Archiv

Artikel Tagged ‘zahlungsverkehr’

Bargeschäfte bleiben in Griechenland populär

12. Mai 2016 / Aufrufe: 542 Keine Kommentare

Laut einer Erhebung des Zahlungsdienstleisters paysafecard bleiben in Griechenland und auch anderen Ländern Europas Bargeschäfte weiterhin populär.

Laut den Schlussfolgerungen aus der in Deutschland, Österreich, Griechenland, Großbritannien, Italien, Frankreich, Polen und Spanien durchgeführten jährlichen Erhebung des Zahlungsdienstleisters paysafecard, einer Firma mit führender Position auf dem weltweiten Markt der Prepaid-Geschäfte im Internet, bleiben die Bargeschäfte populär, da die User sich gegenüber der Eingabe persönlicher Daten oder der Nutzung von Kreditkarten im Internet zurückhaltend zeigen.
Gesamten Artikel lesen »

Über 1 Mio neue Debitkarten in Griechenland

6. August 2015 / Aufrufe: 1.367 Keine Kommentare

Nach Einführung der Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland stellten die griechischen Banken über 1 Million neue Geldkarten aus.

Laut einem Artikel bei Bloomberg wurden von den griechischen Banken in den letzten drei Wochen ungefähr 1.000.000 neue Debitkarten ausgestellt.

Wie der Artikel berichtet, haben sich während der Verhängung der Kapitalverkehrskontrollen in Griechenland die Transaktionen mit Geldkarten in den Supermärkten und bei den Treibstoffverkäufen verdoppelt, während die Nutzung der Karten sich in den provinziellen Gebieten sogar verdreifachte.
Gesamten Artikel lesen »

Lidl in Griechenland akzeptiert uneingeschränkt „Plastikgeld“

2. Juli 2015 / Aufrufe: 1.666 1 Kommentar

Die Lidl-Tochtergesellschaft in Griechenland versichert, auch weiterhin uneingeschränkt Zahlungen per Debit- und Kreditkarten zu akzeptieren.

Wie in einer einschlägigen Bekanntmachung der Lidl-Tochtergesellschaft in Griechenland „anlässlich der in griechischen Medien und sozialen Netzwerken verbreiteten unwahren (gegenteiligen) Nachricht“ betont wird, „gilt in allen Geschäften der Lidl Hellas regulär die Möglichkeit zur Zahlung mit Debit- und Kreditkarten„.
Gesamten Artikel lesen »

Griechenland hebt Bankgeheimnis völlig auf

29. April 2015 / Aufrufe: 2.405 Keine Kommentare

Mit der Aktivierung des sogenannten Kontenregisters wird in Griechenland das eh nur noch auf dem Papier bestehende Bankgeheimnis offiziell völlig aufgehoben.

Mit der Spezifizierung der Weise des Betriebs des berüchtigten Kontenregisters kündigte die stellvertretende Finanzministerin Nadia Vaxevani offiziell die völlige „Aushebelung“ des Bankgeheimnisses in Griechenland an.

Laut der Ministerin werden mit der elektronischen Erfassung aller Guthaben bei griechischen Banken die Behörden vollständigen Zugriff auf alle Bewegungen – Abhebungen und Einzahlungen – von 1,5 Millionen Konteninhabern haben und kontrollieren können, ob diese mit dem Inhalt der Steuererklärungen „harmonieren“.

Kritische Knackpunkte: Datenschutz und Kapitalflucht

Praktisch gesehen kündigte Frau Vaxevani die völlige Öffnung der Datenbanken alles Banken an, damit die Kontrolleure des Finanzamts Zugriff erhalten. Die Globalität der Maßnahme lässt den Spielraum, dass die Steuerzahler sogar auch wegen „üblicher“ Steuerdelikte „Ärger“ bekommen. Beispielsweise können Immobilienverkäufe ausfindig gemacht werden, die zu einem höheren als dem im Vertrag angeführten Preis (üblicherweise der Einheitswert) erfolgten, und somit die zusätzlichen Transaktionssteuern beigetrieben werden.

Für Fälle solcher Art können die Kontrollbehörden bis zu 10 Jahre zurückgehen, da die Verjährung erst nach einem Jahrzehnt eintritt. Weiter können sie auch den Transfer von Beträgen von Bankkonten der Eltern auf Konten ihrer Kinder (z. B. um dem Kind zu helfen, eine Immobilie oder ein Auto oder sei es auch nur eine neue Hose zu kaufen) ausfindig machen. Regulär unterliegen diese Transaktionen der Besteuerung elterlicher Zuwendungen (mit einem Satz von 10% des Betrags), was jedoch die wenigsten Eltern wissen (geschweige denn die Steuer gezahlt haben).

Offensichtlich wird das Finanzministerium anstreben, die Fälle großer Steuerhinterziehung ausfindig zu machen, und sich nicht mit derartigen (Klein-) Delikten aufhalten. Mit der „Ankündigung“ über die völlige Aufhebung der Bankgeheimnisses über die elektronische Schiene entstehen jedoch zwei Themen:

  1. Das Thema der Sicherheit der Daten. Wer Zugang zu dem Taxis-System hat (bzw. sich zu verschaffen mag …), wird Zugang zu den Guthaben hunderttausender Bürger haben können. Das Generalsekretariat für Informationssystem ist bereits von der Datenschutzbehörde wegen der Durchsickerung sensibler persönlicher Daten mit einer Geldstrafe (in Höhe von 150.000 Euro!) belegt worden. Mit der Hinzufügung auch der Kontenstände der Bankkonten wird der „Anreiz“ für die Durchsickerung der Daten noch stärker werden, da die Guthaben mit sehr großer Klarheit die wirtschaftliche Situation eines jeden Haushalts abbilden, im Gegensatz zu den (meistens auf Basis von Steuerbescheiden nachgewiesenen) Einkommen, die entweder aus vergangenen Jahren herrühren oder nicht der Realität entsprechen können.
  2. Das Thema des Abflusses von Guthaben. In dem Wissen, dass fortan die Bewegungen der Bankkonten von den Steuerbehörden aufgezeichnet werden, könnten diejenigen, die ein Interesse daran haben, ihr Geld zu verbergen, sich außerhalb des Banksystems zu bewegen anstreben – was zu Lasten sowohl der Banken, aber auch der öffentlichen Einnahmen geht.

Von dem einen Extrem zum anderen

Das „Kontenregister“ ist allerdings nicht das einzige Werkzeug, das dem Finanzamt zur Beobachtung der Bankguthaben zur Verfügung stehen wird. Griechenland begibt sich inzwischen von dem einem zum anderen Extrem: nämlich von der völligen Freizügigkeit hinsichtlich der Bewegung „schwarzer“ Gelder über Bankkonten nunmehr zur peniblen Beobachtung aller Kontobewegungen.

Welche Systeme das Finanzministerium aktiviert hat oder zu aktivieren beabsichtigt?

  • Im Taxis-System gelangen bereits seit die Daten aller Auslandsüberweisungen an, unabhängig von ihrer Höhe. Bisher ist das Gewicht auf die Überprüfung der während der Periode 2009 – 2012 geschickten Überweisungen gefallen, jedoch sind die gesamten Informationen auch für die nachfolgenden Jahre vorhanden.
  • Die inländischen Guthabenzinsen werden schon seit zwei Jahren ebenfalls im Taxisnet erfasst und das Verfahren wird sich auch in diesem Jahr wiederholen, um automatisch in die Steuererklärungen eingetragen zu werden. Die Erfassung der Daten geschieht nicht nur zwecks Erhebung der Solidaritätsabgabe, sondern auch zu Kontrollzwecken.
    So sind bereits tausende Steuerpflichtige ausfindig gemacht worden, die nicht die „Einheitliche Immobilien-Besitzsteuer“ (ENFIA) entrichteten, und zwar trotz der Tatsache, dass sich in ihren Steuererklärungen zeigt, 2013 Beträge in Höhe tausender Euro aus Zinsen eingenommen zu haben (die wiederum auf Guthaben in Höhe hunderttausender Euro verweisen, wenn die in dem konkreten Jahr geltenden Zinssätze berücksichtigt werden).
  • Die Banken sind bereits verpflichtet, das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen über alle Konten zu informieren, die – auf Jahresbasis – eine Bewegung von über 100.000 Euro aufweisen. Ein Steuerpflichtiger, der beispielsweise eine Einzahlung und eine Anhebung von jeweils 50.000 Euro oder 10 Einzahlungen und Abhebungen von jeweils 10.000 Euro getätigt zu haben scheint, gerät automatisch auf die Liste, die an die Steuerbehörden übermittelt wird.
  • Die Prüfer der großen Kotrollzentren (Zentrum für Kontrolle Steuerpflichtiger mit großem Reichtum, Zentrum für Kontrolle großer Unternehmen und SDOE) haben Zugang zu den Kontoguthaben (und zwar in Echtzeit mittels einer elektronischen Anwendung, die von dem Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen entwickelt worden ist). Diese Anwendung wird modernisiert werden (innerhalb der kommenden Tage wird der einschlägige Beschlusses erwartet, der die technischen Spezifikationen bestimmen wird), damit die Prüfer mittels ihres Computers sogar auch die Summe aller Bewegungen für ein konkretes Jahr „sehen“ können. Der Zugang zu den Daten mittels dieser Anwendung wird auf richterliche Anweisung und durch konkrete Prüfer erfolgen, die entsprechend bevollmächtigt werden, um Zugang zu den Daten zu haben.

(Quelle: forologikanea.gr, basierend auf einer Reportage der Zeitung „Parapolitika“)

Relevante Beiträge:

Griechenland will Bargeld aus dem Verkehr ziehen

4. April 2015 / Aufrufe: 5.024 10 Kommentare

Griechenland will Bargeschäfte im Wert von über 150 Euro global verbieten und damit praktisch den Umlauf von Bargeld in der Wirtschaft abschaffen.

Auf der Liste des griechischen Finanzministers Yanis Varoufakis, die der sogenannten „Brussels-Group“ vorgelegt wurde, ist die Einführung elektronischer Zahlungen bei allen Geschäftsvorgängen der Bürger und Unternehmen und sogar auch für die Begleichung von Rechnungen der öffentlichen Unternehmen und Organismen (DEKO) vorgesehen, um der Steuerhinterziehung bei der Mehrwertsteuer zu begegnen.

Konkret wird auf der Varoufakis-Liste angeführt, es werden eine Neuplanung und Änderungen bei der bereits etablierten obligatorischen Bezahlung von Rechnungen in Höhe von über 500 Euro und der ebenfalls obligatorischen Begleichung von Käufen und Dienstleistungen im Wert von über 1.500 Euro sogar auch bei den Privatpersonen untersucht.
Gesamten Artikel lesen »

Hinweise zum obligatorisch bargeldlosen Zahlungsverkehr in Griechenland

5. Oktober 2014 / Aufrufe: 5.749 1 Kommentar

Hinweise zur Umsetzung des obligatorisch bargeldlosen Zahlungsverkehrs in Griechenland bei Geschäftsvorgängen im Wert von über 500 Euro.

Mit einem Runderlass gibt das Generalsekretariat für öffentliche Einnahmen (GGDE) in Griechenland Anweisungen in Zusammenhang mit der Verpflichtung zur bargeldlosen Zahlung bei Vorgängen, die sich auf den Kauf von Gütern oder die Inanspruchnahme von Dienstleistungen im Wert von über 500 Euro beziehen, sofern ihre teilweise oder vollständige Begleichung nicht unter Nutzung eines Bankzahlungsmittel erfolgte, aber bei den Ausgaben eines Unternehmens abgesetzt werden soll.

Das signifikanteste mit dem Runderlass bekannt gemachte Element ist, dass im Fall, in dem es zwei Unternehmen mit gegenseitigen Forderungen gibt, nur jenes Geld bei der Bank einzahlt, das den größeren Betrag schuldet, nachdem vorher die erforderliche Verrechnung erfolgt.
Gesamten Artikel lesen »

Bargeldloser Zahlungsverkehr bei Finanzämtern in Griechenland

15. September 2013 / Aufrufe: 1.115 4 Kommentare

Einzahlungen bei Finanzämtern in Griechenland werden fortan nur noch in bargeldloser Form per Karte oder Scheck akzeptiert.

Gemäß einem Beschluss der Zentrale für Einnahmen über die Abschaffung von Bareinzahlungen können die Steuerzahler bei den Kassenstellen der griechischen Finanzämter fortan Zahlungen nur noch per Kredit- / Debit-Karte oder Scheck tätigen. Ganz gleich wie gering der Betrag an der Zahlung auch ist, werden bei den Finanzämtern nur noch Schecks und Karten akzeptiert.

Ziel des Finanzstabs ist, durch die Reduzierung des Publikumsverkehrs eine bessere Bedienung der Steuerzahler und den Abbau der Warteschlangen bei den Finanzämtern zu erreichen (… die sich allerdings nun gegebenenfalls vor den Schaltern der Banken und Poststellen bilden werden).
Gesamten Artikel lesen »

Griechenland weitet obligatorischen bargeldlosen Zahlungsverkehr aus

1. Januar 2013 / Aktualisiert: 09. Juli 2013 / Aufrufe: 2.229 11 Kommentare

Griechenland will den obligatorischen bargeldlosen Zahlungsverkehr per Kreditkarten und Debitkarten sogar auch auf Kleinbeträge ausweiten.

Wie der griechische Finanzminister Giannis Stournaras ankündigte, beabsichtigt die Regierung die gesetzliche Einführung der obligatorischen Verwendung von Kredit- und Debit-Karten bei Einkäufen und Geschäftsvorgängen sogar auch für Kleinbeträge, damit die Möglichkeiten zur Steuerhinterziehung eingeschränkt werden. Während derzeit Geschäftsvorgänge mit privaten Endkunden ab einem Gesamtwert von 1.500 Euro (zwischen Geschäftsleuten ab 3.000 Euro) obligatorisch bargeldlos abzuwickeln sind, soll diese Grenze nun auf 500 Euro und im Laufe des Jahres 2013 möglicherweise sogar noch erheblich niedriger angesetzt werden.

In seinen Äußerungen gegenüber dem TV-Sender MEGA erklärte der Minister, „die Verwendung des elektronischen Geldes – Kredit- und Debit-Karten – wird für signifikant unter einem Wert von 1.500 Euro liegende Geschäftsvorgänge obligatorisch werden und somit als zusätzliche Sicherheitsbarriere im Kampf gegen die Steuerhinterziehung fungieren„. Informationen zufolge wird im Finanzministerium (YPOIK) geplant, die Verwendung von „Plastikgeld“ sogar auch für Beträge von erheblich unter 500 Euro obligatorisch zu machen.
Gesamten Artikel lesen »

Klage gegen obligatorischen bargeldlosen Zahlungsverkehr in Griechenland

28. April 2011 / Aufrufe: 3.197 1 Kommentar

Gegen den seit April 2011 in Griechenland obligatorischen bargeldlosen Zahlungsverkehr wurde Beschwerde vor dem obersten griechischen Verwaltungsgerichtshof eingelegt.

Zwei griechische Staatsbürger legten vor dem obersten griechischen Verwaltungsgerichtshof (StE) Beschwerde gegen die gesetzlichen Rahmenbestimmungen in Griechenland ein, die Anfang April 2011 in Kraft traten und die Bürger dazu verpflichten, Kaufgeschäfte über Güter und Dienstleistungen ab einem Gesamtwert von 3.000 Euro (ab 2012 ab 1.500 Euro) obligatorisch bargeldlos per Bank abzuwickeln und mittels Debitkarte, Kreditkarte, Scheck oder Überweisung zu begleichen.

Die Beschwerde legten ein Rechtsanwalt aus Athen und eine in Brüssel ansässige Griechin ein. Laut ihrer Argumentation widersprechen die einschlägigen Bestimmungen dem Vertrag über die Europäische Union (EUV), der Europäischen Konvention zum Schutze der Menschenrechte (EMRK) und der griechischen Verfassung.
Gesamten Artikel lesen »

Bargeldloser Zahlungsverkehr wird in Griechenland obligatorisch

31. März 2011 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 810 Keine Kommentare

Ab April 2010 wird in Griechenland der Bargeldlose Zahlungsverkehr bei Geschäften zwischen Gewerbetreibenden und Privatpersonen obligatorisch.

Wie bereits in dem Beitrag Kopfsteuer, Zwangsbesteuerung und Spielgeldwährung in Griechenland berichtet wurde, sollen in Griechenland – wenn auch mit Abweichungen von den anfänglichen Zeitplänen – Barzahlungsgeschäfte weitgehend unterbunden werden. Zu dem ab 01. April 2011 in Geschäften zwischen Gewerbetreibenden und Privatpersonen (B2C)  obligatorischen bargeldlosen Zahlungsverkehr publizierte das griechische Finanzministerium am 30. März 2011 die nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegebene offizielle Bekanntmachung:

Auf Basis des Ministerbeschlusses POL.1027/09.02.2011 (Regierungsanzeiger FEK B‘ 256) sind ab dem 01. April 2011 und bis zum 31. Dezember 2011 die Quittungen / Rechnungen über den Einzelhandelsverkauf von Gütern oder die Erbringung von Dienstleistungen in einem Wert ab 3.000 € oder mehr per Bank, mittels Debit- oder Kreditkarten des Käufers der Güter oder Empfängers der Dienstleistungen, oder über Bankkonten, oder mit Schecks oder in Sonderfällen (von Geschäften) mit Bargeld zu begleichen, welches der Verkäufer innerhalb von zwei Tagen bei einer Bank einzuzahlen verpflichtet ist.

Detaillierte Informationen bietet der Beitrag Obligatorischer bargeldloser Zahlungsverkehr in Geschäften zwischen Gewerbetreibenden und Privatpersonen (B2C) in Griechenland