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Artikel Tagged ‘wirtschaftspolitik’

Die einzige Lösung zur Rettung Europas

21. Februar 2016 / Aufrufe: 2.714 6 Kommentare

Yanis Varoufakis betrachtet das utopisch anmutende Unterfangen der DiEM25 als die einzige realistische Lösung zur Rettung Europas.

Was schert mich die Demokratisierung der Europäischen Union, wenn ich von 300 Euro im Monat leben muss, wenn meine Rente ein weiteres Mal massakriert wird? Wie soll ich mich für das begeistern, was Ihr in Berlin oder Madrid macht?

Die Frage, die mir (Yanis Varoufakis) genau nach der Gründungsveranstaltung der DiEM25 – der von diversen Personen am 09 Februar 2016 in Berlin gestarteten paneuropäischen Bewegung zur Demokratisierung Europas – gestellt wurde, ist unerbittlich. Eben so unerbittlich ist jedoch auch die Antwort.
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Gegenoffensive der Regierung in Griechenland mit … Leistungen

7. November 2014 / Aufrufe: 565 Keine Kommentare

Die Regierung Samaras in Griechenland versucht mit einem Sturm von Versprechungen das politische Klima zu ihren Gunsten zu beeinflussen.

Mit einem Gewitter von Leistungen, die von dem „Cut“ bei Unternehmens- und Baukrediten bis hin zur Senkung der Immobiliensteuer (ENFIA) um 30% umfassen, setzt das Megaro Maximou (Anmerkung: gemeint ist die Regierungszentrale) den Punkt einer politischen und kommunikativen Gegenoffensive gegen die SYRIZA und mit dem Endziel, das für die Regierung ungünstige politische Klima zu kippen, damit auch die Wahl des Staatspräsidenten durch das gegenwärtige Parlament erleichtert wird.

Der Stab des Premierministers Antonis Samaras schätzt ein, der Schlüssel für eine Änderung des Klimas sei einerseits eine positive Vereinbarung über die Epoche nach dem Memorandum, die davon überzeugen wird, dass die harte Beaufsichtigung durch die Troika zu Ende ist, andererseits in Kombination mit umgehenden Maßnahmen zur wirtschaftlichen Entlastung der Bürger, mit der sich die Wahrnehmung vertiefen wird, dass die Regierung die Kontrolle der Wirtschaftspolitik wiedererlangt.
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Regierungsumbildung in Griechenland ist nur Spitze des Eisbergs

12. Juni 2014 / Aufrufe: 597 Keine Kommentare

Die Umbildung der Regierung in Griechenland gilt nur als Spitze des Eisbergs im Clinch der Regierung Samaras mit den Gläubigern um eine Änderung der Wirtschaftspolitik.

Die vieldiskutierte Regierungsumbildung stellt nur die Spitze des Eisbergs dar. Der Austausch von Personen auch speziell im Wirtschaftsstab ist nur ein Teil des Gesamtplans für einen „Politikwechsel“, der bestrebt ist, das Ende der Epoche der harten Austerität in Griechenland zu bedeuten. Es müssen jedoch auch die „großen Mächte“ überzeugt werden.

Angesichts des in einem Monat anstehenden Eintreffens der Leiter der Troika in Athen versucht die Regierung Samaras, ihrem Verhandlungsteam neue Impulse zu verleihen, da Antonis Samaras klar ist, nicht nur eine Schlacht, sondern einen monatelangen Kampf vor sich zu haben um die Gläubiger davon zu überzeugen, die ersehnten Steuererleichterungen Praxis werden zu lassen.
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Weg mit dem Euro, weg mit der Finanzdiktatur!

13. Mai 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 708 7 Kommentare

Eingereicht von: Carlos

Thema: Warum die Rettung Griechenlands fehlschlug

Und ich wollte den Euro auch nicht. Was kam denn nach der D-Mark? Alles wurde teurer, eigentlich war – so betrachtet – 1 DM ein Euro. Ich wollte nie dieses Europa, diese Gleichmacherei. Denn das funktioniert nicht! Jedes Land hat Eigenheiten, und dazu gehören auch manche Gesetze. Für andere Länder mögen sie dumm klingen, erfüllen aber hier Bedürfnisse. In Deutschland gibt es Hartz IV, in Griechenland nicht. Also gab es durch die Pasok-Partei andere soziale Hilfsleistungen wie beispielsweise für Angehörige, Witwen usw.

Ich mag auch nicht mehr hören, wie das ausgenutzt wurde. Von Blinden, die keine Blinden waren, von Angehörigen, die Todesfälle verschwiegen und weiterhin die Renten kassierten. Das gibt es auch in diesem tollen Deutschland. Betrügereien mit Hartz IV, Sozialbetrug. Ich finde das nicht toll, kein Thema. Aber das hat Griechenland nicht in den Ruin geführt. Das hat der Euro getan. Seitdem geht Griechenland auf Talfahrt. Früher sind gerne Touristen gekommen und fanden es gut, mit ihrer D-Mark hier günstig Urlaub machen zu können. Der Spaß ist vorbei. Denn nun gibt es seit etlichen Jahren den Euro. Der Normalbürger in Griechenland hat nie so viel Geld wie in Deutschland verdient. In Südeuropa herrscht Schmalspur. Die Banken verdienen sich goldene Nasen und ich möchte nicht mehr hören, dass Deutschland dafür bluten muss. Die Südländer bluten aus.

Hier in Griechenland gibt es so viel Armut. Ich finde es sehr beschämend, hier solche schrecklichen Kommentare lesen zu müssen. Wenn ich nicht Angst hätte, dass die „Rechten“ hier übernehmen, wünschte ich mir eine neue Wahl in der Hoffnung, dass dann eine gemäßigte Linke hier das Land regieren kann. Weg mit dem Euro und der sogenannten Solidargemeinschaft. Griechenland kann das schaffen, schließlich wäre es nicht das erste Mal. Die Demokratie ist hier entstanden und wahrnehmbar, immer noch. Viele haben keine Krankenversicherungen mehr, werden dennoch in jedem Krankenhaus behandelt, wenn ein Notfall vorliegt. Ich liebe dieses Land immer mehr und habe noch nie soviel Sympathie empfunden. Die Griechen sind einfallreich und lassen sich nicht unterkriegen. Weg mit dem Euro, und wir leben mit Phantasie, Kreativität und Solidarität.

Hunger und Verelendung wird produziert und gewollt. Wir leben auf einer Erde, die genug für alle Menschen auf diesem Erdball hat. Es ist nicht gewollt. Wo bliebe der Profit? Ich bin nach Griechenland ausgewandert, weil ich diesen Perfektionismus in Deutschland hasste. Ich habe hier gearbeitet und mich sehr wohl gefühlt. Es gibt nichts „Gerades“ auf der Welt und jedes Land ist … anders „gerade“. Das ist Europa für mich. Jedes Land ist anders. Und gerade das ist doch sehr schön, oder? Die Deutschen haben die Bayern, mit Weizenbier und Brezeln, im Norden die Fischbrötchen und Matjes. Die Griechen haben den Tsatsiki, die Italiener die Pizza usw.

Ich fände es sehr traurig, wenn all das irgendwann vermischt würde. Wird es aber vermutlich irgendwann einmal, denn die Länder vermischen sich. Aber, die Landeseigenheiten sollten bleiben, das fände ich doch sehr schön. Warum sollte ich sonst noch in ein anderes Land reisen, außer weil mir Sonne und Strand gefallen? Lasst uns alle mutig sein, akzeptieren, dass es andere Gewohnheiten und Gesetze gibt.

Weg mit dem Euro, weg mit der Finanzdiktatur. Schöpfen wir neu aus unserer eigenen Kraft. Ich weiß, dass viele, die diesen Beitrag lesen, es völlig einfach finden. Es klingt nicht nur sehr einfach, es ist auch einfach … !

Ihr seid schwach, wenn ihr kein Team bildet

10. Mai 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 451 4 Kommentare

Eingereicht von: Climateatheist

Thema: Offener Brief aus Griechenland an Angela Merkel

Verehrte Poppi Errikou Konti.

Du hast durchaus Recht in Deiner Kritik an unserer deutschen Bundeskanzlerin Angela Merkel. Sei versichert, dass wir konservativen liberalen Deutschen diese Ex-Kommunistin Merkel auch nicht leiden können. Merkel log sich in die Politik, weil sie die Lüge verbreitete, dass aufgrund steigenden Kohlendioxids sich die Welt erwärmen würde und wir alle sterben würden, wenn wir nicht viele Milliarden in Angelas Klima-Lügenwelt investieren würden.

Wir jüngere Generation derjenigen Deutschen, die bei Euch alten Griechen grausame Massaker im zweiten Weltkrieg angerichtet haben, wissen haargenau, was unsere Vorfahren Euch angetan haben. Wir werden uns allerdings für die Fehler unserer Väter nicht entschuldigen, weil es nicht unser eigener Fehler war. Unser Fehler ist, dass wir durch Schweigen dazu beigetragen haben, Eure kostbaren griechischen Ressourcen zu plündern. Wir haben das nicht mir Vorsatz getan. Nein, es war viel erbärmlicher.

Wir „jungen Deutschen“, also jene, die deutlich nach 1945 geboren wurden, haben aus intellektueller Faulheit und Arroganz Eure Probleme nicht wahrgenommen. Wir haben gedacht, die Welt sei nach dem Ende des Kalten Krieges eine neue Welt geworden. Wir haben uns geirrt und wir erwachen erst jetzt so langsam aus dieser Illusion.

Ein Fehler, liebe Poppi, liegt darin, dass Ihr Eure eigenen griechischen Fehler (nämlich eine kräftige Aufgeblasenheit) über viele Jahre ignoriert habt. Ihr habt auch Eure eigene, selbstverschuldete Militärdiktatur nicht überwunden. Ihr habt bis heute eure Probleme zu gerne und viel zu leicht auf Dritte verschoben, um bloß nicht selbst aktiv werden zu müssen.

Dabei habt Ihr den gleichen Feind wie die Europäer (nämlich die Türkei) vor der Nase sitzen. Ihr habt den gleichen Fehler gemacht, wir wir es getan haben: ihr habt lieber euren Bauchnabel betrachtet als Eure Feinde wahrgenommen, seit dem wir den Kalten Krieg gegen die UdSSR im Jahre 1989 gewonnen hatten. Insofern sind wir Deutsche mehr Griechen als Ihr Griechen Deutsche seid!

Wir haben alle gedacht, dass die grausigen Diktatoren-Zeiten vorbei gegangen seien. Da haben wir uns alle aber kräftig geirrt! Und zwar alle Deutschen und auch alle Griechen.

Ergo müssen wir uns endlich aufraffen und unsere demokratischen Tugenden wieder nach außen kehren! Wir müssen Demokraten sein und auch STOLZ auf unsere Demokratie sein! Ihr Griechen habt uns Europäern über die Römer vor 2000 Jahren indirekt sowohl die vorsokratische, ionische Moral als auch die Demokratie als auch die Mathematik des Aristoteles vermacht. Ihr müsst nun selbst wieder den Aristoteles in Eurem Herzen entfachen und Eure eigenen Ressourcen benutzen!

Wir Deutschen sind ein heterogenes Volk. „Den Deutschen“ hat es nie gegeben. Bei uns gibt es Franken, Sachsen, Württemberger, Saarländer, Ostfriesen, Nordfriesen, Niedersachsen, Preußen und wer weiß noch alles für Deutsche. Bei Euch Griechen gibt es Athener, Ioniker, Insulaner auf diversen ionischen Inseln, Nord-Griechen und was weiß ich noch alles. In Zeiten der Krise sind die Deutschen jedoch zu etwas fähig, was wir euch Griechen voraus haben. Wir können TEAMS bilden. Ihr jedoch denkt noch zu stark in Stammeszugehörigkeiten. Das ist ein FEHLER, werte Griechen!

In diesem speziellen Punkt kann ich Euch als Deutscher nur raten, dass Ihr Griechen euch ein Beispiel an uns nehmt, auch wenn dies vermessen klingt. Ihr seid schwach, wenn ihr kein TEAM bildet. Ihr müsst nicht ewig ein TEAM bilden. Aber in Krisenzeiten muss man als VOLK an einem Strang ziehen! Und genau das müsst ihr tun! Ihr müsst gemeinsam an einem Strang ziehen, Eure Ressourcen heben und Euch von der verlogenen EU abkapseln. Dann werdet ihr wieder wohlhabend und dann habt ihr auch wieder den Luxus, Euch gepflegt gegenseitig an die griechische Gurgel gehen zu können. Wir Deutsche machen das auch und es macht Spaß, weil wir mittlerweile halbwegs genau wissen, wo wir in diesem Fall die Grenze zu ziehen haben. Wüssten wir das nicht, würden wir nicht die Zahlmeister der Europäischen Union sein …. aber eben nicht mehr lange 😉

Das griechische Volk hat eben so wenig wie Italiener, Spanier, Portugiesen, Engländer, Franzosen, Irländer über seine Verhältnisse gelebt, wir wurden in den letzten Jahren nur schlicht und einfach belogen und betrogen – dank einer völlig außer Kontrolle geratenen Wirtschaftpolitik und der Lüge des unendlichen Wachstums zugunsten Weniger.