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Artikel Tagged ‘verbrechen’

Strafrecht-Reform in Griechenland

25. März 2012 / Aufrufe: 827 10 Kommentare

Vorschläge zur Reform des antiquierten Strafrechts in Griechenland sehen unter anderem die Abschaffung der Möglichkeit zur finanziellen Abgeltung von Haftstrafen vor.

Radikale Änderungen in dem seit 1950 in Geltung stehenden griechischen Strafgesetz führen die Vorschläge eines speziellen gesetzvorbereitenden Ausschusses herbei, da unter anderem die Ausweitung der Möglichkeit zur Konfiszierung von Vermögen, eine Änderung der Art der Festsetzung der Geldstrafen, die Abschaffung der strafrechtlichen Ordnungswidrigkeiten, die Ausweitung der Strafbestände von Währungsverbrechen (Kreditkarten, Euroschecks, Wechsel u. a.) und sogar auch der „gerichtliche Straferlass“ in außerordentlichen Deliktfällen vorgesehen wird.

Der Entwurf des neuen griechischen Strafgesetzbuchs wurde unter der Leitung der Professorin für Strafrecht Elisabet Symeonidou-Kastanidou von Universitätsprofessoren aus Thessaloniki ausgearbeit und im Rahmen einer speziellen Veranstaltung präsentiert, der unter anderem die Führung des Areopag, Präsidenten juristischer Verbände und Vertreter der Rechtsanwaltskammern beiwohnten.

Es ist anzumerken, dass der Entwurf – zumindest vorerst – nicht dem Parlament vorgelegt werden wird, sondern zur öffentlich Diskussion zwischen zuständigen Trägern (Richtern, Rechtsanwälten usw.) und Bürgern publiziert wurde.
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Polizei in Griechenland verschleiert Anstieg der Kriminalität

26. Februar 2012 / Aufrufe: 5.749 8 Kommentare

Der griechischen Polizei wird vorgeworfen, Angaben über den rapiden Anstieg der Kriminalität in Griechenland zurückzuhalten, um die Bürger in Sicherheit zu wiegen.

In einem Artikel der Zeitung „To Vima“ wird der griechischen Polizei (ELAS) vorgeworfen, tausende krimineller Handlungen zu „verheimlichen“, damit keine Reaktionen der Bürger hervorgerufen werden. Infolge eines beispiellosen Anstiegs der Kriminalität wurden 2011 in Griechenland mehr als 100.000 – also durchschnittlich jeden Tag fast 280 – Einbrüche und Raubüberfälle verzeichnet, von denen seitens der EL.AS jedoch jeden Tag nur zwei bis drei offiziell und schriftlich bekannt gegeben werden.

Dagegen geben in den letzten Wochen die Polizeibehörden – angeblich auf höhere Befehle – hunderte von Pressemitteilungen hauptsächlich nur über Verhaftungen von Personen aus, die in rechtswidrige Handlungen von nur geringem oder gar keinem öffentlichen Interesse verwickelt sind, um das Werk der Polizei zu propagieren und den Eindruck eines sicheren Landes zu erwecken.
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Kriminelle Organisationen in Thessaloniki in Griechenland ausgehoben

21. Januar 2012 / Aktualisiert: 22. Januar 2012 / Aufrufe: 1.001 3 Kommentare

In Griechenland wurden vier mafiöse Organisationen ausgehoben, die in der Region von Thessaloniki jahrelang einschlägige kriminelle Aktivitäten entwickelt hatten.

In Thessaloniki wurden in einer gigantischen Aktion der Kriminalpolizei zur Aushebung vier krimineller Organisationen, die in der Region jahrelang im großen Stil Verbrechen wie Betrug, Erpressungen, Zinswucher und Legalisierung von Einkünften aus kriminellen Aktivitäten ausübten, dreiundfünfzig – zum Teil über jeden Verdacht erhaben erscheinende – Personen festgenommen, zu denen unter anderen ein höherer Amtsträger der SDOE Thessaloniki, ein bekannter Journalist der staatlichen Sendeanstalt ET3, leitende Bankangestellte, Polizeibeamte, Finanzbeamte, Rechtsanwälte und Angestellte des Fußballvereins PAOK zählen.

Die polizeiliche Unternehmung begann bereits gegen Ende Mai 2011 unter Mitwirkung auch des griechischen Geheimdienstes (EYP), der mit dem bekannten „Abhör-Köfferchen“ zu den Observationen beitrug, und am vergangenen Dienstag (17. Januar 2012) zu den in Rede stehenden Massenverhaftungen führte. Von den 53 verhafteten Personen sollen fünf die „Gehirne“ der kriminellen Organisationen sein. Bezeichnenderweise galten deren Aktivitäten seit Jahren als „offenes Geheimnis“, jedoch soll es bisher (möglicherweise nicht nur … ?!) an Beweisen gemangelt haben, um gegen die skrupellosen Gangster vorgehen zu können.
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