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Archiv für die Kategorie ‘Wirtschaft’

Griechenlands heimlicher Schuldenschnitt

21. April 2019 / Aufrufe: 517 Kommentare ausgeschaltet

Wie bei der öffentlichen Verschuldung Griechenlands eine stille Umstrukturierung erfolgte.

Wenn Griechenland seine europäischen Gläubiger zu überzeugen schafft, die Zielvorgabe für den Primärüberschuss zu reduzieren, wird es das zum Teil etwas verdanken, das unbemerkt passiert ist.

Die „Beschneidung“ der Verschuldung kann zwei Formen annehmen. Die bekannteste und verständlichste ist der „Cut“ des Nennbetrags der Verschuldung. Man schuldet 1.000 Euro und der Gläubiger reduziert einem die Schuld, z. B. auf 600 Euro – mit dem Resultat, dass man Tilgungsraten für einen geringeren Betrag bezahlt.
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Griechenland: vom Brain-Drain zum Tax-Drain

17. April 2019 / Aufrufe: 481 Kommentare ausgeschaltet

Nach der Abwanderung von Talenten wird in Griechenland nun auch eine zunehmende Tendenz zur Abwanderung von Steuerzahlern verzeichnet.

Die Abwanderung qualifizierten Personals ins Ausland während der Jahre der Krise hat für die Wirtschaft Griechenlands verschiedene Nebenwirkungen. Das selbe gilt auch für die Abwanderung anderer Personen aus steuerlichen Gründen in Länder des Auslands.

Manchmal sprechen wir über verschiedene Themen, gehen jedoch darüber hinweg, bis wir auf einen Bekannten oder Bekannte treffen, die uns ihre persönlichen Geschichten erzählen. So geschah es jüngst mit einem Bekannten, der in den beiden letzten Jahren Steuereinwohner Zyperns wurde, um – laut ihm selbst – der hohen Besteuerung und den Sozialabgaben in Griechenland zu entgehen. Offensichtlich hat er hohe Einkommen.
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Griechenland: Steuern sind keine Lösung

15. April 2019 / Aufrufe: 424 Kommentare ausgeschaltet

Wie lange noch wird Griechenland an seinem BIP gemessen mehr Geld ausgeben und beitreiben als im Durchschnitt die Eurozone und insbesondere auch Portugal?

Vor ungefähr zwei Monaten hatten wir einen in der Tourismus-Branche arbeitenden und Griechenland sehr gut kennenden Portugiesen gefragt, wie die Lage auf dem öffentlichen Sektor seines Landes sei, und meinten damit die Qualität und den Umfang der Dienste, die er den Bürgern bietet.

Wir erinnern uns sehr gut, was er uns sagte: „Dieses Thema lösten wir per Automatisierung der meisten Verkehrsvorgänge der Bürger und Unternehmen mit dem Staat.
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Griechenland durchschreitet barfuß Dornen

25. März 2019 / Aufrufe: 438 Kommentare ausgeschaltet

Der Weg der Wirtschaft Griechenlands ist mit Schlaglöchern übersät und es besteht die Gefahr, in einem von diesen stecken zu bleiben.

Die Hoffnung stirbt zuletzt. Jedoch kann die Hoffnung nicht die Aktivität substituieren. Die Politiker mögen sagen was sie sollen, mit dem heutigen Verstand sind die Aussichten jedoch nicht gut.

Ein Freund pflegt zu sagen, die zwei grundlegenden Charakteristika einer erfolgreichen Wirtschaft seien die Wettbewerbsfähigkeit und das Leistungsprinzip. Griechenland ist dafür zweifellos nicht berühmt.
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Griechenlands Opfer waren umsonst

20. März 2019 / Aufrufe: 779 Kommentare ausgeschaltet

Der deutsche Ökonom Dr. Joachim Starbatty vertritt, mit den Memoranden seien Griechenlands Opfer von 10 Jahren umsonst gewesen.

Ihr Griechen habt eine große Anstrengung für nichts unternommen„, meint der unabhängige Europa-Abgeordnete und Wirtschaftsprofessor Dr. Joachim Starbatty.

Dr. Joachim Starbatty ist unabhängiger Europa-Abgeordneter (er wurde mit der Alternative für Deutschland – AfD gewählt) und ist ebenfalls Professor für Wirtschaft an der Universität Tübingen und einer der in Deutschland und international angesehensten Ökonomen. Seine Wirtschaftsplattform war eins der Sprungbretter, das die nationalistische AfD nutzte um ihre Anteile in die Höhe zu katapultieren. Dr. Starbatty kehrte der Partei den Rücken, jedoch nicht seinen Ansichten.
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Warum Griechenlands Unternehmer nicht investieren

19. März 2019 / Aufrufe: 248 Kommentare ausgeschaltet

Allem voran die Überbesteuerung und weniger Finanzierungsschwierigkeiten halten Griechenlands Unternehmer davon ab, signifikante Investitionen zu tätigen.

Die hohe Besteuerung und die von der langjährigen Krise hervorgerufene Zurückhaltung halten in Griechenland die Investitionen zurück und die inländischen Unternehmen trotz der signifikanten Verbesserung des Gewinnverlaufs, den die langfristige „Diät“ bei den Kosten brachte, auf einer Bahn „sanften“ Wachstums.

Das ist die grundlegende Schlussfolgerung der jährlichen Erhebung, welche die Grant Thornton durchführt und die verfügbaren Wirtschaftsfakten von 8.000 Unternehmen aus 92 Wirtschaftszweigen für den Zeitraum 2011 – 2017 analysiert. Die besagten Angaben werden in der Studie mit den Erwartungen der Unternehmer für die kommenden 12 Monate in Zusammenhang mit der Entwicklung von Umsätzen, Gewinnverlauf, Investitionen und Beschäftigung in Beziehung gesetzt.
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Griechenlands Überschüsse sind unrealistisch

3. März 2019 / Aufrufe: 270 Kommentare ausgeschaltet

Pierre Moscovici charakterisiert die von Griechenland bis 2060 zugesagten hohen Primärüberschüsse als nicht realistisch.

In Griechenland zu den Mitgliedern des parlamentarischen Ausschusses für Finanzen und Europäische Angelegenheiten sprechend charakterisierte Pierre Moscovici die Zusagen der griechischen Regierung bezüglich der primären Überschüsse bis 2060 als nicht realistisch.

Der europäische Kommissar für Wirtschafts- und Währungsthemen wiederholte, „die Vereinbarungen müssen eingehalten werden„, fügte jedoch an anderer Stelle an, „da diese Überschüsse nicht realistisch sind, müssen sie irgendwann so wie so gesenkt werden, jedoch muss dies im Rahmen von Vereinbarungen erfolgen, die abgeschlossen und verwirklicht werden„. Parallel stellte er klar, dass die Kommission gegen die hohen Überschuss-Ziele war, der IWF sie jedoch durchsetzte und die griechische Regierung sie akzeptierte.
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Griechenland erhebt neue Abzocke auf Kosmetika

23. Februar 2019 / Aufrufe: 455 Kommentare ausgeschaltet

Ein Gesetzentwurf des Gesundheitsministeriums in Griechenland sieht eine neue Abgabe auf Kosmetika vor.

In Griechenland bereitet das Gesundheitsministerium einen neuen „Tribut“ auf Kosmetika zu dem Zweck vor, Einnahmen zu generieren, die direkt an die Nationale Medikamenten-Aufsichtsbehörde (EOF) abgeführt werden sollen, um die von dem Träger unterhaltenen Laboratorien für mehr und bessere Kontrollen zu stärken.

Die Kosten der neuen Abzocke sollen eine rückwirkende Geltung haben und rückwirkend ab Anfang 2018 entrichtet werden.
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Anomalität kostet Griechenland viel Geld

16. Februar 2019 / Aktualisiert: 16. Februar 2019 / Aufrufe: 345 Kommentare ausgeschaltet

Griechenland kam im August 2018 aus dem dritten Memorandum heraus, ist aber noch nicht in zu einer völligen Normalität zurückgekehrt, was wiederum messbare Kosten hat.

Griechenland hat im August 2018 das dritte Hilfsprogramm hinter sich gelassen, jedoch sind weder die Kapitalverkehrskontrollen vollständig aufgehoben worden noch hat das Land einen normalen und ungehinderten Zugang zu den internationalen Finanzmärkten erworben um seine Bedürfnisse zu finanzieren.

Anders gesagt, Griechenland ist noch nicht wieder an dem Punkt der völligen Normalität angelangt. Das hat Kosten, von denen zumindest eine Seite gemessen werden kann. Der Vergleich mit einem anderen Land wie Deutschland macht dies deutlicher.
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Eurogruppe warnt Griechenland

12. Februar 2019 / Aufrufe: 648 1 Kommentar

Auch die Eurogruppe warnt Griechenland, die erste postmemorandische Tranche von 750 Millionen Euro verlieren zu können.

Trotz der lauten Alarmglocken der Europäer wegen der beobachteten Verzögerungen ist man sich in Griechenland in Finanzministerium und Regierung sicher, es existiere nicht die allergeringste Furcht, die erste post-memorandische Tranche aus den Gewinnen des Eurosystems könne verloren gehe.

Dennoch hat das „Gespenst“ der verlorenen SMP – ANFA aus den vergangenen Jahren in Athen zu spuken begonnen.
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