.

In Griechenland mag das ungewöhnlich gute Wetter zu dem derzeitigen Abklingen der Infektionswelle beigetragen haben. Trotzdem wird die Bevölkerung weiterhin aufgefordert, an der Aktion der Massenimpfung teilzunehmen und sich gegen die Schweinegrippe impfen zu lassen, da eine neue Infektionswelle sogar noch im März auftreten könne.

Raubmord in Lotterie-Annahmestelle im Athener Vorort Petroupolis

30. Dezember 2009 / Aufrufe: 320 Kommentare ausgeschaltet

Am Dienstagabend (29. Dezember 2009) wurde gegen 21 Uhr in Griechenland im Athener Vorort Petroupolis eine Lotterie-Annahmestelle „ProPo“ überfallen. Die beiden bewaffneten Täter schossen auf den 53-jährigen Besitzer des Geschäftes, der zwei Stunden später im Krankenhaus „Evangelismos“ an den Schussverletzungen verstarb.

Die Täter entwendeten aus der Kasse der Lotterie-Annahmestelle einen Geldbetrag bisher unbekannter Höhe und konnten unbehelligt fliehen.

Vor dem Raubmord in Petroupolis waren zwei Überfälle auf Supermärkte in den Athener Vororten Patisia und Neo Iraklio ausgeübt worden. Auch hier konnten die Täter jeweils unbehelligt mit einer Beute in bisher unbekannter Höhe entkommen.

Nachfrist für Fahrzeugsteuer in Griechenland bis Mitte Januar 2010

29. Dezember 2009 / Aufrufe: 308 Kommentare ausgeschaltet

Das griechische Wirtschaftsministerium gab eine Verlängerung der regulär am 31. Dezember 2009 auslaufenden Frist für die Entrichtung der Kraftfahrzeugsteuer für das Jahr 2010 bis zum 15. Januar 2010 bekannt. Die Nachfrist bezieht sich auch auf die Einzahlung der Kfz-Steuer bei den Banken und der Post.

Angesichts des starken Andrangs bei den Finanzämtern können ebenfalls Fahrzeughalter, die ihre Fahrzeuge mit steuertechnischer Wirkung bis zum 31. Dezember 2009 vorläufig stillzulegen beabsichtigten, die Abmeldung ausnahmsweise bis zum 15. Januar 2010 vornehmen, ohne die regulär fällige Fahrzeugsteuer für das Jahr 2010 entrichten zu müssen.

Es sei darauf hingewiesen, dass in Griechenland zur vorläufigen Abmeldung eines Fahrzeuges die Fahrzeugpapiere und Kennzeichen bei dem zuständigen Finanzamt einzureichen sind. Zusätzlich zu den übrigen Unterlagen wird allerdings auch ein Nachweis gefordert, dass der Halter des Fahrzeuges über einen geeigneten Stellplatz für das abzumeldende Fahrzeug verfügt. Dazu wird auf breiter Basis sowohl die Vorlage des Formulars E9 (Deklaration des Immobilienbesitzes) als schließlich auch eine eidesstattliche Erklärung verlangt, dass das Fahrzeug für die Dauer der vorübergehenden Stilllegung auf einer privaten Fläche abgestellt sein wird.

Viele Fahrzeugbesitzer können die horrende Kfz-Steuer nicht zahlen

Zehntausende Besitzer insbesondere älterer Autos haben ihre Fahrzeuge bereits abgemeldet, weil sie nach der rigorosen und willkürlichen Erhöhung der Autosteuer in Griechenland nicht mehr in der Lage sind, die zum Teil horrenden Kraftfahrzeugsteuern aufzubringen. In zahllosen Fällen übersteigt die neue Autosteuer nebst aller Zusatz- und Sonderabgaben den Zeitwert der besteuerten Fahrzeuge bis um ein Mehrfaches.

Die Dachorganisation der griechischen Verbraucherorganisationen INKA hat inzwischen zusammen mit betroffenen Fahrzeughaltern vor dem Obersten Verwaltungsgerichtshof eine Klage erhoben, die sich unter anderem auf die Verfassungswidrigkeit der sowohl von der Form her rechtswidrig verfügten als auch gegenständlich selektiven und willkürlichen Erhebung der erhöhten Fahrzeugsteuer bzw. Sonderabgabe beruft.

Detaillierte Informationen: Kfz-Steuer und Sonderabgaben auf Fahrzeuge in Griechenland

Frühlingswetter zu Silvester in Griechenland

29. Dezember 2009 / Aufrufe: 368 Kommentare ausgeschaltet

Laut den Prognosen der Meteorologen wird in Griechenland über Neujahr ähnliches Wetter wie auch schon während der Weihnachtsfeiertage herrschen. Hauptmerkmale der Wetterlage werden ein leichter Temperaturanstieg, Südwinde und lokale Niederschläge hauptsächlich im Westen Griechenlands sein.

Konkret wird für Mittwoch, den 30. Dezember 2009, global eine leichte und im Westen und Norden des Landes dichtere Bewölkung erwartet, wobei während der frühen Morgenstunden mit Nebel zu rechnen ist. Der Wind wird allgemein aus Südwesten wehen und eine Stärke von 4 – 5, lokal auch bis 6 auf der Beaufortskala erreichen. Die Tageshöchsttemperaturen werden im Norden bei 16 – 17 C°, auf dem übrigen Festland und im Ionischen Meer bei 18 – 19 C° und auf den Inseln der Ägäis bei 20 C° liegen.

Am Donnerstag wird das Wetter relativ warm sein, bei lockerer beziehungsweise im Westen und Norden zeitweise auch dichterer Bewölkung. In den Morgenstunden wird wieder Nebel auftreten, während die Südwestwinde eine Stärke von 5 – 6 und über dem Meer bis zu 7 Beaufort erreichen werden.

Die Temperaturen werden auch am Neujahrstag mehr oder weniger unverändert bleiben und nur im Nordwesten des Landes um etwa 2 C° sinken. Im übrigen wird mit leichter Bewölkung gerechnet, die sich jedoch im Westen schnell verdichten und hauptsächlich im Nordwesten zu lokalen Niederschlägen führen wird.

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Bombenanschlag auf Gebäude der Versicherungsgesellschaft Ethniki in Athen

28. Dezember 2009 / Aufrufe: 242 Kommentare ausgeschaltet

Am späten Sonntagabend (27. Dezember 2009) detonierte in dem Gebäude der griechischen Versicherungsgesellschaft „Ethniki“ an der Straße Leoforou Syngrou im Zentrum von Athen – Griechenland ein starker Sprengsatz.

Die äußerst starke Explosion war in einem weiten Umkreis wahrnehmbar und verwüstete das Erdgeschoss des sechsstöckigen Bürogebäudes der Versicherungsgesellschaft „Ethniki“ praktisch vollständig. Etliche Anwohner glaubten im ersten Augenblick, es habe ein kräftiges Erdbeben stattgefunden. Durch die enorme Druckwelle wurden zahlreiche in der Nähe des Gebäudes geparkte Fahrzeuge und sogar auch ein auf der gegenüberliegenden Straßenseite der Leoforou Syngrou befindliches Bankgebäude beschädigt.

Menschen kamen glücklicherweise nicht zu Schaden, da die Polizei nach einem bei der Redaktion der Zeitung „Eleftherotypia“ etwa eine Viertelstunde vor der Explosion eingegangenen Warnanruf den in der Regel rund um die Uhr stark frequentierten Ort rechtzeitig absperren konnte.

Da sich zunächst niemand offiziell zu dem Terroranschlag bekannt hatte, war in ersten Einschätzungen die Rede von der Organisation „Epanastatikos Agonas“ (= Revolutionärer Kampf), die bereits in der Vergangenheit wiederholt mit extrem starken Sprengsätzen Anschläge auf Gebäude mit besonderem Symbolcharakter verübt hat. Laut aktuellen Informationen soll inzwischen im Internet ein Bekennerschreiben der Organisation „Pyrines tis Fotias“ (= Kerne des Feuers) aufgetaucht sein, von dessen Authentizität jedoch die Behörden bisher nicht überzeugt sind.

Zwei neue Todesfälle wegen Schweinegrippe in Griechenland

27. Dezember 2009 / Aufrufe: 226 Kommentare ausgeschaltet

Im Laufe des heutigen Sonntags (27.12.2009) verstarben in Griechenland zwei weitere Personen an der Schweinegrippe. Insgesamt sind damit in Griechenland nach einer Infektion mit dem Virus H1N1 bereits 62 Personen verstorben.

Bei den Verstorbenen handelt es sich um einen 71-jährigen Mann mit einer Erkrankung der Atemwege und eine herzkranke 79-jährige Frau. Beide Personen hatten sich nachweislich mit dem Virus H1N1 infiziert und wurden in kritischem Zustand in Intensivstationen eingeliefert, wo sie trotz der Bemühungen der Ärzte schließlich verstarben.

Ebenfalls in kritischem Zustand werden derzeit auf Intensivstationen ein vor der Infektion mit der Neuen Grippe völlig gesunder 36-jähriger Mann und ein bereits vor der Infektion mit der Schweinegrippe unter Nierenversagen leidender 68-jähriger Mann behandelt.

Jedenfalls zeichnete sich in Griechenland inzwischen ein deutlicher Rückgang der Neuerkrankungen an der Schweinegrippe ab. Da jedoch eine zweite oder sogar auch dritte Infektionswelle nicht ausgeschlossen werden kann, appellieren die Behörden weiterhin an alle Schichten der Bevölkerung, an der Mitte November 2009 angelaufenen Aktion zur Massenimpfung teilzunehmen und sich gegen die Schweinegrippe impfen zulassen.