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Linksradikale gefährlicher als Rechtsradikale in Griechenland

3. Dezember 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 534 3 Kommentare

Von Seite der Partei „Wiedererschaffung!“ werden die Linksradikalen in Griechenland für gefährlicher als die Rechtsradikalen erachtet.

Thanos Tzimeros, Vorsitzender der Partei Wiedererschaffung! (Δημιουργία Ξανά!), adoptiert die Ansicht einer Funktionärin seiner Partei und „teilt“ per Internet die Ansicht, die SYRIZA-Partei sei gefährlicher als die Chrysi Avgi. Die Tirade der Evangelia (Elia) Zervou, der sich der Parteivorsitzende anschloss, lautet in deutscher Übersetzung:

An alle, die nicht den Kopf in den Sand stecken

Die Chrysi Avgi übt nur Gewalt aus. Im Vergleich zu dem Schlimmen, was die SYRIZA-Partei anrichtet, die auf tausende Menschen gleichzeitig die Gewalt der Macht ausübt und die auf die gesamte griechische Gesellschaft übertragen wird, ist die SYRIZA für das Land und ganz Europa gefährlicher. Wickelt die bunten Bänder über Nazis um die leeren Kästchen Eures Denkens. Es gibt nichts was faschistischer, paranoider, totalitärer als die SYRIZA mit ihren Komponenten ist.

Die Anhänger der Chrysi Avgi haben immerhin eine Ideologie. Die Anhänger der SYRIZA haben nichts, sie lieben weder den Griechen noch das Land, wie sie – diese es auch völlig falsch – die Chrysi Avgi liebt. Wenn die Chrysi Avgi das Ei der Schlange ist, dann ist die SYRIZA die Schlange.

(Quelle: TVXS)

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30. Juni 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 752 9 Kommentare

Autor: Griechin62

Thema: Tzimeros über das Wahlergebnis seiner Partei im Juni 2012 in Griechenland

Thanos Tzimeris ist ein griechischer Bürger, der schlaflose Nächte hatte und es nicht mehr ertragen konnte, das Geschehen in Griechenland von seinem Sofa aus zu beobachten und beschloss, nicht mehr untätig sein zu wollen. Er beschloss zusammen mit einer handvoll Gleichgesinnter, eine Bürgerbewegung zu gründen, um den stillen Bürgern eine Stimme zu geben. Um so die Möglichkeit zu schaffen, zu zeigen, dass es auch griechische Bürger gibt, die keinen Marmor von Gebäuden abreißen, die nicht mit Molotows werfen, die nicht ganze Straßenzüge in Brand setzen oder tagelang streiken …, um der politischen Elite ihren Unmut über deren Umgang mit der Krise zu übermitteln.

Aus einer Bürgerbewegung ist eine junge frische Partei geworden, aus Bürgern wie Du und ich, mit aktiven Mitgliedern aus allen Schichten und Tätigkeitsbereichen. Thanos Tzimeros ist der Gründer und Vorsitzende dieser Bewegung und später der Partei, mit der meines Erachtens wunderbaren Gabe, das Problem Griechenlands beim Namen zu nennen, ohne Schonung der gesamten korrupten politischen Elite und deren Lakaien.

Das Ganze für Jedermann verständlichem klar auf Neugriechisch und nicht in der steifen Hochsprache der Behörden und Akademiker (Katharevousa) formuliert; obwohl er ein Befürworter für den Erhalt der altgriechischen Sprache ist. Er tat es aber, weil er es für sehr wichtig hielt, dass auch ein Kind und ein nicht gebildeter griechischer Bürger ihn verstehen kann – was niemanden der alten politischen Elite jemals interessiert hat, eher war sogar gewünscht, nicht verstanden zu werden! Da diese junge Partei „Dimiourgia Xana“ und deren Gründer in der politischen und medialen Szene unerfahren waren und immer noch sind, wurden sie von dieser Szene (vor allem von den Medien) in der Luft zerrissen und mit unvorstellbaren Dreck beworfen.

Bei dem ersten Wahlkampf, für die Wahl am 06 Mai 2012, wurden sie nicht ernst und auch teils nicht einmal wahr genommen. Staatliche (und ich glaube auch private Fernsehsender) gaben ihnen keine oder kaum Möglichkeiten, sich zu präsentieren, indem man ihnen die gesetzlich zugestandenen Sendezeiten vorenthielt. Sie erhielten diese Möglichkeit erst zwei oder drei Tage vor der Wahl und – wenn ich mich recht erinnere – erst nach einer im Eilverfahren erlassenen einstweiligen Verfügung. Vorher haben sie versucht, sich von Mund zu Mund, per Internet mittels Facebook, Twitter, YouTube usw. bekannt zu machen. Allein durch diese Versuche haben sie es geschafft, ein großes Interesse zu wecken. Diese eine Stunde Sendezeit gab ihnen dann auch noch einen Schub, so dass sie, obwohl der größte Teil der Bevölkerung sie gar nicht kannte, mit 2,2% die Überraschung der ersten Wahl wurden.

Danach fing die absurde und meiner Meinung nach ungerechte Schlammschlacht an. Medien ließen an Thanos Tzimeros kein gerades Haar mehr dran! Sie nahmen ihn auseinander und fingen an, Lügengeschichten über ihn zu verbreiten, wie beispielsweise, er sei Zeuge Jehovas – und zwar, weil im Parteiprogramm von der Trennung von Kirche und Staat die Rede ist. Im September 2011 schrieb er einen Brief an Angela Merkel, der medientechnisch ebenfalls negativ ausgeschlachtet wurde (für mich war dieser Brief der positive Auslöser, der mein Interesse für diese Partei weckte). Er wurde ständig gefragt, warum er sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin geschrieben hat; „sehr geehrte“ wurde ins Griechische irgendwie falsch übersetzt, ich glaube, in „sehr hochachtungsvolle“ Frau Bundeskanzlerin. Dann störte man sich daran, dass er geschrieben hat: Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin Merkel, wäre ich an Ihrer Stelle, würde ich sagen: „Soll doch dieses Land zum Teufel gehen„. Diese Phrase wurde ihm als Hochverrat angekreidet und außerdem mit Absicht vermieden, auf den ganzen Inhalt des Briefes richtig einzugehen. Man warf Tzimeros auch vor, der Brief sei so verfasst, als ob er es ihm Namen des griechischem Volkes geschrieben hätte. Und daher wurde ihm auch ständig die Frage gestellt, wer ihn legitimiert habe, so einen Brief im Namen des Volkes zu schreiben und was er sich dabei gedacht habe, Interna des Landes und dessen Misere nach außen zu tragen und wer er zu sein glaube, der „Messias“, der Griechenland retten würde?!“

Der Arme Kerl wurde zu Kleinholz gemacht, trotzdem hat er immer wieder tapfer und mit Energie versucht, es zu erklären und richtig zu stellen. Ich fand und finde ihn immer noch Klasse und war und bin immer noch beeindruckt von seinem Mut und seiner Ehrlichkeit! Tzimeros hat zwar auch ein paar meiner Meinung nach kleine Fehler gemacht, wie beispielsweise, sich mit einer anderen kleinen Partei, nämlich mit der „Drasi“ zu einem Wahlbündnis zusammenzutun, um bei der Wahl am 17 Juni 2012 gemeinsam die 3%-Hürde für den Einzug ins Parlament zu überwinden. Deren Slogan lautete aber „Politik ohne Politiker“ und Parteivorsitzender der „Drasi“ war Stefanos Manos, ein Vertreter der alten politischen Elite. Das wurde Thanos Tzimeros aus den eigenen Reihen und von Wählern seiner Partei übel, und so rutschte seine Partei / Bewegung „Dimiourgia Xana!“ von den im Mai 2012  erreichten 2,2% im Juni 2012 auf 1,6% ab! Die Enttäuschung über das schmutzige Spiel der Medien und die Rufmordkampagnien hat ihn veranlasst, die in Rede stehende ironische und verbitterte Mitteilung zu schreiben.

Meine Meinung dazu: Der Umgang der Medien mit der Erscheinung dieser Bürgerbewegung, die sich entschied eine Partei zu werden, zeigt wie manipulativ die Medien in Griechenland agieren und wie wenig Interesse sie haben, dass Griechenland aus der Krise kommt, und mehr ihre eigenen Interessen verfolgen. Thanos Tzimeros griff nämlich auch die Journalisten an, und das war wohl ein schwerer Fehler. Denn den Journalisten war es wichtiger, ihn ins Aus zu katapultieren, als ihm Fragen zu stellen, über sein Parteiprogramm und wie er über die Krise und die Möglichkeit zu deren Überwindung denkt. Die griechische Bevölkerung wird manipuliert und in die Richtung geleitet, wie es die Interessenelite wünscht. Wie sagt man so schön: „ein Volk wird von denen regiert, die sie verdienen!“

Ich persönlich bin vom Wahlergebnis sehr enttäuscht und es hat mir gezeigt, dass wir Griechen noch nicht tief genug gesunken sind! Wenn ein Volk erneut die gesamte alte korrupte politische Elite wählt, die über Jahrzehnte im Parlament sitzt und das Land in die heutige Situation gebracht hat, dann kann es nichts kapiert haben und es kann noch nicht allen schlecht genug gehen!

Es waren in den letzten Jahrzehnten alle im Parlament beteiligt an diesem Spiel der Ausbeutung und Korruption, alle haben zugeschaut, regiert und oder nur Gegenpolitik gemacht. Es ging allen nur darum, etwas vom Kuchen abzubekommen, und es ging dabei nie um das Wohl des Landes und der Gesellschaft. Ob sie PASOK, ND, SYRIZA, KKE oder Lakaien heißen. Alle waren auf ihre Art und Weise an irgendeinem schmutzigen Spiel beteiligt. Die Bevölkerung hat aus Not, Habgier, Schwäche, Interesse und Vorteilen mitgemacht und sich so daran gewöhnt, dass sie sich nicht traut, etwas Neues zu probieren. Und glaubt fest daran, dass sie nicht in der Lage sei, mit ihrer Stimme etwas zu ändern, weil sowieso alles eine abgekartete Sache wäre. Sie machen etwas Brimborium mit ihrer Stimmabgabe, in dem Glauben, sie würden so ein Zeichen setzen und vielleicht ändert sich ja doch etwas, aber bitte nur das, was auch im eigenen Interesse liegt; lächerlich!

Ich war jetzt vor, während und nach der Wahl in Griechenland und habe mir einige Kommentare von meinen Landsleuten angehört, wie: Tzimeros mit der „Dimiourgia Xana“ entspricht mir zu über 80%, aber seine Partei ist nicht genug gegen Merkel, gegen Europa und gegen das Memorandum. Auf meine Frage, ob sie das Memorandum gelesen hätten, kam die Antwort „nein, brauche ich nicht, ich sehe und spüre am eigenen Leibe, was in Griechenland los ist„, und es heißt, dass das so im Memorandum stehe und von Merkel es so gewollt sei. Auf die Frage, ob sie sich nicht vorstellen könnten, dass man das Memorandum vielleicht anders in Griechenland umsetzt als es von den europäischen Partnern verlangt wird, kam, „nein warum sollten sie das tun?

Oder ein anderes Beispiel. Ich traf einige Leute, die mir offen erzählten, sie haben die Nazis gewählt. Auf meine Frage nach dem Warum kam die Antwort: „Damit sie ein Zeichen setzen und die verbrecherischen, korrupten Politiker, die Malakes verkloppen und in die Schranken weisen. Damit die das ganze Gesocks / die Ausländer aus dem Land jagen!“ Auf meine Frage, ob man nicht auch ein Zeichen gesetzt hätte, indem man etwas kleines Ungefährliches gewählt hätte, wie die Grünen oder so etwas wie die Dimiourgia Xana oder von mir aus die Demokratische Linke, wurde entgegnet: „Was können die schon ausrichten, da wäre meine Stimme doch nur verloren!“ Was für ein Witz, leider nichts zum Lachen! Von zehn Personen bekam ich nur von drei eine vernünftige Antwort; mein armes Griechenland, wann kommst du endlich zur Besinnung?

Meinen Urlaub, der so oder so aus unschönen Umständen kein Urlaub war, benutzte ich dafür, ohne Eigennutz für die „Dimiourgia Xana“ zu werben und Flyer zu verteilen. In den letzten neun Monaten habe ich nur zwischen 2 und 6 Stunden Schlaf gehabt, vor Sorge um meine Familie, meine Heimat und vor lauter Zukunftsangst. Habe versucht, so viel wie möglich an Informationen aus Fernsehen und Internet zu bekommen um zu erfahren, in welcher Richtung das Ganze mit Griechenland und Europa gehen wird.

Aber meine stolzen „patriotischen“ Landsleute wollten ein Zeichen setzen, idem sie ND, SYRIZA, PASOK, ANEXARTITI, Chrysi Avgi und KKE wählten! Die Grünen waren zu grün, ist ja auch zu anstrengend, etwas umweltfreundlich zu sein, die Dimiourgia Xana war ihnen zu ehrlich, zu viel Logik und Selbstverständliches, zu viel konnte man verstehen (das ist gar nicht gut!), zu viel für Memorandum, Merkel und Europa, ach einfach zu viele einfache Leute wie du und ich. Ach ja, da ist ja auch noch die „Koinonia“ und andere kleine Parteien, wer ist / sind das denn …? Ach, zu viele Parteien, da muss man sich ja die Zeit nehmen, um die ganzen Programme zu lesen und informiert zur Wahl gehen. Da ist es doch einfacher, man bleibt bei dem Altbewährten, da weiß man wenigstens was man hat, wir mischen das Ganze nur mal etwas durch, und die finden schon die passende Lösung für uns Bürger.

Danke meine stolzen Patrioten! Der Bürger „Ellinaras“ hat gewonnen, ob er rechts, links, extrem oder sonst wie ausgerichtet, hat es leider bei der Wahl gezeigt mit dem allgemeinen höchsten Prozentsatz! Und dem Bürger „Logik“, der für sein selbstverständliches Recht gekämpft und seine Stimme bei den kleinen Parteien abgegeben hat, zeigten die Wahlen, dass sie leider nur 5-7% der Bevölkerung ausmachen. Das heißt auch, dass der logisch denkende Grieche noch warten muss, bis in Griechenland das Selbstverständliche regiert. Solange warten, bis auch die über 90% der stimmberechtigten griechischen Bevölkerung kapiert haben, dass das gesamte Parlament und dessen Lakaien zum Mond geschossen werden müssen, damit wir vielleicht die Chance bekommen, vorwärts zu schreiten. Dieser Zeitpunkt wird jedoch leider der Sankt Nimmerleinstag sein!

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Tzimeros über das Wahlergebnis seiner Partei im Juni 2012 in Griechenland

23. Juni 2012 / Aufrufe: 495 3 Kommentare

Thanos Tzimeros kommentiert auf sehr zynische Weise die Schlappe seiner Partei bei den Parlamentswahlen im Juni 2012 in Griechenland.

 „Ich scheiterte. Ich bin ein Verräter, Kollaborateur, Germano-Euzone„, schreibt Thanos Tzimeros, Vorsitzender der Allianz „Wiedererschaffung!“ (Δημιουργία, Ξανά!), in einem Post auf seinem persönlichen Facebook-Profil und legt auf extrem zynische Weise die Gründe der Wahlschlappe seiner Partei bei den griechischen Parlamentswahlen im Juni 2012 dar.

Ich scheiterte. Ich bin also bereit, die Konsequenzen zu tragen. Wählt: den Kopf auf einem Tablett, Erhängen auf dem Zentralplatz, Aufspießen oder etwas anderes, innovativeres? Wir sind doch ein kreatives Volk, verdammt noch mal. Da werden wir doch eine qualvolle (und phantasmagorische – exemplarische) Weise finden, oder?„, führt Herr Tzimeros unter anderem an.
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