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Artikel Tagged ‘zentralbank’

Die Justiz in Griechenland und Attila 3

4. April 2013 / Aktualisiert: 08. Februar 2017 / Aufrufe: 1.083 5 Kommentare

Laut Analysen der Laiki Bank in Zypern beläuft sich deren problematisches Portefeuille aus Krediten in Griechenland auf 3,5 Mrd Euro, also 20% des zyprischen BIP.

Am Freitagmorgen hielt bei dem Flug von Larnaka nach Athen eine Dame ein Blatt Papier mit einigen Dutzend Namen in ihrer Hand, die sie einen nach dem anderen ihrer Sitznachbarin vorlas. Wie sie dieser erklärte, waren es die Namen Derjenigen, die während der kritischen Tage vor der Eurogruppe Gelder aus Zypern ins Ausland geschafft haben sollen. Einige Stunden vorher wurde in den Büros der zypriotischen Abgeordneten eine andere Liste mit den Namen der Politiker verbreitet, deren Kredite gelöscht wurden.

Zypern sucht – wie vorher auch Griechenland – nach jenen parasitären Phänomenen, von denen es annimmt, dass diese das Land bis zu der Krise brachten. Aus einer Summe von Gerüchten oder aus Tatsachen, welche folgen werden, werden die Zyprioten nach dem Bediensteten suchen, der Schuld hatte, nach dem staatlichen Funktionär, der ein Faulpelz war, nach dem Politiker, der korrupt war. Und die zyprische Presse, wie ebenfalls auch die griechische, der jahrelang Stumme, wird diverse Phänomene der Korruption entdecken, die sie jedoch allgemein Einigen, vielleicht dem Elend anlasten, aber vermeiden wird, die Realität zu verzeichnen.
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Katastrophale Regelungen für Kunden der Laiki und Cyprus Bank

1. April 2013 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 4.256 4 Kommentare

Die Kunden der Laiki Bank in Zypern laufen in Gefahr, fast ihre gesamten nicht durch die Einlagensicherung gedeckten Kontoguthaben zu verlieren.

Die Zentralbank von Zypern (CBC) erließ am 29 März 2013 zwei Verordnungen, mit denen für das Verfahren der Rekapitalisierung der Cyprus Bank und der Spaltung der Laiki Bank erheblich höhere als anfänglich veranschlagte „Haircuts“ der Sparguthaben vorgesehen werden. Die beiden Verordnungen heben signifikant den Beitrag der nicht durch die Einlagensicherung gedeckten Sparer an. Im Fall der Laiki laufen die nicht abgesicherten Anleger sogar in Gefahr, nach Abschluss des Liquidationsverfahrens praktisch ihr gesamtes nicht durch die Einlagensicherung gedecktes (sprich über 100.000 € hinausgehendes) Kapital zu verlieren, da alle Kredite der Laiki Bank auf die Cyprus Bank transferiert werden.

Am 30 März 2013 schritt die Zentralbank Zyperns zu weiteren Klarstellungen bezüglich der Umsetzung der Verordnungen über die Sanierung der Cyprus Bank und die Absorption der „guten“ Geschäftsbereiche der Laiki Bank. Zum besseren Verständnis der Sanierungsmaßnahmen, die kraft des Gesetzes über die Sanierung von Kredit- und anderen Instituten des Gesetzes 2013 auf die Cyprus Bank und die Laiki Bank auf Basis der am 25 März 2013 getroffene Vereinbarung der Eurogruppe mit der zyprischen Regierung angewendet werden, stellt die CBC Folgendes klar:
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Griechenland und Zypern in der neuen Welt

23. März 2013 / Aufrufe: 1.078 22 Kommentare

Nach den Experimenten in Griechenland wurde nun auch Zypern zum Versuchslabor, in dem die Reaktionen auf die Konfiszierung der Sparguthaben gemessen werden.

Sie setzten uns die Pistole an die Schläfe„, erklärte der zypriotische Finanzminister. Was wird wohl jemand mit der Pistole an der Schläfe zu verhandeln haben? Diese Umstände verweisen auf Gespräche mit Banden, die an der Aufteilung ihres Wirkungsbereichs interessiert sind und sich dabei der Taktik der „schwarzen Witwe“ der Mafiosi Chicagos zu Beginn des 20. Jahrhunderts bedienen.

Was ist denn nun eigentlich Zypern? „Ein kleines Versuchslabor„, meint Jacques Attali. Ein Labor ist auch Griechenland, zur Ausübung der brutalsten Form der Austerität an der Gesellschaft mittels der Kürzungen der Löhne und Renten sowie der Arbeitslosigkeit. Nun ist auch Zypern ein Labor, wo die Reaktionen aus dem „Haircut“ der Bankguthaben und speziell jener der Kleinsparer gemessen werden.
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Zentralbank in Griechenland im Alarmzustand

26. Dezember 2012 / Aufrufe: 345 1 Kommentar

Die Griechische Bank zeigt sich in Zusammenhang mit den anstehenden Kapitalerhöhungen der Banken in Griechenland bezüglich der Qualität der Investoren beunruhigt.

Die zuständigen Aufsichtsdirektionen der Griechen Bank (TtE) beschäftigt in letzter Zeit speziell die Qualität der Investoren, welche sich an den anstehenden Erhöhungen des Aktienkapitals der griechischen Banken beteiligen werden, weil inzwischen offen die Beunruhigungen hinsichtlich der … Herkunft und hauptsächlich der Absichten der Investoren zum Ausdruck gebracht werden.

Die Tatsache, dass die großen systemischen Banken des Landes jetzt zu diesem Zug schreiten, läuft in Gefahr, sich zu einem „Hintertürchen“ des Systems in dem Sinn zu entwickeln, dass sie von diversen Dritten als „Geldwaschmaschine“ genutzt werden könnte. Die Grieche Bank hatte bereits in jüngster Vergangenheit die Investition, die sich ein großer ukrainischer Fonds bei einer griechischen Bank zu tätigen anschickte, genau deswegen „abgesägt“, weil ihr die Herkunft der Gelder des Fonds unbekannt waren.

Die TtE befürchtet, dass so etwas auch jetzt geschehen wird, nur dass es diesmal ein größeres Ausmaß haben wird, da die Kapitalerhöhungen viele und folglich die Kontrollen schwieriger sein werden. Dies ist der Grund, der den Alarm bei der TtE steigert, die sich nun beeilt, eventuellen hässlichen Entwicklungen zuvorzukommen. Die zuständigen Direktionen sind bereits in „Alert-Zustand“ versetzt worden und erwarten weitere Anweisungen.

(Quellen: Voria)

Griechenland und das Schneeballsystem der EZB

22. August 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 2.482 6 Kommentare

Eine im August 2012 zum Nennwert getilgte griechische Staatsanleihe zeigt, wie die EZB ein betrügerisches Schneeballsystem schuf, das unweigerlich zusammenbrechen muss.

Der Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis schlug bereits gegen Ende Juli 2012 in einem ausführlichen Artikel ein 24-Tage-Programm für Griechenland vor und ging speziell auf eine im Besitz der Europäischen Zentralbank (EZB) befindliche griechische Staatsanleihe ein, die am 20 August 2012 auslief und deren Tilgung er in unmittelbaren Zusammenhang mit dem weiteren Verbleib (oder nicht) Griechenlands in der Währungsgemeinschaft setzte.

Wie Griechenland sich das benötigte Geld besorgte und die Anleihe bezahlte, auf was es sich damit – wieder einmal und entgegen jeder Logik – eingelassen hat, und warum das von der EZB geschaffene betrügerische Pyramiden- bzw. Schneeballsystem per Definition zum Zusammenbruch verurteilt ist, legt Yanis Varoufakis in einem Artikel dar, der am 20 August 2012 auf dem griechischen Portal “Protagon” publiziert wurde und nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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Der Schleier des Schweigens in Griechenland

4. August 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 1.602 1 Kommentar

Die Zentralbank in Griechenland schaut tatenlos der imaginären Rekapitalisierung griechischer Banken zu, während die Troika sich in skandalöses Schweigen hüllt.

Vor dem aktuellen Hintergrund der Übernahme des abgespaltenen „gesunden“ Teils der staatlichen ATEbank durch die Piräus Bank (siehe Piräus Bank übernimmt ATEbank in Griechenland), aber auch weiterer anstehender Privatisierungen, Verkäufe und Übernahmen im griechischen Bankwesen enthüllt eine Recherche der Nachrichtenagentur Reuters die Machenschaften griechischer Bankiers, durch die gegenseitige Vergabe von Krediten zu imaginären Kapitalerhöhungen ihrer Banken zu schreiten, während Zentralbank und Troika diesem Treiben tatenlos zuschauen.

Warum einerseits die Griechische Bank mit ihrer Haltung nicht nur die eigene Rolle untergräbt, sondern auch die Umgehung der Regelungen der Europäischen Union bezüglich der Kapitalausstattung der Banken duldet, und andererseits das Schweigen der Troika gegenüber dieser Form der Korruption einen unerhörten Skandal darstellt, legt der Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis in einem Artikel dar, der am 03 August 2012 auf dem griechischen Portal “Protagon” publiziert wurde und nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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Piräus Bank übernimmt ATEbank in Griechenland

29. Juli 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 580 Kommentare ausgeschaltet

Die Piräus Bank übernimmt den gesunden Teil der staatlichen Agrarbank in Griechenland nebst allen Filialen und Mitarbeitern der ATEbank.

Mit einem Beschluss der Griechischen Bank (TtE) wurde die Spaltung der staatlichen Agrarbank in eine „gute“ und eine „schlechte“ Bank und die Übertragung des „guten“ Teils, welcher Einlagen in Höhe von 15 Mrd. Euro umfasst, auf die Piräus Bank genehmigt. Wie die griechische Zentralbank  anführt, wurde der Beschluss unter dem Aspekt der Gewährleistung der Einlagen und allgemein der finanziellen Stabilität gefasst.

Die Piräus Bank hatte einen einschlägigen Antrag an die Finanzstabilitätsfazilität (FSF) gestellt, der genehmigt wurde. Die Differenz des Wertes der übertragenen Teile der Aktiva und Passiva wird gemäß den gesetzlichen Bestimmungen von der FSF gedeckt. Die Lizenz der alten Bank wurde widerrufen, während es bezüglich der mit landwirtschaftlichem Nutzland besicherten problematischen Kredite, die nicht auf die Piräus Bank übertragen werden, in Kürze eine gesetzliche Regelung geben soll. Die Tochtergesellschaften der ATEbank, die nicht transferiert werden, sollen von dem Fiskus als eigene Vermögensteile verwertet werden.

Die Piräus Bank verpflichtete sich ihrerseits, alle Arbeitsplätze der Beschäftigten der Agrarbank sicherzustellen. Ab dem kommenden Montag wird das gesamte Filialnetz der Agrarbank das Logo der Piräus Bank führen, jedoch die Firmierung „ATEbank“ beibehalten. Alle Geschäfte der Kunden der Agrarbank werden wie bisher ohne irgendeine Änderung regulär durchgeführt werden.

Nach der Übernahme der Agrarbank wird der Piräus-Konzern insgesamt über Aktiva von 75 Mrd. Euro, Einlagen von 35 Mrd. Euro und Kredite von 47 Mrd. Euro verfügen. Das Personal des Konzerns beläuft sich auf 17.000 Beschäftigte und das gesamte Netz auf 1.230 Filialen, mit einer Präsenz in weiteren neun Ländern außer Griechenland.

(Quelle: in.gr, Vradyni) S. 7

24-Tage-Programm für Griechenland

28. Juli 2012 / Aktualisiert: 29. Juli 2012 / Aufrufe: 7.201 27 Kommentare

Die Regierung in Griechenland hat zum 20 August 2012 eine signifikante Entscheidung zu treffen, die vielleicht auch ihre letzte wichtige Entscheidung sein wird.

Laut dem Wirtschaftswissenschaftler Yanis Varoufakis schob die Troika die Vorlage ihres anhängigen Berichts über die Lage in Griechenland nicht von ungefähr auf September hinaus, zumal es seines Erachtens kaum jemanden geben dürfte, der mehr als 2 Stunden für die Beurteilung der Lage benötigen wird. Vielmehr sieht er einen unmittelbaren Zusammenhang mit der am 20 August 2012 fällig werdenden griechischen Anleihe, die sich in den Händen der EZB befindet und folglich zu ihrem gesamten Nennwert von 3,2 Mrd. Euro auszulösen ist.

Warum die Fälligkeit ausgerechnet dieser Anleihe möglicherweise die schon lange überfälligen Entscheidungen über den – so wie so ernsthaft in Frage stehenden – Verbleib Griechenlands in der europäischen Währungsgemeinschaft erzwingen wird, legt Yanis Varoufakis in einem Artikel dar, der am 27 Juli 2012 auf dem griechischen Portal „Protagon“ publiziert wurde und nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.

24-Tage-Programm

Am 20 August 2012 wird die Regierung ihre signifikanteste – vielleicht die letzte signifikante – Entscheidung treffen. Es ist der Tag, an dem eine jener Anleihen ausläuft, die nicht „geschnitten“ wurden, weil sie von der EZB aufgekauft worden waren (wie bekannt betrachtet letztere ihre eigenen Anleihen im Gegensatz zu denen der Kleinanleger und Versicherungsträger als etwas wie heilige Kühe). Um sie auszulösen, muss sich der griechische Fiskus irgendwo ungefähr 3,2 Mrd. Euro leihen, um zu 100% die EZB zu bezahlen, wozu anzumerken ist, dass diese die Papiere im vergangenen Jahr für 2,3 Mrd. Euro gekauft hatte – die EZB macht also einen alles andere als unbedeutenden Gewinn der Größenordnung von 900 Millionen Euro (*).

Es ist kein Zufall, dass die Troika abreiste um im September 2012 mit ihrer Bewertung zurückzukehren – also nach dem 20 August 2012. Benötigen sie drei Monate um festzustellen, dass das „Programm“ stecken geblieben ist? Dass die Gelder aus den Privatisierungen sich auf 5% der (unsinnigerweise) versprochenen belaufen werden? Dass der „Aufschwung“ am Boden liegt, dort auch in den kommenden Jahren bleiben und den Zeitplan der Tilgungszahlungen für unsere Kredite anfänglich an die Troika und (nach 2010) die Bankiers des Herrn Dalaras in die Luft sprengen wird? Dass selbst die gewinnbringendsten Unternehmen nicht mehr von den Banken finanziert werden und somit der vollständige Zusammenbruch des Arbeitsmarktes, der öffentlichen Einnahmen und der Versicherungsträger garantiert ist? Gibt es jemanden beim IWF oder in der EZB oder in der EU, der mehr als 2 Stunden benötigen würde, um den heißbegehrten Bewertungstext zu schreiben? Oder muss Herr Thomsen um jeden Preis Urlaub machen und beschloss „Rückkehr im September“, zusammen mit den Winterkinos?

Natürlich nicht. Der Bericht der Troika ist fertig. Der IWF hat bereits entschieden, dass auf Basis der finanztechnischen Fakten das Memorandum 2 „ausgegangen“ ist. Dass es keine Verlängerung retten wird. Es bleibt einfach nur, den politische Entschluss zu fassen. Entsprechend ist das genau selbe auch der EZB bestens bekannt und sie begreift, dass Griechenland irgendwann gezwungen sein wird, seine Verpflichtungen ihr gegenüber zu brechen. Ebenso auch den übrigen Mitgliedstaaten der Eurozone: sie erwarten, dass ein großer Teil der Griechenland gewährten bilateralen Kredite „geschnitten“ werden wird. Das Thema „was machen wir mit Griechenland“ ist somit weder finanztechnisch, noch basiert es darauf, welche wie auch immer gearteten Kürzungen und Reformen die Regierung (bis September) vornimmt, und auch nicht auf den Einschätzungen des Herrn Thomsen und der Troika. Wovon es abhängt? Es hängt ganz einfach davon ab, ob Deutschland, Holland, Finnland gemeinsam beschließen, entweder uns durch das Fenster aus dem Euro hinauszuwerfen oder den „Schnitt“ unserer Schulden zu gestatten (etwas, das – wie wir uns erinnern – unter dem Euphemismus „Umschuldung“ bekannt ist).

Gestattet mir eine Stellungnahme: Falls sie befinden, uns aus dem Fenster stürzen zu können und damit Spanien und Italien zu retten, werden sie es im selben Augenblick tun! Der Grund ist simpel: Der EFSF verfügt nach den Geldern, die er den spanischen Banken zugesagt hat, über weitere 80 bis 90 Milliarden. Was den ESM betrifft, also den beständigen Mechanismus, der den EFSF ersetzen wird, ist seine Gründung bei dem Verfassungsgerichtshof Deutschlands hängen geblieben. Derweilen benötigen die Fisken Spaniens und Italiens unmittelbar 800 Mrd. innerhalb des Jahres 2013. Es ist offensichtlich, dass, wenn Frau Merkel vor ihren Bundestag tritt und solche Summen zur Stützung des EFSF verlangen wird, sie diese auf keinen Fall erhalten wird – außer, sie stützt sich so sehr auf die Opposition der SPD, dass sie ihre Parteibasis verliert. Ganz einfach, sie wird es nicht tun, speziell ein Jahr vor den Bundestagswahlen. Andererseits, wenn sie es nicht tut, wird sie bald zu damit beginnen haben, D-Mark zu drucken, da der Zusammenbruch Spaniens und Italiens innerhalb der Eurozone inzwischen mehr als gegeben ist.

Eine Überlegung, die derzeit Frau Merkel umgibt (und die ihr diverse Berater eingeflößt haben), ist folgende: Wenn Griechenland durch das Fenster aus dem Euro geworfen wird und ein ungeheurer Aufruhr an den Börsen folgt, werden sich die deutschen Wähler in die Hosen machen. Sie werden befürchten, das gesamte europäische Konstrukt und sogar auch selbst Frankfurt in Erschütterung geraten zu sehen. Mit dieser Angst, denkt sich Frau Merkel, werden sie vielleicht vorbereitet sein, ihren Vorschlag zur Rettung Spaniens und Italiens mit ungeheuren Summen zu akzeptieren. Indem sie sogar griechisches Blut „geleckt“ haben (da Griechenland durch eine chaotische und katastrophale Rückkehr zur Drachme ausbluten wird), wird unser Land vollständig die Rolle des Sündenbocks gespielt haben, damit die öffentliche Meinung in Deutschland bereit ist, große stimulierende und teure Spritzen zugunsten Spaniens und Italiens zu akzeptieren.

Andererseits hört Frau Merkel natürlich auch auf entgegen gesetzte Meinungen, welche ihr sagen, es sei unmöglich, dass jemand ein Absacken voraussehen und handhaben kann. Dass ein Ausscheiden Griechenlands den Sack des Äolus öffnen wird und nicht von der Eurozone aufrecht bleiben wird. Wenn jedoch Frau Merkel diese Berater fragt, was geschehen könne, damit Griechenland letztendlich nicht aus dem Euro ausscheidet, zerbricht ihre Antwort ihr das Herz, da sie weiß, dass sie das, was zu geschehen hat, im Bundestag nicht einmal zu flüstern bereit ist. Was dies ist? Eine Lösung wäre der Schnitt der griechischen Schulden an die Troika – den ich bereits ansprach. Eine andere Lösung wäre ein Moratorium bei den Tilgungen, so dass der Betrag der Schulden der selbe bleibt, jedoch die Tilgungen einfrieren, bis die griechische Wirtschaft zu schrumpfen aufhört. Die erste Lösung wird nicht von der EZB akzeptiert werden, da sie völlig das Dogma umstürzt, die Schulden an sie seien heilig. Die zweite Lösung lehnen die Überschussländer ab, da so etwas die politische Verhängung harter Austerität für Spanien und Italien annullieren würde. Warum? Weil diese Austerität mit mathematischer Genauigkeit die Rezession herbeiführt. Wäre also das Ende der Rezession vorab Voraussetzung für die Tilgung seitens der peripheren Staaten an die Troika (wie es in einer Währungsunion gelten müsste), würde die Verhängung von Sparauflagen für Länder wie Spanien der Erlaubnis gleichkommen, ihre Schulden niemals zu bezahlen!

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EZB akzeptiert vorläufig keine griechischen Staatsanleihen

23. Juli 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 314 1 Kommentar

Die Europäische Zentralbank EZB wird nach dem 25 Juli 2012 bis auf weiteres keine griechischen Staatsanleihen als Collaterals akzeptieren.

Laut der EZB wird die Liquidität der griechischen Banken auf Basis der bestehenden Vereinbarungen durch die Griechische Bank (TtE) gedeckt. Die EZB wird die Möglichkeit der Akzeptanz griechischer Anleihen als Sicherheit nach der Bewertung der Troika erneut untersuchen. Es handelt sich um ein formales Thema, da zu dem konkreten Termin die Bürgschaft der Gläubiger für Griechenland ausläuft. Das selbe geschah in der Vergangenheit bereits zwei Mal, nämlich im Februar 2012 und im Mai 2012.

Angesichts des Eintreffens der Troika ist diese Entwicklung jedoch auch ein Signal, merkt ein Funktionär in Athen an. Wie bekannt ist, verlangen die Gläubiger von Griechenland, die 11,5 Milliarden Euro aus den Maßnahmen zu bestimmen, die im Rahmen des Programms der volkswirtschaftlichen Angleichung erforderlich sind, und die strukturellen Änderungen voranzutreiben.

(Quelle: Vradyni, S. 8)

Zentralbank in Griechenland erwägt Zins-Plafond

15. Juli 2012 / Aufrufe: 381 Kommentare ausgeschaltet

Die Griechische Zentralbank erwägt die Einführung einer Höchstgrenze des Zinssatzes für Einlagen bei den Banken in Griechenland.

Die Griechische Bank (TtE) untersucht die Festsetzung eines Plafonds bei den Guthabens-Zinssätzen, welche die griechischen Banken ihren Kunden bieten, weil der Konkurrenzkampf zwischen den Banken die Renditen selbst für kleine und mittlere Anlagebeträge auf ein sehr hohes Niveau getrieben hat.

Hauptgrund für diese Entwicklung stellt die fehlende Liquidität auf dem Markt dar. Um die verbliebenen Gelder anzuziehen, sind die Banken an grenzwertigen Punkten angelangt und bieten Zinssätze von bis zu 7% für Einlagen ab 30.000 Euro. Auf diese Weise wird das Geld jedoch sehr teuer und von den Banken noch schwerer verliehen. Die verbliebene Liquidität wird folglich unglaublich teuer und natürlich nicht in Kredite geleitet.

Dieser in eine Sackgasse führende Teufelskreis gibt der griechischen Zentralbank zu denken, die eine Intervention mittels der Festlegung einer Höchstgrenze für die Zinssätze untersucht.

Es sei angemerkt, dass einen entsprechenden Schritt bereits auch die Zentralbank Spaniens unternommen hat, die dem selben Problem begegnete. Nun scheint also Griechenland an der Reihe zu sein.

(Quelle: Voria.gr)