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Artikel Tagged ‘varoufakis’

Shitstorm und Varoufakis-Gate in Griechenland

30. Juli 2015 / Aktualisiert: 10. Oktober 2018 / Aufrufe: 1.936 10 Kommentare

Im Rahmen des gegen Yanis Varoufakis angezettelten Shitstorms wurden in Griechenland nun sogar Strafanzeigen wegen Gründung einer kriminellen Organisation erstattet!

Nach den zweifellos keinesfalls zufällig vor dem Hintergrund der sich in einem äußerst kritischen Stadium befindlichen Verhandlungen Griechenlands mit seinen Gläubigern initiierten „Enthüllungen“ bezüglich von bzw. unter dem ehemaligen Finanzminister Yanis Varoufakis ausgearbeiteter Alternativen (Plan B, Rückkehr zur Drachme, paralleles Zahlungssystem usw.) schaukelten die Medien eine beispiellose Hysterie auf.

Nachdem Yanis Varoufakis sogar des Hochverrats bezichtigt wurde (den Mord an John F. Kennedy vermochte man im letztendlich nicht anzulasten, da er damals erst gerade zwei Jahre alt war), zog sich der einschlägig angerufene Oberste Gerichtshof (Areopag) unter Berufung auf die Verfassung und geltende Gesetze erst einmal aus der Affäre und spielte den Ball dem Parlament zu.
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Etwas ist faul im Euro-Reich

29. Juli 2015 / Aufrufe: 8.813 2 Kommentare

Griechenlands ehemaliger Finanzminister Yanis Varoufakis beschreibt, wie das von ihm vorgeschlagene parallele Zahlungssystem funktionieren sollte.

Um dem in den letzten Tagen von den Medien alles andere als zufällig losgetretenen unglaublichen Shitstorm zu begegnen, beschreibt der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis in einem in der Financial Times veröffentlichten Artikel das von ihm vorgeschlagene parallele Zahlungssystem in Griechenland.

Ich hatte das System präsentiert, als ich die Fäden des Finanzministeriums übergab, jedoch schenkte ihm kein Mitglied der Presse Beachtung„, betont Yanis Varoufakis und erklärt in dem nachstehend in deutscher Übersetzung (aus dem Griechischen) wiedergegebenen Beitrag, wie mithilfe des parallelen Zahlungssystems der Kreislauf der fälligen Verbindlichkeiten reduziert und dem Staat zu dringend benötigter Liquidität verholfen worden wäre.
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Nicht einmal Gott vermag das Griechenland-Programm umzusetzen

25. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.292 1 Kommentar

Laut dem ehemaligen griechischen Finanzminister Yanis Varoufakis würde nicht einmal Gott das Griechenland aufgezwungene Programm umsetzen können.

Yanis Varoufakis äußerte in einem Interview an das deutsche Magazin Focus: „Selbst wenn Gott mit seinen Engeln auf die Erde niedersteigen würde um die griechische Regierung zu übernehmen, damit keine Fehler geschehen – weil Gott keine Fehler macht -, selbst sie würden das Reformprogramm nicht erfolgreich umsetzen können.

Der ehemalige Finanzminister Griechenlands gesteht ein, dass während der Dauer der Verhandlungen Fehler geschehen seien, wobei er jedoch betont, „die Mehrheit der Eurogruppe wollte keine faire Vereinbarung mit der griechischen Regierung. Der Plan war, dass die griechische Regierung entweder gedemütigt oder gestürzt werden musste.
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Griechenlands Plan B war nie der Grexit

22. Juli 2015 / Aufrufe: 2.373 1 Kommentar

Der ehemalige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis versichert, Griechenland habe einen Plan B gehabt, jedoch sei dies nicht der Grexit gewesen.

In seinem Interview an das CNN gestand der ehemalige Finanzminister Yanis Varoufakis ein, Griechenland habe bei den Verhandlungen Fehler gemacht, jedoch lastete er den Gläubigern an, nicht gewünscht zu haben, dass eine beiderseitig akzeptable Lösung gefunden wird.

Wir machten Fehler, es gibt keinen Zweifel„, meinte Herr Varoufakis er zu Christiane Amanpour und merkte an, „und für einige von diesen bin ich persönlich verantwortlich“.
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Grexit hat immer noch die meisten Chancen

21. Juli 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 2.852 4 Kommentare

Ein Ausscheiden Griechenlands aus der Eurozone scheint immer noch die meisten Chancen zu haben und wird möglicherweise sogar infolge einer Revolte geschehen.

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras hätte niemals Yanis Varoufakis zu seinem Finanzminister machen dürfen. Oder er hätte auf ihn hören und ihn behalten müssen. Stattdessen wählte der griechische Premierminister die schlimmste Alternative von allen.

Er befolgte den Rat des Herrn Varoufakis bezüglich der Ablehnung des Vorschlags der Gläubiger – bis zu vergangenen Woche. Während Herr Tsipras dies tat, machte er jedoch einen wahrscheinlich kritischen Fehler, indem er den Plan B des Herrn Varoufakis für den Moment zurückwies, in dem die Banken des Landes schlossen: umgehende Einführung einer parallelen Währung – von IOUs, ausgegeben von dem griechischen Staat, jedoch auf Euro lautend.
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Warum es 5 Monate lang keine Einigung mit Griechenland gab

14. Juli 2015 / Aufrufe: 3.033 4 Kommentare

Griechenlands ehemaliger Finanzminister Yanis Varoufakis enthüllt, ein Grexit sei schon lange ein signifikanter Teil Schäubles Plan für Europa gewesen.

Griechenlands ehemalige Finanzminister Yanis Varoufakis publiziert auf seinem persönlichen Blog einen Auszug eines Artikels, der am Donnerstag (16 Juli 2015) in der deutschen Zeitung „Die Zeit“ veröffentlicht werden soll, und merkt unter anderem an: „Fünf Monate intensiver Verhandlungen zwischen Griechenland und der Eurogruppe hatten nie Chancen auf einen Erfolg.

Dazu verurteilt, in eine Sackgasse zu führen, war der Zweck der Verhandlungen, den Weg für das zu öffnen, wovon Dr. Schäuble – bereits lange bevor unsere Regierung gewählt wurde – beschlossen hatte, es sei ‚ideal‘: nämlich, dass Griechenland aus der Eurozone entlassen werden muss, damit die Mitgliedstaten in seinem sehr konkreten Plan zu einer Umstrukturierung der Eurozone gezwungen werden„, schreibt Yanis Varouakis und fährt fort:
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Warum Schäuble Griechenland aus der Eurozone drängen will

12. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 8.359 13 Kommentare

Yanis Varoufakis attackiert mit einem Artikel in der Zeitung Guardian Wolfgang Schäuble, dem er anlastet, Griechenland absichtlich aus der Eurozone drängen zu wollen.

Der ehamlige griechische Finanzminister Yanis Varoufakis führt in seinem Beitrag im Gurdian an, nach Monaten der Verhandlungen der Ansicht zu sein, dass der deutsche Finanzminister Griechenland aus der gemeinsamen Währung hinausdrängen will, um bei den Franzosen die Angst zu säen und sie zu zwingen, sein Modell einer Eurozone der Disziplin zu akzeptieren.

Schäuble ist überzeugt, dass es so, wie die Dinge liegen, einen Grexit geben muss, damit sich die Lage auf die eine oder andere Weise klärt„, führt Herr Varoufakis charakteristisch an.
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Vor Griechenland liegt ein Minenfeld

11. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 3.389 10 Kommentare

Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras erklärte, das Land habe ein Minenfeld vor sich, was er weder ignorieren kann noch dem Volk verheimlichen will.

Ich werde dem griechischen Volk nicht die Wahrheit verheimlichen, ich werde in der Sprache der Wahrheit zu ihm sprechen„, erklärte Griechenlands Premierminister Alexis Tsipras am 10 Juli 2015 im Parlament bei der Debatte der Gesetzesvorlage über die Verhandlung und den Abschluss eines Kreditabkommens mit dem Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM).

Ab dem ersten Augenblick, in dem ich mich in der Position des Premierministers befand, handelte ich mit einzigem Ratgeber mein Gewissen, um eine gerechte Lösung anzustreben und die Interessen des griechischen Volkes zu verteidigen. Ich habe getan, was menschenmöglich ist, unter schwierigen Umständen, Drohungen und Erpressungen. Niemand kann anzweifeln, dass ich Risiken einging, ich habe jedoch nicht aufgegeben, habe keine persönlichen Kosten gescheut. Meine einzige Stärke in dieser schwierigen Auseinandersetzung war die generöse Unterstützung des griechischen Volkes„, betonte Alexis Tsipras.
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Der „heimliche“ Weg Griechenlands zum Grexit

8. Juli 2015 / Aktualisiert: 06. Februar 2017 / Aufrufe: 3.952 9 Kommentare

Es erscheint fraglich, ob immer noch alle Seiten eine Einigung mit Griechenland wollen, ein möglicher Grexit wird jedoch wahrscheinlich heimlich erfolgen.

Wir bewundern Alexis Tsipras‘ Sinn für für Humor. Yanis Varoufakis im Amt des Finanzministers  durch Efklidis Tsakalotos substituierend, entfernte Griechenlands Premierminister einen mutmaßlich marxistischen Ökonomen, der an der Universität von Essex studierte, um einen mutmaßlich marxistischen Ökonomen einzusetzen, der an der Universität von Oxford studierte. Zu unserer großen Überraschung betrachten manche dies als einen Grund zum Optimismus.

Was wir über Herrn Tsakalotos wissen, ist, dass er ein harter Verhandlungsführer ist, der wie sein Amtsvorgänger an die Entlastung der Verschuldung glaubt. Das selbe gilt auch für Herrn Tsipras selbst. Das fundamentale Hindernis für eine Einigung bleibt folglich ungelöst: Griechenland fährt darin fort, zu der alten Vereinbarung Nein zu sagen, und Deutschland sagt zu allem anderen Nein. Die Deutschen haben vorgestern ihren Finanzminister offensichtlich nicht ausgetauscht. Dagegen bestätigte Berlin seine Position von Montag (06 Juli 2015), in diesem Moment gebe es keine Basis für eine Einigung.
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Griechenlands Finanzminister wurde den Gläubigern geopfert

6. Juli 2015 / Aktualisiert: 05. Oktober 2017 / Aufrufe: 4.362 15 Kommentare

Warum Yanis Varoufakis zum Rücktritt von dem Amt des Finanzministers Griechenlands gedrängt wurde und die Rolle des Premierministers Alexis Tsipras.

Griechenlands Finanzminister Yanis Varoufakis legte sein Amt mit einem Tweet auf Twitter nieder. Diese Entscheidung stellt allerdings praktisch eine Absetzung und keinen Rücktritt dar, was auch aus seiner eigenen Bekanntmachung erscheint. Er hinterlässt Seitenhiebe gegen Premierminister Alexis Tsipras, da er betont, die Partner seien jene, die verlangten, dass er den Verhandlungstisch verlässt.

Yanis Varoufakis führt in seiner Bekanntmachung sogar auf besonders charakteristische Weise und unter Verwendung von Anführungsstrichen bei konkreten Worten und Auslassungspunkten an: „Mir wurde bekannt gemacht, dass die Teilnehmer der Eurogruppe und sonstige Partner meine … Abwesenheit bei den Sitzungen ’schätzen‘ würden.
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