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Archiv für die Kategorie ‘Wirtschaft’

Bestreikung des Handelshafens Piräus in Griechenland geht weiter

5. November 2009 / Aufrufe: 245 2 Kommentare
Containerhafen Piräus in Griechenland
Containerhafen Piräus in Griechenland

Am Dienstagnachmittag (04.11.2009) beschlossen die gewerkschaftlichen Organe der Arbeiter und Angestellten des Handelshafens Piräus in Griechenland  die Fortsetzung der Bestreikung der Hafenanlagen bis Montag, den 09. November 2009. Damit spitzt sich nicht nur die Kontroverse mit der Regierung, sondern auch die Konfrontation mit den betroffenen Kreisen in Wirtschaft und Handel weiter zu, die nunmehr auch fatale Auswirkungen auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft befürchten.

Wie verlautbar wurde, beabsichtigt die Regierung derzeit nicht, die Streikenden zwangsweise zu mobilisieren. Seitens der Wirtschaft wurde inzwischen allerdings ein Ultimatum bis zum kommenden Montag gestellt und im Fall der Fortsetzung der Bestreikung über diesen Termin hinaus mit unmittelbaren gerichtlichen Schritten gedroht.

Die Gewerkschaften fordern eine zweimonatige Aussetzung des bereits unter der Regierung Karamanlis zwischen der chinesischen Hafenverwaltungsgesellschaft COSCO und dem griechischen Staat geschlossen Vertrages bezüglich der Übertragung des Hafenmanagements. Die COSCO hat jedoch inzwischen unmissverständlich signalisiert, keinen weiteren Aufschub der Erfüllung des Vertrages mehr dulden zu wollen. Es sei angemerkt, dass die griechische Tochtergesellschaft SEP AG der COSCO laut Vertrag bereits im Oktober den Betrieb hätte aufnehmen sollen.

Sondergaben auf Immobilien und Unternehmensgewinne in Griechenland

4. November 2009 / Aktualisiert: 23. Februar 2010 / Aufrufe: 377 1 Kommentar
Premiermionister Jorgos Papandreou
Premierminister
Jorgos Papandreou

Entgegen aller vertretenen Positionen und Versprechungen der PASOK-Partei vor den Parlamentswahlen im Oktober 2009 hat die neue griechische Regierung unter Jorgos Papandreou knapp einen Monat nach Amtsantritt bereits definitiv erste außerordentliche Sondersteuern und Abgaben beschlossen, die dem Fiskus kurzfristig zusätzliche Einnahmen in Höhe von über 1 Milliarde Euro einbringen sollen.

Das „dicke Ende“ steht allerdings noch aus, da derzeit fieberhaft an einem Steuerpaket gearbeitet wird, um zusätzlich zu dem regulären Steueraufkommen möglichst zügig insgesamt wenigstens weitere 4,5 Milliarden Euro einzutreiben.
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Neuer Streik im Handelshafen Piräus in Griechenland

2. November 2009 / Aktualisiert: 05. November 2009 / Aufrufe: 141 Kommentare ausgeschaltet

Die gewerkschaftlichen Organe der Angestellten und Arbeiter des Handelshafens Piräus in Griechenland haben für den 03. und 04. November 2009 erneut einen 48-stündigen Streik beschlossen. Die Gewerkschaften fordern von der Ministerin für Wirtschaft, Wettbewerb und Schiffahrt Luka Katseli, Einzelheiten über die Verhandlungen mit der chinesichen COSCO bekannt zu geben und die arbeitsrechtlichen Privilegien der Beschäftigten zu garantieren.

Die Haltung der Gewerkschaften stößt nicht nur auf politischer Ebene auf Unverständnis, sondern hat auch zu einer unmittelbaren Reaktion seitens der Industriekammer Athen geführt. Angesichts des hohen Schadens in Handel und Wirtschaft aufgrund der bisherigen Streiks sowie auch der sich nun abzeichnenden  Behinderungen und Verluste im bevorstehenden Weihnachtsgeschäfts wurde verlautbar, gegebenenfalls gerichtlich gegen die weitere Bestreikung des größten griechischen Handelshafens vorgehen zu wollen.

Griechenland an erster Stelle bei Teuerung in Eurozone

26. Oktober 2009 / Aufrufe: 132 1 Kommentar

Gemäß den Daten der EUROSTAT und konkret dem Verbraucherpreisindex hat sich Griechenland als Spitzenreiter bei der Teuerung innerhalb der Eurozone erwiesen. Wie gemeldet wird, sind Grundbedarfs- und Massenkonsumgüter im Vergleich zu September 2008 um etwa 2,5% teurer geworden. Bei Lebensmitteln betrug die Teuerungsrate 1,4% (zweitteuerstes Land nach Malta), bei Bekleidung und Schuhen sogar 2,9% (erstes Land unter den Staaten der Eurozone).

Was die Inflationsrate betrifft, sank diese in Griechenland zwar auf das Niveau von 0,7%, bleibt jedoch die höchste innerhalb der Eurozone, da sich hier der Mittelwert auf dem Niveau von minus 0,3% bewegt. Angesichts der Tatsache, dass die Einkommenserhöhungen der Konsumenten 2009 praktisch bei Null lagen, verringert sich ihre Kaufkraft noch mehr und die in Rede stehenden Massenkonsumgüter werden noch teurer.

Genetechnisch veränderter Bio-Leinsamen in Griechenland beschlagnahmt

22. Oktober 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 213 Kommentare ausgeschaltet

Rapunsel Leinsaat braunDer griechische Träger für Lebensmittelkontrollen (EFET) hat insgesamt 240 Packungen mit brauner Leinsaat aus biologischem Anbau kanadischer Herkunft aus dem Verkehr gezogen. In dem Produkt wurde die ungenehmigte gentechnische Veränderung FP967 nachgewiesen

Der Leinsamen wird von der deutschen Firma "Rapunzel Naturkost AG" mit Sitz in Legau vermarktet und in Griechenland von von der "Biofresko – St. Kourouzidis & Co" vertrieben.

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Griechenlands Neuverschuldung 2010 wenigstens 56 Milliarden Euro

19. Oktober 2009 / Aktualisiert: 02. Mai 2010 / Aufrufe: 677 Kommentare ausgeschaltet

Griechenland wird im Jahr 2010 eine Neuverschuldung in Höhe von wenigstens 56 Milliarden Euro decken müssen, um allein die nach dem derzeitigen Stand anfälligen Verbindlichkeiten bedienen zu können:

  • Auslaufende Anleihen: 17,065 Mrd. Euro
  • Auslaufende Obligationen: 3,975 Mrd. Euro.
  • Auslaufende ECPs: 1,877 Mrd. Euro
  • Fällige Zinsen: 11,817 Mrd. Euro
  • Fällige Tilgungen: 34,735 Mrd. Euro
  • Erwartetes Haushaltsdefizit 2009: 21,600 Mrd. Euro

Selbst wenn es bei diesen Zahlen bleiben und die Neuverschuldung 2010 damit geringer ausfallen sollte als die bis Ende 2009 erwartete Neuverschuldung von insgesamt über 65 Mrd. Euro, wird sie sich auf etwa ein Viertel des für 2010 erwarteten Bruttoinlandsproduktes von rund 240 Milliarden Euro belaufen. Der griechische Staat wird hinsichtlich seiner Kreditwürdigkeit inzwischen auf dem untersten Rang der Skala der Staaten innerhalb der Eurozone geführt. In den Kreisen der Eurozone wurde sogar bereits über Szenarien eines Staatsbankrotts Griechenlands gemunkelt.

Bestreikung des Handelshafens Piräus ausgesetzt

17. Oktober 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 111 1 Kommentar

Containerhafen Piräus in GriechenlandNachdem die Schlichtungsvorschläge der Ministerin für Wirtschaft, Wettbewerb und Handelsschifffahrt am Samstagnachmittag auf eine gewisse Befriedigung trafen, haben die Gewerkschaften die inzwischen fast 3 Wochen andauernde Bestreikung des größten griechischen Handelshafens Piräus vorerst beendet. Wie verlautbar wurde, soll Ministerin Luka Katseli den Gewerkschaftlern unter anderem die Wahrung ihrer arbeitsrechtlichen Privilegien und Bezüge zugesagt haben. Im übrigen wird gehofft, dass im Rahmen des weiteren Dialoges bis spätestens Anfang November eine endgültige Einigung zwischen den beteiligten Parteien ausgehandelt werden kann.

Informationen zufolge wurden die Vorschläge in Abstimmung mit der chinesischen Hafenverwaltungsgesellschaft COSCO unterbreitet, für deren Rechnung sich der chinesische Botschafter persönlich in die Verhandlungen eingeschaltet hat. Die COSCO scheint bereit zu sein, die Ausführung des mit dem griechischen Staat geschlossenen Vertrages um 2 – 3 Wochen aufzuschieben und der Hafenverwaltung Piräus (OLP) für diesen Zeitraum zu erlauben, die Ladearbeiten für Rechnung der COSCO selbst zu fakturieren. Die chinesische Gesellschaft scheint ebenfalls für eine eventuelle Kooperation mit der OLP offen zu sein, damit im Hafen kein Monopolstatus herrscht.

Ungedeckte Schecks erreichen neuen Höchststand

15. Oktober 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 171 Kommentare ausgeschaltet

Nach Angaben der griechischen TIRESIAS Bank Information Systems SA(vergleichbar mit der deutschen SCHUFA) erreichte im Zeitraum Januar – September 2009 der Nennwert der ungedeckten Schecks und protestierten Wechsel ein Rekordvolumen von insgesamt 2,6 Milliarden Euro. Schätzungen zufolge werden sich die ungedeckten Schecks bis Ende 2009 auf ein Volumen von über 3 Mrd. Euro summieren.
Konkret wurden von den Banken in den drei ersten Quartalen des laufenden Jahres 245.788 ungedeckte Schecks über insgesamt 2,42 Mrd. Euro abgestempelt (Vorjahreszeitraum: 77.067 Schecks über insgesamt 815,3 Mio. Euro). In dem selben Zeitraum wurden 113.042 Wechsel über insgesamt 184 Mio. Euro protestiert (Vorjahreszeitraum: 126,5 Mio. Euro).

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ATHEX erreicht neuen Höchststand

14. Oktober 2009 / Aufrufe: 112 Kommentare ausgeschaltet

Der griechische Börsenindex ATHEX erreichte am 14. Oktober 2009 den höchsten Stand seit 13 Monaten. Während der Sitzung dieses Tages wurde ein Anstieg von 3,17% verzeichnet, womit der ATHEX auf 2.896,91 Punkte kletterte. Der Gesamtwert aller Transaktionen an der Börse in Athen belief sich auf 437,9 Millionen Euro, bei einem Volumen vorvereinbarter Termingeschäfte von 27,3 Millionen Euro.

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Bestreikung des Handelshafens Piräus geht in dritte Woche

13. Oktober 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 133 Kommentare ausgeschaltet

Containerhafen Piräus in GriechenlandDie Hafenarbeiter, Angestellten und Techniker der Handelshafenanlagen Piräus in Griechenland beschlossen erneut einen diesmal dreitägigen Streik vom 14. bis 16. Oktober sowie auch die globale Verweigerung jeglicher Wochenendarbeit am darauffolgenden Samstag und Sonntag. Damit wird der Handelshafen Piräus aufgrund des bereits seit dem 01. Oktober 2009 kontinuierlich andauernden Ausstandes der Beschäftigten wenigstens bis Anfang der nächsten Woche geschlossen bleiben.

Ungeachtet der angespannten Lage und zunehmenden Versorgungsengpässe, der fatalen wirtschaftlichen Folgen für zahlreiche griechische Unternehmen und Unternehmer, des immensen Schadens für die Volkswirtschaft und letztendlich auch der nachhaltigen Diskreditierung Griechenlands als internationaler Handelsstandort wollen die Gewerkschaften die Annullierung oder zumindest Neuverhandlung des Vertrages mit der chinesischen Hafenverwaltungsgesellschaft COSCO erzwingen. Dass es nicht nur um konstitutionelle Aspekte, sondern vielmehr auch die rücksichtlose Verteidigung überaus feudaler Privilegien geht, ist inzwischen ein offenes Geheimnis.
Informationen zufolge hat die COSCO grundsätzlich Verhandlungsbereitschaft signalisiert, andererseits jedoch auch bereits Kontakte in Albanien aufgenommen.