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Griechenland: Der Weltuntergang und Alexis Tsipras

19. Mai 2012 / Aktualisiert: 17. Juni 2012 / Aufrufe: 797 Kommentare ausgeschaltet

Autor: Marikaki

Alexis Tsipras, Vorsitzender der Allianz der Radikalen Linken in Griechenland, wird vielleicht Bundeskanzlerin Merkel bezaubern und den Weltuntergang abwenden können.

Höchstwahrscheinlich wird sich die Vorhersage der Mayas über den Weltuntergang einige Monate früher als in dem berühmten Kalender bestimmt erfüllen und seine Bedrohung über den griechischen Wahlen ausbrechen. Als einziger Weg zu Abwendung wird sich die Stimme für Vangelis Venizelos (PASOK) und hauptsächlich Antonis Samaras (Nea Dimokratia) erweisen, der vor Tsipras nicht etwa die Waffen strecken, sondern Mann gegen Mann mit den Kräften des Chaos und des Populismus ringen wird.

Der Blitz, der in das Flugzeug einschlug, welches Hollande nach Merkel brachte, ist bereits als Maskottchen der beiden Memorandums-Parteien … der beiden ehemaligen „Machtparteien“ in Beschlag genommen worden, und unter den ihm sehr wahrscheinlich angetragenen Projekten befinden sich auch der Schlag gegen kritische Infrastrukturen des Staates und der Versicherungsträger und speziell die Ausschaltung der Datenverarbeitungssysteme, mit höherem Zweck das Unvermögen zur Zahlung der Löhne und Renten.

Die Führungsstäbe von Antonis (Samaras) und Vangelis (Venizelos) hecken bereits „Verlautbarungen“ der Art „Tsipras druckt in der Parteizentrale an der Koumoundourou Drachmen“ aus. Auch wenn dies die Menschen direkt zu den Bankautomaten schicken wird, um abzuheben was ihnen verblieben ist, und mit all dem Verantwortungsgefühl, das Antonis und Vangelis steuert, den Zusammenbruch der Banken noch vor dem neuen Wahlgang verursacht.

Nea Dimokratia und PASOK werden den Wählern großmütig verzeihen

Gemäß den leitenden Köpfen der beiden Führungsstäbe kann sich dies sogar als eine Taktik von kritischer Bedeutung erweisen: irgendwo dort und unter Aufbringen ihrer höchsten Großherzigkeit werden sie dem griechischen Volk verzeihen, das sie am 06 Mai 2012 nicht gewählt hatte, und einen neuen großzügigen Kredit von IWF und EU zur unmittelbaren Rekapitalisierung der Banken versprechen – einen Kredit, der Griechenland bis zum Sankt-Nimmerleins-Tag im Euro halten und die Rettung des (unter Kosten) verscherbelten Landes ab dem Punkt beschleunigen wird, an dem sie durch die Wahlen unterbrochen wurde.

Natürlich wird auch Tsipras nicht mit gefalteten Händen der Provokation und der Strapazierung des europäischen Profils zuschauen. Er wird Stratoulis und Lafazanis losschicken, um – ohne Gewalt, nur mit der Überzeugungskraft des sterilen Protests – Merkel bis zum Gebäude des SYN zu schleppen, damit sie sich eigenen Auges davon überzeugt, dass die beiden Hätschelkinder des Euro-Klerus unverschämt lügen und im Poker um ein paar zehntausend Proteststimmen gegen die führende SYRIZA-Partei praktisch den gesamten europäischen Überbau als Einsatz verzocken.

Merkel, die in all der Hetze gerade noch in ihren Taschen nach Blitzen für Rigilli und Ippokratous suchte (Anmerkung: gemeint sind die Parteizentralen von Nea Dimokratia und PASOK), wird ihren Blick auf das von Selbstvertrauen erfüllte Gesicht des Alexis Tsipras werfen und sich wahrscheinlich nicht der Überlegung verweigern können, dass „Alexis aus der Nähe besehen dank dieser Natürlichkeit der aus ihm heraussprudelnden Kraft sexier ist„. Vermutlich wird sie sich sogar mächtig darüber ärgern, zwei Jahre lang gezwungen gewesen zu sein, sich mit einem Haufen von Stinkern zu treffen, mal mit jenem Rotzbengel Giorgakis, mal mit dem bestialischen und potthässlichen Venizelos und schließlich mit Roboter-Greis Lukas Papadimos.

Dort, innerhalb der geschwärzten Wände und der unordentlichen Büros der Koumoundourou wird Merkel im Antlitz des Alexis Tsipras den Charme des Europas der Völker entdecken und Griechenland eine Gelegenheit geben, indem sie billiges Geld gewährt und bilateral den Zahlungsstopp und alles andere verkündet, was das SYRIZA-Programm begehrt.

Und Tsipras wird – nachdem er Griechenland und Europa gerettet hat – mit Obama telefonieren …

(Quelle: To Pontiki)