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Artikel Tagged ‘wehrersatzdienst’

Griechenland bittet Musterungs- und Wehrdienstverweigerer zur Kasse

8. April 2011 / Aufrufe: 2.249 Keine Kommentare

Griechenland verhängt erhebliche Gelstrafen gegen Wehrdienstpflichtige, die als fahnenflüchtig oder musterungsflüchtig eingestuft sind.

Geldstrafen in Höhe von 6.000 Euro für musterungs- und fahnenflüchtige griechische Staatsangehörige sieht ein von Verteidigungsminister Evangelos Venizelou und Finanzminister Jorgos Papakonstantinou gemeinsam gefasster Beschluss vor, der außerdem auch Änderungen für Wehrdienstverweigerer im Ersatzdienst vorsieht.

Laut dem am Mittwoch (06.04.2011) im griechischen Regierungsanzeiger (FEK B‘ 517/2011) publizierten gemeinsamen Ministerbeschluss wird gegen Musterungsflüchtige eine Geldstrafe in Höhe von 6.000 Euro und gegen „Reserveflüchtige“ – also alle, die dem Bescheid zu einer Übung nicht Folge leisten – in Höhe von 1.000 Euro verhängt, während Dienst- und Fahnenflüchtige für jeden Monat der Dienst- oder Fahnenflüchtigkeit mit einer Geldstrafe in Höhe von 1.000 Euro und bis zu insgesamt 6.000 Euro belegt werden.

Ebenfalls wird mit einem anderen Beschluss eine Geldstrafe in Höhe von 90 Euro für alle Reservisten festgesetzt, die sich geringfügigeren militärischen Pflichten entziehen.
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Wehrersatzdienst in Griechenland um zwei Monate gekürzt

15. April 2010 / Aufrufe: 298 Keine Kommentare

Der Ersatzdienst für Kriegsdienstverweigerer wird in Griechenland per Beschluss des griechischen Verteidigungsministers Evangelos Venzelou von 17 auf 15 Monate gekürzt.

Nach den Kürzungen bei dem regulären Wehrdienst wird nun in Griechenland auch die Dauer des Wehrersatzdienstes für Kriegsdienstverweigerer aus Gewissensgründen von bisher 17 Monaten auf fortan 15 Monate gemindert. Angesichts der Tatsache, dass der Wehrdienst bei der griechischen Kriegsmarine und der griechen Luftwaffe derzeit 12 Monate dauert, wird unter Berücksichtigung des Prinzips der Verhältnismäßigkeit eine um 3 Monate längere Dauer des Ersatzdienstes als angemessen erachtet.

Ebenfalls wird die verfassungswidrige Voraussetzung gestrichen, welche nicht die griechische Staatsangehörigkeit, sondern die griechische Abstammung der Ersatzdienstanwärter verlangte. Auf diese Weise soll die Gleichbehandlung aller griechischen Bürger gewährleistet werden, da im Grundgesetz die Abstammung von einer griechischen Mutter und einem griechischen Vater nur für die Position des Präsidenten der Republik und im übrigen für kein anderes öffentliches Amt vorgesehen ist.

Zusätzlich wird in einem von Verteidigungsminister Evangelos Venizelou unterzeichneten Rundschreiben bestimmt, dass die militärischen Hochschulen und Universitäten „auch Anwärter griechischer Abstammung akzeptieren, welche nicht die griechische Staatsangehörigkeit besitzen, diese jedoch mit der Aufnahme ohne weitere Formalitäten automatisch erwerben„.