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Artikel Tagged ‘unterschlagung’

Wie in Griechenland öffentliche Gelder geplündert werden

26. Juli 2015 / Aufrufe: 6.243 4 Kommentare

Das Beispiel eines simplen Auftrags für den Abriss einer Sporthalle in Griechenland zeigt das Ausmaß der Verstrickung politischer und unternehmerischer Interessen.

So wurden die öffentlichen Kassen geleert: Anstatt 10.000 Euro kostete der Abbruch einer Basketball-Halle 265.000 Euro!

Ein beispielhafter Fall für die in Griechenland über Jahre entwickelten und die öffentlichen Kassen vernichtenden Kundenbeziehungen zwischen den Strukturen des Staates und den Bauunternehmern brachte jüngst der derzeitige Sportminister Stavros Kontonis ans Licht.

Konkret wurde der Abbruch einer Basketball-Halle in Zakynthos (sprich der Hauptstadt der – auch als Zante bekannten – gleichnamigen Insel im Ionischen Meer) anfänglich auf 265.632 Euro veranschlagt, während nach einer lokalen Ausschreibung die realen Kosten letztendlich gerade einmal 10.000 Euro erreichten!
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Haftstrafen für heilige Unterschlagung in Griechenland

12. November 2013 / Aufrufe: 540 2 Kommentare

Zwei Geistliche der orthodoxen Kirche in Griechenland wurden wegen Betrugs des Fiskus um insgesamt 930000 Euro zu Haftstrafen von 18 und 6 Jahren verurteilt.

Ein hartes Urteil fällte die Justiz gegen zwei Geistliche im Alter von 36 und 38 Jahren aus Trikala, die wegen Betrugs zu Lasten des Fiskus verhaftet wurden, nachdem sie Beträge für ihr Bistum vorgesehener Gehaltszahlungen „aufgebläht“ hatten.

Die beiden wegen der Unterschlagung für Gehälter der Kleriker in Farsala bestimmter Beträge von insgesamt 930.000 Euro angeklagten Geistlichen wurden von der Strafkammer des Landgerichts Larisa entsprechend zu 18 und 6 Jahren Gefängnis verurteilt.
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25 Jahre Gefängnis wegen Unterschlagung in Griechenland

19. Juni 2013 / Aufrufe: 234 Keine Kommentare

Die ehemalige Leiterin einer Bankfiliale in Griechenland wurde wegen Unterschlagung von Kundengeldern zu 25 Jahren Haft verurteilt.

Die dreiköpfige Strafkammer des Oberlandgerichts verurteilte die – bereits in Untersuchungshaft befindliche – ehemalige Leiterin einer Bankfiliale in Griechenland wegen Unterschlagung, Fälschung und Verbergung von Dokumenten zu 25 Jahren Haft. In der selben Sache war auch der Ehemann der ehemaligen Filialleiterin angeklagt und wurde wegen der Annahme des Produkts eines Straftat unter Anerkennung mildernder Umstände zu 10 Jahren Haft verurteilt.

Laut dem Urteil unterschlug die in Rede stehende Bankangestellte unter Ausnutzung ihrer Position in den Jahren 2004 – 2008 ungefähr 1.850.000 Euro von Kundenkonten. Nach der Aufdeckung des Betrugs zahlte die Bank den betroffenen Kontoinhaber die veruntreuten Beträge zurück.

Gegen das Urteil wurde Berufung eingelegt.

(Quellen: in.gr)

Ehemaliger Minister in Griechenland mit Neigung zur Kriminalität

14. März 2013 / Aufrufe: 646 3 Kommentare

Der wegen Korruption angeklagte ehemalige Verteidigungsminister Akis Tzochatzopoulos wird in der Klageschrift als Persönlichkeit mit Hang zur Kriminalität charakterisiert.

Die Berufungsrichter erachten, dass der ehemalige griechische Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos und seine Mitangeklagten eine kriminelle Organisation darstellten. In der Klageschrift werden der ehemalige Minister, aber auch seine Mitangeklagten, deren Prozess vor dem dreisitzigen Schwurgericht wegen der illegalen Provisionen aus Rüstungsprogrammen auf den 22 April 2013 anberaumt wurde, als Persönlichkeit die „zur Kriminalität neigt, mit alleinigem Ziel das Geld“ beschrieben.

Mit ihrer Anklageschrift (Nr. 545/2013) gegen 19 der anfänglich 21 Angeklagten erachten die Berufungsrichter, dass der seit fast einem Jahr in Untersuchungshaft befindliche Politiker und seine Mitangeklagten eine kriminelle Organisation mit Struktur und konkreten Rollen darstellten, die „gemeinschaftlich oder auch allein agierend die Straftat der Legalisierung von Einnahmen aus illegaler Aktivität verübten, die in der gegen den griechischen Fiskus gerichteten Straftat der fortgesetzten passiven Bestechung des ehemaligen Ministers besteht„.
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Papageorgopoulos spricht von ungeheurem Justizirrtum in Griechenland

9. März 2013 / Aktualisiert: 21. Mai 2014 / Aufrufe: 932 11 Kommentare

Der zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilte ehemalige Bürgermeister von Thessaloniki beteuert seine Unschuld und spricht von einem Justizirrtum.

Der am 27 Februar 2013 wegen Mittäterschaft in einem spektakulären Unterschlagungsfall bei der Gemeindeverwaltung Thessaloniki zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilte und seitdem in der Strafvollzugsanstalt Diavata / Thessaloniki einsitzende ehemalige Bürgermeister Vasilis Papageorgopoulos beteuert weiterhin seine Unschuld.

Herr Papageorgopoulos behauptet, er selbst habe den Unterschlagungsskandal aufgedeckt und spricht von einem absoluten Irrtum der Justiz, wie er in einem aus dem Gefängnis geschriebenen Brief darlegt, der nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben wird.
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Papageorgopoulos zu seiner lebenslangen Haftstrafe in Griechenland

2. März 2013 / Aktualisiert: 30. Juni 2013 / Aufrufe: 886 3 Kommentare

Der zu lebenslänglicher Haft verurteile ehemalige Bürgermeister von Thessaloniki in Griechenland, Vasilis Papageorgopoulos, fordert Antworten auf 13 Fragen.

Der am 27 Februar 2013 von einer Schwurgerichtskammer unter anderem der Mittäterschaft in einem Unterschlagungsfall bei der zentralen Gemeindeverwaltung von Thessaloniki für schuldig befunden und zu einer lebenslänglichen Haftstrafe verurteilte ehemalige Bürgermeister Vasilis Papageorgopoulos schrieb 48 Stunden nach seiner Verurteilung aus dem Gefängnis eine weitschweifige Erklärung.

Herr Papageorgiou stellt in jede Richtung 13 Fragen und verlangt Antworten. Unter anderem führt er an: „Wer den geringsten konkreten Beweis hat, dass ich an der Unterschlagung bei der Gemeinde Thessaloniki beteiligt war, soll es im Fernsehen erklären, und ich werde keine Berufung gegen das völlig unbegründete Urteil des Gerichts gegen mich einlegen.“ Weiter moniert er:

Wie ist es möglich, dass mildernde Umstände des vorherigen ehrenhaften Lebenswandels von der selbigen Justiz sogar auch dem Koskotas zugestanden werden und nicht dem Papageorgopoulos, der in seinem 66. Lebensjahr angelangte und unerschütterlich Prinzipien und Werte befolgte, mit der griechischen Fahne in den Händen in der ganzen Welt umher kam und von dem Volk Thessalonikis 11 Mal aufeinanderfolgend als dessen Vertreter in die höchsten Organe unseres Vaterlandes gewählt wurde?„.

Das nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegebene vollständige Schreiben endet mit den selben Worten, die Vasilis Papageorgopoulos im Gerichtssaal unmittelbar nach der Verkündung der lebenslänglichen Haftstrafe auch an die Richter gerichtet hatte: „Gewisse Leute werden bis zu ihrem Tod Gewissensbisse haben.
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Lebenslänglich für Bürgermeister in Griechenland wegen Unterschlagung

28. Februar 2013 / Aktualisiert: 01. März 2013 / Aufrufe: 2.121 4 Kommentare

Der ehemalige Bürgermeister von Thessaloniki in Griechenland und zwei seiner Mitarbeiter wurden wegen Unterschlagung zu lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt.

Zu lebenslänglicher Haft verurteilte die dreisitzige Schwurgerichtskammer des Berufungsgerichts Thessaloniki am 27 Februar 2013 den ehemaligen Bürgermeister von Thessaloniki, Vasilis Papageorgopoulos, wegen des bekannten Finanzskandals bei der Gemeindeverwaltung von Thessaloniki. Vasilis Papageorgopoulos bekleidete das Amt des Bürgermeisters von 1999 bis 2010.

Die Strafe der lebenslänglichen Haft wurde auch gegen den ehemaligen Generalsekretär der Gemeinde, Michalis Lemnousias, verhängt, während der ehemalige Kassenwart Panagiotis Saxonis zu lebenslänglicher Haft plus neun Jahren Haft verurteilt wurde.

Das Gericht erkannte den wegen des Unterschlagungsfalls bei der Gemeinde Thessaloniki Verurteilten keinerlei mildernde Umstände zu. Die Höhe der unterschlagenen Gelder setzte das Gericht in der konkreten Sache auf knapp 18 Millionen Euro an, wozu anzumerken ist, dass der Verbleib des größten Teils der Gelder nach wie vor unbekannt ist.
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Luftwaffen-Offizier in Griechenland unterschlug 689000 Euro

23. Februar 2012 / Aktualisiert: 24. Januar 2014 / Aufrufe: 773 3 Kommentare

In Griechenland wurde bei der Militärbasis in Elefsina die Unterschlagung von 689.000 Euro durch einen Geschwaderführer der griechischen Luftwaffe aufgedeckt.

Ein bereits seit 15 Jahren im Militärdienst stehender Offizier der griechischen Luftwaffe war zu einer geradezu gigantischen Unterschlagung geschritten: Wie bei einer tournusmäßigen Überprüfung aufgedeckt wurde, hatte ein Geschwaderführer, der bei der in Elefsina stationierten 112. Kampfdivision die Aufgaben des Kassenwarts versah, während der letzten sechs Monate den unglaublichen Betrag von 689.950 Euro unterschlagen.

Der Offizier gestand seine Tat ein und die Sache ist bereits an das zuständige Luftwaffengericht in Athen geleitet worden. Parallel ist gegen ihn auch ein Disziplinarverfahren mit dem Thema seiner Entlassung eingeleitet worden, und bis zur Verhandlung der Angelegenheit wurde der Täter an eine andere Stelle versetzt. Er selbst äußerte, Probleme mit Krediten von Zinswucherern gehabt und sich nicht anders zu helfen gewusst zu haben.
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Zollbeamte wegen Schwarzhandels mit Zigaretten in Griechenland verhaftet

6. Juli 2010 / Aufrufe: 158 Keine Kommentare

Gegen drei Zollbeamte der Zollstelle Elefthina in Griechenland wurde Anklage wegen gemeinschaftlicher Unterschlagung im Dienst und Ausstellung gefälschter Bescheinigungen erhoben.

Die Abteilung für interne Angelegenheiten der griechischen Polizei (ELAS) ging seit Dezember 2009 Informationen darüber nach, dass Beamte des konkreten Zollamts beschlagnahmte Zigaretten nicht der angeordneten Vernichtung zuführten, sondern gefälschte Protokolle ausstellten und die angeblich vernichteten illegalen Zigaretten auf den Markt warfen.

Laut der zu Lasten der Beschuldigten erhobenen Anklage machten sie sich bewegliche Sachen des Staates zu eigen, über welche sie in der Eigenschaft des staatlichen Beamten verfügten, und schritten zu einer als Schwerverbrechen eingestuften Unterschlagung im Dienst, da die Gegenstände der Handlung von besonders hohem Wert sind (Steuern, die einem Betrag von etwa 2,5 Millionen Euro entsprechen).

Es sei angemerkt, dass von 1.712 beschlagnahmten Kartons mit geschmuggelten Zigaretten in Wirklichkeit nur 50 Kartons tatsächlich vernichtet worden waren.