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Artikel Tagged ‘tragfähigkeit’

Griechenland: guter und schlechter Haircut

14. Juni 2014 / Aktualisiert: 24. April 2016 / Aufrufe: 651 Kommentare ausgeschaltet

Erfolgt der unausweichliche neue Schnitt der Verschuldung Griechenlands auf die selbe Weise wie der erste Cut, wird er auch diesmal zum Scheitern verurteilt sein.

Wie allgemein bekannt ist, beträgt der Unterschied zwischen einem guten und einem schlechten Haarschnitt zehn Tage. So lange brauchen die Haare um nachzuwachsen, damit der Unterschied zwischen dem von einem Meister und einem Stümper vorgenommenen Haarschnitt nicht mehr zu sehen ist. Was den „Haircut“ der griechischen Verschuldung betrifft, ist der Unterschied leider sehr viel größer.

Der / das PSI (Private Sector Involvement), also der erste Schnitt, erwies sich sowohl für die privaten Gläubiger als auch für Griechenland als Misserfolg. Trotz dieses Misserfolgs scheint auch der – diesmal die staatlichen Gläubiger (be-) treffende – neue Schnitt mit der selben Oberflächlichkeit wie der erste vorbereitet zu werden. Wie auch mit dem PSI erfolgt die Planung des Cuts kleinpolitisch, auf Basis der öffentlichen Meinung und nicht unter Abwägung der Interessen der Gläubiger und der Schuldner.
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Realismus und Phantasie über die Verschuldung Griechenlands

23. März 2014 / Aktualisiert: 08. Juni 2015 / Aufrufe: 859 Kommentare ausgeschaltet

Die Tragfähigkeit der öffentlichen Verschuldung Griechenlands steht in unmittelbarem Zusammenhang mit der Gefahr der Weitergabe der Krise an Italien.

Griechenland würden es sehr wollen, dass seine öffentliche Verschuldung tragfähig ist bzw. wird. Die Troika, Frau Merkel, Herr Draghi oder Herr Schäuble würden alle das selbe wollen. Glücklicherweise oder leider ist es mit der Tragfähigkeit der Verschuldung jedoch nicht wie bei den Schwangerschaften, wo man entweder schwanger ist oder nicht.

Es hat viel damit zu tun, wie man die Tragfähigkeit (der Verschuldung) definiert. Und genau darauf verließen sich all jene, die das Programm zur Stützung der griechischen Wirtschaft während der letzten drei Jahre beschlossen.
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Griechenland: An die Märkte, Pleitiers!

23. Februar 2014 / Aufrufe: 853 2 Kommentare

Wirtschaftsprofessor Yanis Varoufakis vertritt, Berlin strebe an, die Finanzierung der nicht tragfähigen Verschuldung Griechenlands auf die Kapitalmärkte abzuwälzen.

Der Plan Berlins für das Griechenland der kommenden Jahre hat sich inzwischen gefestigt. Was er enthält? Lassen wir uns damit beginnen, was er nicht enthält:

  1. Er enthält nicht den Schnitt, der den griechischen Staat aus der diachronischen Situation des Bankrotts (sprich dem Unvermögen, selbst nach einer mutigen Prolongierung nebst Senkung des Zinssatzes um einen halben bis ganzen Prozentpunkt langfristig seine Schulden zu bedienen) herausbringen könnte.
  2. Er enthält keinerlei Vorsehung für eine gemeinsame Eurozonen-Verschuldung (z. B. Euro-Bonds).
  3. Er enthält keinen neuen Kredit, der die zukünftigen Finanzierungsbedürfnisse Griechenlands abdeckt, abgesehen von den höchstens 20 Mrd. Euro, die den Zweck haben werden, die „Misserfolge“ des Memorandums 2 zu decken.
  4. Er enthält keinerlei über den Nationalen Strategischen Rahmenplan (NSRP) hinausgehende signifikante Stützung der Investitionen.
  5. Er enthält nichts auf dem Bankensektor, was das griechische Banksystem überlebensfähig macht oder die nationale Verschuldung von einem Teil der 50 Mrd. Euro entlastet, die sich der griechische Fiskus zu Gunsten der Banken aufgelastet hat.


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Die Zahlen hinter dem neuen Plan für Griechenland

13. Februar 2014 / Aktualisiert: 12. Dezember 2015 / Aufrufe: 532 Kommentare ausgeschaltet

Das sogenannte Szenarium 50-50-15 könnte Griechenland Atem bei der Bedienung seiner Verschuldung verschaffen, wird jedoch auch mit Gegenleistungen einhergehen.

Der Informationen zufolge derzeit von den Europäern vorbereitete Plan zur Verlängerung der Dauer der Hilfskredite an Griechenland von 30 auf 50 Jahre, in Kombination mit einer neuen Zinssenkung um 50 Basispunkte und einem Kredit der Größenordnung von 13 – 15 Mrd. Euro, bringt für Griechenland eine große Atempause bei den Aufwendungen für die Bedienung der öffentlichen Verschuldung mit sich.

Sollte es zu diesem sogenannten „Szenarium 50-50-15“ kommen, wird es eine unmittelbare Einsparung von Ausgaben für Zinsen in der Größenordnung von 300 Mio. Euro jährlich, aber auch eine Senkung der Tilgung um ungefähr 3,5 Mrd. Euro jährlich geben.
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Griechenland wird zur Nicht-Lösung des Schuldenproblems verpflichtet

12. Februar 2014 / Aufrufe: 1.244 3 Kommentare

Gemäß dem durchgesickerten Szenarium 50-50-15 soll Griechenland sich 50 Jahre lang Geld leihen, ohne seine Verschuldung senken oder gar tragfähig machen zu können.

Die griechische Regierung und spezieller ihr Wirtschaftsstab widmet sich in letzter Zeit einer koordinierten kommunikativen „Offensive“ … guter Nachrichten, mit Horizont – wie es scheint – das Ergebnis der bevorstehenden Wahlen.

Zu einer Stunde, wo die Rückkehr der Troika … in den Sternen geschrieben bleibt, versucht die Zweiparteien-Regierung gute Nachrichten zu dem Zweck zu säen, etwas die wütenden Reaktionen der Bürger zu beugen, die durch die Umsetzung der beiden Memoranden in den letzten vier Jahren die Grenzen der Erschöpfung überschritten haben.
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Weitere 50 Jahre Schuldknechtschaft für Griechenland

11. Februar 2014 / Aufrufe: 3.864 6 Kommentare

Laut dem Wirtschaftsprofessor Yanis Varoufakis ist die Regierung Samaras im Begriff, Griechenland in ein weiteres halbes Jahrhundert der Schuldknechtschaft zu führen.

Der Wirtschaftsprofessor Yanis Varoufakis erklärt in einem Interview an die „Avgi“, die Regierung Samaras führe das Land mit der Anbindung an den Kurs Merkels in ein „Regime der Schuldknechtschaft„. Der einzige wesentliche Beitrag des primären Überschusses – betont er – ist, als „Androhung der Nichtbefolgung des Memorandums, bis Verhandlungen über seine substantielle und radikale Änderung beginnen“ benutzt zu werden.

Ohne radikale Änderung der Kreditvereinbarung“ – des Memorandums – kann die Wirtschaft nicht stabilisiert werden, betont Yanis Varoufakis und schlägt einen Schuldenschnitt, den Umtausch der Anleihen gegen neue spezielle Anleihen mit Wachstumsklausel und den Transfer der für die Rekapitalisierung der Banken bereitgestellten 40 Mrd. Euro auf den ESM vor.

Lesen Sie nachstehend das Interview in deutscher Übersetzung.
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