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Archiv für die Kategorie ‘Tourismus’

Kopfsteuer, Zwangsbesteuerung und Spielgeldwährung in Griechenland

4. Januar 2011 / Aktualisiert: 31. März 2011 / Aufrufe: 2.022 3 Kommentare

Ab 2011 treten in Griechenland im Rahmen der Steuerreform neue Einkommensteuersätze, Zwangsveranlagungen und obligatorisch bargeldloser Zahlungsverkehr in Kraft.

Das Jahr 2011 bringt stürmische Änderungen bei der Besteuerung von Einkommen in Griechenland mit sich, da sowohl die im Lauf des Jahres 2010 ratifizierten als auch weitere – noch strengere – Regelungen rückwirkend in Kraft treten, die bis Ende Januar 2011 mit dem neuen Steuergesetz verabschiedet werden sollen.

Abgesehen von den bereits in Kraft getretenen Bestimmungen, in deren Rahmen unter anderem der bargeldlose Zahlungsverkehr obligatorisch wird, sieht das neue Steuergesetz drakonische Geld- und Haftstrafen von bis zu 10 Jahren für jede Art von Steuervergehen, organisatorische Umstrukturierungen der Steuerbehörden und Kontrollmechanismen sowie nicht zuletzt auch unverhohlene „Rechtsbeugungen“ zugunsten des Fiskus vor.
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Erhöhung der Taxi-Tarife in Griechenland ab 2011

30. Dezember 2010 / Aufrufe: 1.590 Kommentare ausgeschaltet

Ab Januar 2011 treten in Griechenland Erhöhungen der Taxi-Tarife in Kraft, die mit der erneuten Erhöhung der Mehrwertsteuer begründet werden.

Infolge der ab dem 01. Januar 2011 in Kraft tretenden Erhöhung des ermäßigten Satzes der Mehrwertsteuer von derzeit 11% auf fortan 13%, dem unter anderem Nahrungsmittel  und Gebrauchsgüter des allgemeinen Grundbedarfs unterliegen, wurden auch Erhöhungen der Taxi-Tarife bekannt gegeben, die seit Mitte 2010 ebenfalls unter diesen MwSt.-Satz fallen.

Ab Neujahr 2011 erhöht sich somit die Grundgebühr („Flagge“) auf 1,19 Euro, während sich der Kilometerpreis fortan auf 0,68 Euro (einfacher Tarif) bzw. 1,19 Euro (doppelter Tarif) beläuft und das Mindestentgelt außer in den Stadtgebieten von Athen und Thessaloniki allgemein 3,39 Euro pro Fahrt beträgt.

Laut dem Berufsverband der Taxifahrer von Attika (SATA) hatte die Branche von dem Finanzministerium verlangt, die Beförderungstarife nicht mit einer weiteren Erhöhung der Mehrwertsteuer zu belasten, sondern mit dem (niedrigsten) Sondersatz zu besteuern, der sich ab Anfang 2011 auf 6,5% belaufen wird. Dem Antrag wurde jedoch nicht statt gegeben. Es ist anzumerken, dass die Beförderungstarife der Taxi in Griechenland bereits auch im Sommer 2010 angehoben wurden, weil die bis dahin bestehende Ausnahme der Branche von der Mehrwertsteuer mit Wirkung ab dem 01. Juli 2010 gestrichen wurde.

Einzelheiten bietet der Artikel „Griechenland-Informationen für Reise und Urlaub“ unter dem Absatz Tarife der Taxi in Griechenland.

Stilllegung von Eisenbahnstrecken in Griechenland

23. Dezember 2010 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.758 1 Kommentar

Im Rahmen des Programms zur Sanierung der Eisenbahn in Griechenland werden ab Anfang 2011 etliche Eisenbahnstrecken stillgelegt und sogar Auslandsverbindungen eingestellt.

Das gesetzlich verfügte Programm zur Sanierung der griechischen Eisenbahn (OSE) sieht ab dem 01. Januar 2011 nicht nur drastische Erhöhungen der Beförderungstarife, sondern auch die Ausdünnung oder Einstellung des Verkehrs auf etlichen Bahnstrecken vor. In diesem Rahmen steht insbesondere in Nordgriechenland und auf der Peleponnes die Stilllegung als unrentabel charakterisierter Strecken an. Infolge dieser Radikalkur wird nach einer zehnjährigen Phase erheblicher Investitionen in den Ausbau des nationalen Eisenbahnnetzes schließlich doch nur noch ein Rumpfnetz verbleiben, das sich im Wesentlichen auf die Hauptachse Athen – Thessaloniki und einige lokale Strecken beschränkt.

Laut einer aktuellen Bekanntmachung der TRAINOSE wird ab Anfang 2011 der Verkehr von Personenzügen auf den nachstehend aufgeführten Routen und Strecken bzw. der fahrplanmäßige Verkehr der entsprechenden Züge auf diesen Strecken vorläufig oder auch endgültig eingestellt werden:
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Kreuzfahrtschiffe meiden Hafen Piräus in Griechenland

26. Juni 2010 / Aufrufe: 424 Kommentare ausgeschaltet

Wegen der andauernden und oft unangekündigten Streiks der Hafenarbeiter und Aktionen der Aktivisten der PAME im Hafen von Piräus laufen die Kreuzfahrer zunehmend andere Häfen in Griechenland an.

Nach den wiederholten Episoden insbesondere in Zusammenhang mit dem unter maltesischer Flagge registrierten Kreuzfahrtschiff Zenith, welches zum Symbol für die Strapazen wurde, bewerben laut einem Artikel der Zeitung TA NEA die Reiseagenturen inzwischen nicht mehr den Zwischenstopp im Hafen von Piräus und einen Besuch der Akropolis, sondern einen Landgang im Hafen von Katakolon und eine Führung im antiken Olympia. Dies hat zum Ergebnis, dass der bereits vor einiger Zeit aufgewertete Hafen des Ortes Katakolon im Nordwesten der Peleponnes einen wachsenden Zustrom erlebt. In Piräus und Athen wird dagegen der anteilmäßig höchste Rückgang bei den Ankünften ausländischer Touristen, aber auch den Einnahmen während der ersten fünf Monate des Jahres 2010 verzeichnet.

Die Daten über den touristischen Verkehr bis Ende Mai 2010 zeigen im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres einen Rückgang des Devisenzuflusses in einer Größenordnung von 7,8%. Die Verluste für Athen sind laut den Hoteliers erheblich höher und übersteigen 10%. Insider erachten die Daten für das weitere noch nicht als  entmutigend und nehmen an, dass die Einnahmen höher ausgefallen wären, „wenn es nicht die Übertreibungen mit dem Kreuzfahrtschiff Zenith gegeben hätte„. Sie führen sogar an, dass wegen des Kursverlustes des Euro in Höhe von 17% seit Beginn des Jahres gegenüber dem US-Dollar das Produkt preiswerter wird und im weiteren Verlauf vielleicht doch noch mehr Devisen in das Land fließen werden.
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Kreuzfahrer Zenith wird wegen Streik in Griechenland nicht Piräus anlaufen

28. Mai 2010 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 286 Kommentare ausgeschaltet

Das unter maltesicher Flagge registrierte Kreuzfahrtschiff Zenith wird wegen des Streiks der Seeleute in Griechenland am 31. Mai 2010 nicht den Hafen Piräus anlaufen.

Angesichts des von der gewerkschaftlichen Organisation der griechischen Seeleute PNO für Montag, den 31. Mai 2010 ausgerufenen erneuten 24-stündigen Streiks hat die spanische Betriebsgesellschaft des unter maltesicher Flagge registrierten Kreuzfahrtschiffs Zenith den für diesen Tag geplanten tournusmäßigen Zwischenstopp im Hafen Piräus kurzfristig gestrichen.

Streikende Seeleute und Hafenarbeiter bzw. Mitglieder der PAME hatten bereits am 26. April 2010 970 Passagiere der Zenith gewaltsam am Bordgang gehindert. Die Betriebsgesellschaft der Zenith musste daraufhin nicht nur die festgesetzten Touristen bis zum nächsten Tag in lokalen Hotels unterbringen, sondern wegen der Verzögerung auch die Route der Zenith ändern und den vorgesehenen Zwischenstopp und Landgang der Passagiere im Hafen von Dubrovnik streichen.

Im Kampf der PNO gegen die geplante Aufhebung der Kabotage in Griechenland stellt die Zenith ein rotes Tuch bzw. „Trojanisches Pferd (ausländischer) Interessen“ dar. Mit dem wiederholt bekräftigten Vorsatz, den Zwischenstopp der Zenith am 31. Mai 2010 im Hafen von Piräus nachhaltig behindern zu werden, trat die PNO in einen frontalen Konflikt gegenüber den im Einzugsbereich des Hafens Piräus angesiedelten Geschäftsleute ein. Letztere hatten inzwischen sogar beschlossen, den erwarteten Landgang der Passagiere der Zenith in eigener Initiative vor Übergriffen der streikenden Hafenarbeiter und Seeleute schützen und damit signalisieren zu wollen, dass Touristen in Griechenland auf jeden Fall höchst willkommen sind.

Kreuzfahrtschiffe laufen wegen Generalstreik in Griechenland nicht Piräus an

21. Mai 2010 / Aktualisiert: 26. Juni 2010 / Aufrufe: 216 Kommentare ausgeschaltet

Wegen des Generalstreiks in Griechenland am 20. Mai 2010 änderten drei Kreuzfahrtschiffe ihre Routen und legten nicht wie ursprünglich geplant im Hafen von Piräus an.

Angesichts des für den 20. Mai 2010 ausgerufenen Generalstreiks in Griechenland legten drei Kreuzfahrtschiffe nicht zu dem im Rahmen der jeweiligen Mittelmeer-Kreuzfahrten programmierten Zwischenstopp und Landgang der Passagiere im Hafen von Piräus an, sondern änderten zum Leidwesen der im weiteren Einzugsbereich des Hafens angesiedelten Geschäftsleute kurzfristig ihre Routen.

Konkret wichen die „Musica“ mit 2.600 Passagieren auf den Hafen in Nafplio und die „Armonia“ mit 1.600 Passagieren auf den Hafen von Mykonos aus. Der 3.000 Passagiere befördernde Kreuzfahrer „Ruby Prinzess“ legte dagegen überhaupt nicht in Griechenland an und setzte seine Fahrt ohne den ursprünglich geplanten Zwischenstopp in Piräus direkt zur Türkei fort.

Die Geschäftswelt in Piräus hatte sich von dem erwarteten Landgang der insgesamt mehr als 7.000 Passagiere der drei in Rede stehenden Kreuzfahrtschiffe erhebliche Umsätze erhofft.

Gythio auf der Peloponnes in Griechenland erstickt im Müll

16. Mai 2010 / Aktualisiert: 26. Juni 2010 / Aufrufe: 2.023 4 Kommentare

In Gythio auf der Halbinsel Peloponnes in Griechenland stinkt es seit Jahren im wahrsten Sinne des Wortes zum Himmel: das beliebte Fremdenverkehrsgebiet erstickt in Abfall und Müll.

Das malerische Hafenstädtchen Gythio auf dem mittleren Südausläufer der griechischen Halbinsel Peloponnes liegt in einem landschaftlich sehr attraktiven Fremdenverkehrsgebiet und stellt ein beliebtes Urlaubsziel zahlreicher einheimischer und ausländischer Touristen dar. Schon allein unter diesem Aspekt sollte es selbstverständlich sein, dass der ordnungsgemäßen Abfallbeseitigung und Abwasserentsorgung höchste Priorität zugemessen wird.

Griechenland verstößt allerdings nach wie vor und auf breiter Basis nachhaltig gegen die einschlägige Verordnungen des Europäischen Parlaments und des Rates über die Verbringung von Abfällen, und abgesehen von der Verhängung hoher Bußgelder hat die EU leider keine Handhabe, die Umsetzung und Einhaltung der Vorschriften zu erzwingen.
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Tausende Hotel-Stornierungen in Athen – Attika – Griechenland

14. Mai 2010 / Aktualisiert: 26. Juni 2010 / Aufrufe: 669 Kommentare ausgeschaltet

Die Hotelbesitzer im Großraum Attika – Griechenland sehen der Entwicklung des Tourismus angesichts zahlloser Stornierungen und rückläufiger Buchungen sehr pessimistisch entgegen.

Wie der Verband der Hoteliers von Athen – Attika (EXA-A) bekannt gab, wurden allein in Athen seit dem tragischen Geschehen am 05. Mai 2010 innerhalb der vergangenen Woche rund 17.000 Buchungen storniert. Auf den Großraum Attika bezogen gehen aus den Angaben von 68 der insgesamt 450 Hotels auf Attika 19.696 stornierte Übernachtungen hervor.
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Reisewarnungen aus Bulgarien und Skopje gegen Griechenland

6. Mai 2010 / Aktualisiert: 26. Juni 2010 / Aufrufe: 967 2 Kommentare

Anlässlich der Ereignisse am 05. Mai 2010 in Griechenland sprachen die Außenministerien in Bulgarien und Skopje eine Reisewarnung gegen Griechenland aus.

Im Schatten der tragischen Ereignisse, die sich in Griechenland im Rahmen der ein immenses Ausmaß erreichenden Protestkundgebungen gegen die verfügten rigorosen Sparmaßnahmen abspielten, warnen die Außenministerien in Bulgarien und der ehemaligen jugoslawischen Teilrepublik Skopje ihre Bürger derzeit vor Reisen nach Griechenland.

Aus Skopje wurde laut der staatlichen Informationsagentur die Reisewarnung „aufgrund der letzten Episoden während der Dauer von Massenkundgebungen und hauptsächlich auf die großen griechischen Städte bzw. primär Athen und Thessaloniki bezogen“ ausgegeben. Den in Athen und Thessaloniki befindlichen Staatsbürgern wird empfohlen, sich von den Zentren dieser Städte und Gegenden fern zu halten, in denen staatliche Behörden und Großbanken angesiedelt sind, sowie auch auf ihre Fahrzeuge zu achten.

Bulgarien legt seinen Bürgern nahe, derzeit auf Reisen nach Griechenland zu verzichten. In der von dem bulgarischen Außenministerium ausgesprochenen Reisewarnung wird empfohlen, die Zentren der griechischen Städte Athen und Thessaloniki zu meiden, und auch auf die Annullierungen in- und ausländischer Flüge und Schifffahrten nach Griechenland hingewiesen.

Hafen Piräus in Griechenland droht Boykott aus Spanien

28. April 2010 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 512 2 Kommentare

In Reaktion auf die letzten Zwischenfälle im Hafen Piräus in Griechenland untersuchen die spanischen Betreiber des Kreuzfahrtschiffs Zenith ernsthaft, Piräus von der Liste der Zielhäfen ihrer Kreuzfahrten zu streichen.

Der Verband griechischer Touristikunternehmen (SETE) unterstrich, dass „eine Einstellung der turnusmäßigen Fahrten der Zenith für Griechenland den Verlust von wenigstens 10 Millionen Euro an Einnahmen und 400 Arbeitsplätzen bedeuten würde„, und fordert von der Regierung, den griechischen Tourismus und das Land davor zu schützen, international in Verruf zu geraten.

Laut der griechischen Tageszeitung Ta Nea und dem SETE waren für Sommer 2010 insgesamt 33 einwöchige Kreuzfahrten der Zenith mit Abfahrts- und Ankunftshafen Piräus geplant, womit etwa 100.000 spanische Touristen nach Griechenland gebracht worden wären.
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