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Artikel Tagged ‘viliardos’

Deutschland und Griechenland sind Parasiten der Euro-Familie

17. Dezember 2013 / Aktualisiert: 12. Dezember 2015 / Aufrufe: 2.263 4 Kommentare

Deutschland und Griechenland weigern sich beharrlich, die Regeln des Zusammenlebens innerhalb der europäischen Familie zu respektieren.

Zwei Länder, nämlich Deutschland und Griechenland, beharren darauf, die von ihnen mitunterzeichneten Regeln des gemeinsamen Zusammenlebens nicht zu respektieren – mit katastrophalen Folgen sowohl für die Zukunft der europäischen Währungsunion als auch für die Demokratie … .

Sollte die Situation mit den beiden „Parasiten“, die einfach keine Regel achten wollen, sich wie gehabt fortsetzen, bleibt der europäischen Familie zur Aufrechterhaltung des Zusammenhalts der übrigen Mitglieder nur eine einzige Wahl: sowohl Deutschland als auch Griechenland aus der Gemeinschaft hinauszuwerfen, bis sie sich entscheiden, ob sie sich zusammenreißen und gegebenenfalls zurückkehren wollen.
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Die hypothetische Neue Drachme in Griechenland

10. Dezember 2013 / Aktualisiert: 12. Mai 2016 / Aufrufe: 7.195 7 Kommentare

Griechenland muss einen Plan für eine eventuell Rückkehr zur nationalen Währung parat haben, weil deren unkontrollierte Einführung mehr als katastrophal wäre.

Für einen Staat gibt es nichts Schlimmeres als den Zusammenbruch des Marktwertes seiner Währung, während im Fall Griechenlands die Rückkehr zur nationalen Währung unwiderruflich mit dem Bankrott verbunden ist – also mit dem Zahlungsstopp oder der Streichung eines großen Teils seiner Verschuldung … .

Da es durchaus denkbar ist, dass Griechenland mehr oder weniger „überraschend“ zu einem „freiwilligen“ Ausscheiden aus der Währungsunion geführt werden könnte, muss es auf jeden Fall einen Plan bereit haben, da die unkontrollierte Rückkehr zu einer nationalen Währung mehr als katastrophal wäre.
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Griechenland: Die Troika, die Drachme und der Euro (2)

1. Dezember 2013 / Aktualisiert: 08. Juni 2015 / Aufrufe: 1.532 3 Kommentare

Im zweiten Teil seiner Analyse untersucht der Wirtschaftswissenschaftler Vasilis Viliardos Szenarien der Rettung Griechenlands ohne Troika unter rechten und linken Regierungen.

„Der Begriff „Kapitalismus“ hat den Vorteil, dass er exakt, also in völliger Klarheit, das heutige Wirtschaftssystem beschreibt: dessen Basisziel die Platzierung, die Nutzung von Kapital zum Zweck seiner Erhöhung durch die Verwirklichung von Gewinnen ist. Es handelt sich also um einen Prozess, der eine „exponentielle“ Wirtschaft produziert – während es anderenfalls zusammenbricht.

Der Kapitalismus wird nicht von den niedrigen Löhnen „angetrieben“, wie von den heutigen Austeritäts-Politiken vertreten zu werden scheint – aber, im Gegenteil, von den kontinuierlich höheren. Der Hauptgrund ist, dass nur dann, wenn die Löhne der Arbeitnehmer „teuer“ sind, die technologischen Innovationen, welche geometrisch die Produktivität steigern und Wachstum schaffen,  einen Sinn haben. Während der Dauer dieses Prozesses wird jedoch eine „kreative Zerstörung“ verursacht – da die älteren und billigeren Arbeitsplätze „sterben“, die durch die technologischen Innovationen vernichtet und durch teurere, spezialisiertere und wenigere Arbeitsplätze ersetzt werden.

Die Natur des Kapitalismus sind also hinsichtlich des Sektors Arbeit die höheren Bezüge, bei weniger Arbeitsplätzen, höherem Mehrwert – somit mit höherem Risiko und mit Unsicherheit, damit Innovationen und gewinne „produziert“ werden. Der „reine Sozialismus“ ist dagegen auf Arbeit für alle, Sicherheit und die traditionelle Struktur einer Wirtschaft gestützt – ohne großes Risiko, aber mit sehr niedrigen Löhnen. Alle „grauen“ Zwischennuancen haben immer ein Verfallsdatum.“
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Griechenland: Die Troika, die Drachme und der Euro (1)

29. November 2013 / Aktualisiert: 12. Dezember 2015 / Aufrufe: 4.218 2 Kommentare

Der Wirtschaftswissenschaftler Vasilis Viliardos untersucht im ersten Teil einer Analyse die ungeheuren Probleme, welche die Politik der Troika in Griechenland verursachte.

Die „Austeritäts-Politik“, besser gesagt die „Memoranden“, wie die Griechenland von der Troika aufgezwungenen Business-Pläne genannt werden, sind ohne den geringsten Zweifel vollkommen gescheitert.

Diese Tatsache lässt sich nicht nur aus dem haarsträubenden Rückgang des BIP, der größer als jener der großen Rezession von 1930 ist, oder aus dem dramatischen Anstieg der Arbeitslosigkeit einschließlich des Bankrotts tausender kleiner und mittlerer Unternehmen schlussfolgern, sondern auch aus dem nicht erfolgten veranschlagten Rückgang der öffentlichen Verschuldung sowie ebenfalls aus der nicht erfolgten Steigerung der Wettbewerbsfähigkeit.

Dies gilt erst recht, wenn trotz der wiederholten Steuererhöhungen, der „Konfiszierungen“ von Vermögenswerten sowie ebenfalls der ungeheuren Beschneidungen der Löhne die öffentliche Verschuldung von ungefähr 128% des BIP im Jahr 2009 auf 180% gegen Ende 2013 anstieg, obwohl zwei Schuldenschnitte vorausgingen.
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