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Artikel Tagged ‘zollamt’

Wie in Griechenland beim Zoll geschmiert wird

31. Juli 2014 / Aufrufe: 1.506 4 Kommentare

Die Entrichtung von Beschleunigungsgebühren scheint bei den Zollämtern in Griechenland auf breiter Basis nach wie vor zum guten Ton zu gehören.

Sei nicht blöd, nimm es an, alle nehmen es an.“ Frau M. vermag sich nicht zu erinnern, wie oft sie diese Phrase gehört hat. Sie wusste von der „Beschleunigungsgebühr“, bevor sie jedoch ihre Arbeit beim Zoll (Anmerkung: einem der größten Zollämter des Landes) antrat, hatte sie keine Ahnung von dem Ausmaß des Phänomens.

Sie war nicht einmal eine Woche an ihrem neuen Arbeitsplatz, als sich der erste Vorfall ereignete: „Es traten Zollagenten an mich heran und drückten mir heimlich Geld in die Hand. Ich hatte nicht besonderes getan, ich bearbeitete Papiere. Sie wollten einfach nur abchecken, ob ich mitmachen würde. Hätte ich es angenommen, wäre an alle übrigen durchgetrommelt worden, dass ich ‚zu ihnen gehöre‘„. Die M. gab das Geld sofort zurück. „Da verstanden sie, dass sie mit mir ein Problem haben werden.“ Sie hatten es, wie schließlich sie selbst auch mit ihnen.
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Zollbeamte wegen Schwarzhandels mit Zigaretten in Griechenland verhaftet

6. Juli 2010 / Aufrufe: 158 Keine Kommentare

Gegen drei Zollbeamte der Zollstelle Elefthina in Griechenland wurde Anklage wegen gemeinschaftlicher Unterschlagung im Dienst und Ausstellung gefälschter Bescheinigungen erhoben.

Die Abteilung für interne Angelegenheiten der griechischen Polizei (ELAS) ging seit Dezember 2009 Informationen darüber nach, dass Beamte des konkreten Zollamts beschlagnahmte Zigaretten nicht der angeordneten Vernichtung zuführten, sondern gefälschte Protokolle ausstellten und die angeblich vernichteten illegalen Zigaretten auf den Markt warfen.

Laut der zu Lasten der Beschuldigten erhobenen Anklage machten sie sich bewegliche Sachen des Staates zu eigen, über welche sie in der Eigenschaft des staatlichen Beamten verfügten, und schritten zu einer als Schwerverbrechen eingestuften Unterschlagung im Dienst, da die Gegenstände der Handlung von besonders hohem Wert sind (Steuern, die einem Betrag von etwa 2,5 Millionen Euro entsprechen).

Es sei angemerkt, dass von 1.712 beschlagnahmten Kartons mit geschmuggelten Zigaretten in Wirklichkeit nur 50 Kartons tatsächlich vernichtet worden waren.