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Archiv für die Kategorie ‘Wirtschaft’

Zigaretten in Griechenland um bis zu fast 90 Prozent teurer

12. Januar 2010 / Aktualisiert: 02. Juli 2013 / Aufrufe: 7.491 3 Kommentare

Aufregung verursacht bei Inhabern von Kiosken und Tabakläden die für ihren Geschäftszweig „katastrophale“ Erhöhung der Tabaksteuer. Die Händler sehen im oberen Preissegment der Zigaretten eine Verteuerung von derzeit 3,20 Euro auf 5,40 Euro pro Schachtel voraus.

Gemäß den Berechnungen der Branche werden sich aufgrund der am 08. Januar 2010 beschlossenen Erhöhung der Tabaksteuer in Griechenland die Preise für die teureren Zigaretten auf 5,40 Euro, im mittleren Preissegment auf 4,00 Euro und im Niedrigpreissegment auf 2,40 Euro pro 20-er Päckchen erhöhen. Seitens der Regierung wurde dagegen anfänglich dargestellt, dass sich selbst bei den teureren Zigaretten der bisherige Preis von 3,20 Euro pro Päckchen um nur etwa 0,50 Euro erhöhen werde.
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Vier Millionen Pakete illegaler Zigaretten in Griechenland beschlagnahmt

6. Januar 2010 / Aufrufe: 199 Kommentare ausgeschaltet

Beamte der Drogenfahndung der griechischen Küstenwacht setzen bei Euböa einen Frachter mit fast vier Millionen Paketen illegaler Zigaretten fest.

In Auswertung einschlägiger Informationen, die den Beamten der Abteilung für Drogenfahndung der griechischen Küstenwacht bereits seit Tagen vorlagen, lauerten sie dem verdächtigen Frachter zwischen den Ägäis-Inseln Skiathos und Skopelos bei Euböa auf. Der Frachter wurde aufgehalten und zu einem Kurswechsel nach Edopsos (Ädipsos) gezwungen, wo dann die Kontrolle der Ladung begann.

In acht Containern befanden sich insgesamt 7.900 große Kartons, die wiederum 395.000 Pakete mit insgesamt 3.950.000 Schachteln illegaler Zigaretten enthielten.

Gemäß ersten Schätzungen belaufen sich die entgangenen Abgaben an den griechischen Fiskus auf über 3 Millionen Euro. Das Frachtschiff und die illegale Ladung wurden von den griechischen Behörden beschlagnahmt. Die 11 russischen Besatzungsmitglieder des Frachters werden dem Staatsanwalt Chalkida vorgeführt werden.

EFET zieht kontaminierte Vermicelli-Reisnudeln aus dem Verkehr

31. Dezember 2009 / Aufrufe: 232 Kommentare ausgeschaltet

Der griechische Träger für Lebensmittelkontrollen (EFET) hat mit dem ungenehmigten genmanipulierten Reis Bt63 kontaminierte Reisnudeln aus China aus dem Verkehr gezogen.

Wie der EFET bekannt gab, geht es um Reisnudeln Vermicelli chinesischer Herkunft, die in Griechenland unter der Handelsmarke „Double Phoenix Brand, Guangdong“ vertrieben werden. In dem Produkt wurde der in China entwickelte genveränderte Reis der Variante Bt63 (Bt63-Reis) nachgewiesen. Bei der kontaminierten Ware handelt es sich um Packungen mit 500 gr Inhalt der Produktionspartie 080914 ART NR 7415 und Verfallsdatum den 30.09.2010.

Es sei angemerkt, dass Reis und Reisprodukte aus China seit April 2008 vor dem Import in die EU obligatorisch auf Spuren gentechnisch veränderter Reissorten untersucht werden müssen.

Griechenland an erster Stelle bei Teuerungsrate in Eurozone

30. Dezember 2009 / Aufrufe: 245 Kommentare ausgeschaltet

Wie aus den von der Griechischen Verbraucherzentrale ausgewerteten Daten hervorgeht, liegt Griechenland innerhalb der Eurozone nach wie vor an der Spitze bei den Preiserhöhungen zahlreicher Produkte des Massenkonsums:

  • Griechenland weist mit 2,1 % die höchste Inflationsrate im Raum der EU auf, bei einem EU-Durchschnitt von 0,5 %.
  • Griechenland liegt bei Bekleidungsartikeln mit einer Teuerungsrate an der Spitze, Belgien folgt mit 0,9 % auf dem zweiten Platz, der EU-Durchschnitt liegt bei 0 %.
  • Griechenland liegt bei Schuhwerk mit einer Teuerungsrate von 2,8 % an der Spitze, gefolgt von Österreich mit 2,7 %, während der EU-Durchschnitt bei 0,7 % liegt.
  • Griechenland liegt bei Reparaturen von Haushaltsgeräten mit einer Teuerungsrate von 4,8 % auf dem ersten Platz, Spanien mit 4 % auf dem zweiten Platz, der EU-Durchschnitt liegt bei 2 %.
  • Griechenland liegt bei Dienstleistungen für Reparatur- und Wartungsarbeiten an Wohnungen mit einer Teuerungsrate von 4 % an der Spitze, Zypern mit 3,5 % auf dem zweiten Platz, der EU-Durchschnitt liegt bei 1,7 %.
  • Griechenland liegt bei Eisenbahnfahrpreisen mit einer Teuerungsrate von 36,5 % an der Spitze, auf dem zweiten Platz folgt Irland mit 8,3 %, der EU-Durchschnitt liegt bei 4,1 %.
  • Griechenland liegt bei den straßengebundenen Personenbeförderungsmitteln mit einer Teuerungsrate von 19,7 % an der Spitze, während Malta mit 5,2 % auf dem zweiten Platz folgt und der EU-Durchschnitt bei 3,2 % liegt.

Standard & Poor’s stuft Ranking für Griechenland zurück

16. Dezember 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 480 Kommentare ausgeschaltet

Standard + Poor'sDie Ratingagentur Standards & Poor’s schritt zu einer Neubewertung der griechischen Wirtschaft und stufte heute (16. Dezember 2009) das Rating für Griechenland von bisher A- auf nun BBB+ zurück.

Die internationale Ratingagentur bleibt bei ihren negativen Prognosen (outlook) und betont, dass die Bewertung auch weiterhin unter Beobachtung hinsichtlich der Kreditwürdigkeit (credit watch) stehen werde, was möglicherweise zu negativen Konsequenzen führen wird.

Die Zurückstufung reflektiert unsere Ansicht, dass die kürzlich von der griechischen politischen Führung bekannt gegebenen Maßnahmen zur Minderung des hohen volkswirtschaftlichen Defizits von alleine aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zu einer lebensfähigen Minderung der Belastung durch die öffentlichen Schulden führen werden„, Kommentierte ein Analytiker der Standard & Poor’s die getroffene Entscheidung.

Außerdem glauben wir, dass die Bemühungen der Regierung bezüglich der Neugestaltung der Staatswirtschaft auf inländische Hindernisse stoßen, zu deren Überwindung es eventuell über eine Reihe von Jahren bedeutsamer Anstrengungen bedarf„, fügte der Analytiker hinzu.

Die S&P hatte am 07. Dezember 2009 vor einer Abwertung der Kreditwürdigkeit Griechenlands gewarnt und der griechischen Staatsführung damals eine Frist von zwei Monaten gegeben, um die Agentur von der Effektivität der Pläne der Regierung bezüglich der Sanierung der Staatswirtschaft zu überzeugen.

Bereits einen Tag später, also am 08. Dezember 2009, gab dann die Fitch Ratings die Rückstufung ihrer Bewertung für Griechenland von A- auf BBB+ bekannt, ebenfalls mit negativer Zukunftsprognose.

Rating treibt Spread griechischer Staatsanleihen in die Höhe

9. Dezember 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 906 Kommentare ausgeschaltet

Nach der Zurückstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands durch die "Fitch Ratings" am 08. Dezember 2009 stieg der Spread griechischer Staatsanleihen noch am selben Tag auf einen neuen Höchstwert von 2,30% gegenüber vergleichbaren bundesdeutschen Staatsobligationen mit zehnjähriger Laufzeit. Das nachstehende Diagramm zeigt die Entwicklung der Zinsdifferenz während der vergangenen vier Wochen.

Spread griechischer Staatsanleihen
Entwicklung des Spreads griechischer Staatsanleihen von 13.11.2009 bis 08-12.2009
(Zinsdifferenz griechischer Staatsobligationen mit 10-jähriger Laufzeit im Vergleich
zu entsprechenden Obligationen der Bundesrepublik Deutschland)

Fitch korrigierte das Rating für Griechenland innerhalb von knapp zwei Monaten bereits zum zweiten Mal und schließt eine weitere Rückstufung nicht aus. Mit einem Rating von nunmehr BBB+ ist Griechenland innerhalb der Eurozone der Staat mit dem niedrigsten Rating überhaupt. Die Ratingagenturen "Mody’s" und "Standard & Poor’s" haben ebenfalls signalisiert, ihr Rating für Griechenland während der kommenden Wochen möglicherweise herabzustufen.

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Fitch Ratings stuft Kreditwürdigkeit Griechenlands zurück

8. Dezember 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 294 Kommentare ausgeschaltet

Rating GriechenlandDie internationale Ratingagentur „Fitch Ratings“ gab am Dienstag (08.12.2009) die Rückstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands von bisher A- auf nunmehr BBB+ bekannt.

Damit wird Griechenland zum ersten Mal seit 10 Jahren von einer Ratingagentur unter Berufung auf die Verschlechterung der staatswirtschaftlichen Lage mit einem Rating niedriger als A bewertet. Die seitens der Agentur negative Beurteilung der Aussichten bedeutet, dass eine weitere Rückstufung der Kreditfähigkeit Griechenlands nicht auszuschließen ist.

Die Rückstufung reflektiert laut der Fitch Ratings die Beunruhigung hinsichtlich der Beurteilung der mittelfristigen Aussichten für die Staatswirtschaft des Landes angesichts der schwachen Zahlungsfähigkeit der finanzwirtschaftlichen Institutionen und des regulierenden Rahmens in Griechenland. Zusätzliches Gewicht verleihe diesen Faktoren die Ungewissheit bezüglich eines ausgewogenen, aber auch beständigen wirtschaftlichen Aufschwunges in Griechenland.

Das Ziel der Regierung, das Defizit im Jahr 2010 um 3,6% beziehungsweise auf 9,1% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu senken, wird von der Agentur als „erreichbar“ bezeichnet. Sie merkt jedoch an, dass das Fehlen substantieller struktureller politischer Maßnahmen den Glauben daran schmälert, dass die mittelfristigen Anstrengungen ausreichend aggressiv sein werden um anfänglich die Stabilisierung der Schulden und im weiteren Verlauf deren Minderung innerhalb der kommenden drei bis fünf Jahre zu gewährleisten.

Nach Einschätzung der Fitch beruhen die Vorschläge der gegenwärtigen Regierung mehr auf Maßnahmen zur Steigerung der Einnahmen und insbesondere der Bekämpfung der Steuerhinterziehung, deren Ergebnis jedoch reichlich unsicher ist, anstatt auf den laufenden Ausgaben, wo das Problem größer ist.

Laut der Fitch basiert etwa die Hälfte der Minderung des Defizits auf außerordentlichen Maßnahmen, während nur ein geringer Anteil an der jüngsten Verschlechterung der finanzwirtschaftlichen Lage des Landes der globalen Krise zugeschrieben werden kann, die insbesondere für die Finanzbranche relativ mild ausfiel.

Schließlich warnt die Fitch, dass das eventuelle Anschwellen der Schulden auf über 120% des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2010 und auf über 125% des griechischen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2011 die Staatswirtschaft großen Gefahren aussetzen wird.

Die Bekanntmachung der Fitch trieb den Spread bei den staatlichen Obligationen auf 2,30% im Vergleich zu deutschen 10-Jahres-Anleihen und somit auf den höchsten Stand seit dem vergangenen April. Parallel wurde das Signal für Massenverkäufe hauptsächlich von Bankaktien an der Börse gegeben, die bis 15:00 Uhr bereits um 4% gefallen war. Der Kurs der Aktien der Griechischen Nationalbank sank um fast 10%.

Bereits am Montag hatte die Agentur „Standard & Poor’s“ ebenfalls unter Berufung der Verschlechterung der Staatswirtschaft des Landes die langfristige Bewertung „A-“ für Griechenland unter Beobachtung gestellt („Credit Watch“), was möglicherweise weitere negative Komplikationen nach sich ziehen wird.

Gemeinde Kifisia in Griechenland senkt Gemeindesteuern

24. November 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 149 Kommentare ausgeschaltet
Chiotakis Nikolaos
Nikolaos Chiotakis

Nikolaos Chiotakis, Oberbürgermeister der Stadtgemeinde Kifisia in Attika – Griechenland, kündigte für das Jahr 2010 eine Senkung der Gemeindesteuern und -abgaben um etwa 5 Prozent an. Der Gemeinderat fasste diesen Beschluss sowohl angesichts der allgemeinen Krise als auch aufgrund des guten wirtschaftlichen Ergebnisses der Gemeinde im laufenden Jahr. Den Antrag hatte der Oberbürgermeister selbst vor den Gemeinderat gebracht.

Die Senkung der Gemeindesteuer um etwa 5 Prozent bezieht sich auf Wohnhäuser, Gewerberäume und Geschäfte mit einer Fläche von bis zu 100 Quadratmetern, während für die übrigen Immobilien die Abgaben im Jahr 2010 zwar nicht gesenkt, aber auch nicht erhöht werden sollen.

Kinderreichen Familien, Bedürftigen und Behinderten wird wie jedes Jahr auch für das Jahr 2010 wieder global eine Ermäßigung der Gemeindesteuern um 50 Prozent gewährt werden.

Es sei angemerkt, dass vor einigen Tagen bereits auch die Stadtgemeinden Athen und Piräus bekannt gaben, im Jahr 2010 die Gemeindestuern nicht erhöhen zu wollen, um auf diese Weise den Bürgern, Geschäftsleuten und Gewerbetreibenden bei der Überwindung der anhaltenden wirtschaftlichen Krise zu helfen.

Neues Investitionsgesetz in Griechenland erwartet

21. November 2009 / Aufrufe: 176 Kommentare ausgeschaltet

Wie die griechische Ministerin Louka Katseli für Wirtschaft, Wettbewerb und Schiffahrt ankündigte, werden im Jahr 2010 über den Nationalen Strategischen Rahmenplan (ESPA 2007 – 2013) rund 7 Milliarden Euro in Investitionsförderung und Beihilfen zur Verbesserung der Wettbewerbssituation in Griechenland fließen.

Hinsichtlich des derzeitigen Investitions- bzw. Fördergesetzes kündigte Wirtschaftsministerin Louka Katseli allerdings nachhaltige Modifizierungen an. Frau Katseli sagte die zügige Bearbeitung der noch rund 2.000 nach den derzeit in Kraft stehenden eingereichten und anhängigen Investitionsanträge zu, wies jedoch parallel darauf hin, dass Investitionsanträge nach dem bisherigen Fördergesetz nur noch bis zum 31. Dezember 2009 akzeptiert werden.

Bestechung, Korruption und Intransparenz in Griechenland

19. November 2009 / Aktualisiert: 23. Februar 2010 / Aufrufe: 1.666 4 Kommentare

Bestechung, Korruption, steuerliche Intransparenz und mangelndes Vertrauen in die Behörden gelten als die grundlegenden Hauptprobleme in Griechenland. Zu diesem Ergebnis kam die PricewaterhouseCoopers (PwC) im Rahmen einer in Kooperation mit der Business-School INSEAD durchgeführten internationalen Untersuchung zur Wirtschaftskriminalität. Laut der Untersuchung schafft die wirtschaftliche Rezession weltweit fruchtbaren Boden für den Anstieg der Gefahren des Wirtschaftsverbrechens.
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