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Archiv für die Kategorie ‘Tourismus’

Kreuzfahrtschiffe meiden Hafen Piräus in Griechenland

26. Juni 2010 / Aufrufe: 130 Keine Kommentare

Wegen der andauernden und oft unangekündigten Streiks der Hafenarbeiter und Aktionen der Aktivisten der PAME im Hafen von Piräus laufen die Kreuzfahrer zunehmend andere Häfen in Griechenland an.

Nach den wiederholten Episoden insbesondere in Zusammenhang mit dem unter maltesischer Flagge registrierten Kreuzfahrtschiff Zenith, welches zum Symbol für die Strapazen wurde, bewerben laut einem Artikel der Zeitung TA NEA die Reiseagenturen inzwischen nicht mehr den Zwischenstopp im Hafen von Piräus und einen Besuch der Akropolis, sondern einen Landgang im Hafen von Katakolon und eine Führung im antiken Olympia. Dies hat zum Ergebnis, dass der bereits vor einiger Zeit aufgewertete Hafen des Ortes Katakolon im Nordwesten der Peleponnes einen wachsenden Zustrom erlebt. In Piräus und Athen wird dagegen der anteilmäßig höchste Rückgang bei den Ankünften ausländischer Touristen, aber auch den Einnahmen während der ersten fünf Monate des Jahres 2010 verzeichnet.

Die Daten über den touristischen Verkehr bis Ende Mai 2010 zeigen im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres einen Rückgang des Devisenzuflusses in einer Größenordnung von 7,8%. Die Verluste für Athen sind laut den Hoteliers erheblich höher und übersteigen 10%. Insider erachten die Daten für das weitere noch nicht als  entmutigend und nehmen an, dass die Einnahmen höher ausgefallen wären, “wenn es nicht die Übertreibungen mit dem Kreuzfahrtschiff Zenith gegeben hätte“. Sie führen sogar an, dass wegen des Kursverlustes des Euro in Höhe von 17% seit Beginn des Jahres gegenüber dem US-Dollar das Produkt preiswerter wird und im weiteren Verlauf vielleicht doch noch mehr Devisen in das Land fließen werden.

Der Generalsekretär für Tourismus G. Poussäos, der die unlängst stattgefundenen Episoden im Hafen von Piräus verurteilte, bezeichnet die von der Kabotage auferlegten Beschränkungen als “Wall” in der Entwicklung des Kreuzfahrtsektors und findet, dass die Tourismus-Politik dem marinen Tourismus mittels Nutzung der bestehenden und Schaffung neuer Häfen absoluten Vorrang  geben muss, damit mehr und größere Kreuzfahrtschiffe möglichst viele Ziele in Griechenland anlaufen können.

Der Generalsekretär erachtet ebenfalls, dass gleichzeitig die Infrastrukturen für Wassersport entwickelt werden müssen und notierte, dass es 1997 in Griechenland 30 Kreuzfahrtschiffe unter griechischer Flagge gab, während heute nur noch vier Schiffe griechisch-zypriotischer Interessen verblieben sind.

In seinem Vortrag auf einer Tagung auf der Insel Kos betonte G. Poussäos besonders den “großen Markt der Kreuzfahrten” und merkte an, dass die Schätzungen “die Kreuzfahrt-Passagiere in Europa auf fünf Millionen bis Ende 2012 hochrechnen. Griechenland muss dieser steigenden Tendenz folgen, zumal damit gerechnet wird, dass die Aufhebung der Kabotage dem Land Einkünfte von jährlich mehreren hundert Millionen Euro bescheren wird.” Ebenfalls kündigte er die “Förderung aus dem Programm des NSRP (griechisch: ESPA, siehe Nationaler Strategischer Rahmenplan Griechenland) der Tagesfahrten mittels Schaffung eines geeigneten gesetzlichen Rahmens und erstmalig der Finanzierung der Modernisierungskosten für Schiffe” mit dem Ziel der Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit an.

Katakolon erwartet 2010 über 360 Schiffe und 900.000 Touristen

Für den Zeitraum 15. März – 15. November 2010 haben ungefähr 360 Kreuzfahrtschiffe einen Zwischenstopp in Katakolon  geplant, was im Vergleich zum Vorjahr einer Zunahme von 20% entspricht. Wie der Vorsitzende der Hafenkasse des Hafens Katakolon D. Apostolopoulos anmerkte, wird in diesem Jahr damit gerechnet, dass die Anzahl der Passagiere der Kreuzfahrtschiffe 900.000 übersteigen wird (2009 waren es 740.000). Es finden auch außerplanmäßige Fahrten statt, deren Anzahl jedoch nicht 3 – 4 im Monat übersteigt.

Das höchste Verkehrsaufkommen ist in den Monaten Mai und Oktober zu verzeichnen, wobei für 15% der Passagiere der Hafen Katakolon der einzige in Griechenland besuchte Zielort ist. Andererseits waren 35% schon einmal in Griechenland, jedoch anderen Kreuzfahrtrouten gefolgt. Der Aufenthalt der Schiffe dauert im Durchschnitt 7 Stunden, und in diesem Zeitraum besuchen die Passagiere (Italiener, Spanier, Deutsche, Franzosen) das antike Olympia oder die nahegelegenen Strände. Ebenfalls bleiben von den für 2009 insgesamt rund 180.000 veranschlagten Besatzungsmitgliedern etwa 36.000 Personen des Personals in Katakolon und kaufen in den lokalen Geschäften ein.

D. Apostolopoulos wies allerdings auch auf Mängel bei der Infrastruktur des Hafens und die fehlende Synchronisation bei den Ankunftszeiten der Kreuzfahrtschiffe und dem Fahrplan der Züge, welche die Besucher zu der antiken Stätte von Olympia bringen, aber auch den Öffnungszeiten des Museums hin.

Kreuzfahrer Zenith wird wegen Streik in Griechenland nicht Piräus anlaufen

28. Mai 2010 / Aufrufe: 117 Keine Kommentare

Das unter maltesicher Flagge registrierte Kreuzfahrtschiff Zenith wird wegen des Streiks der Seeleute in Griechenland am 31. Mai 2010 nicht den Hafen Piräus anlaufen.

Angesichts des von der gewerkschaftlichen Organisation der griechischen Seeleute PNO für Montag, den 31. Mai 2010 ausgerufenen erneuten 24-stündigen Streiks hat die spanische Betriebsgesellschaft des unter maltesicher Flagge registrierten Kreuzfahrtschiffs Zenith den für diesen Tag geplanten tournusmäßigen Zwischenstopp im Hafen Piräus kurzfristig gestrichen.

Streikende Seeleute und Hafenarbeiter bzw. Mitglieder der PAME hatten bereits am 26. April 2010 970 Passagiere der Zenith gewaltsam am Bordgang gehindert. Die Betriebsgesellschaft der Zenith musste daraufhin nicht nur die festgesetzten Touristen bis zum nächsten Tag in lokalen Hotels unterbringen, sondern wegen der Verzögerung auch die Route der Zenith ändern und den vorgesehenen Zwischenstopp und Landgang der Passagiere im Hafen von Dubrovnik streichen.

Im Kampf der PNO gegen die geplante Aufhebung der Kabotage in Griechenland stellt die Zenith ein rotes Tuch bzw. “Trojanisches Pferd (ausländischer) Interessen” dar. Mit dem wiederholt bekräftigten Vorsatz, den Zwischenstopp der Zenith am 31. Mai 2010 im Hafen von Piräus nachhaltig behindern zu werden, trat die PNO in einen frontalen Konflikt gegenüber den im Einzugsbereich des Hafens Piräus angesiedelten Geschäftsleute ein. Letztere hatten inzwischen sogar beschlossen, den erwarteten Landgang der Passagiere der Zenith in eigener Initiative vor Übergriffen der streikenden Hafenarbeiter und Seeleute schützen und damit signalisieren zu wollen, dass Touristen in Griechenland auf jeden Fall höchst willkommen sind.

Kreuzfahrtschiffe laufen wegen Generalstreik in Griechenland nicht Piräus an

21. Mai 2010 / Aufrufe: 115 Keine Kommentare

Wegen des Generalstreiks in Griechenland am 20. Mai 2010 änderten drei Kreuzfahrtschiffe ihre Routen und legten nicht wie ursprünglich geplant im Hafen von Piräus an.

Angesichts des für den 20. Mai 2010 ausgerufenen Generalstreiks in Griechenland legten drei Kreuzfahrtschiffe nicht zu dem im Rahmen der jeweiligen Mittelmeer-Kreuzfahrten programmierten Zwischenstopp und Landgang der Passagiere im Hafen von Piräus an, sondern änderten zum Leidwesen der im weiteren Einzugsbereich des Hafens angesiedelten Geschäftsleute kurzfristig ihre Routen.

Konkret wichen die “Musica” mit 2.600 Passagieren auf den Hafen in Nafplio und die “Armonia” mit 1.600 Passagieren auf den Hafen von Mykonos aus. Der 3.000 Passagiere befördernde Kreuzfahrer “Ruby Prinzess” legte dagegen überhaupt nicht in Griechenland an und setzte seine Fahrt ohne den ursprünglich geplanten Zwischenstopp in Piräus direkt zur Türkei fort.

Die Geschäftswelt in Piräus hatte sich von dem erwarteten Landgang der insgesamt mehr als 7.000 Passagiere der drei in Rede stehenden Kreuzfahrtschiffe erhebliche Umsätze erhofft.

Gythio auf der Peloponnes in Griechenland erstickt im Müll

16. Mai 2010 / Aufrufe: 802 4 Kommentare

In Gythio auf der Halbinsel Peloponnes in Griechenland stinkt es seit Jahren im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel: das beliebte Fremdenverkehrsgebiet erstickt in Abfall und Müll.

Das malerische Hafenstädtchen Gythio auf dem mittleren Südausläufer der griechischen Halbinsel Peloponnes liegt in einem landschaftlich sehr attraktiven Fremdenverkehrsgebiet und stellt ein beliebtes Urlaubsziel zahlreicher einheimischer und ausländischer Touristen dar. Schon allein unter diesem Aspekt sollte es selbstverständlich sein, dass der ordnungsgemäßen Abfallbeseitigung und Abwasserentsorgung höchste Priorität zugemessen wird.

Griechenland verstößt allerdings nach wie vor und auf breiter Basis nachhaltig gegen die einschlägige Verordnungen des Europäischen Parlaments und des Rates über die Verbringung von Abfällen, und abgesehen von der Verhängung hoher Bußgelder hat die EU leider keine Handhabe, die Umsetzung und Einhaltung der Vorschriften zu erzwingen.

Die in der Stadtgemeinde Gythio bezüglich der Abwasserentsorgung und Müllbeseitigung herrschenden Zustände stellen somit bedauerlicherweise keine Ausnahme, sondern eher ein stellvertretendes Beispiel für die vielerorts anzutreffenden Missstände in Griechenland dar. In Gythio gibt es keinerlei Abfall-Bewirtschaftungspläne und keinen Ort noch Plan für eine konkrete (sei es auch illegale) Fest-Deponie, geschweige denn für Maßnahmen zur Abfallvermeidung oder gar ein Abfall-Recyclingsystem.

Die Einwohner von Gythio sind rat- und machtlos. Unzählige Anzeigen bei Staatsanwaltschaft und Ministerien konnten eben so wenig etwas bewirken wie Petitionen und Demonstrationen. Auch in diesem Jahr werden folglich nicht zuletzt wieder tausende einheimische und ausländische Touristen mit der sich seit Jahren kontinuierlich zuspitzenden Misere konfrontiert werden, von deren Ausmaß das nachstehende Video einen Eindruck zu vermitteln versucht.

Tausende Hotel-Stornierungen in Athen – Attika – Griechenland

14. Mai 2010 / Aufrufe: 368 Keine Kommentare

Die Hotelbesitzer im Großraum Attika – Griechenland sehen der Entwicklung des Tourismus angesichts zahlloser Stornierungen und rückläufiger Buchungen sehr pessimistisch entgegen.

Wie der Verband der Hoteliers von Athen – Attika (EXA-A) bekannt gab, wurden allein in Athen seit dem tragischen Geschehen am 05. Mai 2010 innerhalb der vergangenen Woche rund 17.000 Buchungen storniert. Auf den Großraum Attika bezogen gehen aus den Angaben von 68 der insgesamt 450 Hotels auf Attika 19.696 stornierte Übernachtungen hervor.

Laut dem Verband setzt sich die steigende Tendenz zu Stornierungen fort und betrifft Einzelbuchungen, Gruppen, Kongresse und jede Art von Veranstaltungen. Besonders beunruhigt äußert sich der Verband über die Stagnation neuer Buchungen, zumal für Attika die Periode Mai – Juni traditionell als die beste gilt. Zusätzlich zeichnet sich auch im übrigen Land bei den Neubuchungen ein erheblicher Rückgang ab, der auf die “Lähmung” der ausländischen Märkte angesichts der undefinierten und ungewissen Lage in Griechenland zurückgeführt wird.

Die Hoteliers in Athen führen weiter an, dass die gegenwärtige Situation aus dem weltweit vermittelten Bild von der Stadt Athen resultiert, welche völlig unwahrheitsgemäß als eine Stadt präsentiert wird, die nicht die Sicherheit ihrer Besucher zu gewährleisten in der Lage ist. Der EXA-A betont eindringlich, dass dieses Bild trotz der Bemühungen des Ministeriums für Kultur und Tourismus sowie auch des EOT nicht revidierbar sein wird, solange die bekannten finanziellen Verbindlichkeiten gegenüber den ausländischen Netzen anhängig sind, welche die internationale öffentliche Meinung gestalten.

Das Thema sprach bei einer Pressekonferenz auch der Regierungssprecher Jorgos Petalotis an: “Die Hindernisse im Tourismus gehen nicht von den Demonstranten aus, die für ihre Rechte demonstrieren und darum ringen, sondern die Hindernisse sind konkrete Mobilisierungen und Aktionen, die sich letztendlich gegen den Tourismus in unserem Land richten.

Reisewarnungen aus Bulgarien und Skopje gegen Griechenland

6. Mai 2010 / Aufrufe: 653 2 Kommentare

Anlässlich der Ereignisse am 05. Mai 2010 in Griechenland sprachen die Außenministerien in Bulgarien und Skopje eine Reisewarnung gegen Griechenland aus.

Im Schatten der tragischen Ereignisse, die sich in Griechenland im Rahmen der ein immenses Ausmaß erreichenden Protestkundgebungen gegen die verfügten rigorosen Sparmaßnahmen abspielten, warnen die Außenministerien in Bulgarien und der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Skopje ihre Bürger derzeit vor Reisen nach Griechenland.

Aus Skopje wurde laut der staatlichen Informationsagentur die Reisewarnung “aufgrund der letzten Episoden während der Dauer von Massenkundgebungen und hauptsächlich auf die großen griechischen Städte bzw. primär Athen und Thessaloniki bezogen” ausgegeben. Den in Athen und Thessaloniki befindlichen Staatsbürgern wird empfohlen, sich von den Zentren dieser Städte und Gegenden fern zu halten, in denen staatliche Behörden und Großbanken angesiedelt sind, sowie auch auf ihre Fahrzeuge zu achten.

Bulgarien legt seinen Bürgern nahe, derzeit auf Reisen nach Griechenland zu verzichten. In der von dem bulgarischen Außenministerium ausgesprochenen Reisewarnung wird empfohlen, die Zentren der griechischen Städte Athen und Thessaloniki zu meiden, und auch auf die Annullierungen in- und ausländischer Flüge und Schifffahrten nach Griechenland hingewiesen.

Hafen Piräus in Griechenland droht Boykott aus Spanien

28. April 2010 / Aufrufe: 312 2 Kommentare

In Reaktion auf die letzten Zwischenfälle im Hafen Piräus in Griechenland untersuchen die spanischen Betreiber des Kreuzfahrtschiffs Zenith ernsthaft, Piräus von der Liste der Zielhäfen ihrer Kreuzfahrten zu streichen.

Der Verband griechischer Touristikunternehmen (SETE) unterstrich, dass “eine Einstellung der turnusmäßigen Fahrten der Zenith für Griechenland den Verlust von wenigstens 10 Millionen Euro an Einnahmen und 400 Arbeitsplätzen bedeuten würde“, und fordert von der Regierung, den griechischen Tourismus und das Land davor zu schützen, international in Verruf zu geraten.

Laut der griechischen Tageszeitung Ta Nea und dem SETE waren für Sommer 2010 insgesamt 33 einwöchige Kreuzfahrten der Zenith mit Abfahrts- und Ankunftshafen Piräus geplant, womit etwa 100.000 spanische Touristen nach Griechenland gebracht worden wären.

Die unzulässige und sozial provokante Strategie gewisser Gruppen bedroht die griechischen Inseln mit der wirtschaftlichen Katastrophe, falls schließlich die Regierung die erneute Blockade des Hafens Piräus am Wochenende zum ersten Mai dulden sollte“, betont der SETE in seiner Bekanntmachung und fährt fort: “All dies ereignet sich nur wenige Tage nach dem aus Ministermund bekannt gegebenen Beschluss der Regierung zur Aufhebung der Kabotage und Stützung des Tourismus. Die Ereignisse, welche jede gesetzliche Ordnung eliminierten, fanden mit der unentschuldbaren Duldung der Regierung statt, womit die Absicht des Premierministers selbst bezüglich der Stützung des Tourismus annulliert und gleichzeitig eine intensive Beunruhigung um die Zukunft unseres Landes hervorgerufen wurde“.

Seine große Enttäuschung und Entrüstung wegen der betrübenden Szenen, die sich am Nachmittag des Montags (26. April 2010 – siehe PAME setzen in Piräus 970 Passagiere des Kreuzfahrers Zenith fest" href="http://www.go2hellas.net/griechenland-blog/2010/seeleute-setzen-in-griechenland-970-touristen-fest/2385/" target="_top">Griechische Seeleute setzen in Griechenland 970 Touristen fest) im Hafen von Piräus abspielten, drückt in einer Bekanntmachung auch der Verband der Touristik-Agenten in Griechenland (Hatta) aus.

Als unfassbar erachtet die Kammer der griechischen Hoteliers (XEE) den Beschluss “gewisser Personen”, am 1. Mai den Betrieb aller Schiffe einzustellen und somit tausende Passagiere, Einwohner und Unternehmer der Inselgebiete zu Geiseln zu machen. In der Bekanntmachung betont die Kammer, dass der griechische Tourismus in eine Sackgasse gelenkt zu werden droht, und appelliert in jede Richtung, die Logik vorherrschen zu lassen und die nationalen Interessen zu schützen.

Als negative Entwicklung charakterisierte die Episoden im Hafen von Piräus auch der Kulturminister Pavlos Geroulanos unmittelbar nach seinem Treffen mit dem Staatspräsidenten am Dienstag (27. April 2010). Der Minister betonte, dass der Tourismus “die große Chance für das Land darstellt und im bevorstehenden Sommer das Klima umschlagen und der Tourismus zu einer Quelle der Entwicklung werden kann“. Der Minister fügte jedoch auch an, dass “Szenen wie die gestrigen dem Land zu einem wirtschaftlich kritischen Zeitpunkt sehr großen Schaden zufügen” und endete mit der Erklärung: “Der Premierminister hat von dem ersten Augenblick an erklärt, dass die Kabotage einen Punkt der Diskussion mit allen Beteiligten darstellen werden würde. Bestimmte Kreise beschlossen gestern, dass diese Diskussion gewalttätige Dimensionen annehmen wird.

Die politische Partei “Drasi” erachtet ihrerseits, dass in den schweren Momenten für das Land jeder freie und demokratisch denkende Bürger einen Jeden zu verurteilen schuldet, der seine eigenen Interessen mit dem Misslingen der Rettung des Landes identifiziert – “und zwar erst recht, wenn seine Absicht darin besteht, ein graues, rotes oder wie auch immer gefärbtes Regime des Faschismus aufzuzwingen“. Ebenfalls drückt die Partei Drasi die tiefe Betroffenheit über die Feigheit der Polizei gegenüber der von Seite der gewerkschaftlichen Organisation PAME organisierten und unentwegten Sabotage von Sachen und Dienstleistungen aus.

Seeleute setzen in Griechenland 970 Touristen fest

26. April 2010 / Aufrufe: 265 Keine Kommentare

Im Rahmen des 24-stündigen Streiks des Panhellenischen Verbandes der Seeleute PNO wurden in Piräus 970 Touristen daran gehindert, die programmierte Fahrt mit dem maltesischen Kreuzfahrtschiff Zenith anzutreten.

Das unter maltesischer Flagge fahrende Kreuzfahrtschiff Zenith legte am Montagmorgen (26. April 2010) im Hafenbereich “Akti Xiveriou” / Piräus an, um nach dem Ausschecken der Passagiere der abgeschlossenen Kreuzfahrt 970 neue Passagiere für die nächste Fahrt nach Kroatien aufzunehmen. Hauptsächlich der gewerkschaftlichen Organisation PAME angehörende Aktivisten hatten sich jedoch inzwischen vor dem Portal der Mole versammelt und hinderten die Busse mit den Touristen an der Einfahrt.

Die 970 ausländischen Touristen wurden schließlich mit Fürsorge der Reedereigesellschaft in lokalen Hotels untergebracht und werden am Dienstagmorgen (27. April 2010) an Bord der Zenith gehen und die geplante Fahrt antreten. Aufgrund der Verzögerung musste allerdings der Abstecher nach Kroatien / Dubrovnik gestrichen werden, die Zenith wird direkt nach Venedig fahren.

Es sei angemerkt, dass die Zenith Kreuzfahrten im Mittelmeer mit Ausgangspunkt Piräus in Griechenland durchführt und dazu selbst auch im Rahmen der derzeit in Griechenland noch geltenden Beschränkungen der Kabotage berechtigt ist, weil das Schiff unter der Flagge eines Mitgliedsstaates der Europäischen Gemeinschaft registriert ist.

Streik der Seeleute in Griechenland wegen Kabotage

26. April 2010 / Aufrufe: 331 Keine Kommentare

Aus Protest gegen die geplante Freigabe der Kabotage in Griechenland hat der Panhellenische Verband der Seeleute PNO erneute Streiks am 26. April und 01. Mai 2010 angekündigt.

Die von der griechischen Regierung im Rahmen eines umfassenden Paketes einschlägiger Maßnahmen zur Liberalisierung des Transportwesens angekündigte Aufhebung des Kabotage-Verbotes stößt bei den gewerkschaftlichen Organisationen der griechischen Seeleute auf energischen Widerstand. Aufgrund des für Montag (26.04.2010) beschlossenen 24-stündigen Streiks werden im Hafen Piräus alle unter griechischer Flagge fahrenden Schiffe vor Anker bleiben. Ein weiterer 24-stündiger Streik wurde für Samstag, den 01. Mai 2010 angekündigt, deswegen werden auch an diesem Tag keine griechischen Schiffe ablegen.

In der diesbezüglichen Bekanntmachung seitens des PNO wird betont, dass “die Ankündigungen und Erklärungen des Premierministers Jorgos Papandreou in ihrer Gesamtheit abgelehnt werden” und die Protestaktionen “die erste Antwort der griechischen Seeleute auf den auf der gesamten Front gegen sie gerichteten Angriff darstellt“.

Annullierung aller Flüge wegen Streik der Fluglotsen in Griechenland

9. Februar 2010 / Aufrufe: 553 Keine Kommentare

Für Mittwoch, den 10. Februar 2010, sind wegen des 24-stündigen Streiks der griechischen Fluglotsen absolut alle Flüge von oder zu den Flughäfen in Griechenland storniert worden.

Die Fluggesellschaften Aegean Airlines und Olympic Air gaben bekannt, dass sie wegen des Streiks gezwungen sind, für Mittwoch, den 10. Februar 2010, alle Flüge ihrer Netze zu annullieren. Die Gesellschaften wollen alles unternehmen, um ihre Passagiere in Flügen der nächsten Tage unterzubringen.

Ebenfalls aufgrund des anstehenden Streiks mussten bereits für den heutigen Dienstag (09. Februar 2010) mehrere nationale und internationale Flüge der beiden Gesellschaften kurzfristig vorverlegt werden.