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Hamsterrad der finanziellen Sackgasse in Griechenland

10. September 2013 / Aktualisiert: 28. September 2013 / Aufrufe: 596 1 Kommentar

Deutschland und Europa halten Griechenland in einem finanziellen Laufrad gefangen, um weiterhin Druck ausüben und Forderungen durchsetzen zu können.

Der griechische Fiskus muss sich wieder Geld leihen um nächstes Jahr 25 Mrd. Euro für die Verschuldung aufzubringen, wovon 5,3 Mrd. Euro auf alte Anleihen des griechischen Staates entfallen, die nicht „geschnitten“ wurden (2009 emittierte der Fiskus Obligationen über 3,8 Mrd. Euro um gegen Vorzugsaktien für 5 Jahre die griechischen Banken zu rekapitalisieren).

Ebenfalls wird das Land 2014 weitere 10 Mrd. Euro für „ungeschnittene“ Anleihen, die sogenannten ANFAs zu zahlen haben. Dabei handelt ss sich um jene Anleihen, welche die EZB und die Zentralbanken der Eurozone inne haben und mit denen sie den griechischen Fiskus zwingen, sich zuerst Geld für die Auslösung zu leihen, und danach werden diese (Banken) die Zinsen und ihre Gewinne aus der Nennwert-Differenz der Anleihen (im Vergleich zu den Preisen, zu denen sie selbst diese aufkauften) an Griechenland zurückzahlen.

Druckmittel zur Durchsetzung der Forderungen

Letztendlich erhalten die Banken nur ihr Geld zurück, aber auch in diesem Jahr entrichteten sie erst Ende Juli einen Teil der zu erstattenden Beträge, die sich aus dem Auslaufen von Anleihen im Februar und hauptsächlich im Mai 2013 ergaben (1,5 Mrd. Euro, welche die Regierung dem 7-Monats-Überschuss hinzurechnet!). Anstatt eine (direkte) Verrechnung vorzunehmen, halten sie Griechenland somit mit den Raten und Zinsrückzahlungen gefesselt, damit es sich Geld leiht um diese Anleihen bei den Fälligkeiten auszulösen. Auf diese Weise setzen sie unter einem Regime des Drucks auch ihre Forderungen durch, um die Tranchen freizugeben.

Von den insgesamt 25 Mrd. Euro der Verschuldung, die Griechenland sich für 2014 aufgeladen hat und tilgen muss, werden 15 Mrd. von Privatleuten oder Hedge Fonds und europäischen Zentralbanken in Anleihen gehalten, die sie nicht dem „Haircut“ unterzogen hatten – im Gegensatz zu den griechischen Versicherungsträgern und Banken, die 70% ihres Kapitals verloren! Da der Kredit der Europäer mit den letzten Tranchen 2014 endet, hat der Druck schon ab jetzt begonnen. Wenn Griechenland die hinausgezögerten Tranchen in diesem Jahr regulär erhält, bleiben insgesamt nur 15 Mrd. Euro von der Gesamtheit des verbleibenden Kreditpakets. In diesen 15 Mrd. sind auch die Tranchen des IWF enthalten, die 2016 enden, im Gegensatz zu den Tranchen des europäischen Kredits (ESM), die 2014 enden.

Gleichzeitig hat jedoch Griechenland 2014 die größte Last der Verschuldung für die nächsten 35 – 40 Jahre auf dem Buckel und zu tilgen. Insgesamt 25 Mrd. Euro, ohne Berücksichtigung der fortlaufend erneuerten kurzfristigen Kredite mit drei- und sechsmonatigen Schatzbriefen, die eine inländische Aufnahme von Krediten bei den Banken und griechischen Sparern sind.

Mit einer zu tilgenden Schuld von 16,1 Mrd. Euro ist 2015 ebenfalls ein schwieriges Jahr, jedoch nicht so sehr wie 2014. So wie die Verschuldung umstrukturiert wurde, sinken jedoch nach 2016 die Verpflichtungen bis einschließlich 2036 auf einstellige Milliardenbeträge … . Speziell in den zehn Jahren bis 2023 betragen die jährlichen Beträge bis zu 8 Mrd. Euro, danach variieren sie – bleiben jedoch immer im einstelligen Bereich – bis zum Jahr 2037, in dem sie auf 14,4 Mrd. Euro steigen.

2014 verlieren die Europäer Karotte und Peitsche

Aus diesem Grund gibt es den Druck, den jetzt die Deutschen und Europa ausüben. Die griechische Regierung und die Hedge-Fonds wollen keine neue Verschuldung, sondern eine Verlängerung der Tilgung der Kredite. Verlieren die Europäer ab 2014 Karotte und Peitsche der Tranchen, werden sie auch die Kontrolle über die Regierung verlieren, die dann der IWF (und die USA) übernehmen wird, der Griechenland bis 2016 Tranchen gewähren wird.

Somit erklärt sich die Absicht der Europäer, in diesem Jahr die Tranchen sowie auch die Zinsen aus den von ihnen gehaltenen „ungeschnittenen“ Anleihen hinauszuzögern. Die europäischen Zentralbanken halten derzeit insgesamt 17 Mrd. Euro in „ungeschnittenen“ Sonderanleihen, die 2012 neu aufgelegt wurden. Daher auch der Druck des Herrn Schäuble auf einen neuen Kredit, wie auch die unerhörten Forderungen der deutschen Industriellen, „die Verschuldung unter Bestellung von Hypotheken auf öffentliches Vermögen bei Energie, Häfen, Flughäfen und Immobilien zu besichern„. Deutsche und Europäer haben es eilig, Griechenland politisch mittels eines neuen Kredits oder neuer Bedingungen der Besicherung zur Geisel zu nehmen.

Die Regierung hat keine Ahnung vom Zocken

Sehen Sie jedoch, was geschieht: seit 4 Jahren der Memoranden bezahlt Griechenland Privatleuten die von ihnen gehaltenen „ungeschnittenen“ Anleihen in der Logik, „damit wir nicht zu Argentinien werden und sie uns nicht vor die internationalen Gerichte zerren„. Nur dass es einen Unterschied gibt: Die im Jahr 2014 fällig werdenden konkreten Anleihen von 5,3 Mrd. Euro sind alte Anleihen nach griechischem Recht! Es sind also keine Anleihen nach internationalem Recht, wegen denen private Gläubiger – wie sie es mit Argentinien tun – in einem ausländischen Land (USA) vor Gericht ziehen können, von dessen Recht die konkrete Schuld geregelt wird.

Sollten jedoch die Hedge-Fonds nicht bezahlt werden, wird sich dies vielleicht auf die Preise der neuen Anleihen auswirken, auch wenn sie nach englischem Recht besichert sind. Diese werden ab 2023 und nachfolgend fällig und sie werden sie nicht vorher mit Gewinn verkaufen können, wie es das Szenarium vorsah, auf dessen Basis die Hedge-Fonds die Anleihen aufkauften und auf eine Verlängerung auf 50 Jahre setzten!

Wenn Sie nun verwirrt sind, werden Sie sich vorstellen können, warum die Regierung nichts unternimmt! Sie wissen einfach nicht, wie das Spiel Rendite / Risiko gespielt wird! Die Krise ist zuallererst eine Krise der Verwaltung von Gewinnen / Verlusten aus Portefeuilles großer Anleihen-Zocker und sekundär eine Schuldenkrise des Landes. Können Sie sich diese Zahlen, mit 10 multipliziert, für italienische und spanische Anleihen vorstellen? Es ist sehr viel Geld, und seit vier Jahren wird es nun aus Steuern und Kürzungen der Renten und Löhne eingesammelt … .

(Quelle: Sofokleous10)

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Der große Betrug auf Zypern

12. April 2013 / Aktualisiert: 19. April 2014 / Aufrufe: 3.538 5 Kommentare

Die europäischen Banken – speziell Frankreichs und Deutschlands – spekulierten mit Hilfe der EZB skrupellos zu Lasten Zyperns und trieben sein Bankwesen bewusst in den Ruin.

Die europäischen Banken spekulierten ohne jeden Skrupel zu Lasten der zyprischen Banken, und zwar mit Geldern, die sie sich praktisch zinslos von der Europäischen Zentralbank (EZB) liehen. Als ihr schmutzige Spiel zu Ende zu gehen schien, verschafften sie sich mit Hilfe der EZB die erforderliche Zeit, um keinen Schaden zu erleiden.

Die eiskalte Erpressung und der vorsätzliche Mord an Zypern hätten nicht geschehen können, wenn es nicht innerhalb seiner Mauern ‚Albträume‘ gegeben hätte. Das Beharren seiner Bürger jedoch, mit ihren Erpressern und Mördern in dem selben Haus wohnen zu bleiben, ist sicher masochistisch – da es sehr wahrscheinlich ist, dass sie über viele der kommenden Jahre weiterhin erpresst sowie ebenfalls gemeuchelt werden.
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Wahrheiten und Lügen über Bankenkrise in Zypern

5. April 2013 / Aufrufe: 6.556 3 Kommentare

Laut dem ehemaligen geschäftsführenden Vorstand der Bank of Cyprus wurde das Bankwesen Zyperns vorsätzlich und systematisch in den Zusammenbruch geführt.

Der ehemalige geschäftsführende Vorstand der Bank of Cyprus (BOC), Andreas Iliadis, ist auf den Leiter der Zentralbank Zyperns und die ehemalige Regierung Zyperns wütend. In einem Artikel, den am 02 März 2013 das Internet-Portal StockWatch unter dem Titel „Wahrheiten und Lügen über den Ausverkauf der Bank of Cyprus“ publizierte, schildert er den Verlauf der Ereignisse, die Anfang Juli 2012 zu seinem Rücktritt und der heutigen Situation der Bank führten.

Andreas Iliadis löst sein 9-monatiges Schweigen und spricht von einem „gut vorbereiteten Plan zur Vernichtung des gesamten Bankwesens und hauptsächlich der Cyprus-Bank, die sich damals in einem guten wirtschaftlichen Zustand befand„.

Der ungekürzte Artikel des ehemaligen Geschäftsführers der BOC, Andreas Iliadis, wird nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben, die wie im griechischen Wortlaut in der 1. Person formuliert ist, die sich auf den Autor und nicht etwa das Team des Blogs bezieht.

Wahrheiten und Lügen über den Ausverkauf der Bank of Cyprus

Der neue historische Kreuzweg Zyperns, den wir durchleben, verpflichtet uns alle, nunmehr ohne große Töne und Beschimpfungen klar die absolute Wahrheit wiederzugeben.

Am 9/7/2012 reichte ich meinen Rücktritt ein, weil konkrete Faktoren – innerhalb und außerhalb – der Bank sich nicht nur nicht gemeinsam engagierten, sondern dagegen jede unserer Bemühungen untergruben, der schwierigen internationalen wirtschaftlichen Realität zu begegnen. Dies monierte ich damals in meinem Rücktrittsschreiben.

Im weiteren Verlauf bestätigten die Entwicklungen leider, dass alles Teil eines gut vorbereiteten Plans zur Vernichtung des gesamten Bankwesens und hauptsächlich der Cyprus-Bank war, die sich damals in einer guten wirtschaftlichen Lage befand.

Die nachstehend von mir angeführten Tatsachen belegen die Wahrheit.

Die Rekapitalisierung der Banken in ganz Europa, einschließlich der beiden großen zyprischen Banken, hätte am 30/06/2012 vollendet werden müssen, und die Bemühungen des Cyprus-Bank befanden sich auf ihrem Höhepunkt. Ich rufe in Erinnerung, dass der Kapitalbedarf, den der Stresstest der EBA (Europäische Bankbehörde) aufzeigte, sich auf 1,56 Mrd. € belief. Die Gruppe der Bank of Cyprus schritt ab Ende 2011 zu einer Reihe von Maßnahmen, und trotz der schwierigen Periode schaffte sie es, den größten Teil des Kapitalbedarfs des Tests zu decken.

Im Mai 2012 gaben wir bekannt, dass 200 – 300 Mio. € fehlten, die wir im folgenden Zeitraum durch andere Handlungen zu decken beabsichtigten. In diese Richtung erfolgten übermenschliche Anstrengungen, die sich hauptsächlich auf Folgendes fokussierten:

  1. Zusammen mit dem Präsidenten und dem Vizepräsidenten der Bank hatten wir drei aufeinanderfolgende Begegnungen mit dem Leiter der Zentralbank (am 11/05, 13/06 und 18/06), bei denen wir verlangten:
    • Uns angesichts dessen, dass der größte Teil des Kapitals bereits gedeckt worden war, eine Nachfrist von 3 – 6 Monaten zu geben, um die Rekapitalisierung zu vollenden. Er ließ uns verstehen, sich bemühen zu werden und dass unter Voraussetzungen eine Nachfrist gewährt werden könne.
    • Uns zu erklären, inwieweit der Schnitt der griechischen Staatsanleihen schließlich wie aus dem selbigen Stresstest hervorgehend 71% betragen oder größer sein würde. Er antwortete, sich darum kümmern und darauf zurückkommen zu werden, und sagte uns konkret, „die Spielregeln dürfen sich nicht ändern“. Es sei angemerkt, dass im Fall einer positiven Antwort die Bedürfnisse des Tests um ungefähr 80 Mio. € verringert worden wären.
  2. Mit der Deutschen Bank als Berater leiteten wir den Verkauf der beiden Versicherungsgesellschaften ein, der auch das Kapital der Bank um ungefähr 270 Mio. € verstärken würde. Mit diesem Betrag hätten wir die Rekapitalisierung vollendet.

Anstatt unsere vorstehenden Bemühungen zu unterstützen und uns rechtzeitig Antworten von der EBA zu geben, torpedierte der Leiter (der Zentralbank) auch die Bemühungen um den Verkauf der Versicherungsgesellschaften mit andauernden Schreiben von ihm, die Komplikationen in dem ganzen Verfahren schafften. Es sei angemerkt, dass bezüglich des Kaufs der Versicherungsgesellschaften Interesse von einer konkreten Gruppe des Auslands an ihrem umgehenden Aufkauf bestand.

Dem Leiter der ZB war aus den Unterredungen, die wir miteinander hatten, sowie auch seiner Mitarbeiter mit allen Dienststellen der Bank of Cyprus sehr gut bekannt, dass der Rekapitalisierungs-Endbetrag sich analog zu dem Ergebnis der obigen Handlungen und natürlich mit den Gewinnen des 2. Quartals ändern konnte. Anstatt uns jedoch zu helfen, antwortete er nicht nur auf die Fragen, die wir ihm gestellt hatten, sondern brachte stattdessen wenige Tage vor dem Auslaufen der Frist in einer öffentlichen Erklärung seine Überraschung über den benötigten Betrag mit dem Ziel und dem Ergebnis zum Ausdruck, die Seriosität der Bank zu beeinträchtigen.

Diese von ihm getroffene Wahl scheint nicht zufällig, sondern – wie ich anführte – Teil eines breiteren Plans mit Ziel die Bank of Cyprus gewesen zu sein. Lassen wir jedoch die Fakten der Cyprus-Bank zu jener Periode (30/06/2012) betrachten:

  • Einlagen: 28,1 Mrd. €
  • Nettokredite: 26,5 Mrd. €
  • Aktienkapital: 2,24 Mrd. €
  • Index eigenen Kernkapitals: 7,3%
  • Außerordentliche Liquiditätshilfe (ELA): Null
    (Anmerkung: Die Laiki Bank hatte sich am 03/07/2012 von der ELA Liquidität von 9,5 Mrd. € geliehen.)

Die Cyprus-Bank hatte also im Juni 2012:

  • Einlagen, welche die Netto-Darlehen überstiegen (die einzige systemische Bank in Zypern und Griechenland).
  • Sie hatte einen zufriedenstellenden Index eigenen Kernkapitals auf Basis von Basel II.
  • Sie war der Rekapitalisierung sehr nahe. • Sie hatte Barmittel von einigen Milliarden.
  • Sie benötigte keine ELA.

Mit all diesen Fakten unterschied sich die Bank of Cyprus von den systemischen Banken Zyperns und Griechenlands.

Es scheint jedoch, dass dies gewisse Kreise überhaupt nicht interessierte. Was sie interessierte, war, wie sie die Seriosität der Cyprus-Bank beeinträchtigen und sie demontieren könnten und zu beweisen, dass angeblich an allem der überdimensionale Bankensektor, die Bankiers und alle anderen Schuld seien, außer ihren eigenen Handlungen und ihrer eigenen Untätigkeit.

Es sei angemerkt, dass wir bis vor zwei – drei Jahren von den Rating-Agenturen, den Investment-Häusern, den Aufsichtsbehörden oder irgend einem anderen niemals vernahmen, dass in einem kleinen Staat die Banken ganz, ganz klein sein mussten. Was vorherrschte, war dass eine Bank eine solche Größe haben musste, damit sie Gewinne hat und das Vertrauern ihrer Anleger gewinnt. Ich kann die Gründe verstehen, aus denen Länder des Auslands die Seriosität des Bankensektors Zyperns schädigen wollten, jedoch kann ich immer noch nicht verstehen, warum die Regierung ihr damals mit den nachstehenden Handlungen half:

  1. Sie versuchte nicht rechtzeitig, Maßnahmen zu ergreifen um die Kreditwürdigkeit Zyperns hoch zu halten. Wahr ihr vielleicht nicht bekannt, dass die Kreditwürdigkeit der Banken beeinflusst wird und immer niedriger als die Kreditwürdigkeit des Landes ist?
  2. Warum akzeptierte die den Schnitt der griechischen Staatsanleihen per Unterschrift des Präsidenten persönlich, ohne Gegenleistungen von der Eurozone auszuhandeln, welche Zypern absichern würden?
  3. Warum hörte sie nicht auf die wiederholten Appelle aller bezüglich der Ergreifung von Maßnahmen? Zusammen mit dem Präsidenten der Bank, Herrn Aristodimos, und dem Vizepräsidenten Herrn Artemis hatten wir damals eine Reihe von Kontakten mit dem Präsidenten der Republik und dem Vorsitzenden der damaligen Regierungspartei, um ihn zu überzeugen, jedoch ohne jegliches Ergebnis. Unsere Verzweiflung über diese Bemühungen von uns hatten wir in unserer ausführlichen Bekanntmachung vom 31/08/2011 an die Presse (siehe die einschlägigen Publikationen) zum Ausdruck gebracht, aber anstatt erhört zu werden, ernteten wir einerseits Missfallen und andererseits Desinteresse.

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Die Justiz in Griechenland und Attila 3

4. April 2013 / Aktualisiert: 08. Februar 2017 / Aufrufe: 1.089 5 Kommentare

Laut Analysen der Laiki Bank in Zypern beläuft sich deren problematisches Portefeuille aus Krediten in Griechenland auf 3,5 Mrd Euro, also 20% des zyprischen BIP.

Am Freitagmorgen hielt bei dem Flug von Larnaka nach Athen eine Dame ein Blatt Papier mit einigen Dutzend Namen in ihrer Hand, die sie einen nach dem anderen ihrer Sitznachbarin vorlas. Wie sie dieser erklärte, waren es die Namen Derjenigen, die während der kritischen Tage vor der Eurogruppe Gelder aus Zypern ins Ausland geschafft haben sollen. Einige Stunden vorher wurde in den Büros der zypriotischen Abgeordneten eine andere Liste mit den Namen der Politiker verbreitet, deren Kredite gelöscht wurden.

Zypern sucht – wie vorher auch Griechenland – nach jenen parasitären Phänomenen, von denen es annimmt, dass diese das Land bis zu der Krise brachten. Aus einer Summe von Gerüchten oder aus Tatsachen, welche folgen werden, werden die Zyprioten nach dem Bediensteten suchen, der Schuld hatte, nach dem staatlichen Funktionär, der ein Faulpelz war, nach dem Politiker, der korrupt war. Und die zyprische Presse, wie ebenfalls auch die griechische, der jahrelang Stumme, wird diverse Phänomene der Korruption entdecken, die sie jedoch allgemein Einigen, vielleicht dem Elend anlasten, aber vermeiden wird, die Realität zu verzeichnen.
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Katastrophale Regelungen für Kunden der Laiki und Cyprus Bank

1. April 2013 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 4.278 4 Kommentare

Die Kunden der Laiki Bank in Zypern laufen in Gefahr, fast ihre gesamten nicht durch die Einlagensicherung gedeckten Kontoguthaben zu verlieren.

Die Zentralbank von Zypern (CBC) erließ am 29 März 2013 zwei Verordnungen, mit denen für das Verfahren der Rekapitalisierung der Cyprus Bank und der Spaltung der Laiki Bank erheblich höhere als anfänglich veranschlagte „Haircuts“ der Sparguthaben vorgesehen werden. Die beiden Verordnungen heben signifikant den Beitrag der nicht durch die Einlagensicherung gedeckten Sparer an. Im Fall der Laiki laufen die nicht abgesicherten Anleger sogar in Gefahr, nach Abschluss des Liquidationsverfahrens praktisch ihr gesamtes nicht durch die Einlagensicherung gedecktes (sprich über 100.000 € hinausgehendes) Kapital zu verlieren, da alle Kredite der Laiki Bank auf die Cyprus Bank transferiert werden.

Am 30 März 2013 schritt die Zentralbank Zyperns zu weiteren Klarstellungen bezüglich der Umsetzung der Verordnungen über die Sanierung der Cyprus Bank und die Absorption der „guten“ Geschäftsbereiche der Laiki Bank. Zum besseren Verständnis der Sanierungsmaßnahmen, die kraft des Gesetzes über die Sanierung von Kredit- und anderen Instituten des Gesetzes 2013 auf die Cyprus Bank und die Laiki Bank auf Basis der am 25 März 2013 getroffene Vereinbarung der Eurogruppe mit der zyprischen Regierung angewendet werden, stellt die CBC Folgendes klar:
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Griechenland und Zypern in der neuen Welt

23. März 2013 / Aufrufe: 1.080 22 Kommentare

Nach den Experimenten in Griechenland wurde nun auch Zypern zum Versuchslabor, in dem die Reaktionen auf die Konfiszierung der Sparguthaben gemessen werden.

Sie setzten uns die Pistole an die Schläfe„, erklärte der zypriotische Finanzminister. Was wird wohl jemand mit der Pistole an der Schläfe zu verhandeln haben? Diese Umstände verweisen auf Gespräche mit Banden, die an der Aufteilung ihres Wirkungsbereichs interessiert sind und sich dabei der Taktik der „schwarzen Witwe“ der Mafiosi Chicagos zu Beginn des 20. Jahrhunderts bedienen.

Was ist denn nun eigentlich Zypern? „Ein kleines Versuchslabor„, meint Jacques Attali. Ein Labor ist auch Griechenland, zur Ausübung der brutalsten Form der Austerität an der Gesellschaft mittels der Kürzungen der Löhne und Renten sowie der Arbeitslosigkeit. Nun ist auch Zypern ein Labor, wo die Reaktionen aus dem „Haircut“ der Bankguthaben und speziell jener der Kleinsparer gemessen werden.
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Zentralbank in Griechenland im Alarmzustand

26. Dezember 2012 / Aufrufe: 346 1 Kommentar

Die Griechische Bank zeigt sich in Zusammenhang mit den anstehenden Kapitalerhöhungen der Banken in Griechenland bezüglich der Qualität der Investoren beunruhigt.

Die zuständigen Aufsichtsdirektionen der Griechen Bank (TtE) beschäftigt in letzter Zeit speziell die Qualität der Investoren, welche sich an den anstehenden Erhöhungen des Aktienkapitals der griechischen Banken beteiligen werden, weil inzwischen offen die Beunruhigungen hinsichtlich der … Herkunft und hauptsächlich der Absichten der Investoren zum Ausdruck gebracht werden.

Die Tatsache, dass die großen systemischen Banken des Landes jetzt zu diesem Zug schreiten, läuft in Gefahr, sich zu einem „Hintertürchen“ des Systems in dem Sinn zu entwickeln, dass sie von diversen Dritten als „Geldwaschmaschine“ genutzt werden könnte. Die Grieche Bank hatte bereits in jüngster Vergangenheit die Investition, die sich ein großer ukrainischer Fonds bei einer griechischen Bank zu tätigen anschickte, genau deswegen „abgesägt“, weil ihr die Herkunft der Gelder des Fonds unbekannt waren.

Die TtE befürchtet, dass so etwas auch jetzt geschehen wird, nur dass es diesmal ein größeres Ausmaß haben wird, da die Kapitalerhöhungen viele und folglich die Kontrollen schwieriger sein werden. Dies ist der Grund, der den Alarm bei der TtE steigert, die sich nun beeilt, eventuellen hässlichen Entwicklungen zuvorzukommen. Die zuständigen Direktionen sind bereits in „Alert-Zustand“ versetzt worden und erwarten weitere Anweisungen.

(Quellen: Voria)

Griechenland und das Schneeballsystem der EZB

22. August 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 2.489 6 Kommentare

Eine im August 2012 zum Nennwert getilgte griechische Staatsanleihe zeigt, wie die EZB ein betrügerisches Schneeballsystem schuf, das unweigerlich zusammenbrechen muss.

Der Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis schlug bereits gegen Ende Juli 2012 in einem ausführlichen Artikel ein 24-Tage-Programm für Griechenland vor und ging speziell auf eine im Besitz der Europäischen Zentralbank (EZB) befindliche griechische Staatsanleihe ein, die am 20 August 2012 auslief und deren Tilgung er in unmittelbaren Zusammenhang mit dem weiteren Verbleib (oder nicht) Griechenlands in der Währungsgemeinschaft setzte.

Wie Griechenland sich das benötigte Geld besorgte und die Anleihe bezahlte, auf was es sich damit – wieder einmal und entgegen jeder Logik – eingelassen hat, und warum das von der EZB geschaffene betrügerische Pyramiden- bzw. Schneeballsystem per Definition zum Zusammenbruch verurteilt ist, legt Yanis Varoufakis in einem Artikel dar, der am 20 August 2012 auf dem griechischen Portal “Protagon” publiziert wurde und nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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Der Schleier des Schweigens in Griechenland

4. August 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.612 1 Kommentar

Die Zentralbank in Griechenland schaut tatenlos der imaginären Rekapitalisierung griechischer Banken zu, während die Troika sich in skandalöses Schweigen hüllt.

Vor dem aktuellen Hintergrund der Übernahme des abgespaltenen „gesunden“ Teils der staatlichen ATEbank durch die Piräus Bank (siehe Piräus Bank übernimmt ATEbank in Griechenland), aber auch weiterer anstehender Privatisierungen, Verkäufe und Übernahmen im griechischen Bankwesen enthüllt eine Recherche der Nachrichtenagentur Reuters die Machenschaften griechischer Bankiers, durch die gegenseitige Vergabe von Krediten zu imaginären Kapitalerhöhungen ihrer Banken zu schreiten, während Zentralbank und Troika diesem Treiben tatenlos zuschauen.

Warum einerseits die Griechische Bank mit ihrer Haltung nicht nur die eigene Rolle untergräbt, sondern auch die Umgehung der Regelungen der Europäischen Union bezüglich der Kapitalausstattung der Banken duldet, und andererseits das Schweigen der Troika gegenüber dieser Form der Korruption einen unerhörten Skandal darstellt, legt der Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis in einem Artikel dar, der am 03 August 2012 auf dem griechischen Portal “Protagon” publiziert wurde und nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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Piräus Bank übernimmt ATEbank in Griechenland

29. Juli 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 590 Kommentare ausgeschaltet

Die Piräus Bank übernimmt den gesunden Teil der staatlichen Agrarbank in Griechenland nebst allen Filialen und Mitarbeitern der ATEbank.

Mit einem Beschluss der Griechischen Bank (TtE) wurde die Spaltung der staatlichen Agrarbank in eine „gute“ und eine „schlechte“ Bank und die Übertragung des „guten“ Teils, welcher Einlagen in Höhe von 15 Mrd. Euro umfasst, auf die Piräus Bank genehmigt. Wie die griechische Zentralbank  anführt, wurde der Beschluss unter dem Aspekt der Gewährleistung der Einlagen und allgemein der finanziellen Stabilität gefasst.

Die Piräus Bank hatte einen einschlägigen Antrag an die Finanzstabilitätsfazilität (FSF) gestellt, der genehmigt wurde. Die Differenz des Wertes der übertragenen Teile der Aktiva und Passiva wird gemäß den gesetzlichen Bestimmungen von der FSF gedeckt. Die Lizenz der alten Bank wurde widerrufen, während es bezüglich der mit landwirtschaftlichem Nutzland besicherten problematischen Kredite, die nicht auf die Piräus Bank übertragen werden, in Kürze eine gesetzliche Regelung geben soll. Die Tochtergesellschaften der ATEbank, die nicht transferiert werden, sollen von dem Fiskus als eigene Vermögensteile verwertet werden.

Die Piräus Bank verpflichtete sich ihrerseits, alle Arbeitsplätze der Beschäftigten der Agrarbank sicherzustellen. Ab dem kommenden Montag wird das gesamte Filialnetz der Agrarbank das Logo der Piräus Bank führen, jedoch die Firmierung „ATEbank“ beibehalten. Alle Geschäfte der Kunden der Agrarbank werden wie bisher ohne irgendeine Änderung regulär durchgeführt werden.

Nach der Übernahme der Agrarbank wird der Piräus-Konzern insgesamt über Aktiva von 75 Mrd. Euro, Einlagen von 35 Mrd. Euro und Kredite von 47 Mrd. Euro verfügen. Das Personal des Konzerns beläuft sich auf 17.000 Beschäftigte und das gesamte Netz auf 1.230 Filialen, mit einer Präsenz in weiteren neun Ländern außer Griechenland.

(Quelle: in.gr, Vradyni) S. 7