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Archiv für die Kategorie ‘Wirtschaft’

Standard & Poor’s stuft Ranking für Griechenland zurück

16. Dezember 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 461 Kommentare ausgeschaltet

Standard + Poor'sDie Ratingagentur Standards & Poor’s schritt zu einer Neubewertung der griechischen Wirtschaft und stufte heute (16. Dezember 2009) das Rating für Griechenland von bisher A- auf nun BBB+ zurück.

Die internationale Ratingagentur bleibt bei ihren negativen Prognosen (outlook) und betont, dass die Bewertung auch weiterhin unter Beobachtung hinsichtlich der Kreditwürdigkeit (credit watch) stehen werde, was möglicherweise zu negativen Konsequenzen führen wird.

Die Zurückstufung reflektiert unsere Ansicht, dass die kürzlich von der griechischen politischen Führung bekannt gegebenen Maßnahmen zur Minderung des hohen volkswirtschaftlichen Defizits von alleine aller Wahrscheinlichkeit nach nicht zu einer lebensfähigen Minderung der Belastung durch die öffentlichen Schulden führen werden„, Kommentierte ein Analytiker der Standard & Poor’s die getroffene Entscheidung.

Außerdem glauben wir, dass die Bemühungen der Regierung bezüglich der Neugestaltung der Staatswirtschaft auf inländische Hindernisse stoßen, zu deren Überwindung es eventuell über eine Reihe von Jahren bedeutsamer Anstrengungen bedarf„, fügte der Analytiker hinzu.

Die S&P hatte am 07. Dezember 2009 vor einer Abwertung der Kreditwürdigkeit Griechenlands gewarnt und der griechischen Staatsführung damals eine Frist von zwei Monaten gegeben, um die Agentur von der Effektivität der Pläne der Regierung bezüglich der Sanierung der Staatswirtschaft zu überzeugen.

Bereits einen Tag später, also am 08. Dezember 2009, gab dann die Fitch Ratings die Rückstufung ihrer Bewertung für Griechenland von A- auf BBB+ bekannt, ebenfalls mit negativer Zukunftsprognose.

Rating treibt Spread griechischer Staatsanleihen in die Höhe

9. Dezember 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 885 Kommentare ausgeschaltet

Nach der Zurückstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands durch die "Fitch Ratings" am 08. Dezember 2009 stieg der Spread griechischer Staatsanleihen noch am selben Tag auf einen neuen Höchstwert von 2,30% gegenüber vergleichbaren bundesdeutschen Staatsobligationen mit zehnjähriger Laufzeit. Das nachstehende Diagramm zeigt die Entwicklung der Zinsdifferenz während der vergangenen vier Wochen.

Spread griechischer Staatsanleihen
Entwicklung des Spreads griechischer Staatsanleihen von 13.11.2009 bis 08-12.2009
(Zinsdifferenz griechischer Staatsobligationen mit 10-jähriger Laufzeit im Vergleich
zu entsprechenden Obligationen der Bundesrepublik Deutschland)

Fitch korrigierte das Rating für Griechenland innerhalb von knapp zwei Monaten bereits zum zweiten Mal und schließt eine weitere Rückstufung nicht aus. Mit einem Rating von nunmehr BBB+ ist Griechenland innerhalb der Eurozone der Staat mit dem niedrigsten Rating überhaupt. Die Ratingagenturen "Mody’s" und "Standard & Poor’s" haben ebenfalls signalisiert, ihr Rating für Griechenland während der kommenden Wochen möglicherweise herabzustufen.

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Fitch Ratings stuft Kreditwürdigkeit Griechenlands zurück

8. Dezember 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 279 Kommentare ausgeschaltet

Rating GriechenlandDie internationale Ratingagentur „Fitch Ratings“ gab am Dienstag (08.12.2009) die Rückstufung der Kreditwürdigkeit Griechenlands von bisher A- auf nunmehr BBB+ bekannt.

Damit wird Griechenland zum ersten Mal seit 10 Jahren von einer Ratingagentur unter Berufung auf die Verschlechterung der staatswirtschaftlichen Lage mit einem Rating niedriger als A bewertet. Die seitens der Agentur negative Beurteilung der Aussichten bedeutet, dass eine weitere Rückstufung der Kreditfähigkeit Griechenlands nicht auszuschließen ist.

Die Rückstufung reflektiert laut der Fitch Ratings die Beunruhigung hinsichtlich der Beurteilung der mittelfristigen Aussichten für die Staatswirtschaft des Landes angesichts der schwachen Zahlungsfähigkeit der finanzwirtschaftlichen Institutionen und des regulierenden Rahmens in Griechenland. Zusätzliches Gewicht verleihe diesen Faktoren die Ungewissheit bezüglich eines ausgewogenen, aber auch beständigen wirtschaftlichen Aufschwunges in Griechenland.

Das Ziel der Regierung, das Defizit im Jahr 2010 um 3,6% beziehungsweise auf 9,1% des Bruttoinlandsprodukts (BIP) zu senken, wird von der Agentur als „erreichbar“ bezeichnet. Sie merkt jedoch an, dass das Fehlen substantieller struktureller politischer Maßnahmen den Glauben daran schmälert, dass die mittelfristigen Anstrengungen ausreichend aggressiv sein werden um anfänglich die Stabilisierung der Schulden und im weiteren Verlauf deren Minderung innerhalb der kommenden drei bis fünf Jahre zu gewährleisten.

Nach Einschätzung der Fitch beruhen die Vorschläge der gegenwärtigen Regierung mehr auf Maßnahmen zur Steigerung der Einnahmen und insbesondere der Bekämpfung der Steuerhinterziehung, deren Ergebnis jedoch reichlich unsicher ist, anstatt auf den laufenden Ausgaben, wo das Problem größer ist.

Laut der Fitch basiert etwa die Hälfte der Minderung des Defizits auf außerordentlichen Maßnahmen, während nur ein geringer Anteil an der jüngsten Verschlechterung der finanzwirtschaftlichen Lage des Landes der globalen Krise zugeschrieben werden kann, die insbesondere für die Finanzbranche relativ mild ausfiel.

Schließlich warnt die Fitch, dass das eventuelle Anschwellen der Schulden auf über 120% des Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2010 und auf über 125% des griechischen Bruttoinlandsprodukts im Jahr 2011 die Staatswirtschaft großen Gefahren aussetzen wird.

Die Bekanntmachung der Fitch trieb den Spread bei den staatlichen Obligationen auf 2,30% im Vergleich zu deutschen 10-Jahres-Anleihen und somit auf den höchsten Stand seit dem vergangenen April. Parallel wurde das Signal für Massenverkäufe hauptsächlich von Bankaktien an der Börse gegeben, die bis 15:00 Uhr bereits um 4% gefallen war. Der Kurs der Aktien der Griechischen Nationalbank sank um fast 10%.

Bereits am Montag hatte die Agentur „Standard & Poor’s“ ebenfalls unter Berufung der Verschlechterung der Staatswirtschaft des Landes die langfristige Bewertung „A-“ für Griechenland unter Beobachtung gestellt („Credit Watch“), was möglicherweise weitere negative Komplikationen nach sich ziehen wird.

Gemeinde Kifisia in Griechenland senkt Gemeindesteuern

24. November 2009 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 145 Kommentare ausgeschaltet
Chiotakis Nikolaos
Nikolaos Chiotakis

Nikolaos Chiotakis, Oberbürgermeister der Stadtgemeinde Kifisia in Attika – Griechenland, kündigte für das Jahr 2010 eine Senkung der Gemeindesteuern und -abgaben um etwa 5 Prozent an. Der Gemeinderat fasste diesen Beschluss sowohl angesichts der allgemeinen Krise als auch aufgrund des guten wirtschaftlichen Ergebnisses der Gemeinde im laufenden Jahr. Den Antrag hatte der Oberbürgermeister selbst vor den Gemeinderat gebracht.

Die Senkung der Gemeindesteuer um etwa 5 Prozent bezieht sich auf Wohnhäuser, Gewerberäume und Geschäfte mit einer Fläche von bis zu 100 Quadratmetern, während für die übrigen Immobilien die Abgaben im Jahr 2010 zwar nicht gesenkt, aber auch nicht erhöht werden sollen.

Kinderreichen Familien, Bedürftigen und Behinderten wird wie jedes Jahr auch für das Jahr 2010 wieder global eine Ermäßigung der Gemeindesteuern um 50 Prozent gewährt werden.

Es sei angemerkt, dass vor einigen Tagen bereits auch die Stadtgemeinden Athen und Piräus bekannt gaben, im Jahr 2010 die Gemeindestuern nicht erhöhen zu wollen, um auf diese Weise den Bürgern, Geschäftsleuten und Gewerbetreibenden bei der Überwindung der anhaltenden wirtschaftlichen Krise zu helfen.

Neues Investitionsgesetz in Griechenland erwartet

21. November 2009 / Aufrufe: 174 Kommentare ausgeschaltet

Wie die griechische Ministerin Louka Katseli für Wirtschaft, Wettbewerb und Schiffahrt ankündigte, werden im Jahr 2010 über den Nationalen Strategischen Rahmenplan (ESPA 2007 – 2013) rund 7 Milliarden Euro in Investitionsförderung und Beihilfen zur Verbesserung der Wettbewerbssituation in Griechenland fließen.

Hinsichtlich des derzeitigen Investitions- bzw. Fördergesetzes kündigte Wirtschaftsministerin Louka Katseli allerdings nachhaltige Modifizierungen an. Frau Katseli sagte die zügige Bearbeitung der noch rund 2.000 nach den derzeit in Kraft stehenden eingereichten und anhängigen Investitionsanträge zu, wies jedoch parallel darauf hin, dass Investitionsanträge nach dem bisherigen Fördergesetz nur noch bis zum 31. Dezember 2009 akzeptiert werden.

Bestechung, Korruption und Intransparenz in Griechenland

19. November 2009 / Aktualisiert: 23. Februar 2010 / Aufrufe: 1.623 4 Kommentare

Bestechung, Korruption, steuerliche Intransparenz und mangelndes Vertrauen in die Behörden gelten als die grundlegenden Hauptprobleme in Griechenland. Zu diesem Ergebnis kam die PricewaterhouseCoopers (PwC) im Rahmen einer in Kooperation mit der Business-School INSEAD durchgeführten internationalen Untersuchung zur Wirtschaftskriminalität. Laut der Untersuchung schafft die wirtschaftliche Rezession weltweit fruchtbaren Boden für den Anstieg der Gefahren des Wirtschaftsverbrechens.
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Bestreikung des Hafens Piräus rechtswidrig und missbräuchlich

10. November 2009 / Aufrufe: 104 Kommentare ausgeschaltet

In der Verhandlung der Klagen und Anträge, welche die Industrie- und Handelskammer Athen (EBEA) und andere Kammern gegen die Bestreikung des Handelshafens Piräus in Griechenland erhoben hatten, entschied heute (10.11.2009) das Landgericht Piräus zugunsten der Antragsteller und Kläger.

Das Gericht befand die Streiks der Hafenangestellten für rechtswidrig und missbräuchlich und ordnete für den Fall der Zuwiderhandlung für jeden weiteren Streiktag zwei Monate Haft und 4.000 Euro Strafgeld an. Das Gericht untersagte den gewerkschaftlichen Organen der Angestellten der Hafenorganisation Piräus auch, neue Streiks mit den selben Forderungen bzw. aus Protest gegen die Privatisierung des Handelshafens zu beschließen.

Handelshafen Piräus in Griechenland bleibt geschlossen

8. November 2009 / Aufrufe: 151 Kommentare ausgeschaltet

Am Sonntag (08.11.2009) beschlossen die Angestellten des Handelshafens Piräus in Griechenland einen neuen 48-stündigen Streik für Montag und Dienstag. Griechenlands größter Handelshafen wird also auch weiterhin geschlossen bleiben. Über Abbruch oder Fortsetzung des Arbeitskampfes wollen die gewerkschaftlichen Organe am Dienstag, dem 10. November 2009 entscheiden.

Die Handelskammer Messinien hat bereits eine Klage eingereicht, die am Montag (09.10.2009) vor dem Landgericht Piräus verhandelt werden soll. Das Gericht wird zu entscheiden haben, ob die andauernden Streiks der Angestellten und Beamten der Hafenorganisation im Rahmen der arbeitsgesetzlichen Bestimmungen als legitim oder aber als gesetzeswidrig und missbräuchlich einzustufen sind und im letzteren Fall den Schadenersatzforderungen der klagenden Seite stattzugeben ist Die Streikenden haben zu einer parallelen Protestdemonstration vor dem Gerichtsgebäude aufgerufen.

Ab Montag werden weitere Kammern und Wirtschaftsverbände ebenfalls rechtliche Schritte einleiten und einstweilige Verfügungen beantragen, um eine Einstellung der fortlaufenden Streiks gerichtlich zu erzwingen. Die griechische Regierung hält sich dagegen weiterhin zurück und scheint trotz des immensen volkswirtschaftlichen Schadens nach wie vor nicht zu einer Zwangsmobilisierung der Hafenarbeiter schreiten zu wollen. In Industrie, Handel und Gewerbe beginnen sich inzwischen Versorgungslücken einzustellen, zahlreiche Unternehmen steuern infolge der erlittenen Schäden und Verluste auf den wirtschaftlichen Ruin zu.

Bestreikung des Handelshafens Piräus in Griechenland geht weiter

5. November 2009 / Aufrufe: 237 2 Kommentare
Containerhafen Piräus in Griechenland
Containerhafen Piräus in Griechenland

Am Dienstagnachmittag (04.11.2009) beschlossen die gewerkschaftlichen Organe der Arbeiter und Angestellten des Handelshafens Piräus in Griechenland  die Fortsetzung der Bestreikung der Hafenanlagen bis Montag, den 09. November 2009. Damit spitzt sich nicht nur die Kontroverse mit der Regierung, sondern auch die Konfrontation mit den betroffenen Kreisen in Wirtschaft und Handel weiter zu, die nunmehr auch fatale Auswirkungen auf das bevorstehende Weihnachtsgeschäft befürchten.

Wie verlautbar wurde, beabsichtigt die Regierung derzeit nicht, die Streikenden zwangsweise zu mobilisieren. Seitens der Wirtschaft wurde inzwischen allerdings ein Ultimatum bis zum kommenden Montag gestellt und im Fall der Fortsetzung der Bestreikung über diesen Termin hinaus mit unmittelbaren gerichtlichen Schritten gedroht.

Die Gewerkschaften fordern eine zweimonatige Aussetzung des bereits unter der Regierung Karamanlis zwischen der chinesischen Hafenverwaltungsgesellschaft COSCO und dem griechischen Staat geschlossen Vertrages bezüglich der Übertragung des Hafenmanagements. Die COSCO hat jedoch inzwischen unmissverständlich signalisiert, keinen weiteren Aufschub der Erfüllung des Vertrages mehr dulden zu wollen. Es sei angemerkt, dass die griechische Tochtergesellschaft SEP AG der COSCO laut Vertrag bereits im Oktober den Betrieb hätte aufnehmen sollen.

Sondergaben auf Immobilien und Unternehmensgewinne in Griechenland

4. November 2009 / Aktualisiert: 23. Februar 2010 / Aufrufe: 361 1 Kommentar
Premiermionister Jorgos Papandreou
Premierminister
Jorgos Papandreou

Entgegen aller vertretenen Positionen und Versprechungen der PASOK-Partei vor den Parlamentswahlen im Oktober 2009 hat die neue griechische Regierung unter Jorgos Papandreou knapp einen Monat nach Amtsantritt bereits definitiv erste außerordentliche Sondersteuern und Abgaben beschlossen, die dem Fiskus kurzfristig zusätzliche Einnahmen in Höhe von über 1 Milliarde Euro einbringen sollen.

Das „dicke Ende“ steht allerdings noch aus, da derzeit fieberhaft an einem Steuerpaket gearbeitet wird, um zusätzlich zu dem regulären Steueraufkommen möglichst zügig insgesamt wenigstens weitere 4,5 Milliarden Euro einzutreiben.
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