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Artikel Tagged ‘zentralbank’

Banken in Griechenland unter staatlicher Kontrolle

30. Mai 2012 / Aufrufe: 1.922 1 Kommentar

In Griechenland erhielten die Nationalbank, Eurobank, Alpha Bank und Piräus-Bank die ersten Gelder in Höhe von insgesamt 18 Milliarden Euro zu ihrer Rekapitalisierung.

Die Kontrolle der vier größten griechischen Banken geht auf den Staat über. Nach wochenlanger Verzögerung wurden am Freitag die Vereinbarungen über die Einbringung der ersten 18 Mrd. Euro durch die Finanzstabilisierungsfaszilität (FSF) unterzeichnet, die für die Ergänzung des durch den Schuldenschnitt (PSI) verloren gegangenen Eigenkapitals vorgesehen sind. Praktisch handelt es sich um eine Anzahlung, die im Rahmen des Hilfspakets in Höhe von insgesamt 50 Mrd. Euro bereitgestellt wird, welches in der Kreditvereinbarung vorgesehen ist, die das Memorandum begleitet.

Die Unternehmensleitungen der Griechischen Nationalbank (ETE / NBG), Alpha Bank, Eurobank (EFG) und Piräus-Bank unterzeichneten die einschlägigen Verträge mit der Europäischen Finanzstabilisierungsfaszilität (EFSF) und dem nationalen Stabilitätsfond (FSF), womit die verfügbare Hilfe zur Deckung der Verluste der Banken aus ihrer Beteiligung an dem Programm des Umtausches der griechischen Staatsanleihen freigegeben wurden. Mit dieser Kapitalspritze erreichen die Indizes ihrer Kapitaldeckung wieder die gestatteten Mindestwerte und verschaffen dem System ein signifikantes „Polster“ zur Bewältigung des Drucks, den die politische Unsicherheit an der Front der Einlagen schafft. Gleichzeitig wird nach einem mehrtägigen Ausschluss auch wieder der Zugang der vier Kreditinstitute zu den Mechanismen der primären Refinanzierung durch die Europäische Zentralbank (EZB) sichergestellt.

Die Leitungen der Banken sind zuversichtlich, dass sich mit ihrer Rekapitalisierung das Marktklima verbessern und das Vertrauen der Anleger gegenüber der Branche gestärkt wird. Mit den 18 Mrd. Euro können sich die Anleger bezüglich der Absicherung ihrer Gelder wieder sicherer fühlen. Von der in Rede stehenden Tranche gingen 6,9 Mrd. € an die Nationalbank, 5 Mrd. € an die Piräus-Bank, 4,2 Mrd. € an die Eurobank und 1,9 Mrd. € an Alpha Bank.
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Euro-Austritt Griechenlands kostet ein Billion Euro

28. Mai 2012 / Aufrufe: 582 3 Kommentare

Die Kosten des Ausscheidens Griechenlands aus dem Euro könnten sich laut Charles Dallara auf über eine Billion Euro summieren.

Der Leiter des Internationalen Bankenverbands (IIF) Charles Dallara vertritt, die Kosten des Ausscheidens Griechenlands aus der Währungsunion werden unermesslich sein und möglicherweise eine Billion Euro übersteigen. „Wer glaubt, Europa und allgemeiner die Weltwirtschaft sei auf ein Ausscheiden Griechenlands vorbereitet, wird das noch mal überdenken müssen„, erklärte „Mister IIF“ charakteristisch in einem Interview mit Bloomberg.

Laut Charles Dallara liegt das Hauptproblem einer solchen Entwicklung in der Höhe des Engagements der Europäischen Zentralbank (EZ) in der griechischen Verschuldung, welches das Eigenkapital praktisch um das Doppelte übersteige. Angesichts dieser Tatsache sei die EZ laut dem Leiter des IIF außer Stande, Liquidität bereitzustellen und den Finanzsektor der Eurozone zu stabilisieren. „Die EZ wird pleite sein, wenn Griechenland aus dem Euro ausscheidet. Europa muss zuerst und vorrangig seine Zentralbank rekapitalisieren.

Die einzige Lösung bestehe darin, dass die Eurozone Griechenland 10 Milliarden Euro für Entwicklungsmaßnahmen gibt, was laut Dallara ein sehr geringer Betrag im Verhältnis zu den Kosten des Ausscheidens des Landes aus der Währungsunion sei.

(Quelle: Proto Thema)

Merkels Trick, die Verschuldung den Griechen aufzubürden

26. Mai 2012 / Aktualisiert: 24. September 2017 / Aufrufe: 5.672 34 Kommentare

Laut einem Bloomberg-Artikel waren die Rettungspakete für Griechenland zur Rettung der deutschen Banken und Steuerzahler und nicht zur Rettung der Griechen bestimmt.

Könnte sich die bekannte Geschichte über die bösen Griechen, die den guten Deutschen auf der Tasche liegen, gar nicht so, sondern genau andersherum verhalten? Könnte die Krise auf dem Fehler der Banken beruhen, mehr zu verleihen als sie verkraften konnten, und könnten die Rettungspakete der Weg gewesen sein, damit die Banken nicht für die Kosten dieses Fehlers einstehen?

In der heutigen (23/24 Mai 2012) Kolumne „Bloomberg View“, die von den Redakteuren der Agentur unterzeichnet ist, wird erklärt, dass ein aufmerksamer Blick auf die Kapitalbewegungen in Europa und die Bilanzen der Zentralbanken beweist, dass die Griechenland gewährten und mittels der Memoranden gewährleisteten Rettungspakete nicht die Griechen, sondern die deutschen Steuerzahler und die deutschen Banken retten. Als sich nämlich die Europäische Union und die Europäische Zentralbank sputeten, die von der Krise heimgesuchten Länder zu retten, boten sie den deutschen Banken die Möglichkeit, ihr Geld zurück zu erhalten, merkt die Agentur an.

Es sei angemerkt, dass nachstehender Text eine griechische Publikation reflektiert, am Ende des Beitrags jedoch auch die primäre englischsprachige Quelle verlinkt ist
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Griechische Bank dementiert Abhebungslimit

20. Mai 2012 / Aufrufe: 284 Kommentare ausgeschaltet

Die Zentralbank in Griechenland dementiert kategorisch, ein Limit für Geldabhebungen und Auslandsüberweisungen zu planen.

In einer Bekanntmachung dementiert die Griechische Bank (Τράπεζα της Ελλάδος) kategorische einen Artikel in der Sonntagsausgabe (19 Mai 2012) der Zeitung Proto Thema (Πρώτο Θέμα), laut dem die Einführung eines Limits für Bankabhebungen und Beschränkungen bei dem Transfer von Kapital ins Ausland geplant sei.

(Quelle: in.gr)

EZB dementiert Finanzierungsstopp für Banken in Griechenland

19. Mai 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 328 Kommentare ausgeschaltet

Die Europäische Zentralbank dementiert diverse Medienberichte, laut welchen den Banken in Griechenland die weitere Finanzierung verweigert werden soll.

Hauptthema der Sitzung des Vorstands der Europäischen Zentralbank (EZB) war das griechische Problem, und zwar speziell angesichts der Fakten, welche einen steilen Anstieg des Kapitalabzugs von den griechischen Banken infolge der Ängste zeigten, das Land werde möglicherweise aus der Eurozone ausscheiden.

Griechische Bankiers veranschlagen die Höhe der während der beiden ersten Tage der Woche (sprich am Montag und Dienstag nach den Parlamentswahlen am Sonntag, dem 06 Mai 2012) von den griechischen Banken abgezogen Einlagen auf etwa 1,2 Milliarden Euro. Den enormen Kapitalabfluss hatte im Rahmen seiner Begegnungen mit den politischen Führern zu Bildung einer Regierung bereits auch Staatspräsident Karolos Papoulias in einem dramatischen Appell unterstrichen.
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Plan zur Abwendung der Staatsinsolvenz in Griechenland

15. Mai 2012 / Aufrufe: 1.224 9 Kommentare

In Griechenland arbeiten Zentralbank und Finanzministerium an einem Plan zur Abwendung eines völligen Zahlungsstopps und der internen Staatsinsolvenz.

Die Griechische Bank und das Finanzministerium schreiten zur Ausarbeitung eines Notfallplans zur Abwendung einer internen Insolvenz, falls die Hilfe aus Europa unterbrochen wird. Zuverlässige Quellen des Wirtschaftsstabs und Amtsträger der staatlichen Rechnungszentrale erachten als sicher, dass die Hilfszahlungen der Europäer und des Internationalen Währungsfonds (IWF) an Griechenland „einfrieren“ werden, bis eine Regierung gebildet und die Kommunikation mit Brüssel und Washington wieder hergestellt wird.

Die selben Quellen betonen, dass die monatlichen Bedürfnisse für die Zahlung von Gehältern, Renten und Arbeitslosen- und Sozialhilfen 4 Mrd. Euro übersteigen und für diesen Zweck verfügbare Mittel bis Ende Juli vorhanden sind. Die Bedürfnisse der IKA und des OAEE für die Zahlung von Renten steigen sogar von Monat zu Monat wegen der Welle der Pensionierungen an, die bei Arbeitnehmern beobachtet wird, welche einen Rentenanspruch haben und ihre Arbeit verlieren. Um den erhöhten Bedürfnissen der Kassen zu begegnen, ist ein Posten von 350 Mio. Euro sichergestellt worden, der gegen Mitte Juni als außerordentliche Beihilfe gezahlt werden wird.
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