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24-Tage-Programm für Griechenland

28. Juli 2012 / Aktualisiert: 29. Juli 2012 / Aufrufe: 7.209 27 Kommentare

Die Regierung in Griechenland hat zum 20 August 2012 eine signifikante Entscheidung zu treffen, die vielleicht auch ihre letzte wichtige Entscheidung sein wird.

Laut dem Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis schob die Troika die Vorlage ihres anhängigen Berichts über die Lage in Griechenland nicht von ungefähr auf September hinaus, zumal es seines Erachtens kaum jemanden geben dürfte, der mehr als 2 Stunden für die Beurteilung der Lage benötigen wird. Vielmehr sieht er einen unmittelbaren Zusammenhang mit der am 20 August 2012 fällig werdenden griechischen Anleihe, die sich in den Händen der EZB befindet und folglich zu ihrem gesamten Nennwert von 3,2 Mrd. Euro auszulösen ist.

Warum die Fälligkeit ausgerechnet dieser Anleihe möglicherweise die schon lange überfälligen Entscheidungen über den – so wie so ernsthaft in Frage stehenden – Verbleib Griechenlands in der europäischen Währungsgemeinschaft erzwingen wird, legt Yanis Varoufakis in einem Artikel dar, der am 27 Juli 2012 auf dem griechischen Portal „Protagon“ publiziert wurde und nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.

24-Tage-Programm

Am 20 August 2012 wird die Regierung ihre signifikanteste – vielleicht die letzte signifikante – Entscheidung treffen. Es ist der Tag, an dem eine jener Anleihen ausläuft, die nicht „geschnitten“ wurden, weil sie von der EZB aufgekauft worden waren (wie bekannt betrachtet letztere ihre eigenen Anleihen im Gegensatz zu denen der Kleinanleger und Versicherungsträger als etwas wie heilige Kühe). Um sie auszulösen, muss sich der griechische Fiskus irgendwo ungefähr 3,2 Mrd. Euro leihen, um zu 100% die EZB zu bezahlen, wozu anzumerken ist, dass diese die Papiere im vergangenen Jahr für 2,3 Mrd. Euro gekauft hatte – die EZB macht also einen alles andere als unbedeutenden Gewinn der Größenordnung von 900 Millionen Euro (*).

Es ist kein Zufall, dass die Troika abreiste um im September 2012 mit ihrer Bewertung zurückzukehren – also nach dem 20 August 2012. Benötigen sie drei Monate um festzustellen, dass das „Programm“ stecken geblieben ist? Dass die Gelder aus den Privatisierungen sich auf 5% der (unsinnigerweise) versprochenen belaufen werden? Dass der „Aufschwung“ am Boden liegt, dort auch in den kommenden Jahren bleiben und den Zeitplan der Tilgungszahlungen für unsere Kredite anfänglich an die Troika und (nach 2010) die Bankiers des Herrn Dalaras in die Luft sprengen wird? Dass selbst die gewinnbringendsten Unternehmen nicht mehr von den Banken finanziert werden und somit der vollständige Zusammenbruch des Arbeitsmarktes, der öffentlichen Einnahmen und der Versicherungsträger garantiert ist? Gibt es jemanden beim IWF oder in der EZB oder in der EU, der mehr als 2 Stunden benötigen würde, um den heißbegehrten Bewertungstext zu schreiben? Oder muss Herr Thomsen um jeden Preis Urlaub machen und beschloss „Rückkehr im September“, zusammen mit den Winterkinos?

Natürlich nicht. Der Bericht der Troika ist fertig. Der IWF hat bereits entschieden, dass auf Basis der finanztechnischen Fakten das Memorandum 2 „ausgegangen“ ist. Dass es keine Verlängerung retten wird. Es bleibt einfach nur, den politische Entschluss zu fassen. Entsprechend ist das genau selbe auch der EZB bestens bekannt und sie begreift, dass Griechenland irgendwann gezwungen sein wird, seine Verpflichtungen ihr gegenüber zu brechen. Ebenso auch den übrigen Mitgliedstaaten der Eurozone: sie erwarten, dass ein großer Teil der Griechenland gewährten bilateralen Kredite „geschnitten“ werden wird. Das Thema „was machen wir mit Griechenland“ ist somit weder finanztechnisch, noch basiert es darauf, welche wie auch immer gearteten Kürzungen und Reformen die Regierung (bis September) vornimmt, und auch nicht auf den Einschätzungen des Herrn Thomsen und der Troika. Wovon es abhängt? Es hängt ganz einfach davon ab, ob Deutschland, Holland, Finnland gemeinsam beschließen, entweder uns durch das Fenster aus dem Euro hinauszuwerfen oder den „Schnitt“ unserer Schulden zu gestatten (etwas, das – wie wir uns erinnern – unter dem Euphemismus „Umschuldung“ bekannt ist).

Gestattet mir eine Stellungnahme: Falls sie befinden, uns aus dem Fenster stürzen zu können und damit Spanien und Italien zu retten, werden sie es im selben Augenblick tun! Der Grund ist simpel: Der EFSF verfügt nach den Geldern, die er den spanischen Banken zugesagt hat, über weitere 80 bis 90 Milliarden. Was den ESM betrifft, also den beständigen Mechanismus, der den EFSF ersetzen wird, ist seine Gründung bei dem Verfassungsgerichtshof Deutschlands hängen geblieben. Derweilen benötigen die Fisken Spaniens und Italiens unmittelbar 800 Mrd. innerhalb des Jahres 2013. Es ist offensichtlich, dass, wenn Frau Merkel vor ihren Bundestag tritt und solche Summen zur Stützung des EFSF verlangen wird, sie diese auf keinen Fall erhalten wird – außer, sie stützt sich so sehr auf die Opposition der SPD, dass sie ihre Parteibasis verliert. Ganz einfach, sie wird es nicht tun, speziell ein Jahr vor den Bundestagswahlen. Andererseits, wenn sie es nicht tut, wird sie bald zu damit beginnen haben, D-Mark zu drucken, da der Zusammenbruch Spaniens und Italiens innerhalb der Eurozone inzwischen mehr als gegeben ist.

Eine Überlegung, die derzeit Frau Merkel umgibt (und die ihr diverse Berater eingeflößt haben), ist folgende: Wenn Griechenland durch das Fenster aus dem Euro geworfen wird und ein ungeheurer Aufruhr an den Börsen folgt, werden sich die deutschen Wähler in die Hosen machen. Sie werden befürchten, das gesamte europäische Konstrukt und sogar auch selbst Frankfurt in Erschütterung geraten zu sehen. Mit dieser Angst, denkt sich Frau Merkel, werden sie vielleicht vorbereitet sein, ihren Vorschlag zur Rettung Spaniens und Italiens mit ungeheuren Summen zu akzeptieren. Indem sie sogar griechisches Blut „geleckt“ haben (da Griechenland durch eine chaotische und katastrophale Rückkehr zur Drachme ausbluten wird), wird unser Land vollständig die Rolle des Sündenbocks gespielt haben, damit die öffentliche Meinung in Deutschland bereit ist, große stimulierende und teure Spritzen zugunsten Spaniens und Italiens zu akzeptieren.

Andererseits hört Frau Merkel natürlich auch auf entgegen gesetzte Meinungen, welche ihr sagen, es sei unmöglich, dass jemand ein Absacken voraussehen und handhaben kann. Dass ein Ausscheiden Griechenlands den Sack des Äolus öffnen wird und nicht von der Eurozone aufrecht bleiben wird. Wenn jedoch Frau Merkel diese Berater fragt, was geschehen könne, damit Griechenland letztendlich nicht aus dem Euro ausscheidet, zerbricht ihre Antwort ihr das Herz, da sie weiß, dass sie das, was zu geschehen hat, im Bundestag nicht einmal zu flüstern bereit ist. Was dies ist? Eine Lösung wäre der Schnitt der griechischen Schulden an die Troika – den ich bereits ansprach. Eine andere Lösung wäre ein Moratorium bei den Tilgungen, so dass der Betrag der Schulden der selbe bleibt, jedoch die Tilgungen einfrieren, bis die griechische Wirtschaft zu schrumpfen aufhört. Die erste Lösung wird nicht von der EZB akzeptiert werden, da sie völlig das Dogma umstürzt, die Schulden an sie seien heilig. Die zweite Lösung lehnen die Überschussländer ab, da so etwas die politische Verhängung harter Austerität für Spanien und Italien annullieren würde. Warum? Weil diese Austerität mit mathematischer Genauigkeit die Rezession herbeiführt. Wäre also das Ende der Rezession vorab Voraussetzung für die Tilgung seitens der peripheren Staaten an die Troika (wie es in einer Währungsunion gelten müsste), würde die Verhängung von Sparauflagen für Länder wie Spanien der Erlaubnis gleichkommen, ihre Schulden niemals zu bezahlen!

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EZB akzeptiert vorläufig keine griechischen Staatsanleihen

23. Juli 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 316 1 Kommentar

Die Europäische Zentralbank EZB wird nach dem 25 Juli 2012 bis auf weiteres keine griechischen Staatsanleihen als Collaterals akzeptieren.

Laut der EZB wird die Liquidität der griechischen Banken auf Basis der bestehenden Vereinbarungen durch die Griechische Bank (TtE) gedeckt. Die EZB wird die Möglichkeit der Akzeptanz griechischer Anleihen als Sicherheit nach der Bewertung der Troika erneut untersuchen. Es handelt sich um ein formales Thema, da zu dem konkreten Termin die Bürgschaft der Gläubiger für Griechenland ausläuft. Das selbe geschah in der Vergangenheit bereits zwei Mal, nämlich im Februar 2012 und im Mai 2012.

Angesichts des Eintreffens der Troika ist diese Entwicklung jedoch auch ein Signal, merkt ein Funktionär in Athen an. Wie bekannt ist, verlangen die Gläubiger von Griechenland, die 11,5 Milliarden Euro aus den Maßnahmen zu bestimmen, die im Rahmen des Programms der volkswirtschaftlichen Angleichung erforderlich sind, und die strukturellen Änderungen voranzutreiben.

(Quelle: Vradyni, S. 8)

Zentralbank in Griechenland erwägt Zins-Plafond

15. Juli 2012 / Aufrufe: 389 Kommentare ausgeschaltet

Die Griechische Zentralbank erwägt die Einführung einer Höchstgrenze des Zinssatzes für Einlagen bei den Banken in Griechenland.

Die Griechische Bank (TtE) untersucht die Festsetzung eines Plafonds bei den Guthabens-Zinssätzen, welche die griechischen Banken ihren Kunden bieten, weil der Konkurrenzkampf zwischen den Banken die Renditen selbst für kleine und mittlere Anlagebeträge auf ein sehr hohes Niveau getrieben hat.

Hauptgrund für diese Entwicklung stellt die fehlende Liquidität auf dem Markt dar. Um die verbliebenen Gelder anzuziehen, sind die Banken an grenzwertigen Punkten angelangt und bieten Zinssätze von bis zu 7% für Einlagen ab 30.000 Euro. Auf diese Weise wird das Geld jedoch sehr teuer und von den Banken noch schwerer verliehen. Die verbliebene Liquidität wird folglich unglaublich teuer und natürlich nicht in Kredite geleitet.

Dieser in eine Sackgasse führende Teufelskreis gibt der griechischen Zentralbank zu denken, die eine Intervention mittels der Festlegung einer Höchstgrenze für die Zinssätze untersucht.

Es sei angemerkt, dass einen entsprechenden Schritt bereits auch die Zentralbank Spaniens unternommen hat, die dem selben Problem begegnete. Nun scheint also Griechenland an der Reihe zu sein.

(Quelle: Voria.gr)

Banken in Griechenland unter staatlicher Kontrolle

30. Mai 2012 / Aufrufe: 1.925 1 Kommentar

In Griechenland erhielten die Nationalbank, Eurobank, Alpha Bank und Piräus-Bank die ersten Gelder in Höhe von insgesamt 18 Milliarden Euro zu ihrer Rekapitalisierung.

Die Kontrolle der vier größten griechischen Banken geht auf den Staat über. Nach wochenlanger Verzögerung wurden am Freitag die Vereinbarungen über die Einbringung der ersten 18 Mrd. Euro durch die Finanzstabilisierungsfaszilität (FSF) unterzeichnet, die für die Ergänzung des durch den Schuldenschnitt (PSI) verloren gegangenen Eigenkapitals vorgesehen sind. Praktisch handelt es sich um eine Anzahlung, die im Rahmen des Hilfspakets in Höhe von insgesamt 50 Mrd. Euro bereitgestellt wird, welches in der Kreditvereinbarung vorgesehen ist, die das Memorandum begleitet.

Die Unternehmensleitungen der Griechischen Nationalbank (ETE / NBG), Alpha Bank, Eurobank (EFG) und Piräus-Bank unterzeichneten die einschlägigen Verträge mit der Europäischen Finanzstabilisierungsfaszilität (EFSF) und dem nationalen Stabilitätsfond (FSF), womit die verfügbare Hilfe zur Deckung der Verluste der Banken aus ihrer Beteiligung an dem Programm des Umtausches der griechischen Staatsanleihen freigegeben wurden. Mit dieser Kapitalspritze erreichen die Indizes ihrer Kapitaldeckung wieder die gestatteten Mindestwerte und verschaffen dem System ein signifikantes „Polster“ zur Bewältigung des Drucks, den die politische Unsicherheit an der Front der Einlagen schafft. Gleichzeitig wird nach einem mehrtägigen Ausschluss auch wieder der Zugang der vier Kreditinstitute zu den Mechanismen der primären Refinanzierung durch die Europäische Zentralbank (EZB) sichergestellt.

Die Leitungen der Banken sind zuversichtlich, dass sich mit ihrer Rekapitalisierung das Marktklima verbessern und das Vertrauen der Anleger gegenüber der Branche gestärkt wird. Mit den 18 Mrd. Euro können sich die Anleger bezüglich der Absicherung ihrer Gelder wieder sicherer fühlen. Von der in Rede stehenden Tranche gingen 6,9 Mrd. € an die Nationalbank, 5 Mrd. € an die Piräus-Bank, 4,2 Mrd. € an die Eurobank und 1,9 Mrd. € an Alpha Bank.
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Euro-Austritt Griechenlands kostet ein Billion Euro

28. Mai 2012 / Aufrufe: 582 3 Kommentare

Die Kosten des Ausscheidens Griechenlands aus dem Euro könnten sich laut Charles Dallara auf über eine Billion Euro summieren.

Der Leiter des Internationalen Bankenverbands (IIF) Charles Dallara vertritt, die Kosten des Ausscheidens Griechenlands aus der Währungsunion werden unermesslich sein und möglicherweise eine Billion Euro übersteigen. „Wer glaubt, Europa und allgemeiner die Weltwirtschaft sei auf ein Ausscheiden Griechenlands vorbereitet, wird das noch mal überdenken müssen„, erklärte „Mister IIF“ charakteristisch in einem Interview mit Bloomberg.

Laut Charles Dallara liegt das Hauptproblem einer solchen Entwicklung in der Höhe des Engagements der Europäischen Zentralbank (EZ) in der griechischen Verschuldung, welches das Eigenkapital praktisch um das Doppelte übersteige. Angesichts dieser Tatsache sei die EZ laut dem Leiter des IIF außer Stande, Liquidität bereitzustellen und den Finanzsektor der Eurozone zu stabilisieren. „Die EZ wird pleite sein, wenn Griechenland aus dem Euro ausscheidet. Europa muss zuerst und vorrangig seine Zentralbank rekapitalisieren.

Die einzige Lösung bestehe darin, dass die Eurozone Griechenland 10 Milliarden Euro für Entwicklungsmaßnahmen gibt, was laut Dallara ein sehr geringer Betrag im Verhältnis zu den Kosten des Ausscheidens des Landes aus der Währungsunion sei.

(Quelle: Proto Thema)

Merkels Trick, die Verschuldung den Griechen aufzubürden

26. Mai 2012 / Aktualisiert: 24. September 2017 / Aufrufe: 5.673 34 Kommentare

Laut einem Bloomberg-Artikel waren die Rettungspakete für Griechenland zur Rettung der deutschen Banken und Steuerzahler und nicht zur Rettung der Griechen bestimmt.

Könnte sich die bekannte Geschichte über die bösen Griechen, die den guten Deutschen auf der Tasche liegen, gar nicht so, sondern genau andersherum verhalten? Könnte die Krise auf dem Fehler der Banken beruhen, mehr zu verleihen als sie verkraften konnten, und könnten die Rettungspakete der Weg gewesen sein, damit die Banken nicht für die Kosten dieses Fehlers einstehen?

In der heutigen (23/24 Mai 2012) Kolumne „Bloomberg View“, die von den Redakteuren der Agentur unterzeichnet ist, wird erklärt, dass ein aufmerksamer Blick auf die Kapitalbewegungen in Europa und die Bilanzen der Zentralbanken beweist, dass die Griechenland gewährten und mittels der Memoranden gewährleisteten Rettungspakete nicht die Griechen, sondern die deutschen Steuerzahler und die deutschen Banken retten. Als sich nämlich die Europäische Union und die Europäische Zentralbank sputeten, die von der Krise heimgesuchten Länder zu retten, boten sie den deutschen Banken die Möglichkeit, ihr Geld zurück zu erhalten, merkt die Agentur an.

Es sei angemerkt, dass nachstehender Text eine griechische Publikation reflektiert, am Ende des Beitrags jedoch auch die primäre englischsprachige Quelle verlinkt ist
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Griechische Bank dementiert Abhebungslimit

20. Mai 2012 / Aufrufe: 286 Kommentare ausgeschaltet

Die Zentralbank in Griechenland dementiert kategorisch, ein Limit für Geldabhebungen und Auslandsüberweisungen zu planen.

In einer Bekanntmachung dementiert die Griechische Bank (Τράπεζα της Ελλάδος) kategorische einen Artikel in der Sonntagsausgabe (19 Mai 2012) der Zeitung Proto Thema (Πρώτο Θέμα), laut dem die Einführung eines Limits für Bankabhebungen und Beschränkungen bei dem Transfer von Kapital ins Ausland geplant sei.

(Quelle: in.gr)

EZB dementiert Finanzierungsstopp für Banken in Griechenland

19. Mai 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 329 Kommentare ausgeschaltet

Die Europäische Zentralbank dementiert diverse Medienberichte, laut welchen den Banken in Griechenland die weitere Finanzierung verweigert werden soll.

Hauptthema der Sitzung des Vorstands der Europäischen Zentralbank (EZB) war das griechische Problem, und zwar speziell angesichts der Fakten, welche einen steilen Anstieg des Kapitalabzugs von den griechischen Banken infolge der Ängste zeigten, das Land werde möglicherweise aus der Eurozone ausscheiden.

Griechische Bankiers veranschlagen die Höhe der während der beiden ersten Tage der Woche (sprich am Montag und Dienstag nach den Parlamentswahlen am Sonntag, dem 06 Mai 2012) von den griechischen Banken abgezogen Einlagen auf etwa 1,2 Milliarden Euro. Den enormen Kapitalabfluss hatte im Rahmen seiner Begegnungen mit den politischen Führern zu Bildung einer Regierung bereits auch Staatspräsident Karolos Papoulias in einem dramatischen Appell unterstrichen.
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Plan zur Abwendung der Staatsinsolvenz in Griechenland

15. Mai 2012 / Aufrufe: 1.224 9 Kommentare

In Griechenland arbeiten Zentralbank und Finanzministerium an einem Plan zur Abwendung eines völligen Zahlungsstopps und der internen Staatsinsolvenz.

Die Griechische Bank und das Finanzministerium schreiten zur Ausarbeitung eines Notfallplans zur Abwendung einer internen Insolvenz, falls die Hilfe aus Europa unterbrochen wird. Zuverlässige Quellen des Wirtschaftsstabs und Amtsträger der staatlichen Rechnungszentrale erachten als sicher, dass die Hilfszahlungen der Europäer und des Internationalen Währungsfonds (IWF) an Griechenland „einfrieren“ werden, bis eine Regierung gebildet und die Kommunikation mit Brüssel und Washington wieder hergestellt wird.

Die selben Quellen betonen, dass die monatlichen Bedürfnisse für die Zahlung von Gehältern, Renten und Arbeitslosen- und Sozialhilfen 4 Mrd. Euro übersteigen und für diesen Zweck verfügbare Mittel bis Ende Juli vorhanden sind. Die Bedürfnisse der IKA und des OAEE für die Zahlung von Renten steigen sogar von Monat zu Monat wegen der Welle der Pensionierungen an, die bei Arbeitnehmern beobachtet wird, welche einen Rentenanspruch haben und ihre Arbeit verlieren. Um den erhöhten Bedürfnissen der Kassen zu begegnen, ist ein Posten von 350 Mio. Euro sichergestellt worden, der gegen Mitte Juni als außerordentliche Beihilfe gezahlt werden wird.
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