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Artikel Tagged ‘zeugnisfälschung’

Griechenland bittet "faule" Beamten zur Kasse

27. März 2014 / Aufrufe: 711 3 Kommentare

Öffentliche Bedienstete in Griechenland, die ihre Einstellung unter Verwendung gefälschter Unterlagen erreichten, sollen die erhaltenen Gehälter zurückzahlen müssen.

Öffentliche Bedienstete in Griechenland, die gefälschte Studientitel oder sonstige Zeugnisse verwendeten um ihre Einstellung zu erreichen, verlieren nicht nur ihre Stelle, da die Einstellung umgehend widerrufen werden wird, sondern sollen auch tief in die Tasche greifen müssen, weil der Fiskus von ihnen die Rückzahlung der erhaltenen Bezüge verlangen wird.

Studientitel, Fremdsprachenzertifikate, aber auch alle anderen Unterlage, die verwendet wurden um eine Stelle im öffentlichen Dienst zu bekleiden, werden in das Visier der einschlägigen Überprüfungen geraten, die auf Basis eines Runderlasses der Ministers für Verwaltungsreform, Kyriakos Mitsotakis, im Schnellverfahren – und zwar konkret innerhalb eines Monats – abzuschließen sind.
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Tragikomische Zustände im öffentlichen Dienst in Griechenland

27. Februar 2013 / Aufrufe: 1.603 11 Kommentare

Ein Bericht der Inspektoren der öffentlichen Verwaltung in Griechenland enthüllt erneut geradezu tragikomische Zustände auf dem öffentlichen Sektor.

Beamte mit gefälschten Zeugnissen, andere, die niemals an ihrem Arbeitsplatz erscheinen, wegen schwerer Verbrechen Verurteilte, die regulär weiter beschäftigt sind.

Dies und Vieles andere ist Informationen zufolge in dem viele Seiten umfassenden – anfänglichen – Bericht der Einheit der Inspektoren und Kontrolleure der öffentlichen Verwaltung enthalten, in dem ungefähr 7.000 Fälle eidbrüchiger Beamten verzeichnet sind, die weiterhin von dem Fiskus besoldet werden.

Eidbrüchige Beamte stehen weiterhin im Sold des griechischen Fiskus

Der sich in den Händen des Ministers für Verwaltungsreform Antonis Manitakis befindende Bericht beschreibt absurde Fälle von Beamten, die sich seit geraumer Zeit außerhalb des öffentlichen Sektors zu befinden hätten. Wie die Zeitung „Ethnos tis Kyriakis“ anführt, hat die  – von vielen auch „Einheit der Unbestechlichen“ genannte – Einheit der Inspektoren und Kontrolleure der öffentlichen Verwaltung bei den in den letzten Tagen erfolgten Kontrollen unter anderem ausfindig gemacht:

  • Eine Direktorin einer Schule in Zentralgriechenland, die eine gefälschtes Diplom der Wirtschaftswissenschaften der Wirtschaftsuniversität Athen, aber auch einen postgradualen Studientitel eingereicht hatte, um die Stelle zu bekommen.
  • Ein Bediensteter der Mannschaft der Außenwache in den Strafvollzugsanstalten hatte ein gefälschtes Abiturzeugnis eingereicht, und zwar sogar mit der Durchschnittsnote 18 (auf einer Skala 10 – 20).
  • Bedienstete mit gefälschten Fremdsprachendiplomen, die kein einziges Wort Englisch sprechen und sogar Dienst in „fremdsprachigen“ Positionen versehen.
  • Fälle von Bediensteten mit gefälschten Titeln über Ausbildungen in der Bedienung elektronischer Rechner.

Parallel zu den überraschenden Kontrollen vor Ort bei öffentlichen Behörden stellten die Kontrolleure der Inspektoreneinheitleer stehende Schreibtische fest, an denen Beamte hätten arbeiten müssen, aber auch Missbrauch bei der Bewilligung von Urlauben, hauptsächlich in Bezug auf Lehrer.

(Quelle: Zougla.gr)

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