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Bankkonten des Akis Tsochatzopoulos in Griechenland gesperrt

14. April 2012 / Aktualisiert: 01. Juli 2013 / Aufrufe: 528 4 Kommentare

Auf Anweisung der Staatsanwaltschaft wurden in Griechenland die Bankkonten des ehemaligen Ministers Akis Tsochatzopoulos und vier seiner Mitangeklagten gesperrt.

Die Vorsitzende der Staatsanwaltschaft des Landgerichts, Eleni Raikou, erteilte die Anweisung zur Blockierung der Bankkonten des ehemaligen Verteidigungsministers Akis Tsochatzopoulos und seiner vier Mitangeklagten in der Sache der Legalisierung von Einkünften aus illegaler Aktivität (sprich unter anderem der Schmiergelder, die von der deutschen Ferrostaal für die Bestellung von U-Booten gezahlt wurden, siehe auch Ehemaliger Verteidigungsminister in Griechenland wegen Geldwäsche verhaftet).

Die Staatsanwältin verlangt in ihrer Verfügung die Blockierung aller in Griechenland geführten Bankkonten der fünf Angeklagten, gegen welche der Sonderuntersuchungsrichter wegen des Verdachts der Fluchtgefahr Haftbefehle erließ. Neben dem ehemaligen Minister, der zu dem Fall am orthodoxen Ostermontag (16 April 2012) aussagen wird, betrifft die Blockierung der Bankkonten:

  • Nikos Zigras, Vetter des Akis Tsochatzopoulos, der laut dem Bericht der Staatsanwaltschaft als „rechte Hand“ des ehemaligen Ministers gilt.
  • Evfrosyni Lampropoulou, Buchhalterin und Vertreterin in Griechenland der drei Offshore-Gesellschaften (u. a. der TORCASO), die dem ehemaligen Minister zugerechnet werden.
  • Giorgos Sachpatzidis, der in Immobilien-Transaktionen zwischen der TORCASO und dem Vatopedi-Kloster involviert und Unternehmer und Hauptaktionär der Fussball-AG PAOK ist.

Die drei vorstehenden Angeklagten werden am kommenden Dienstag (17 April 2012) vor dem Untersuchungsrichter aussagen.

Der Beschluss zur Blockierung der Konten betrifft auch Aristerios Ikonomidis, der am orthodoxen Kardonnerstag (12 April 2012) nach seiner Aussage vor dem Untersuchungsrichter in Untersuchungshaft genommen wurde und Hauptaktionär einer Gesellschaft ist, die seit 2001 in Erscheinung tritt, an dem Haus in der Straße Dionysiou Areopagiti Reparaturen ausgeführt und ebenfalls die Eigentumswohnung in der Straße Dinokratous im Bezirk Kolonaki an die Tochter des ehemaligen Minister verkauft zu haben. Der Angeklagte soll die gegen ihn erhobenen Beschuldigungen bestritten und argumentiert haben, dass sich im Verlauf der Untersuchung seine Unschuld erweisen werde.

(Quelle: in.gr)