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Artikel Tagged ‘verarmung’

600000 sozial ausgegrenzte Kinder in Griechenland

24. Mai 2013 / Aufrufe: 1.281 Kommentare ausgeschaltet

Im Griechenland der Krise stieg die Anzahl der gesellschaftlich ausgeschlossenen Kinder und Minderjährigen im Jahr 2011 auf fast 600000 Personen an.

Laut dem Bericht „Die Situation der Kinder in Griechenland 2013„, der in Zusammenarbeit mit der Universität Athen für Rechnung der UNICEF erstellt wurde, beläuft sich die Anzahl der armen oder gesellschaftlich ausgeschlossenen Kinder in Griechenland auf 597.000, wobei sich 322.000 in ernsthafter materieller Entbehrung befinden.

Die Situation ist sehr beunruhigend. Die Probleme der Armut und des gesellschaftlichen Ausschlusses nehmen zu. Dies hat negative Auswirkungen sowohl auf die Lebensweise der Kinder als auch auf die Themen, die mit ihrer Gesundheit, ihrer Bildung, ihrer Entwicklung in Verbindung stehen„, betonte gegenüber der Athener Nachrichtenagentur der Präsident der UNICEF, Lampros Kanellopoulos, und rief die Regierung auf, die Vorschläge der UNICEF zur Bewältigung dieser Auswirkungen zu berücksichtigen.
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„Neuarme“ erscheinen als neue Gesellschaftsklasse in Griechenland

8. September 2012 / Aktualisiert: 12. August 2017 / Aufrufe: 886 1 Kommentar

Eine Studie über das gesellschaftliche Profil Griechenlands 2012 enthüllt unter anderem, dass jeder vierte Beschäftigte nicht seinen Ausgaben zu entsprechen vermag.

Innerhalb von gerade einmal zweieinhalb Jahren hat sich das Bild der griechischen Gesellschaft dramatisch verändert: die Arbeitslosigkeit galoppiert, wegen der Kürzungen flossen 13,2 Milliarden Euro aus den Taschen der Arbeitnehmer, die Quote der Kinderarmut zählt zu den höchsten in Europa und eine neue gesellschaftliche Klasse – nämlich die der „neuen Armen“ – tritt in Erscheinung.

Zu dieser Feststellung kommen Forscher des Nationalen Zentrums für Gesellschaftsforschung (EKKE) in der Studie „Das gesellschaftliche Portrait Griechenlands 2012“, die sie am 06 September 2012 publizierten. „Wir Forscher waren alle davon überrascht, wie groß diese Veränderungen in einem dermaßen kurzen Zeitraum waren„, betont Dionysis Mpalourdos, Forschungsleiter des EKKE.

Das neue soziale Portrait der griechischen Gesellschaft enthüllte auch eine neue gesellschaftliche Gruppe, nämlich die der „Neuarmen“. „Außer den Arbeitslosen, Immigranten und Haushalten mit vielen Kindern, die der Kategorie der traditionell Armen angehören, zeigt sich, dass wir fortan auch diese neue Kategorie haben, der wir die armen Beschäftigten, also Menschen zuordnen können, die in irgend einem Arbeitsverhältnis stehen, jedoch nicht ihren Ausgaben zu entsprechen vermögen. Dieser Anteil erreicht auf Basis der letzten Daten 13,8%, während die armen Beschäftigten 25,4% der Arbeitnehmer ausmachen.

Parallel sind dieser neuen Gruppe der „Neuarmen“ laut der Erklärung des Herrn Mpalourdos auch die jungen Leute im Alter von bis zu 24 Jahre hinzuzurechnen, „bei denen 2010 der Armutsanteil 27,8% erreichte, gegenüber 23% im vorherigen Jahr„.

(Quelle: Ta Nea)

Troika will Griechenland exemplarisch abstrafen

7. Januar 2012 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 1.652 13 Kommentare

Der Leiter des Wirtschaftsstabs der Regierung Papadimos gestand freimütig ein, dass die Bevölkerung in Griechenland exemplarisch abgestraft werden soll.

Mit einer knappen Äußerung, die ohne weiteres den Status der Definition des Zynismus beanspruchen kann, erklärte Gkikas Chardouvelis, Leiter des Wirtschaftsstabs des Premierministers Lukas Papadimos, dem griechischen Volk klar das Verhältnis zwischen der Übergangsregierung Papdimos und und der Troika sowie auch die Gründe, aus denen sich die Bevölkerung auf Gleisen bewegt, die in die Verelendung und völlige Verarmung führen.

Iin einer Sendung des Fernsehsender SKAI am 05. Januar 2012 gestand Gkikas Chardouvelis, sich auf die Arbeitsverhältnisse und Lohnangleichungen beziehend, ohne zu erröten ein, dass die Troika anerkennt, dass im Fall der verlangten Streichung des (in Griechenland als 13. und 14. Monatslohn bezeichneten) Oster-, Urlaubs- und Weihnachtsgeldes auf dem privaten Sektor die Nachfrage noch weiter zurückgehen und es eine noch größere Rezession geben wird. Wie er erklärte, tut die Troika dies seines Erachtens, damit die Griechen sich der tatsächlichen Probleme des Landes gegenwärtig werden.
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