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Artikel Tagged ‘wettbewerbsfähigkeit’

Griechenlands Premierminister lügt unverfroren

6. Januar 2018 / Aufrufe: 584 1 Kommentar

Die Lüge des Premierministers Alexis Tsipras, Griechenland komme endlich aus den Memoranden heraus, ist nicht weniger dreist als das Märchen vom Weihnachtsmann.

Griechenlands Premierminister Aelexis Tsipras beharrt darauf, dass Griechenland endlich aus den Memoranden herauskommt. Es handelt sich um eine außerordentlich große „Inkorrektheit“ (und das weiß er natürlich!), weil wir uns bereits auf hohe (Primär-) Überschüsse von 3,5% des BIP bis einschließlich 2022 und Überschüsse der Größenordnung bei 2% ab 2023 bis mindestens einschließlich 2060 eingelassen haben.

Die Höhe dieser (provokanten) „Ungenauigkeit“ wiederum ist der groben Lüge ebenbürtig, … ein einziger Weihnachtsmann könne in ein und der selben Nacht an alle Kinder der Welt Geschenke verteilen … .

Griechenlands Überschüsse basieren auf absurder Überbesteuerung

Jedenfalls scheinen die Finanzmärkte sich mit Griechenlands vorstehender „Verpflichtung“ zu Super-Überschüssen zu begnügen, was (bis zu einem gewissen Grad) auch die Deeskalation des Investitionsrisikos erklärt (siehe Bloomberg – Markets).

Das Problem, das Griechenland heute hat und auch in den kommenden Jahren haben werden wird, ist jedoch, dass die Erzielung von Überschüssen mit der (Über-) Besteuerung als „Speerspitze“ geschieht. Es reicht aus, Nachstehendes anzumerken:

  1. Die Besteuerung für eine griechische Familie mit zwei berufstätigen Eltern und zwei Kindern befindet sich bei 38,35% der Arbeitskosten (Angaben für 2016), im Verhältnis zu 30,94% in der OECD als Gesamtheit. Die Besteuerung für einen einfachen Arbeitnehmer (ohne Kinder) steigt auf 40,24% der Arbeitskosten, im Verhältnis zu 36,02% in der OECD als Gesamtheit (siehe OECD – Taxing Wages 2017).
  2. Sich bei 23% befindend übersteigt die griechische Mehrwertsteuer signifikant die auf die Gesamtheit der OECD bezogenen 19,2%.
  3. Die Besteuerung des Benzins entspricht in Griechenland 66,8% des Gesamtpreises, im Verhältnis zu 56,9% in der OECD als Gesamtheit (siehe OECD – Taxes on Consumption).
  4. Sich heute bei 29% befindend übersteigt der Steuersatz für die Unternehmen den Durchschnittswert der OECD um 5 volle Prozentpunkte (siehe OCD – Statutory corporate income tax rate). Die Besteuerung der Unternehmen stellt folglich trotz der eventuellen Vorteile, die sich logischerweise aus dem Rückgang des Investitionsrisikos ergeben, ein großes Hemmnis für Investitionen in Griechenland dar.

Warum sollten ausländische Investoren in Griechenland investieren?

Ich möchte nicht den Umstand verkennen, dass der Rückgang des Investitionsrisikos (siehe auch „Spread“ der griechischen Staatsanleihen) eine positive Entwicklung darstellt. Dennoch haben wir als Land weiterhin ein großes Problem: Die jüngsten Fakten des von dem „World Economic Forum“ publizierten Global Competitiveness Index 2017-18 platzieren Griechenland hinsichtlich des Vertrauens seiner Bürger in die griechischen Politiker leider fast auf der „Talsohle“ (sprich auf dem außerordentlich niedrigen Platz 106 unter 137 Staaten).

Warum also sollen die (ausländischen) Investoren ihre Gelder in einem Land investieren, das von Politikern geführt wird, denen sich wir selbige Griechen zu vertrauen weigern? Unter diesen Umständen wird keinerlei Rückkehr zur „Normalität“ und keinerlei Ausgang aus memorandischen Beaufsichtigungen stattfinden …

(Quelle: insider.gr, Autor: Kostas Milas)

Was wird Griechenlands Premier ohne Schäuble machen?

30. Oktober 2017 / Aufrufe: 1.008 3 Kommentare

Was wird Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras ohne Wolfgang Schäuble machen, nachdem dieser nun institutionelle Aufgaben antrat?

Der acht Jahre im Amt gewesene Finanzminister Deutschlands ist von dem griechischen Problem entledigt worden, weil er institutionelle Aufgaben antritt. Mit seinem Fehlen werden jedoch die Entwicklungen vielleicht nicht so gradlinig sein, wie (in Griechenland) manche glauben möchten.

Wolfgang Schäuble bei seinem Interview an den griechischen Fernsehsender SKAI zuhörend, wie er über die griechische Krise spricht, wird vieles verständlich. Der Deutsche ist erleichtert, sich nicht mehr mit unserem Thema befassen zu müssen. Wie er außerdem sagte, verbrachte er wegen der griechischen Krise einen der kritischsten Momente unserer modernen Tragödie in einem Krankenhaus in Brüssel … . Seit einigen Tagen ist er nun Präsident des deutschen Bundestags und hat seine Ruhe.
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Griechenland ist noch nicht wettbewerbsfähig

24. Mai 2017 / Aktualisiert: 10. Oktober 2017 / Aufrufe: 931 3 Kommentare

Wolfgang Schäuble hält Griechenlands Wirtschaft für immer noch nicht konkurrenzfähig und blockiert weiterhin hartnäckig eine Entlastung der Verschuldung des Landes.

Das Thema Griechenlands beschäftigte die Begegnung des deutschen Finanzministers Wolfgang Schäuble mit seinem französischen Amtskollegen Bruno Le Maire kurz vor der Sitzung der Eurogruppe am 22 Mai 2017 in Brüssel.

Wolfgang Schäuble erklärte, die in Griechenland erfolgten Reformen seien bemerkenswert, das Ziel sei jedoch, dass die Wirtschaft des Landes wettbewerbsfähig wird, was sie noch nicht sei.
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Griechenland führte mehr Reformen als die Nordeuropäer durch

13. Februar 2017 / Aufrufe: 1.067 3 Kommentare

Laut Kommissionschef Juncker hat im Thema der Wettbewerbsfähigkeit kein Land größere Fortschritte als Griechenland erreicht.

In einem Interview an den öffentlichen deutschen Rundfunksender Deutschlandfunk (DLF) erklärte Jean Claude Juncker unter anderem:

Hauptsächlich in Deutschland wird so geredet, als sei man mit der Situation in Griechenland absolut vertraut. Sie kennen sie aber nicht. Weil die Griechen trotz aller Niedergeschlagenheit über die Lage sehr viele strukturelle – und andere – Reformen durchführten, mehr als die dogmatischen Nordeuropäer. Und sie bedienten sich – auch in den publizierten Meinungen – hauptsächlich 2014 und 2015 eines Tones, der auf keinen Fall den griechischen Anstrengungen entsprach.
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Vertrauensvotum an Griechenlands Premierminister

21. März 2016 / Aktualisiert: 07. Oktober 2017 / Aufrufe: 854 1 Kommentar

Die Finanzminister Wolfgang Schäuble und Michel Sapin erklärten beide ihr Vertrauen in Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras.

Bei einem gemeinsamen Interview an den Radiosender Europe1 und den TV-Sender iTELE anlässlich des Erscheinens ihres Buchs über die deutsch-französischen Beziehungen und Europa brachten der deutsche Finanzminister und sein französischer Amtskollege Michel Sapin zusammen ihr Vertrauen in Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras zum Ausdruck.

Der Titel des vorgestellten Buchs lautet auf Französisch „Niemals ohne Europa“ und auf Deutsch „Anders gemeinsam“.
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Dollar ist für Griechenland „Deus ex Machina“

26. August 2014 / Aktualisiert: 14. Mai 2017 / Aufrufe: 424 Kommentare ausgeschaltet

Die Abwertung des Euro kommt zumindest all jenen Unternehmen in Griechenland zugute, die nicht von einem hohen Energieverbrauch und Transporten abhängig sind.

Eine signifikante Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit zumindest für nicht energie-intensive und von dem Transportwesen abhängige Unternehmen verleiht die sich de facto abspielende Abwertung des Euro, von der die großen ausländischen Investmenthäuser annehmen, dass sie sich im Gang befindet, da die US-Notenbank (Fed) ihre Währungspolitik strafft und die Europäische Zentralbank (EZB) sie lockert.

Gemäß den wirtschaftlichen Messmodellen der Morgan Stanley stärkt jedes Absinken des Euro gegenüber dem Dollar um jeweils 10% den Gewinnverlauf der europäischen Unternehmen um 3% – 4%. Ein Problem bringt allerdings der Kursrutsch der gemeinsamen Währung für die Energiekosten mit sich, da die Aufwertung des Dollars – als Referenzwährung auf den internationalen Märkten für Kohlenwasserstoffe – zu höheren Ausgaben für Kraftstoffe führt.
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Ganz Griechenland hat das Schicksal des großen Gatsby

17. Mai 2013 / Aufrufe: 926 7 Kommentare

Möglicherweise wird es bald wirklich keine Arbeitslosigkeit mehr geben, wenn als Maß der Wettbewerbsfähigkeit die Sklaverei wieder etabliert werden wird.

Man hört die deutsch-französische Vereinbarung bezüglich der Programme zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und könnte meinen, es tue sich etwas, die Nordeuropäer haben etwas von dem „Feuer“ mitbekommen, das den Süden in Flammen aufgehen zu lassen bereit ist. Würden sie nur die Hälfte der 60 Mrd. Euro bereitstellen, welche die nordeuropäischen Länder an der Krise verdient haben, würde den heimgesuchten Gesellschaften Atem verschafft werden.

Welchen Wahrheitsgehalt hat jedoch diese Nachricht, wenn Der Spiegel publiziert, Berlin verlange von Griechenland und Spanien neue Reformen auf dem Arbeitsmarkt? Um wie viel mehr muss der Basislohn noch gesenkt werden?
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33 Prozent Arbeitslosigkeit auf Privatsektor in Griechenland

29. November 2012 / Aktualisiert: 28. September 2017 / Aufrufe: 636 1 Kommentar

Laut einer aktuellen Studie der griechischen Nationalbank liegt auf dem Privaten Sektor in Griechenland die Arbeitslosigkeit bei 33 Prozent.

Die Arbeitslosigkeit auf dem privaten Sektor in Griechenland wird in einer Studie der Nationalbank auf 33% veranschlagt. In der Studie wird ebenfalls betont, dass die gesamte Verbesserung der Wettbewerbsfähigkeit unter dem Aspekt der Preise in den beiden Jahren 2013 – 14 höchstwahrscheinlich 10% übersteigen und der griechischen Wirtschaft gestatten wird, fast ihre gesamten Verluste des vorherigen Jahrzehnts wettzumachen.

Allerdings wird in dem Bericht auch festgestellt, dass die enormen Lohnkürzungen und die damit einhergehende zügige Senkung der Arbeitskosten sich nicht allgemein bei den Verbraucherpreisen wiederspiegeln, da bisher nur auf dem Sektor der Dienstleistungen und in konkreten Branchen wie in der Bildung und bei touristischen und ärztlichen Dienstleistungen erste Anzeichen eines Preisrückgangs in Erscheinung traten.
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Griechenland ohne Zukunft in Eurozone

25. April 2012 / Aktualisiert: 24. September 2017 / Aufrufe: 394 1 Kommentar

Laut dem Präsidenten des deutschen Wirtschaftsinstituts Ifo hat Griechenland in der Eurozone keine Aussicht auf Wettbewerbsfähigkeit.

Griechenland wird als Mitglied der Eurozone nicht wettbewerbsfähig werden können, während sich auch andere Euro-Wirtschaften, welche Problemen begegnen, möglicherweise schwer tun werden, Löhne und Preise im nötigen Umfang zu senken, meint der Präsident des Ifo-Instituts.

Persönlich glaube ich, dass Griechenland keinerlei Chance hat, innerhalb der Eurozone wettbewerbsfähig zu werden„, erklärte Hans-Werner Sinn im Rahmen eines Vortrags am 23 April 2012 in New York und betonte, dass sich auch andere Länder der Eurozone in eine entsprechende Lage geraten werden.

Was immer auch die Politiker sagen mögen, ist die Senkung der Löhne und Preise im notwendigen Maß ist in bestimmten Ländern Südeuropas unmöglich„, erklärte Herr Sinn. „Die Politik kann sich nicht über die Gesetze der Wirtschaft hinwegsetzen„, ergänzte er und deutete an, dass Griechenland und andere Länder des europäischen Südens aus der Eurozone ausscheiden müssen, wenn sie … es zu etwas bringen wollen.

(Quellen: Imerisia)