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Artikel Tagged ‘tsochatzopoulos’

Griechenland: Waffen, Schmiergelder, Erpressungen und Verschuldung

27. November 2014 / Aufrufe: 2.111 3 Kommentare

Im Vorfeld wahrscheinlicher Neuwahlen in Griechenland scheint den Politikern ihre Erpressbarkeit vor Augen geführt werden zu sollen, um sie von Flausen abzuhalten.

Es ist ein Zusammentreffen, das nicht unbemerkt abgehakt werden darf: der Fall des (ehemaligen Verteidigungsministers) Akis Tsochatzopoulos „schlug“ kurz vor den Wahlen des Jahres 2012 ein. In einer Epoche, in der es (wieder) nach Wahlen riecht, „platzt“ auch der Fall des Georgios Karatzaferis. (Anmerkung: gegen den Vorsitzenden der LAOS Partei wird neuerdings – sprich mehr oder weniger aus heiterem Himmel – wegen Steuerhinterziehung, Geldwäsche und Korruption in Zusammenhang mit Rüstungsprogrammen ermittelt … .)

Gleichzeitig wird genau in dieser Periode auch wieder allgemein das Thema der Rüstungs-Schmiergelder aufs Tapet gebracht. Wer bösgläubig ist und sich schwer tut, die Zufälle zu akzeptieren, würde sagen, es gehe um die Äußerung einer Erpressung, die sich in allgemeinen Linien folgendermaßen formuliert: „schau mal, was Dir passieren könnte …
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Griechenland will 7 Mrd Euro Entschädigung für U-Boote

14. Juni 2014 / Aufrufe: 4.497 Keine Kommentare

Laut der britischen Telegraph fordert Griechenland 7 Milliarden Euro Entschädigung für die bis heute noch nicht übergebenen deutschen U-Boote.

Wie die britische Zeitung Telegraph in einer exklusiven Reportage enthüllt, die sich auf einen an das Gericht geschickten 200 Seiten umfassenden Schriftsatz beruft, fordert die griechische Regierung mit ihrer Beschwerde vor dem Internationalen Schiedsgericht (ICC – International Court of Arbitration) Entschädigungen in Höhe von 7 Milliarden Euro.

Die Telegraph publiziert ein Foto der U-Boote, die immer noch in der Werft Skaramagkas liegen, 15 Jahre nach der „komplexen Vereinbarung“ über ihre Bestellung, die – wie es lautet – „zu einem Symbol für die wirtschaftlichen Probleme des Landes wurde„.
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Schweiz soll Schwarzgelder an Griechenland zurückzahlen

4. Februar 2014 / Aufrufe: 898 Keine Kommentare

Nikos Zigras, enger Mitarbeiter des ehemaligen Verteidigungsministers Tsochatzopoulos in Griechenland, fordert die Freigabe der Schwarzgelder auf schweizerischen Bankkonten.

Ein Stab der schweizerischen Staatsanwaltschaft unter Leitung des Bundes-Staatsanwalts Urs Köhli verhörte am Montag (03 Februar 2014) viele Stunden lang Nikos Zigras, den Cousin und über eine Reihe von Jahren engen Mitarbeiter des ehemaligen Verteidigungsministers Akis Tsochatzopoulos, da er als Inhaber von Konten bei schweizerischen Banken erscheint, über die laut der griechischen Justiz illegale Beträge (sprich Schmiergelder) in Zusammenhang mit Rüstungsprogrammen bewegt wurden.

Die Untersuchung der Schweizer konzentriert sich auf die Verwicklung eines konkreten griechischen Angestellten der schweizerischen Morgan Stanley sowie auch die Bewegung eines Gesamtbetrags von ungefähr 30 Millionen Schweizer Franken mittels zweier Konten, als deren Inhaber Nikos Zigras erscheint. Es wird jedoch allgemeiner auch die Möglichkeit untersucht, dass mittels schweizerischer Banken erfolgte Zahlungen mit der Legalisierung von Einnahmen aus illegalen Aktivitäten in Verbindung stehen.
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Deutsche und Russen trieben Rüstungs-Schmiergelder in Griechenland hoch

23. Januar 2014 / Aktualisiert: 26. Januar 2014 / Aufrufe: 950 Keine Kommentare

Ein vormals auf dem Rüstungssektor tätiger Unternehmer enthüllt Details über die Korruptions-Maschinerie im Verteidigungsministerium in Griechenland.

Die dunkle Welt der Schmiergelder, so wie er sie selbst erlebte, die Orgie der Verschwendung, die im Verteidigungsministerium bzw. „Ministerium für Nationale Verteidigung“ (YPETHA) mit der Rüstungsprogrammen stattfand, und die Existenz einer formlosen Schmiergeld-Preisliste“ enthüllt gegenüber Realnews ein ehemaliger „Dealer“, der in der Periode 1995 – 2004 im YPETHA ein- und ausging.

Obwohl der in Rede stehende Unternehmer inzwischen seit zehn Jahren im Ausland lebt und seinen Berufsgegenstand völlig gewechselt hat, fürchtet er weiterhin „die Waffen-Mafia“, wie er sie nennt, und wünscht deswegen anonym zu bleiben.
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Akis-Gate in Griechenland: 5 + 1 im Gefängnis

10. Oktober 2013 / Aufrufe: 754 Keine Kommentare

Zusammen mit dem zu 20 Jahren Haft verurteilten ehemaligen Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos in Griechenland treten weitere 5 Verurteilte langjährige Haftstrafen an.

Akis Tsochatzopoulos wurde am 07 Oktober 2013 zum ersten ehemaligen Minister in Griechenland, der wegen „gewerbsmäßiger“ Wäsche schwarzer politischer Gelder aus Schmiergeldern verurteilt und mit der vorgesehenen Höchststrafe von 20 Jahren Gefängnis belegt wird, und bricht damit den (negativen) Rekord in der Geschichte der Justiz.

Der bereits am 11 April 2012 verhaftete und seitdem in Untersuchungshaft befindliche Akis Tsochatzopoulos kehrt damit nach dem Urteilsspruch im Alter von inzwischen über 74 Jahren in die Strafvollzugsanstalt Korydallos zurück, allerdings wird der Zeitraum, für den er eingesperrt bleiben wird, sehr viel kürzer als die Summe der gegen ihn verhängten Haftstrafen sein – sofern er den Haftprüfungstermin noch erleben sollte.
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20 Jahre Gefängnis für ehemaligen Minister in Griechenland

8. Oktober 2013 / Aktualisiert: 10. Oktober 2013 / Aufrufe: 825 1 Kommentar

Der ehemalige Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos in Griechenland wurde wegen Geldwäsche zur möglichen Höchststrafe von 20 Jahren Gefängnis verurteilt.

Die dreiköpfige Kammer des Berufungs-Strafgerichts sprach gegen den seit Mitte April 2012 in Untersuchungshaft befindlichen ehemaligen Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos wegen Legalisierung von Einkommen aus illegalen Aktivitäten die vorgesehene höchstmögliche Haftstrafe von 20 Jahren, während seine in der selben Sache angeklagte Ehefrau Viky Stamati und seine Tochter Areti Tsochatzopoulou zu jeweils 12 Jahren Gefängnis verurteilt wurden.

Das Gericht gestand den in der Sache für schuldig befundenen Angeklagten keinerlei mildernde Umstände zu, mit Ausnahme von Nikos Zigras, für den der mildernde Umstand der aufrichtigen Reue anerkannt wurde.
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Ehemaliger Minister in Griechenland mit Neigung zur Kriminalität

14. März 2013 / Aufrufe: 646 3 Kommentare

Der wegen Korruption angeklagte ehemalige Verteidigungsminister Akis Tzochatzopoulos wird in der Klageschrift als Persönlichkeit mit Hang zur Kriminalität charakterisiert.

Die Berufungsrichter erachten, dass der ehemalige griechische Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos und seine Mitangeklagten eine kriminelle Organisation darstellten. In der Klageschrift werden der ehemalige Minister, aber auch seine Mitangeklagten, deren Prozess vor dem dreisitzigen Schwurgericht wegen der illegalen Provisionen aus Rüstungsprogrammen auf den 22 April 2013 anberaumt wurde, als Persönlichkeit die „zur Kriminalität neigt, mit alleinigem Ziel das Geld“ beschrieben.

Mit ihrer Anklageschrift (Nr. 545/2013) gegen 19 der anfänglich 21 Angeklagten erachten die Berufungsrichter, dass der seit fast einem Jahr in Untersuchungshaft befindliche Politiker und seine Mitangeklagten eine kriminelle Organisation mit Struktur und konkreten Rollen darstellten, die „gemeinschaftlich oder auch allein agierend die Straftat der Legalisierung von Einnahmen aus illegaler Aktivität verübten, die in der gegen den griechischen Fiskus gerichteten Straftat der fortgesetzten passiven Bestechung des ehemaligen Ministers besteht„.
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Tsochatzopoulos: Mit der Justiz in Griechenland stimmt etwas nicht

13. März 2013 / Aufrufe: 803 1 Kommentar

Der ehemalige Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos in Griechenland lastet der Justiz an, ihn aus Rache zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilt zu haben.

In einer schriftlichen Erklärung aus der Haftvollzugsanstalt Korydallos in Athen lastet der ehemalige griechische Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos den Richtern, die ihn jüngst zu einer achtjährigen Haftstrafe verurteilten, eine „Racheverurteilung“ auf politische Interventionen an.

Es ist nicht möglich, irgend etwas ist mit der Justiz los„, vertritt in seinem Schreiben der ehemalige Minister und charakterisiert seine Verurteilung wegen inkorrekter Deklarationen seiner Vermögenslage hinsichtlich der – inzwischen konfiszierten – Immobilie in der Straße Dionysiou Areopagitou sogar als „für das Griechenland nach der Militärjunta beispiellos„.

Wenige Tage, nachdem dem seit rund einem Jahr in Untersuchungshaft befindlichen Politiker auch der Prozess wegen der Provisionen bei Rüstungsprogrammen angekündigt wurde, richtet sich Akis Tsochatzopoulos an die politischen Führer und fragt sie, ob sie die „Eingriffe“ in die Justiz akzeptieren.

Der – wie in der Presse publizierte – vollständige Wortlaut der Erklärung wird nachstehend in deutscher Übersetzung wiedergegeben.
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Neue Strafverfahren gegen ehemalige Minister in Griechenland

11. März 2013 / Aufrufe: 728 1 Kommentar

In Griechenland wurden gegen drei weitere ehemalige Minister Strafverfahren in Zusammenhang mit ihren Vermögensdeklarationen eingeleitet.

Die Staatsanwaltschaft des Berufungsgerichts Athen leitete wegen inkorrekter Vermögensdeklarationen („πόθεν έσχες“) Strafverfahren zu lasten der ehemaligen Minister Petros Doukas (Nea Dimokratia, u. a. Staatssekretär im Finanzministerium und im Außenministerium), Georgios Voulgarakis (Nea Dimokratia, u. a. Minister für öffentliche Ordnung, Kultur, Handelsschifffahrt) und Giannos Papantoniou (PASOK, u. a. Finanzminister und Verteidigungsminister) ein.

Die Anklagen zu Lasten der drei Politiker wurden nach Untersuchung der Daten erhoben, welche der Staatsanwaltschaft des Berufungsgerichts der zuständige parlamentarische Ausschuss übermittelte, der die Vermögensdeklarationen der Abgeordneten untersucht.
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8 Jahre Haft für ehemaligen Verteidigungsminister in Griechenland

6. März 2013 / Aufrufe: 671 2 Kommentare

Der ehemalige Minister Akis Tsochatzopoulos wurde in Griechenland wegen inkorrekter Vermögensdeklarationen zu 8 Jahren Haft und einer horrenden Geldstrafe verurteilt.

Die Justiz in Griechenland scheint sich im Geist der Zeit entschlossen zu haben, eidbrüchige Politiker durch drakonische Urteile in jeder Hinsicht zu „eliminieren“. Nachdem neulich der ehemalige Bürgermeister von Thessaloniki, Vasilis Papageorgopoulos, und zwei seiner Mitarbeiter in einem Indizienprozess wegen Unterschlagung zu lebenslänglichen Haftstrafen verurteilt wurden, bekam nun auch der ehemalige Verteidigungsminister Akis Tsochatzopoulos in einer relativ „harmlosen“ Sache die volle Härte des Gesetzes zu spüren.

Mit acht Jahren Haft belastet kehrte der wegen inkorrekter Vermögensdeklarationen für schuldig befundene ehemalige Minister in die Athener Strafvollzugsanstalt Korydallos zurück. Die Richter des dreiköpfigen Schwurgerichts erklärten ihn mit 2 gegen 1 Stimme für schuldig, verurteilten ihn zu einer Haftstrafe von acht Jahren ohne Bewährung und einer Geldstrafe in Höhe von 520.000 Euro, während sie zusätzlich die Konfiszierung der Immobilie in der Straße Dionysiou Areopagiti und die Aberkennung der Bürgerrechte für vier Jahre beschlossen.

Nachdem gegen das Urteil keine aufschiebenden Rechtsmittel zugelassen sind, muss der ehemalige Minister die Verbüßung der Haftstrafe antreten. Es ist allerdings anzumerken, dass Akis Tsochatzopoulos so wie so wieder ins Gefängnis gemusst hätte, da er vor knapp einem Jahr wegen Schmier- und Schwarzgeldaffären in Untersuchungshaft eingewiesen wurde.
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